Jakutien

Jakutien ist eine Republik und Region der Russischen Föderation und ist auch unter den Namen Republik Sacha bekannt. Jakutien liegt in Sibirien. Die Hauptstadt der Region ist Jakutsk. Die Republik gehört zu den kältesten Orten der Erde. Oimjakon ist der kälteste bewohnte Ort der Erde. Die Städte Jakutsk Werchojansk bilden ebenfalls Kältepole. Jakutien ist das “typische Sibirien” und weist alle Klischees auf, die man über Sibirien hat: extremes Klima mit eiskalten Wintern, Einsamkeit, endlose Nadelwälder (Taiga), Tundren, endlose Weiten, Wildnis und Angelegenheit. Die Republik Sacha ist ungefähr so groß wie Indien und wird von ca. eine Millionen Menschen bevölkert. Die Jakuten sind Namensgeber der Republik. Die Ureinwohner sind ein heutiges Turkvolkes, das in der Autonomen Republik Sacha (Jakutien) innerhalb der Russischen Föderation im fernöstlichen Sibirien beheimatet ist. Die jakutische Gesellschaft gliederte sich traditionell in Adel, Freie und Sklaven ein. Sie lebten als Jäger, Fischer und zu einem sehr geringen Teil als Bauern, bzw. Rentier- und Pferdezüchter


Geographie:

Die Republik Sacha weist einen langen Küstenstreifen am Arktischen Ozean auf und zieht sich über das Mittelsibirische Bergland Richtung Süden hinab. Der größte Fluss der Republik ist die Lena, die auch ein breites Tal bildet.  Das Werchojansker Gebirge, sowie das Tscherskigebirge sind weitere Gebirge in der sibirischen Republik. Neben den Lenatal gibt es ein weitere Ebene, nämlich die Kolyma-Tiefebene. Im Süden liegt das Aldanhochland.

Lage:

Jakutien liegt im Förderationskreis Ferner Osten und gehört zur weiten Landschaft Sibiriens. Über 40% der Republik liegen jenseits des Polarkreises. Aufgrund der Größe grenzt die Republik an vielen Regionen und Republiken Russlands:

  • autonomer Kreis der Tschuktschen
  • Magadan
  • Chabarowsk
  • Amur
  • Tschita
  • Irkutsk
  • Krasnojarsk

Landschaft:

In Jakutien finden sich die Merkmale aller sibirischen Vegetationszonen.

Gewässer:

Im Norden liegt das Eismeer, in dem viele Flüsse und Ströme münden. Der Hauptfluss der Region ist die Lena. Nebenflüsse des Stroms sind dies Flüsse Wiljui und Aldan, sowie die Indigirka und die Kolyma.


Klima:

Ebelyakh / JakutskJurjung-Chaja / LenskOimjakonOljokminsk / PokrowskPromyschlennyy / Schigansk / SiktyakhTiksi / Tomtor / Ust-Nera / WerchojanskYukagirZemlyanka Sappyya-Dzhiyete

Jakutien gehört zu den Orten der Erde die ein äußerst extremes Klima aufweisen. Grundsätzlich herrscht hier ein ausgeprägtes Kontinentalklima mit subarktischen Einflüssen. Die Winter sind bitterkalt und sehr lang. Nachttemperaturen von bis zu -60°C kommen vor. Die Sommer sind warm und weisen teils Höchstwerte von bis +40°C auf. Im Schnitt dauert der Winter 7 bis 9 Monate an. An der Küste des Eismeeres herrscht ei polares Klima mit ganzjährigen Winter. Selbst im Sommer ist es hier mit Höchstwerten leicht über den Gefrierpunkt kalt. Neben den hohen Temperaturunterschieden gibt es hier auch einige Kältepole. Einer dieser Kältepole ist die Stadt Jakutsk oder die Stadt Werchojansk. Am bekanntesten ist Oimjakon, der kälteste bewohnte Ort der Erde.

Klimatabellen ausgewählter Städte:


Flüsse:

Lena:

Die Lena ist mit einer Länge von ungefähr 4400 km der längste Strom Ostsibiriens. Beinahe zählt der Strom zu den zehngrößten Flüssen der Erde. Das Einzugsgebiet des Flusses ist 2,5 Mio. km² groß. Ihren Ursprung hat die Lena in der Nähe des Baikalsees. Nur ein kleines Gebirge trennt die Quelle von dem riesigen See. Den Flusslauf des Flusses säumen schroffe Felslandschaften, Tafelberge und endlose Weite. Ein weiteres Highlight ist das riesige Delta der Lena. Der Strom mündet in über 150 Armen in den Arktischen Ozean. Nach der Zeit hat die Lena eine Halbinsel geschaffen die in die Laptev-See hineinragt.

Die Lena ist der größte Fluss der Republik Sacha (Jaktuien) und zugleich einer der größten Ströme von Asien und Russland.


Naturlandschaften und -monumente:

Lenskaja Truba (dt. Lena-Röhre):

Diese Stromschnelle gehört zu den bekanntesten der Lena. Das leichte Gefälle verwandelt die Lena in einen unbezwingbaren Wildfluss.

Lena-Felsen:

Ein Sandsteinfelsen ragt aus dem Wasser des Flusses heraus. Die Insel erreicht eine Höhe von 104 m. Der Felsen wird auch “Lena-Pfahl” genannt.

Ust’-Lenskij:

Das Lenadelta bildet das größte Naturschutzgebiet der Republik Sacha. Hier leben über 90 verschieden Vogelarten, aus drei Kontinenten (Asien, Australien, Amerika). In den Tundren leben Lemminge und Polarfüchse, aber auch Rentiere und Eisbären lassen sich beobachten.