Bafa Gölü

Der See Bafa Gölü (Bafa-See) ist ein 60 km² großer, tiefblauer See mit leichten Salzgehalt. Der See hat eine Länge von 15 km und ist 5 km breit. Die maximale Tiefe liegt bei 21 m. Am Nordostufer des Sees liegen die Ruinen der antiken Stadt Herakleia.


Geographie:

Im Süden befinden sich Olivenhaine, während im Norden und Osten sich die zerklüfteten Berge des Besparmak-Massiv erheben. Die höchste Erhebung des Massivs ist der 1375 m hohe Latmos. Das Bergmassiv bezeichnet sich durch die einzigartige Felslandschaft aus.


Geologie:

Entstehung:

Vor 2000 Jahren war der See einst eine Meeresbucht (Latmische Meerbusen). Aufgrund der Abholzung der Wälder und die damit hervorgerufene Erosion führte dazu, dass der Fluss viele Schwebstoffe mit sich führte und sich im Mündungsgebiet des Flusses ablagerten. Aufgrund der zunehmenden Verlandung entstand eine Schwemmebene, die den See vom Meer abrennt. +


Natur:

Der See ist ein Rückzugsgebiet für viele Vogelarten. Ingesamt zählt man über 260 Vogelarten, wie der Stein- und Schlangenadler. Neben der hohen Artenvielfalt der Vögel, findet man hier auch 120 Orchideenarten vor.


Umweltbelastung:

Trotz der idyllischen Lage zwischen hohen Gebirgen und der mediterranen Landschaft ist der See akut bedroht. Die Überdünung der umliegenden landwirtschaftlich genutzten Flächen, ungeklärte Abwässer bei der Olivengewinnung, sowie der fehlende Regen führen dazu, dass die Algen im See stark wuchern (vor allem im Sommer). Der See ist im Spätsommer kurz vorm umkippen.