Ariake-See

Die Ariake-See ist eine Bucht des Ostchinesischen Meeres vor der japanischen Insel Kyūshū. Die Bucht ist 90 km lang, durchschnittlich 17 km breit und besitzt eine Fläche von 1700 km². Die Ariake-See besitzt damit ein Gesamteinzugsgebiet von 8155,91 km².


Geographie:

Östlich in die Bucht ragt die Shimabara-Halbinsel, nördlich davon befindet sich an der Mündung des Honmyō-gawa die Isahaya-Bucht. Der Südteil der Ariake-See ab dieser Halbinsel wird auch Shimabara-Bucht genannt. Die südliche Begrenzung bilden die Amakusa-Inseln, wobei auf deren gegenüberliegender Seite die Yatsushiro-See liegt, die damit wiederum direkt mit der Ariake-See verbunden ist. Über die Hayasaki-Meerenge zwischen der Shimabara-Halbinsel und der Insel Shimoshima der Amakusa-Inseln ist sie mit dem Ostchinesischen Meerverbunden, wobei dessen Meeresgebiet an dieser Stelle auch Amakusa-nada genannt wird.

Flüsse:

In die Ariake-See münden acht Klasse-1-Flüsse – Chikugo-gawa, Yabe-gawa, Kase-gawa, Rokkaku-gawa, Honmyō-gawa, Kikuchi-gawa, Shirakawa und Midorikawa – mit einem Einzugsgebiet von 6852 km², sowie 104 Klasse-2-Flüsse mit einem Einzugsgebiet von 1303,91 km². 

Wasserstand und Gezeiten:

Die Ariake-See ist mit nur durchschnittlich 20 m relativ seicht und besitzt zudem mit sechs Metern den höchsten Tidenhub in Japan. Dadurch bilden sich bei Ebbe große Wattebenen mit einer Tiefe von fünf bis sieben Kilometer, die 1992 eine Ausdehnung von 207 km² besaßen. Durch die Flut lagern sich pro Jahr etwa fünf Zentimeter an Sedimenten ab.