Sechura

Die Sechura ist eine riesige Wüste in Peru. Sie bedeckt die gesamte Westküste des Landes und ist zugleich das längste Küstengebiet Südamerikas. Die Breite der Wüste beträgt ungefähr 150 km, während sich das Trockengebiet über eine Länge von 2000 km erstreckt. Die Sechura-Wüste ist die Fortsetzung der südlich gelegenen Atacama-Wüste in Chile. Trotz der Trockenheit durchziehen über 50 Flüsse aus den Anden die Wüste, um zum Pazifischen Ozean zu gelangen. Die Landschaft reicht von weiten Sand- und Steinflächen, über Trockenhügel (span. “Lomas”) und dürren Schwemmlandebenen. Die Sechura ist die nördlichste der drei peruanischen Wüsten. Im Süden geht die Wüste in die Peruanische Küstenwüste über, diese wiederum grenzt noch weiter im Süden an die Atacama-Wüste.

Lomas:

Die Lomas stellen eine Art Oasen inmitten der dürren Wüstenlandschaft dar. Auf den Hügeln gedeihen über 550 Pflanzenarten, von denen ca. 60 Arten endemisch sind. Dieser Pflanzenreichtum zieht viele Tiere an, wie beispielsweise den Kolibri oder diverse Insekten. Diese Insekten ziehen zu Winterbeginn viele Singvögel an.

Klima:

Regen ist selten. Ein Wetterphänomen tritt in der Wüste auf. Ein dichter, winterlicher Nebel, “La Garúa” genannt, entsteht wenn kalte und feuchte Luft des Pazifiks auf trocken-heiße Wüstenluft trifft. Dieser Nebel spendet der Wüste etwas Wasser, somit gedeihen für extrem kurze Zeit viele Blütenpflanzen und niedrige Büsche. Die größte Siedlung in der Wüste ist die Küstenstadt Trujillo. Hier ist das Klima arid und Niederschlag fällt wenn überhaupt nur in den Sommermonaten.