Alpeiner Bach

Blick auf den Alpeiner Gletscher, die ersten Kaskaden, und die zwei Talebenen mit den mäandernden Alpeiner Bach

Der Alpeiner Bach bildet den Oberlauf des Oberbergbaches in den Stubaier Alpen. Der Bach entspringt dem Alpeiner Ferner auf ca. 2540 m Höhe. Nachdem er über gewaltige Kaskaden Richtung Nordosten fliesst, bildet er über zwei Plateaus eine einzigartige Flusslandschaft mit Sumpfwiesen. Nach dem Abfall durch den Höllrachen erreicht er die kleine Hochebene hinter der Franz-Senn-Hütte. Dort mäandert der Fluss in viele Arme und bildet Kies- und Schlickbänke. Das Bachufer ist umgeben von einer Sumpflandschaft aus Feuchtwiesen.

Das eisige Gletscherwasser fliesst weiter zur Franz-Senn-Hütte. Direkt hinter der Brücke fällt der Bach in eine Klamm ab. Diese Klamm führt direkt an der Franz-Senn-Hütte vorbei. Felswände sind bis zu vier Meter hoch. Nach dem der Bach aus der Klamm kommt ist er reißend und gleicht einen Wildfluss. Schließlich fällt er über gewaltige Wasserfälle in eine Schlucht ab. Mehrer Zuflüsse münden über Kaskaden in die Schlucht des Alpeiner Baches. Wasserfälle von einer Höhe bis zu knapp 10 m findet man hier vor. An einer Stelle bildete das Wasser einen kleinen Felsbogen.

die große Schlucht des Alpeiner Baches

Nach dem Felsbogen fällt der Bach über mehrere Fallstufen eine Kante hinab. Das Wasser fällt in eine breitere Schlucht, diese gleicht einen Canyon. Die Schlucht ist ungefähr 50 m tief und der Alpeiner Bach reißt sich durch die Felslandschaft. Diese Schlucht folgt der Bach nun, um bei den Oberrissalmen ein weiteres mal zu mäandern. Ab hier wird der Bach Oberbergbach genannt. Danach fliesst er durch das Oberbergtal in Richtung Stubaital und mündet nordöstlich von Milders in die Ruetz. Der Alpeiner Bach zählt zum Flusssystem der Donau, da die Ruetz in die Sill, diese fliesst in den Inn und dieser mündet weiter in die Donau. Insgesamt hat der Bach eine Länge von 16,3 km und ein Einzugsgebiet von 63 km². Das Sohlgefälle des Fliessgewässers beträgt 95%. Der Alpeiner Bach liegt im Ruhegebiet Stubaier Alpen. Der ökologische Gesamtzustand wird als sehr gut bewertet, Ufer und Sohle sind naturnah bzw. natürlich ausgebildet.