Guatemaltekische Pazifikküste

Die Region an der Pazifikküste wird als Costa Sur (Südküste) bezeichnet. Es handelt sich um einen 40 bis 50 Kilometer breiten, rund 240 Kilometer langen Flachland-Streifen, dessen natürliche Vegetation von Trockenwald geprägt ist. Die Küstenlinie ist kaum strukturiert und weist nur sehr vereinzelt Nehrungenauf. Der Strand besteht im Wesentlichen aus schwarzem Sand. Die Küstenlandschaft besteht im Wesentlichen aus Schwemmland, das sich aus den Ablagerungen der Flüsse gebildet hat. An die Küstenregion schließt sich nördlich der schmale, höher gelegene Boca Costa an. Auch dort sind die Böden sandig. Das Gelände weist mitunter extreme Höhenunterschiede auf kurzer Entfernung auf und ist von Nebelwald bedeckt.

Wassertemperaturen:


Geographie und Klima nach Departamento:

Departamento San Marcos:

Das an der Grenze zu Mexiko gelegene Departamento San Marcos umfasst fast alle Klima- und Vegetationszonen Guatemalas. Der Großteil des Departamentos befindet sich in den Gebirgszügen der guatemaltekischen Sierra Madre de Chiapas, die hier mit den Vulkanen Tajumulco (4.220 m) und Tacaná(4.092 m) ihre höchsten Gipfel hat. Nur die südlichsten Teile liegen in einem schmalen Tieflandstreifen, dessen zahlreiche Flüsse weite Teile des Hochlandes entwässern und in den Pazifikmünden. Im durchschnittlich über 2.000 m hohen Bergland können die Temperaturen in der Trockenzeit(November – Februar) unter den Gefrierpunkt fallen, an der Küste ist das Klima und die Vegetationtropisch.

Departamento Retalhuleu

Retalhuleu hat nur ganz im Norden einen kleinen Anteil an der Sierra Madre, der Großteil liegt im nach Südwesten zur Pazifikküste sanft abfallenden Tiefland. In dieser Richtung wird es auch von etlichen Flüssen durchzogen, von denen der Río Samalá der Bedeutendste ist. Die sehr fruchtbaren Vulkanböden des Tieflandes bringen eine üppige tropische Vegetation hervor, die jedoch zum Großteil der Landwirtschaft weichen muss. Vulkanischen Ursprungs sind auch die schwarzen Sandstrände, hinter denen sich größere Sumpfgebiete befinden. Die ganz im Westen gelegenen Sümpfe von Manchón mit ihren von etlichen Flüssen und Kanälen durchzogenen Mangrovenwäldern, die unter anderem Wasservögeln und Schildkröten Zuflucht bieten, wurden unter Naturschutz gestellt. Das Sumpfgebiet bei El Tulate kann praktisch nur über das benachbarte Suchitepéquez erreicht werden. Mit Ausnahme einiger kleinerer gemäßigter Gebiete im Norden ist das Klima in Retalhuleu tropisch heiß, während der Regenzeit (Mai bis Oktober) kommt noch eine hohe Luftfeuchtigkeit hinzu. Die Temperaturen bewegen sich im Allgemeinen zwischen 20 und 32 °C.

Departamento Suchitepéquez:

Im Norden hat Suchitepéquez noch Anteil an der Sierra Madre. Von dort aus fällt das von zahlreichen Flüssen durchzogene Land sanft nach Südwesten bis zur Pazifik-Küste ab. Der Boden ist sehr fruchtbar. Auf Grund der starken landwirtschaftlichen Nutzung ist der ursprünglich vielfältige Bestand an frei lebenden Tieren zurückgegangen. Das Klima ist überwiegend tropisch heiß, die Regenzeit dauert von Mai bis Oktober.

Departamento Escuintla:

Die nördlichen Grenzen des Departamentos verlaufen über die höchsten Gipfel des zentralen Hochlandes, darunter die Vulkane Agua (3.766 m), Fuego (3.763 m) und Pacaya (2.552 m). Von diesen Bergen aus fällt das von zahlreichen Flüssen durchzogene Land sanft nach Süden bis zur Pazifik-Küste ab. Der Boden ist sehr fruchtbar. Auf Grund der starken landwirtschaftlichen Nutzung ist der ursprünglich vielfältige Bestand an frei lebenden Tieren zurückgegangen. Das Klima ist tropisch heiß, die Regenzeit dauert von Mai bis Oktober.

Departamento Santa Rosa:

Im Norden hat Santa Rosa Anteil an der Sierra Madre de Chiapas, die dort noch Höhen von etwa 2.000 m erreicht. Nach Süden hin fällt das Land sanft zum Tiefland und zur Küste am Pazifik ab. In dieser Richtung wird es auch von etlichen Flüssen durchzogen, von denen der Río Los Esclavos der Bedeutendste ist. Das Hochland wird geprägt von den Vulkanen Tecuamburro (1.945 m), Cruz Quemada (1.690 m), Jumaytepeque (1.815 m) und Cerro Redondo (1.220 m). Typisch für das Hochland sind auch die bei den Vulkanen gelegenen Kraterseen(„Lagunen“), von denen die im Nordosten gelegene, 14 km² große Laguna de Ayarza auch als Touristenattraktion bekannt ist. Die sehr fruchtbaren Vulkanböden des südlichen Tieflandes bringen eine üppige tropische Vegetation hervor, die jedoch zum Großteil der Landwirtschaft weichen muss. Vulkanischen Ursprungs sind auch die schwarzen Sandstrände, hinter denen sich zum Teil trockengelegte Sumpfgebiete befinden. Etwa einen halben Kilometer hinter der Küste verläuft der Canal de Chiquimulilla, ein in den 1930er Jahren angelegter, etwa 120 km langer schiffbarer Wasserweg von Sipacate in Escuintla bis an die Grenze zu El Salvador. Teile des Kanal- und Sumpfgebietes mit seinen Mangrovenwäldern, die unter anderem Wasservögeln und Schildkröten Zuflucht bieten, wurden unter Naturschutz gestellt. Das Klima ist im Norden Santa Rosas gemäßigt bis heiß (am Oberlauf des Rïo Los Esclavos), im Süden herrscht tropische Hitze, zu der während der Regenzeit (Mai bis Oktober) noch eine hohe Luftfeuchtigkeitkommt. Die Temperaturen bewegen sich im Allgemeinen zwischen 15 und 29 °C, die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge liegt bei 1.800 mm. In Santa Rosa, bei San Juan de Arana (Cuilapa), befindet sich der geographische Mittelpunkt des amerikanischen Doppelkontinents.

Departamento Jutiapa:

Jutiapa liegt überwiegend im zentralen Hochland. Vor allem im Nordwesten erreicht die Sierra Madrenochmals Höhen von 2.000 Metern. Nach Süden hin fällt das Bergland zur Pazifik-Küste ab. Das Hochlandgebiet ist von tiefen Tälern und Flüssen durchzogen. Auf Grund der unterschiedlichen Höhenlagen gibt es eine Vielzahl verschiedener Klimaregionen. Im Hochland ist das Klima gemäßigt, am Pazifik tropisch heiß.