Mara River

Der Mara River ist ein Fluss in Ostafrika mit einer Länge von 395 km. Sein Einzugsgebiet ist 13.325 km² groß.

Verlauf:

Quelle:

Er entspringt in Kenia unweit der Stadt Nakuru in den Abuya-Sümpfen des Mau-Waldes, der im Osten der Provinz Rift Valley liegt.

Ober- und Unterlauf:

Von dort fließt er durch das Massai Mara-Wildreservat im Südwesten Kenias. Nachdem er die Grenze nach Tansania überquert hat, fließt er nach Westen und durchquert den Norden der Serengeti.

Mündung:

Er mündet in einer weiträumigen Marsch, den Masurua-Sümpfen, in den Viktoriasee.

Fauna:

Der Mara führt als einziger Fluss im Serengeti-Nationalpark das ganze Jahr über Wasser und sichert damit das Überleben riesiger Herden wilder Huftiere (Gnus, Zebras, Antilopen) während der Trockenzeit.

Die saisonale Massenüberquerung des Flusses durch die Gnus wurde bereits in mehreren Dokumentarfilmen geschildert. Der Flusslauf bietet auch zahlreichen Vogelarten Lebensraum.

Umweltveränderung und Bedrohung:

Seit den 1970er Jahren hat der Fluss 60 % seines Abflusses eingebüßt, was zum Teil auf starke Abholzungen im Quellgebiet zurückzuführen ist.

Klimatische Bedingungen:

Das Klima ist tropisch mit ganzjährigen warmen Temperaturen. Es gibt nur zwei Jahreszeiten, die Regen- und die Trockenzeit. Ähnlich wie in Kenia gibt es in Tansania eine große Regenzeit von Ende März bis Anfang Mai und eine kleine Regenzeit von November bis Dezember.

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30°C31°C32°C32°C30°C29°C25°C25°C26°C28°C29°C30°C
17°C17°C17°C17°C16°C14°C14°C16°C17°C18°C18°C17°C

Regentage:

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Der Fluss und die Great Migration:

Das ist der alles entscheidende Moment, jetzt geht es um Leben und Tod: Tausende Gnus haben sich am Steilufer des Mara versammelt und tagelang gewartet, bis die Anführers der Herde die richtige Stell zur Überquerung des Flusses gefunden haben. Auf das Kommando des Chefs geht los: Eine Lawine aus Tierleibern stürzt sich wie von Sinnen ins Wasser in der Hoffnung, heil an andere Ufer zu kommen. Denn im Mara lauern hunderte von Krokodilen, die nur auf diesen Augenblick gewartet haben. Was jetzt folg, ist eines der größten Gemetzel, die es in der Natur zu erleben gibt, ein blutiger Kampf, der mit Tausenden Opfern endet – aber eben auch mit neuem Leben.

Es gibt kaum ein spektakuläreres Schauspiel im Tierreich als die jährliche Wanderung der Gnus in Ostafrika. Währende der Regenzeit grasen sie auf den fetten Weiden der Serengeti in Tansania. Nach deren Ende im Frühsommer verdörrt das Land, und die Gnus ziehen nach Norden in die Massai Mara in Kenia, wobei sie den Mara River überqueren müssen. Gegen Ende des Jahres gibt es auch in Kenia nichts mehr für sie zu fressen. Also setzt sich die hungrige Karawane wieder in Bewegung, zurück in Richtung Süden, wobei abermals der Mara überwunden werden muss. Tausende Tiere überleben diese Migration nicht, die inzwischen zu den größten Touristenattraktionen Ostafrikas zählt.

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