Osterinsel

Die 117 km² große Osterinsel (Rapa Nui) liegt 3700 km westlich von Chile und gehört zu den einsamsten Orten der Erde. Die Entfernung zum nächsten bewohnten Gebiet beträgt 1900 km. Die Inselform gleicht einen Dreieck und besteht zum Großteil aus Vulkangestein. Bekannt wurde die Osterinsel durch die Steinskulpturen der Rapa Nui. Diese Skulpturen tragen den Namen “Moai” und bestehen aus Monolithgestein. Die erste Siedler vor 1200 Jahren bildeten aus den weichen Tuffstein des Vulkans Raraku diese Steinformen. Welche Funktion diese Skulpturen für die Rapa Nui hatten oder warum sie diese geschaffen haben bleibt bis heute unklar. Allerdings wurde die Waldnatur auf der Insel stark zerstört, da man versuchte die Steinskulpturen über hölzerne Walzen wegbewegen zu können. Zu dieser Zeit stieg die Bevölkerungszahl auf 4000 Menschen, da aber die Ressourcen nicht ausreichten kam es zu Krieg und Kannibalismus. 1755 erreichte James Cook die Insel. Zu dieser Zeit lebten nur noch 630 Menschen. Weiter hundert Jahre später lag die Einwohnerzahl bei 155 Bewohnern. Heute leben knapp 6000 Menschen auf der Insel. Trotz der dunklen Vergangenheit weist die Osterinsel ein einzigartiges Kulturangebot auf und gehört daher zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Ureinwohner der Insel, die Rapa Nui, war das einzige Volk Ozeaniens, das eine Schriftsprache besaß. Dadurch wurden Felsmalereien, Tätowierungen, Tänze und Musik überliefert.

Klima:

Das Klima ist subtropisch warm, die Jahreszeiten sind nur gering ausgeprägt. Starke Passatwinde herrschen vor. Die Niederschläge betragen etwa 1.150 mm im Jahr. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei 21 °C. Die kältesten Monate sind Juli und August, die wärmsten Januar und Februar. Die regenreichsten Monate sind der April und Mai, die regenärmsten Oktober, November und Februar. Die durchschnittliche Wassertemperatur beträgt 18 °C.