Spanien

Rund vier Fünftel der Iberischen Halbinsel des Südwesten Europas, nimmt Spanien ein. Eingegrenzt wird das Land von den Nachbarländern Frankreich und Portugal sowie vom Atlantik und vom Mittelmeer. Die langen Küsten haben Spanien, wie auch seine Inselgruppen Balearen und Kanaren, als Urlaubsziel so populär gemacht. Dabei sind die Landschaften zwischen dem grünen Norden und dem trocken-heißen Süden sehr abwechslungsreich. Auch kulturell ist die Vielfalt überwältigend: Orient und Okzident überlagerten sich hier und gaben diesem Land am Rande Europas sein unverwechselbares Gesicht.

Spanien ist ein Land auf der iberischen Halbinsel in Europa und umfasst 17 autonome Regionen von großer geografischer und kultureller Vielfalt. In der Hauptstadt Madrid befinden sich der Königspalast und der Prado mit Werken europäischer Meister. In Segovia gibt es ein mittelalterliches Schloss (Alcázar) und einen intakten römischen Aquädukt. Wahrzeichen der katalanischen Hauptstadt Barcelona sind die skurrilen Bauwerke Antoni Gaudís wie die Sagrada Familia.

Barcelona, die kosmopolitische Hauptstadt der spanischen Region Katalonien, ist für ihre Kunstwerke und Architektur bekannt. Die imposante Kirche Sagrada Família und andere Wahrzeichen der Moderne von der Hand des Künstlers Antoni Gaudí sind überall in der Stadt zu finden. Das Museu Picasso und die Fundació Joan Miró zeigen moderne Kunstwerke ihrer Namenspaten. Zum Museum für Stadtgeschichte, MUHBA, gehören auch mehrere archäologische Stätten aus römischer Zeit.

Madrid, die Hauptstadt Spaniens, zeichnet sich durch elegante Boulevards und große, gepflegte Parkanlagen wie den Retiro-Park aus. Sie ist für ihre Sammlungen europäischer Kunst wie das Museo del Prado mit Werken von Goya, Velázquez und anderen spanischen Meistern bekannt. Den Kern des habsburgischen Madrid bildet die Plaza Mayor mit ihren Säulengängen. In der Nähe befindet sich der barocke Palacio Real mit seiner historischen Waffensammlung.


Geographie:

Lage:

Spanien ist ein Land in Südeuropa und liegt neben Andorra und Portugal auf der Iberischen Halbinsel. Neben den Landesanteil auf der Iberischen Halbinsel, weist Spanien noch zwei Inselprovinzen (Balearen, Kanarische Inseln) und zwei Stadtprovinzen an der Nordafrikanischen Küste auf (Melilla, Ceuta). Im Norden und Südwesten liegt Spanien am Albanischen Ozean, während sich die restliche Küste am Mittelmeer befindet. Nachbarländer von Spanien sind Frankreich (Norden), Andorra (Norden), Portugal (Westen) und Gibraltar (Süden). Die beiden spanischen Exklaven, Ceuta und Melilla, sind umgeben von Marokko.

Hochländer, Ebenen, Tiefländer:

Die iberischen Gebirge werden von größeren Ebenen unterbrochen. Im Zentrum der Iberischen Halbinsel befindet sich ein weitläufiges Hochplateau, das, je nach Quelle, Iberische Meseta oder Hochland von Kastilien (A; B), oft jedoch schlicht Meseta genannt wird. Es wird im Norden und Nordwesten vom Kantabrischen Gebirge und dessen Ausläufern, im Osten vom Iberischen Randgebirge und im Süden von der Sierra Morena umgrenzt. Im Südwesten geht sie in die etwas tiefer gelegene, aber nicht so ebene Extremadura (C) über. Durch das Kastilische Scheidegebirge wird sie in zwei Hälften (die Nord- und die Südmeseta) geteilt, wobei die nördliche im Mittel etwas höher liegt als die südliche. Die großen Städte der Nordmeseta (A) (Valladolid, León, Burgos, Salamanca) liegen auf einer Höhe von 700 bis 900 Metern, die der Südmeseta (B) (Madrid, Toledo, Ciudad Real) auf 500 bis 700 Metern.  Wesentlich tiefer liegen die Senken, die vom Guadalquivir (D) und vom Ebro (E) durchflossen werden. Da die Gebirge fast überall bis nahe ans Meer herantreten, finden sich kaum ausgedehntere Küstenebenen (F). Im zentralen Teil Mallorcas befindet sich die Ebene Pla de Mallorca (G) oder Es Pla, die nur von kleineren Höhenzügen unterbrochen wird. Höchster Punkt ist an der Grenze zum Migjorn der 542 Meter hohe Tafelberg Puig de Randa.

Gebirge:

Spanien gehört neben der Schweiz und Italien zum gebirgigsten Land Europas. In Spanien selbst befinden sich acht große Gebirgszüge. Im Norden bilden die Pyrenäen (B) die Grenze zu Frankreich und trennen die Iberische Halbinsel vom restlichen Europa ab. Das Kantabrische Gebirge (A) im Norden Spaniens trennt das Hochland der Meseta vom Atlantischen Ozean. Das Iberische Gebirge (C) ist ein zentrales Gebirge, das von Nord nach Süd verläuft und das Ebro-Becken von der zentralspanischen Meseta trennt. Das Iberische Scheidegebirge (D) trennt die Meseta in zwei Hälften und verläuft von West nach Ost quer über die Iberische Halbinsel. Unmittelbar südlich des Scheidegebirges erheben sich die Montes de Todelo (E). Die Sierra Morena (F) schirmt das Tal des Guadalquivir von der nördlichen Meseta. Ganz im Süden befinden sich das Sistema Penibetico (G), ein weitere großer Gebirgsstock im südlichen Spanien. Inmitten des Penibetico-Gebirges befindet sich die Sierra Nevada (I.).

Flüsse:

Zwischen den Gebirgsketten verlaufen die fünf großen Flusssysteme, von denen vier eine Ost-West-Orientierung aufweisen, in den Atlantik münden und ihren Ursprung im Iberischen Randgebirge, der großen Wasserscheide der Halbinsel, haben. Das Becken zwischen dem Kantabrischen Gebirge und dem Kastilischen Scheidegebirge wird durch den Duero entwässert. Weiter südlich verlaufen der Tajo und der Guadiana ebenfalls von Osten nach Westen. Das Gleiche gilt für den Guadalquivir südlich der Sierra Morena. Die Senke zwischen dem Iberischen Randgebirge und den Pyrenäen hingegen wird durch den Ebro zum Mittelmeer entwässert. Dieser Strom entspringt im Kantabrischen Gebirge und verläuft von Nordwesten nach Südosten.


Spanische Regionen:

An der nördlichen Atlantikküste reihen sich die Regionen Galizien, Asturien, Kantabrien und das Baskenland aneinander. Kastilien bildet mit seinen drei Regionen: Kastilien-Leon, Kastilien-La Mancha und Madrid, das Herzstück Spaniens und der Iberischen Halbinsel. Im Norden Spaniens befindet sich Navarra, La Rioja und Aragonien (Aragon). Die spanische Mittelmeerküste wird von den Regionen Katalonien, Valencia, Murcia und Andalusien eingenommen. Extremadura befindet sich im Südwesten des Landes. Die Balearen und Kanaren bilden ihre eigenen Regionen. Die größte Region ist mit 94.223 km² Kastilien-Leon. Andalusien weist die höchste Bevölkerungszahl auf. In dieser Region leben ungefähr 8 Mio. Menschen. Auf dem afrikanischen Festland befinden sich zwei Kleine Stadtprovinzen, die zu Spanien gehören. Die Stadt Melilla an der nordafrikanischen Mittelmeerküste ist mit ca. 86.000 Einwohner, die größte der beiden Städten. Die zweite Stadt ist Ceuta (knapp 85.000 Einwohner).

Spanische Provinzen:

Geographische Regionen Spaniens:


Städte Spaniens:

In Spanien gibt es zwei Millionenstädte, Madrid und Barcelona. Das starke Wachstum der Städte in den letzten Jahren hat jedoch dazu geführt, dass Metropolregionen entstanden sind, die teils weit über die politisch-administrativen Grenzen der Stadtgemeinden hinausgehen. In den Großräumen Madrid und Barcelona leben so über sechs bzw. vier Millionen Menschen, in den Metropolregionen Valencia, Sevilla und Bilbao jeweils über eine Million.

Größten Städte Spaniens:

Stadt Einwohner
Madrid 3.165.541
Barcelona 1.608.746
Valencia 790.201
Sevilla 690.566
Saragossa 661.108
Málaga 569.009
Murcia 441.003
Palma de Mallorca 402.949
Las Palmas de Gran Canaria 378.998
Bilbao 345.122


Nordwesten:

Alle Jakobs-Wege führen in den Nordwesten Spaniens, nach Santiago de Compostela, das jahrhundertelang eines der wichtigsten Pilger- und der wichtigsten Reiseziele Europas war. Aber der Nordwesten mit den Regionen Galizien, Asturien und Kantabrien hat mehr zu bieten: sandige Atlantikstrände, grüne Wälder und Wiesen und altehrwürdige Städte.

Geographie:

Galicien weist eine 1200 km lange Küste auf, die aus fjordähnlichen Küstenabschnitten besteht. Das Binnenland von Galizien besteht aus grüner Landschaft. Diese Fjorde werden Rías genannt und sind Mündungsarme von Flüssen. Die galicische Küste ist in drei Abschnitten gegliedert:

  1. Rías Altas: liegt im Norden zwischen Ribadeo und A Coruña
  2. Costa da Morte: reicht bis zum Cobo Finisterre (Cabo Fisterra)
  3. Rías Bajas: reicht bis zur portugiesischen Grenze

In Asutiren ist der Gegensatz zwischen Ozean und Gebirge sehr reizvoll. Fast ganz Asturien besteht aus Bergland, mit Ausnahme vom Becken von Oviedo. Der Picos de Europa ist mit über 2600 m ein gewaltiger Berg, der nicht weit vom Atlantik entfernt ist.

Kantabrien weist auch den Gegensatz zwischen Ozean und Gebirge auf. Die Küstenlandschaft ist eine Mischung aus Hügelländer und Strandbuchten, sowie schroffen Felsenklippen. Nur wenige Kilometer im Landesinneren steigt das Land stark an. Das Inland besteht aus Almen, Wäldern und Wiesen, auf denen Rinder- und Schafherden weiden. Im Westen erhebt sich der Picos de Europa.

Kulturelle Zentren:

  • La Coruña
  • Santiago de Compostela
  • A Guarda
  • Tui
  • Lugo
  • Ourense
  • Oviedo
  • Santillana del Mar
  • Santander
  • Castro Urdiales

Landschaften:

  • Rías Centrales
  • Costa da Morte
  • Picos de Europa
  • Costa Verde
  • Parque de la Naturaleza Cabárceno
  • Costa de la Esmeralda

Klima:

Das Klima im Nordwesten Spaniens wird vom Atlantischen Ozean beeinflusst. Die Winter sind hier grundsätzlich mild und extrem feucht. In den Höhenlagen herrscht ein kontinentales bis alpines Klima. Die Sommer sind hier für spanische Verhältnisse recht kühl. Das Klima ist an der Küste deutlich milder, als im Hügel- und Bergland. Schnee kommt nur im Inland vor. Die heißesten Sommer im spanischen Nordwesten werden in der Stadt Ourense und deren Umland verzeichnet.


Baskenland mit Navarra und La Rioja:

Hier im Norden, zwischen den Wäldern und Sandbuchten der Atlantikküste und den weiten Weinrebenfeldern der Rioja, der Heimat vorzüglicher Rotweine, gilt es, ein Spanien weit weg vom Flamenco-Klischee zu entdecken, mit vornehmen Seebädern und architektonischen Sensationen.

Geographie:

La Rioja ist eine unvergleichliche Weinregion in Spanien. Die Beckenlandschaft des Ebro ist umgeben von einer 2000 m hohen Bergwelt, die das Tal von den umliegenden Landschaften, wie die Meseta und dem Atlantik abschneidet. Im Norden liegt die “La Sierra”, während sich im Süden der Ebro in das weite Becken fließt. Die Region wird in drei Teilgebieten aufgeteilt, zu einem die Rioja Baja (Südosten), die Rioja Logroñesa (um die Hauptstadt Logroño) und zum anderen die hügelige Rioja Alta (Südwesten).

Die Landschaft von Navarra ist vielfältig. Im Norden liegen die Pyrenäen, die allerdings deutlich niedriger sind, als die Pyrenäen in Aragonien oder Katalonien. In Navarra fallen die Pyrenäen allmählich zum Atlantischen Ozean hin ab. Die üppige Vegetation lässt sich auf den starken Einfluss des Atlantiks zurückführen. Im Süden erstreckt sich das Ebro-Becken mit seinen flachen und trockenen Schwemmland Ribera, das an die sonnenverbrannte Meseta in Zentralspanien erinnert.

Die Atlantikküste des Baskenlands wird von heftigen Regenschauern, Windböen und Nebel geprägt. Die nördliche Atlantikküste, die Costa Vasca des Baskenlands, die Costa de Cantarbria (Kantabrien) und die Costa Verde (Asturiens) sind, wie die fjordähnlichen Rías Galiciens, vorwiegend vom milden Klima des Atlantik geprägt. Die Binnenregion des Baskenlandes besteht zum Großteil aus Mittelgebirgen, wie den Ausläufern der Pyrenäen und des Kantabrischen Gebirges. Die Landschaft ist geprägt von Wäldern, Feldern und Weiden geprägt.

Kulturelle Zentren:

  • Bilbao
  • Donostia
  • Santuario de Loyola
  • Vitoria
  • Pampola
  • Estella
  • Logroño
  • Olite
  • Sangüesa

Landschaften:

  • Sandbuchten
  • Hügelländer

Klima:


Aragón:

Zwischen den Pyrenäen und der kastilischen Hochebene, der Meseta, erstreckt sich Aragón, ein dünn besiedeltes Land von herbem Reiz, wo eindrucksvolle Bauwerke an die einstige Größe des mittelalterlichen Königreichs erinnern. Besondere Aufmerksamkeit verdient die Mudéjararchitektur, eine Stilmischung mit orientalischen, romanischen und gotischen Elementen.

Geographie:

Die Landschaft Aragoniens wird von weiten Steppen, Halbwüsten und Gebirgen geprägt. Zentrale Landschaft der Region ist das Ebro-Tal. Das Becken wird gekennzeichnet durch eintönige Steppenlandschaft mit landwirtschaftlich genutzten Flächen und sich erhobenen Tafelbergen. Die Regenarmut macht den Gebiet zu schaffen. Im Norden von Aragon liegen die Pyrenäen und weisen Schluchten, tiefe Bergwälder und eine bezaubernde Bergwelt auf.

Kulturelle Zentren:

  • Jaca
  • Casillo de Loarre
  • Tudela
  • Huesca
  • Zargoza
  • Calatayud
  • Teruel

Landschaften:

  • Parque Nacional de Ordesa y Monte Perdido

Klima:

Alcañiz/ Alagón/ Daroca/ Fraga/ Fuendetodos/ Huesca/ Monzón/ Saragossa/ Sariñena/ Teruel


Katalonien:

→ Katalonien

Als Spanier lassen sich die Katalanen nicht gerne bezeichnen, zu stolz sind sie auf ihre eigene Kultur und Sprache die neben Baskisch, Galicisch und dem kastilischen Spanisch als Amtssprache anerkannt ist

Geographie und Landschaften:

Spanien ist nach der Schweiz das gebirgigste Land Europas und Katalonien weist eine einzigartige Berglandschaft auf. Die von mediterranen und subtropischen Berghängen bis zu vergletscherten Dreitausendern reicht. Der Großteil Kataloniens wird von Gebirgen und Hügellandschaften geprägt, die von einigen flacheren Becken und Tälern unterbrochen werden. An der Küste befinden sich einige Mündungsgebiete (z.B. Ebro) großer Flüsse. In Katalonien gibt es zehn Großlandschaften:

  • Pyrenäen
  • Vorpyrenäen
  • Subpyrenäen
  • Vorküstengebirge
  • Küstengebirge
  • Vor-/Küsteneben
  • Ebenen in den Pyrenäen
  • Massive
  • Transversale Bergkette (Serralada Transversal)
  • Zentralkatalanische Senke

Grob lässt sich Katalonien in drei Landschaften gliedern. Im Norden liegen die wuchtigen Pyrenäen, die die Iberische Halbinsel vom restlichen Europa abschneidet und -trennt. Die Länge des Gebirges beträgt über 400 km. Im Nordwesten von Katalonien steigen die Gipfel auf über 3000 m und erreichen ihren Höhepunkt mit dem Pica d’Estats (3143 m). Im Süden gehen die hohen Gebirgslandschaften in Vorgebirgen über, diese werden als Vorpyrenäen bezeichnet. Ein weiteres Gebirge ist das Katalanische Gebirge. Dieser Gebirgszug erstreckt sich von den Pyrenäen parallel zur Küste. Das Gebirge trennt Katalonien von der kastilischen Meseta ab. Das Katalanische Gebirge lässt sich in mehrere Teilgebirge einteilen. Zu einem die Serralada Litoral. Dieses Teilgebirge erstreckt sich von der mittleren Costa Brava bis hinter Barcelona. Im Landesinneren erstreckt sich von Girona über Barcelona bis Tarragona das fruchtbare Katalanische Längstal. Dieses Längstal ist die am dichtesten besiedelten Region Kataloniens. Noch weiter im Landesinneren liegt die Serralada Prelitoral die auf übe 1000 m ansteigt. Zu den bekannten Gebirgsmassiven gehören der Montseny (1712 m), Montserrat (1236 m) und Montsant (1115 m). Westlich des Katalanischen Gebirges liegt das Ebro-Becken. Das Becken bildet eine weite Ebene, durch die der größte Fluss Spaniens, der Ebro, fliest. Die Landschaft im Becken erinnert an Halbwüsten- oder Steppenlandschaften mit Getreidefeldern und sanften Hügeln. Die Küste Kataloniens kann in vier Bereichen eingeteilt werden: im Norden die Costa Brava, darauf folgt die Costa del Maresme, die Costa del Garraf und die Costa Daurada. Ganz im Süden von Katalonien liegt das Mündungsgebiet des Ebro. Die brettebenen Landschaft ist durchzogen von Kanälen, Flussbänken, Flussarmen und Lagunen. Das Delta stellt Rückzugsgebiet vieler seltener Vogelarten dar.

Kulturelle Zentren:

  • La Seu d‘Urgell
  • Taüll
  • Figueres
  • Girona
  • Tossa de Mar
  • Barcelona
  • Santa Maria de Poblet
  • Sitges
  • Tarragona
  • Tortosa

Naturlandschaften, -wunder und -monumente:

  • Pyrenäen
  • Costa Brava
  • Delta de l‘Ebre

Klima:

→ Katalonien Klima

Das Klima in Katalonien ist mediterran geprägt, allerdings je nach geographischer Lage deutlich unterschiedlich. An der Küste herrscht ein ausgewogenes Mittelmeerklima mit milden Wintern und angenehmen Sommern. Im Landesinneren ist das Mittelmeerklima kontinentaler geprägt. Im Ebro-Becken herrscht ein semi-arides Klima mit sehr heißen Sommern. Im südlichen Landesinneren findet man auch Steppenklimate vor. Die Pyrenäen weisen ein alpines bis ozeanisches Klima auf, abhängig von der Höhenlage.


Kastilien mit Extremadura:

→ Kastilien / Extremadura

Die geografische und historische Kernlandschaft Spaniens wird von der Meseta, der Kastilischen Hochebene gebildet. Sie umfasst die Regionen Castilla-León, Castilla-La Mancha und Extremadura. Im Mittelpunkt steht in jeder Hinsicht Madrid, die spanische Hauptstadt, die heute lebendiger ist als je zuvor.

Geographie und Landschaften:

Kastilien ist das Herz Spaniens und die zentrale Region der Iberischen Halbinsel. Die Trennungslinie der zwei kastilischen Regionen ist das Kastilische Scheidegebirge mit der Sierra de Credos und der Sierra de Guadarama. Dieses Gebirge steigt aus der zentralspanischen Hochebene auf und erreicht eine Höhe von über 2000 m. Die Landschaft reicht von endlosen Ebenen, zu sanften Hügellandschaften und hohen Gebirgen. Die Abstände und Entfernung zwischen den Städten und Ortschaften ist sehr groß. In den Ebenen wird meist Getreide angebaut, aber auch Sonnenblumenfelder findet man vor. Die Landschaft der Extremadura ist ebenfalls flach und von Trockenheit geprägt. Die Extremadura ist Teil der Meseta Meridional. Die Meseta Meridional ist die südlichste Hochebene Zentralspaniens. Die Hochebene in der Extremadura wird geteilt durch die Gebirgszüge der Sierra de Guadalupe und der Sierra de San Pedro. Die Extremadura Baja befindet sich am und um dem Lauf des Rio Guadiana. Die karge Extremadura Alta ist das nördliche Gegenstück und liegt am Rio Tajo.

Kulturelle Zentren:

  • Astorga
  • León
  • Burgos
  • Zamora
  • Valladolid
  • Coca
  • Salamanca
  • Segovia
  • Avila
  • El Escorial
  • Madrid
  • Toledo
  • Cuenca
  • Plasencia
  • Cáceres
  • Guadelupe
  • Mérida
  • Zafra

Naturlandschaften, -wunder und -monumente:

  • Parque Nacional de Monfragüe
  • Ciudad Encantada
  • Nationalpark Tablas de Daimiel

Klima:

Das Klima in Kastilien ist mediterran und kontinentale geprägt. Ein gängiges Sprichwort beschreibt den Jahresverlauf wie folgt: “Drei Monate Winter, neun Monate Hölle”. Die Temperaturunterschiede sind sehr hoch. Die Sommer sind glutheiß, während die Winter teils eiskalt sind. Das Klima der Extremadura ist nicht ganz so extrem, allerdings sind auch hier die Sommer sengend heiß. Die Winter sind längst nicht so kalt, wie in der Kastilischen Meseta.


Levante:

Der mediterrane Südosten der Iberischen Halbinsel, bekannt als Spanische Levante, umfasst den Küstenstreifen zwischen Ebrodelta und Andalusien. Zwar steht die Costa Blanca, der wohl bekannteste Abschnitt, für Sonne, Sand und Meer und riesige Bettenburgen, doch die Gesamtregion präsentiert sich durch als jahrhundertealte Kulturlandschaft.

Kulturelle Zentren:

  • Peniscola
  • Sagunt
  • Valencia
  • Xátiva
  • Gandia
  • Guadalest
  • Alicante
  • Caravaca de la Cruz
  • Murcia
  • Lorca
  • Cartagena

Landschaften:

  • Parque Natural Prat de Cabanes-Torreblanca
  • Grutas de San José
  • Cap de la Nau
  • Parque Natural del Carrascal de la Font Roja

Klima:


Andalusien:

Eines der vielen Gesichter Spaniens, für viele das typische, zeigt der Süden, den die Mauren Al-Andalus nannten. Flamenco und Kastagnetten, schwarze Stiere und weiße Pferde, sonnige Strände und schattige Innenhöfe, Spanienklischees werden Wirklichkeit in Andalusien, der Brücken zwischen Orient und Okzident.

Geographie:

Andalusien lässt sich in zwei Gebirgszügen gliedern. Das Tal des Rio Guadalquivir trennt die beiden Gebirge voneinander.

Die Sierra Morena bildet das nördliche Gebirge und bietet einen weichere und lieblichere Landschaft, als das Gebirgssystem im Süden. Der Gebirgszug verläuft von der Provinz Jaén (Osten) über die Provinzen Cordoba und Sevilla bis zur Provinz Huelva (Westen). Die Sierra Morean bildet die Grenze und die Abschirmung zum kastilischen Hochland. Der Gebirgszug fällt steil zur Ebene des Guadalquivir ab. Die höchste Erhebung beträgt eine höhe von nur 1323 m und markiert zu gleich die nördlichste Grenze von Andalusien.

Das Tal des Rio Guadalquivir und seiner Nebenflüsse, die von Winterregen bewässert werden, ist die einzige groß flächige  Ebenen in Andalusien. Die Flüsse transportieren Sedimente und Sand hinab in das Becken und begünstigen somit einen fruchtbaren Boden, der perfekte Bedingungen für landwirtschaftlichen Anbau bietet. Neben Olivenhaine gibt es hier auch Reis-, Getreide-, und Baumwollfelder.

Im Süden wird die Ebenen vom Betischen Gebirge begrenzt (span. Cordillera Bética). Dieses Gebirge weist eine majestätische Gestalt auf und ist schroffer, als die Sierra Morena. Die höchste Erhebung erreicht das Gebirge mit den Sierra Nevada (dt. Schneeberge) im Süden. Der Mulhacén mit 3481 m und der Pico de Veleta mit 3392 m sind die höchsten Berge der Iberischen Halbinsel.

Die Küsten Andalusiens gehören zu den bekanntesten europäischen Küstenstreifen. Andalusien hat Anteil an zwei Metern, zu einem der Atlantische Ozean und zum anderen das Mittelmeer. An der Küste leben fast ein Drittel der Gesamtbevölkerung von Andalusien. Die mediterranen Küstenstreifen sind vorwiegend steil, schroff und krippenartig geprägt. Unterbrochen werden die Felsenküsten durch Flussmündungen und Stränden. Die Küsten um Almeria (Costa de Almeria) bildet die östlichste Küste. Die Küstenlandschaft ist extrem trocken und stellt eine Wüstenlandschaft dar. Weiter im Westen schliesst die Costa Tropical, ein üppig bewachsener Küstenstreifen, und die Costa del Sol an. Die Sonnenküste reicht bis an die Straße von Gibraltar. Die Atlantikküste ist geprägt durch eine weite Küstenebene mit langen Sandstränden und Dünen. Zudem befinden sich hier auch viele Sumpflandschaften und Feuchtgebiete. Die Costa de Luz in der Umgebung von Cadiz ist von der Urbanisierung noch relativ verschont geblieben und hat daher noch ursprünglichen Charakter.

Kulturelle Zentren:

  • Córdoba
  • Baeza
  • Jeén
  • Trevélez
  • Jerez de la Frontera
  • Grazalema
  • Ronda
  • Gibraltar
  • Marbella
  • Málaga
  • Granada
  • Sevilla

Neben den wichtigen Städten Andalusiens gibt es auch viele kleinere Orte oder andere Zentren, die ebenso eine wichtige Rolle in der Kultur und Geschichte Andalusiens prägen. Zudem ist zu sagen, dass die Städte im Hinterland von Andalusien durchaus interessanter und sehenswerter sind, als die an der Küste. Zum Beispiel sind die Pueblos Blancos (Weißen Dörfer) sehr reizvoll und sind für ihre enge Gassen und den blumengeschmückten Innenhöfen (Patios) bekannt.

Landschaft:

  • Sierras de Cazorla
  • Segura y las Villas
  • Parque Natural Sierra de Grazalema
  • Sierra Nevada
  • Las Alpujarras
  • Sierra de Alhamilla
  • Punta Marroqui

Klima:

Algeciras/ Almería/ Antequera/ Ayamonte/ Cádiz/ Carmona/ Córdoba/ Ecija/ Granada/ Huelva/ Jaén/ Laujar de Andarax/ Málaga/ Marbella/ Puerto Real/ Sevilla/ Tarifa/ Ugíjar/ Villanueva de Cordoba

Aufgrund der unterschiedlichen Landschaften, so ist auch das Klima von Region zu Region unterschiedlich. An der Küste herrscht ein ganzjährig warmes Klima, das den typischen Klischee des immer warmen Andalusien gereicht wird. Hier liegen die Tageshöchsttemperaturen im Winter bei +17°C. An der Atlantikküste herrschen ähnliche Verhältnisse. Die Tiefebene des Guadalquivir ist der Glutofen Europas und Spaniens. Hier werden jährlich Temperaturen von weit über +40°C registriert. Im Hochland von Andalusien kann es im Winter durchaus zu Frost kommen. In der Sierra Nevada liegt bis Juni Schnee. Hier kommt es bereits im Oktober wieder zum ersten Schneefall.


Balearen:

Der Archipel, bestehend aus den Hauptinseln Mallorca und Menorca, Ibiza und Formentera, liegt im westlichen Mittelmeer vor der Ostküste Spaniens. Die Balearen sind ausgesprochene Schönwetterinseln, was sie rund ums Jahr als Reiseziel so attraktiv macht. Die anderen Vorzüge nämlich ehrliche mediterrane Landschaften sowie interessante Kulturdenkmäler, werden dabei häufig übersehen.

Kulturelle Zentren:

  • Palma de Mallorca
  • Menorca
  • Ibiza
  • Formentera

Landschaften:

  • Mallorca
  • Menorca
  • Ibiza
  • Formentera

Klima:

Alcúdia/ Ibiza-Stadt/ Mahón/ Palma de Mallorca/ Sineu


Kanarische Inseln:

Dank der durchgängig warmen Temperaturen besuchen mehrere Millionen Urlauber alljährlich die Inselgruppe im Atlantik. Sie ist vulkanischen Ursprungs, gehört geographisch zu Afrika und besteht aus sieben Hauptinseln:

  • Teneriffa
  • Gran Canaria
  • La Palma
  • La Gomera
  • El Hierro
  • Lanzarote
  • Fuerteventura

Kulturelle Zentren:

  • Kanarische Inseln
  • La Palma
  • El Hierro
  • La Gomera
  • Teneriffa
  • Gran Canaria
  • Fuerteventura
  • Lanzarote

Landschaften:

  • Kanaren
  • La Palma
  • El Hierro
  • La Gomera
  • Teneriffa
  • Fuerteventura
  • Lanzarote

Klima:

Arrecife/ Corralejo/ Puerto del Rosario/ Santa Cruz de Tenerife/ Valverde