Sierra (Ecuador)

Die andine Region des Landes wird in Ecuador als Sierra (Gebirge) bezeichnet und ist mehr als 80.000 km² groß. Traditionell die bevölkerungsreichste Region, leben hier heute noch 38 % der Ecuadorianer. Die Hochländer und Gebirgsketten wiesen eine einzigartige Landschaft auf, die von tiefen, dichten und grünen Wäldern, weiten Wiesen und Grasländer, bis zu unwirtlichen Lavalandschaften reichen. Die Sierra ziehen sich wie ein Riegel zwischen dem pazifischen Westen und dem Osten des Amazonas-Tieflandes. Die Hauptstadt Quito liegt in einem Kessel des Hochlands von Ecuador.


Geographie:

Die Sierra besteht aus den beiden Gebirgszügen Cordillera Occidental und Cordillera Real bzw. Central oder Oriental sowie dem dazwischen liegenden Hochtal (manchmal altiplano genannt). Im Süden Ecuadors sind die zwei Kordilleren weniger eindeutig zu unterscheiden als im Zentrum und im Norden.

Cordillera Occidental:

Die Cordillera Occidental ist generell niedriger, beheimatet aber den höchsten Berg Ecuadors, den Chimborazo.

Cordillera Central:

Der höchste Berg der Cordillera Central ist der fast 5900 m hohe Cotopaxi. Das Hochtal befindet sich auf 1800 bis 3200 m Höhe und ist etwa 500 km lang sowie 20–30 km breit und beheimatet eine Reihe mittelhoher interandiner Berge.

“Straße der Vulkane”:

Aufgrund des regen Vulkanismus nannte Alexander von Humboldt den Talabschnitt zwischen Quito im Norden und Riobamba im Süden 1802 „Straße der Vulkane“.

Hochtal von Ecuador:

Das Hochtal ist durch Bergriegel (nudos) in sieben oder acht Talkessel (cuencas oder hoyas) unterteilt; andere Autoren zählen bis zu zwölf solcher Kessel. Mit Ausnahme von Guaranda liege alle größeren Städte der Region in solchen Talkesseln. Die cuencas sind nach Flüssen und Orten benannt, nämlich (von Nord nach Süd) dem Chota (siehe Chota-Tal), dem Guayllabamba, dem Pastaza, dem Paute, dem Chimbo, dem Ort Girón (bzw. dem Ort und Fluss Yunguilla) und dem Catamayo (bzw. dem Catamayo und dem Río Chira als binationales Becken mit Peru).

Guayllabamba-Becken:

Im Guayllabamba-Becken liegt Quito, die nach La Paz (Bolivien) zweithöchstgelegene Hauptstadt der Welt.


Klima:

Das Klima in der Bergregion von Ecuador ist variantenreich. Die großen Städte, wie Quito, weisen ein tropisches Hochlandklima auf, das stark vom Pazifischen Ozean beeinflusst wird. In den höheren Lagen herrscht ein alpines Klima, wie auf dem Chimborazo. In der Cordillera Central und Cordillera Occidental herrscht ein Klima, das in der tropischen Klimazone liegt, aber ein Hochlandklima aufweist.

Cuenca:

Quito:

Riobamba:


Vulkane der Sierra:

Cotopaxi

Cotopaxi:

Der Cotopaxi ist mit 5897 m der zweithöchste Berg Ecuadors und einer der höchsten aktiven Vulkane der Erde. Obwohl aktiv, ist er der am häufigsten bestiegene Berg des Landes und einer der meistbesuchten Gipfel Südamerikas.

Chimborazo:

Der inaktive Vulkan Chimborazo, auch Tschimborasso, ist mit 6310 m (nach neueren Angaben 6267 m) Höhe über dem Meeresspiegel der höchste Berg in Ecuador. Sein Gipfel ist der vom Erdmittelpunkt am weitesten entfernte Punkt der Erdoberfläche.

Imbabura:

Der Imbabura ist ein komplexer Vulkan in den ecuadorianischen Anden. Er liegt in der gleichnamigen Provinz Imbabura ca. 10 km von deren Hauptstadt Ibarra und 6 km von Otavalo entfernt. Der Vulkan hat einen Nord-Süd-Durchschnitt von 16 km und eine Ost-West-Ausdehnung von 14 km. Der höchste Krater des Imbabura ist seit Jahrtausenden inaktiv.

Imbabura