St. Louis County (MO)

Das St. Louis County ist ein County im US-amerikanischen Bundesstaat Missouri. Im Jahr 2010 hatte das County 998.954 Einwohner und eine Bevölkerungsdichte von 759,7 Einwohnern pro Quadratkilometer. Der Verwaltungssitz (County Seat) ist Clayton, das nach Ralph Clayton benannt wurde, einem Farmer, der das Land für die Stadt stiftete. Das St. Louis County ist Bestandteil der MetropolregionGreater St. Louis.


Geographie:

Das County weist eine Fläche von 1350 km², wovon 39 km² aus Wasserfläche bestehen. Die höchste Erhebung des County liegt bei 275 m über dem Meeresspiegel.

Angrenzende Counties und Grenze:

Der Missouri River bildet die nördliche Grenze zum St. Charles County. Der Meramec River bildet zum Großteil die südliche Grenze zum Jefferson County. Im Osten liegt die Metropole St. Louis und der Mississippi River. Das Franklin County liegt westlich des St. Louis County.

Landschaften:

Das Vorgebirge der Ozark Mountains beginnen südwestlich von St. Louis County. Der Rest des County wird landschaftlich durch Plateaus bestimmt. Der westliche Teil weist ein schroffes Relief auf. Entlang des Mississippi River erheben sich Bluffs. Im Süden des County erheben sich die Felsen 60 bis 90 m vom Fluss ab. Eine große Schwemmebene ist das Chesterfield Valley im westlichen Teil der Region. Das Tal erstreckt sich entlang des Missouri River. Häufig wird die Ebene auch “Gumbo Flats” genannt, aufgrund des fruchtbaren und dunklen Boden. Eine weitere Flussebene ist Columbia Bottom. Dieses Tiefland liegt im nordöstlichen Teil des County am Zusammenfluss des Mississippi und Missouri River. Die Missouri Bottom Area liegt zwischen den beiden großen Schwemmebenen und wird großteils von der Landwirtschaft geprägt.

Gewässer:

Die zwei größten Flüsse der Region sind der Missouri und Mississippi River. Danach folgt der Meramec River. Der River des Peres ist ein kleiner Fluss innerhalb des County und fliest durch unterirdische Kanäle in die Stadt von St. Louis. Weiter Flüsse sind der Coldwater Creek, Bonhomme Creek, und Creve Coeur Creek, die in den Missouri River fliessen. In den Meramec River fliesen der Keifer Creek, Fishpot Creek, und Grand Glaize Creek. Nebenflüsse des River des Peres sind der Deer Creek und Gravois Creek. Der Maline Creek ist ein Nebenfluss des Mississippi River.


Klima:

St. Louis County hat ein kontinentales Klima mit extrem Auswirkungen, da keine ausgleichenden Wasserflächen und abschirmenden Gebirge in der Nähe sind. Das Gebiet wird beeinflusst von zwei Luftströmungen:

  • kanadisch-arktische Luftströmung aus dem Norden mit kalt-trockenen Wetter
  • Luftströmungen des Golfs von Mexiko mit feucht-heißen Wetter

Der Frühling ist die feuchteste Jahreszeit und es treten Tornados und späte Winterstürme auf. Die Sommer sind heiß und feucht, dies lässt die “gefühlten Temperaturen” meist über +38°C steigen. Der Herbst ist mild mit einer niedrigeren Niederschlagsrage, dennoch kann es zu heftigen Regenfällen mit Schnee kommen. Der erste Schneefall tritt meist Ende November auf. Die Winter sind kühl bis kalt mit Schnee- und Frostperioden. Winterstürme, wie die Alberta Clippers können gefrorenen Regen, Blitzeis und Schneefall bringen.

Die durchschnittliche Jahrestemperaturen zwischen 1981-2010 lag beim Lambert-St. Louis International Airport bei +14°C. Der Jahresdurchschnitt des Niederschlags lag bei 914 mm. Die höchste Tagesdurchschnittstemperatur wird im Juli mit +32°C erreicht, während im Januar die kälteste Durchschnittstemperatur bei -6°C liegt. Temperaturen unter -18°C kommen im Schnitt an drei Winternächsten vor. Die höchste jemals registrierte Temperatur im County beträgt +46°C und wurde am 14.07.1954 am St. Lambert-St. Louis International Airport gemessen. Das extreme Gegenteil betrug -31°C und wurde am 29.01.1873 registriert.

Klimadaten der Stadt St. Louis / Wetterstation: Lambert Airport

An 40 bis 50 Tagen im Jahr kommt es zu Gewitterstürmen. Wenige von diesen versuchen heftigen Hagel und starke Sturmböen. Allerdings können sich Tornados entwickeln. Im späten Herbst tritt meist eine sehr warme Periode auf, die bekannt ist unter “Indian Summer”. Zu dieser Jahreszeit blühen auch Rosen und weiter Blumen (dies ist zwischen dem späten November und dem frühen Dezember in einigen Jahren).


Naturschutzgebiete:

Allenton Access:

Diese kleine Naturschutzgebiet liegt südwestlich von Eureka und grenzt an den Meramec River. Im Schutzgebiet leben 46 Vogelarten.

Bellefontaine Conservation Area:

Das kleine Naturschutzgebiet bei Castle Point schützt einer der letzten urtümlichen Grasländer von Missouri, aber auch die umliegenden Wälder und Teiche liegen im Einzugsgebiet der Conservation Area.

Big Muddy National Fish and Wildlife Refuge:

Dieses riesige Naturschutzgebiet wurde 1994 errichtet und schützt eine Fläche von 68 km². Wie Perlen an einer Kette reihen sich Teiche und Sümpfe entlang des Missouri River aneinander. Das Schutzgebiet liegt zwischen Kansas City und St. Louis. In den Gewässern leben viele Fischarten und die Umgebung ist reich an Tierarten. Die Landschaft besteht aus Sumpflandschaften, Flussebenen, Schwemmland und Wäldern aus gigantischen Bäumen.

Columbia Bottom Conservation Area:

Das Conservation Area bedeckt eine kleine Fläche südlich des Zusammenflusses des Missouri und Mississippi River. Das Schutzgebiet liegt nördlich der Stadt St. Louis und ist bekannt für seien Angel- und Bootsplätze, sowie für Beobachtungsmöglichkeiten für Vogelarten. Die Landschaft besteht zumeist aus Sumpf- und Marschländer. Der Park ist reich an Tier- und Pflanzenarten. Zu den bekanntesten Tierarten zählen der Weißwedelhirsch und die Kandagans. Eine Besonderheit stellt eine hier lebenden Population an Schmuckreihern dar.

Emmenegger Nature Park:

Der kleine Naturpark liegt in der Nähe von Kirkwood und grenzt westlich an den Meramec River. Der Park wurde benutzt für Brutplätze von exotischen Tierarten für den St. Louis Zoo. Heute findet man einen 1,6 km langen Wanderweg vor.

Forest 44 Conservation Area:

Das Schutzgebiet befindet sich in der Nähe von Valley Park. Der Forest 44 war einst Teil einer Rinderfarm mit einer Fläche von 40 km². Im Wald findet man lange Wanderwege vor, aber auch Angel- und Jagdplätze. Neben den Wälder findet man hier auch kleine Grasländer vor.

Greensfelder County Park:

In der Nähe von Wildwood befindet sich ein Naturpark der ein Besucherzentrum, Spielplätze, Campingplätze und weite Wanderwege aufweist. 

Lone Elk County Park:

Nach dem 2. Weltkrieg wurden hier Herden von Wapitis und Bisons angesiedelt. Während des Koreakrieges wurden die Wildtierherden aus Sicherheitsgründen getötet, außer ein Wapitibulle. Heute findet man hier wieder Wildtierherden vor. 

Pacific Palisades Conservation Area:

Das Conservation Area ist reich an Tierarten. Der Park liegt südlich von Pacific. Im Park befinden sich zwei Seen, tiefe Wälder, Prärie und Getreidefelder. Am Flussufer des Meramec River erheben sich wuchtige Bluffs. Das Jagen im Park ist erlaubt. Im Park selbst leben Hirsche, Truthähne und Tauben. Reiher und andere Wasservögel brüten um den Seen. In den Seen selbst leben meist Forellenbärsche und Crappies.

Rockwoods Range Conservation Area:

Kalksteinfelsen und Dolinen sind im Park stark vertreten. Die Region zählt zu den wichtigsten Vogelbesichtigungsorten der USA. In den Wäldern leben Weißwedelhirsche, Waschbären und Eichhörnchen.

Rockwoods Reservation:

Die Natur in diesem Reservat ist ursprünglich und unberührt. Hier gedeihen uralte Pflanzenarten und eine einzigartige Tierwelt. Die Landschaft besteht aus geologischen Formationen, wie Höhlen. In den Wäldern sprudeln Wasserquellen. Die urtümliche Wildnis ist von Menschenhand unberührt.


State Park:

Babler State Park:

Der Babler State Park ist eine State Park nordwestlich von Wildwood. Zentrale Sehenswürdigkeit ist die riesige Bronzestatue des Dr. Babler. Der 988 ha große Park weist Wanderwege, Picknickplätze, Radwege, Reitwege und Campingplätze auf. 1985 wurde der Park in den National Register of Historic Places aufgenommen.

Castlewood State Park:

Der Castle wood State Park ist ein 736 ha großer Park am Meramec River. Die am meisten besuchten Orte des Parks liegen nördlich des Meramec River. Südlich des Flusses liegt der Lone Elk County Park mit dem World Bird Sanctuary. Landschaftlich interessant sind die Bluffs am Fluss. 

Route 66 State Park:

Der Route 66 State Park ist ein Park am Meramec River und liegt in der Nähe von Times Beach. Der Park schützt eine Fläche von 170 ha. Die Landschaft besteht aus Buschländer und Prärien, aber auch dichte Wälder findet man hier vor.