Tuz Gölü

Der Tuz Gölü ist mit 1500 km² nach dem Vansee der zweitgrößte See der Türkei. Er gehört mit knapp 33% Salzanteil zu den salzhaltigsten Seen der Erde.


Geographie:

Der Tuz Gölü liegt in einem weiten Becken, das von baumlosen Steppen mit Getreidefeldern geprägt ist.

Lage:

Der Salzsee liegt im zentralen Hochland Anatoliens und liegt zwischen den Städten Ankara, Konya und Aksaray.

Hydrographie:

Der See hat keinen Abfluss und wird durch geringe Niederschläge und Grundwasser gespeist. Der Uferbereich des Sees ist meist von Binsen bewachsen.


Natur:

Fauna:

Im Salzwasser waten Rosaflamingo hindurch, die hier ihr größtes Brutrefugium in der ganzen Türkei haben. Nebenbei leben hier noch 500 Brutpaar der Armeniermöwen, die die zweitgrößte Kolonie in der Türkei darstellt.


Umweltprobleme:

Austrocknung:

Auch der Tuz Gölü schrumpft, aufgrund von starker Austrocknung. Die Gründe sind ähnlich, wie am Aralsee. Anfang des 20. Jh. hatte der See noch eine Fläche von knapp 2200 km², aufgrund des exzessiven Verwendung des Quellwassers für die Landwirtschaft ist der See auf eine Fläche von 326 km² geschrumpft. Im Sommer trocknet der See mittlerweile fast vollständig aus. In wenigen Jahren könnte der See komplett ausgetrocknet sein. Mittlerweile ist der Boden von einer 30 cm dicken Salzschicht bedeckt.

Verdrängung der Tierarten:

Die schnelle Austrocknung hat auch eine negative Auswirkung auf die Flamingopopulation. Einst war die Kolonie die größte im ganzen Mittelmeerraum.


Klima:

Der Salzsee liegt in einem Becken des zentralanatolischen Hochland und hat daher ein kontinentales Kesselklima. Die Winter sind kalt und verschneit. Es kann zu strengen Frost kommen. Die Sommer sind heiß und weisen Tageswerte von weit über +35°C auf. In den kälteren Jahreszeiten kann es zu Inversionswetterlagen kommen, dass heisst die Temperaturen im Becken sind kälter, als in den umliegenden Bergen. Der Niederschlag ist sehr gering.