Albuquerque Basin

Das Albuquerque Basin, oder auch Middle Rio Grand Basin genannt, ist eines der größten und tiefsten Sedimentbecken des Rio Grande Rift. Die Großstadt Albuquerque liegt in diesen Becken. Geologisch gesehen ist das Basin ein halber Graben (engl. half-graben). Das Basin geht in die Foothills (Berghänge) der Sandia und Manzano Mountains über. Im Becken herrscht ein semi-arides Klima und ist das größte Wüstengebiet New Mexicos. Vor 12.000 Jahren war das Wetter deutlich feuchter. Der Rio Grand fliesst durch das Becken von Nord nach Süd. Der Fluss diente bereits vor 1000 Jahren für die Bewässerung. Eine intensive Bewässerung findet seit dem späten 19. Jahrhundert statt. In Zeiten des Niedrigwassers des Rio Grande greift die Stadt Albuquerque auf die Ressourcen des Grundwassers zurück.


Geographie:

Das Albuquerque Basin ist 8000 km² groß und liegt im zentralen New Mexico. Das Becken wird im Osten von den Sandia und Manzano Mountains begrenzt. Der Rio Pureco stellt die Westgrenze des Beckens dar. Im Süden geht das Albuquerque Basin in das Socorro Basin über. Von Nord nach Süd erstreckt sich das Tal über 160 km. Am breitesten Punkt misst das Becken eine Länge von 53 km. Der Rio Grand fliesst in das Becken auf einer Höhe von 1420 m und fliesst schließlich gen Süden. Im Osten befinden sich weite Schwemmkegel und Flussterassen des Rio Grande. Westlich des Flusses erstreckt sich das Grasland Llano de Albuquerque. Hier befinden sich isolierte Berge und Vulkane, die sich scharf vom Rio Puerco abheben. Das ganze Becken weist eine geringe Niederschlagsmenge auf, daher findet man dort viele Sanddünen und Sandflächen vor. Abgelöst werden die Sandflächen durch Gestrüpp und trockene Grasländer.

Städte und Orte im Becken:

Diese Gemeinden, Orte und Städte liegen im Albuquerque Basin. Die Aufzählung findet von Nord nach Süd statt: Cochiti, Santo Domingo, San Felipe, Algodones, Bernalillo, Rio Rancho, Alburquerque, Isleta, Los Lunas, Belen und Bernardo.


Klima:

Das Klima wird zur semi-ariden Klimazone gezählt. Der Großteil des Beckens ist so trocken, dass man die Landschaft als Wüste einordnet. Die durchschnittlichen Jahrestemperaturen liegen bei +13°C und reichen von +1°C im Januar bis +24°C im Juli. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge reicht von 190 mm (Belen) bis 760 mm (Sandia Crest). Im Sommer summiert sich die Regenmenge durch die entstehenden Gewitterstürmen. Im Winter bringen Sturm- und Kaltfronten Niederschlag mit sich. Sehr lange Dürreperioden sind nicht ungewöhnlich. Aufgrund des sehr trockenen und extremen Klimas besteht die Landschaften aus Busch- und Grasländer, sowie aus Uferwäldern und dichten Wäldern an den Berghängen.


Geschichte:

Amerikanische Ureinwohner:

Die Paleo-Indiander lebten in diesem Becken. Sie hinterließen viele Zeugnisse ihrer interessanten Kultur. Viele Dörfer und Wohnorte wurden an den Flussterassen des Rio Grande oder in den Hochländern nahe des Flusses gefunden und entdeckt. Manche Zeugnisse gehen bis auf 12.000 Jahre zurück. Zur Zeiten der Paleo bestanden die Playas (trockene Seebecken) aus weiten Feuchtgebieten und Sümpfen mit üppiger Vegetation. Die Menschen der Folsom-Kultur hinterliessen Steinwerkzeuge, Bisonknochen und Tonscherben.


Blick von den Sandia Mountains auf das Albuquerque Basin