Norfolkinsel

Die Norfolkinsel ist eine Insel im Pazifischen Ozean, die zu Australiengehört. Nördlich von ihr liegt Neukaledonien, westlich Australien, im Süden Neuseeland.


Geographie:

Die Norfolkinsel liegt rund 1400 Kilometer östlich des australischen Kontinents und ist Teil der knapp 1100 km langen Norfolk Ridge, die sich von Neukaledonien aus nach Süden hin erstreckt. Die Insel ist bis auf das südliche Gebiet mit der Hauptstadt Kingston von unzugänglichen Klippen umgeben. Höchste Erhebungen der Insel sind die beiden Berge Bates (319 Meter) und Pitt (318 Meter). Zum Territorium gehören neben der Norfolkinsel auch noch die kleineren, unbewohnten Inseln Nepean und Phillip. Die Norfolkinsel ist, ebenso wie Phillip Island, vulkanischenUrsprungs und bietet darum fruchtbaren Boden für die Landwirtschaft. Die größte Stadt der Insel ist Burnt Pine.


Klima:

Es herrscht subtropisches Klima mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von 19 °C und 1350 mm Jahresniederschlag. Eine besondere Gefahr stellen die Zyklone dar, die besonders in den ersten Monaten des Jahres auftreten.


Sehenswürdigkeiten:

Fletcher’s Mutiny Cyclorama:

Eine der Hauptattraktionen der Insel ist das Fletcher’s Mutiny Cyclorama, ein realistisches Rundgemälde, welches die Geschichte der Bounty-Meuterei und der Inselbewohner darstellt.

Kingston and Arthurs Vale Historic Area:

Seit 2010 ist das ursprüngliche Sträflingslager, das Kingston and Arthurs Vale Historic Area, aufgrund seiner historischen Bedeutung in die Liste des UNESCO-Welterbes eingetragen.


Naturlandschaften und -monumente:

Norfolk Island National Park:

Ein Teil der Norfolkinsel und der vorgelagerten Phillip-Insel sind als Nationalpark unter Schutz gestellt. Die Flora umfasst 182 einheimische Pflanzenarten, von denen ungefähr 40 für Norfolkinsel und Phillipinsel endemisch sind. Der Nationalpark ist ein wichtiges Refugium für die 46 gefährdeten Pflanzenarten der Insel und beinhaltet die Hauptpopulationen der 15 vom Aussterben bedrohten Arten.  Besonders in der warmen Jahreszeit lassen sich im Nationalpark Meeresvogelarten wie Keilschwanz-Sturmtaucher und Kleiner Sturmtaucher, Maskentölpel, Rotschwanz-Tropikvogel, Rußseeschwalbe, Weißkappennoddi, Feenseeschwalbe sowie Binden- und Arielfregattvogel beobachten, zum Teil in großer Zahl. Wegen der Entfernung vom Festland zählen nur zwei Fledermausarten zur natürlichen Land-Säugetierfauna, Chalinolobus gouldii und Mormopterus norfolkensis. Letztere konnte in jüngerer Zeit auf der Norfolkinsel nicht mehr gesichtet werden. Einige Arten wie Ratten und Hauskatzen wurden von den Siedlern eingeschleppt und müssen nun zur Vermeidung von Schäden bekämpft werden. Die Reptilien sind mit zwei einheimischen, für die Inseln der Tasmansee endemischen Arten vertreten, dem Skink Oligosoma lichenigera und dem Gecko Christinus guentheri. Beide Arten sind auf der Norfolkinsel ausgestorben und kommen nur noch auf der Phillipinsel vor. An mehreren Orten auf der Norfolkinsel wurde der Asiatische Hausgecko als eingeführte Art gesichtet.