Dalarna

Dalarna ist eine historische Provinz (schwedischlandskap) im Herzen von Schweden. Die Grenzen stimmen annähernd mit denen der heutigen Provinz Dalarnas län überein. Dalarna bedeutet „die Täler“, was sich auf die waldreiche, hügelige Landschaft rund um den Siljansee und den Dalälven beziehen lässt. Die Bewohner Dalarnas – die Dalkarlar bzw. Masar (männlich) und Dalkullor (weiblich) – sprechen den Dialekt Dalmål. Dalarna ist geprägt durch die Holzindustrie, die zentralen Regionen profitieren vom innerschwedischen Tourismus. Eine typische Veranstaltung der Region ist der Wasalauf, ein Skilanglauf von Sälen nach Mora.


Geographie:

Zentralorte sind die industriell geprägten Städte Borlänge und Falun; letzteres ist auch für sein Kupferbergwerk und die Austragung von Wintersportwettkämpfen bekannt. Der Süden Dalarnas gehört zum historischen Bergbaugebiet Bergslagen. Das touristische Zentrum der Region bildet jedoch der inmitten einer idyllisch-ländlichen Umgebung gelegene Siljansee, mit den größeren Orten Leksand, Rättvik und Mora, die alle am Ufer des Sees liegen. Der Westen Dalarnas wird von Fjälls beherrscht, hier finden sich populäre Wintersportzentren wie Sälen und Idre, das nach Åre das zweitgrößte Schwedens ist, wo auch ab und an schwedische Ski-Meisterschaften abgehalten werden. Nördlich des Siljan erstreckt sich die Orsa Finnmark, eine kaum bewohnte, abgelegene Waldregion, deren Name an die einst dort siedelnden Waldfinnen erinnert.


Klima:

Angesichts der Inlandlage und der geographischen Nordlage weist Dalarna ein feuchtes Kontinentalklima mit subarktischen Einflüssen auf. In den Bergen von Dalarna fällt eine Niederschlagsmenge von jährlich 1100 mm. Die Sommer weisen Temperaturen zwischen +20°C und +25°C auf. Manchmal erreichen die Höchstwerte über +30°C. Die Sommermonate sind die feuchtesten Monate im Jahr. Die Niederschlagsmenge liegt in diesen Monaten zwischen 50 und 70 mm pro Monat. In den Berglagen über 1000 m Höhe können die Temperaturen selbst im Sommer nur zwischen +10°C und +15°C aufweisen. Die Winter sind generell kalt und schneereich. Dennoch sind die Winter trotz der nördlichen Lage Dalarnas recht mild, da der Golfstrom und die warmen Wassermassen des Atlantiks einen mildernden Effekt auf das Klima hat. In den tiefen Tälern können die Temperaturen auf unter -15°C sinken. Hinzu kommt es zu einer Bildung der Inversions-Wetterlage, d. h. die Temperaturen in den umliegenden Hügeln und Bergen sind um einige Grad höher, als in den Talsohlen. Selbst im südlichen Teil Dalarnas können die Temperaturen auf -20°C sinken.


Nationalparks:

Färnebofjärden National Park:

Der Unterlauf des Dalälven, der durch die Ebene des nördlichen Uppland und des südlichen Gästrikland führt, hat im Gegensatz zum Oberlauf nur ein geringes Gefälle. Daher breitet sich der Fluss aus und bildet große, flache Seen, die durch Stromschnellen voneinander getrennt sind. Der Fjärnebofjärden ist einer dieser Seen, dessen Umland von Auland, Flusswiesen und unberührtem Wald umgeben ist. Periodische Überschwemmungen, die große Flächen bedecken, prägen die Natur des Nationalparks. Der Fjärnebofjärden liegt auch am „Limes norrlandicus“, der biologischen Nordlandsgrenze. Nördliches Moorgebiet mit Nadelwald wechselt mit südlichem Laubwald mit Bäumen wie Eiche und Linde. Besonders die Vogelwelt weist einen Artenreichtum auf wie sonst nirgends in Schweden.

Fulufjället National Park:

Typisch für den Park sind kahle Bergregionen, urwaldartige Täler und steile Felswände sowie üppige Matten der Rentierflechte. Außerdem liegt mit dem 93 Meter hohen Njupeskär Schwedens höchster Wasserfall im Nationalpark. Eine archäologische Stätte ist der in der Mitte des Fjälls liegende Altarringen. Der Zweck dieses kreisförmigen Steingebildes ist noch nicht geklärt, es wird vermutet, dass es sich um eine Kultstätte oder auch eine alte Anlage zur Beizjagd handeln könnte. Im Nationalpark steht auch die wegen ihres hohen Alters bekannte Fichte Old Tjikko.

Hamra Nationalpark:

Mit seiner Größe von nur 28 Hektar war er der kleinste Nationalpark Schwedens, der jetzt auf 1383 ha erweitert wurde. Er liegt inmitten einer intensiv bewirtschafteten Gegend und bildet eine kleine unberührte Oase. Der Park liegt auf zwei flachen Moränenhügeln an dem kleinen See Näckrostjärnen. Es führt ein Rundweg durch den Park, der in den sumpfigeren Abschnitten auf Holzbohlen gelegt ist. Über fast die gesamte Fläche des Parks zieht sich ursprünglicher Nadelwald. Die ältesten Fichten des Bestands sind bis zu 300 Jahre alt und teilweise von einem dichten Flechtenbewuchs bedeckt. Im Park wurden über 450 verschiedene Insekten- und Käferarten gefunden.

Töfsingdalens Nationalpark:

Der Töfsingdalens Nationalpark liegt nördlich des Skiortes Idrein der schwedischen Provinz Dalarnas län. Der Park ist schwer erreichbar und auch in seinem Innern das Sinnbild für eine Wildnis. Er besteht aus zwei von unzähligen Felsblöcken übersäten Bergrücken, die bis zu einer Höhe von 892 m aufragen. Es gibt ein reiches Vorkommen an Kräuterpflanzen, doch die restliche Tier- und Pflanzenwelt ist karg.