Mittelmeer

Das Mittelmeer ist ein Mittelmeer zwischen Europa, Afrika und Asien, ein Nebenmeer des Atlantischen Ozeans und, da es mit der Straße von Gibraltar nur eine sehr schmale Verbindung zum Atlantik besitzt, auch ein Binnenmeer. Im Arabischen und Türkischen wird es auch als „Weißes Meer“ bezeichnet.

Fakten
Daten
Max. Tiefe5267 m
Max. Sichtweite40 m
Durchschnittliche Wassertemperatur21°C
Beste Jahreszeit:März - November
Schwierigkeit (Tauchen)3
Artenreichtum (Korallen)2 - 3
Artenreichtum (Fische)3 - 4
Großfische3
Wracks3
Höhlen3
Steilwände4
Schnorcheln 4

Zusammen mit den darin liegenden Inseln und den küstennahen Regionen Südeuropas, Vorderasiens und Nordafrikas bildet das Mittelmeer den Mittelmeerraum, der ein eigenes Klima (mediterranes Klima) hat und von einer eigenen Flora und Fauna geprägt ist.

 


Geographie:

Das von Land eingeschlossene Mittelmeer bedeckt eine Fläche von beinahe 2,6 Millionen km². Die Küstenlinie ist 46000 km lang und verläuft durch 22 Länder.

Abgrenzung:

Das Europäische Mittelmeer liegt als am stärksten von Festländern umgebenes bzw. vom Ozeangetrenntes Mittelmeer zwischen den drei Kontinenten Afrika, Europa und Asien. Es wird zu den Nebenmeeren des Atlantischen Ozeans gezählt.

Im Westen ist es durch die Straße von Gibraltar mit dem Atlantischen Ozean verbunden, im Nordosten über die Dardanellen, das Marmarameer und den Bosporus mit dem Schwarzen Meer und im Südosten über den Sueskanal (seit 1869) mit dem Roten Meer, einem Binnenmeer des Indischen Ozeans.

Zuflüsse:

Hier sind die fünf größten Zuflüsse des Mittelmeers:

  1. Nil
  2. Ebro
  3. Rhone
  4. Cheliff
  5. Po

Staaten:

Folgende Länder haben Anteil an der Mittelmeerküste (Aufzählung in der Reihenfolge, wie auf einer genordeten Karte im Uhrzeigersinn erscheinend, beginnend im Westnordwesten, auf ungefähr „10 Uhr“): Spanien, Frankreich, Monaco, Italien, Malta, Slowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Albanien, Griechenland, die Türkei, Zypern, Syrien, Libanon, Israel, Ägypten, Libyen, Tunesien, Algerien und Marokko.

Gibraltar und die beiden Militärbasen Akrotiri und Dekelia auf Zypern sind britische Hoheitsgebiete, gehören aber offiziell nicht zum Vereinigten Königreich. Die Palästinensischen Autonomiegebiete haben mit dem Gazastreifen Anteil an der Mittelmeerküste.

Beim Mittelmeer sind die beiden Begriffe Mittelmeerstaat und Mittelmeeranrainerstaat nahezu gleichbedeutend, da alle größeren Staaten des Mittelmeerraums zur Küste Zugang haben. Zu Ersteren gehören allerdings noch die europäischen Kleinstaaten Vatikanstadt und San Marino, und unter Umständen auch Andorra und Mazedonien.


Klima:

Das Klima im Mittelmeerraum wird durch sehr warme, überwiegend trockene Sommer und niederschlagsreiche und milde Winter geprägt.

Temperaturen:

Die mittleren Lufttemperaturen reichen im Sommer von 23 °C in den westlichen Gebieten bis 26 °C im Osten. Höchsttemperaturen sind 30 °C. Im Winter liegen die Werte bei 10 °C im Westen und 16 °C vor der levantinischen Küste.

Niederschlag:

Die Jahresniederschläge nehmen von Westen nach Osten ab.

Hochdruckgürtel:

Fast den gesamten Sommer über herrschen unter dem Einfluss des subtropischen Hochdruckgürtels beständige Wetterlagen vor; nur im östlichen Mittelmeer (vor allem im Ägäischen Meer) führen die aus nördlichen Richtungen wehenden Etesien zu Abkühlung.

Westwindzirkulation:

Im Winter steht vor allem der westliche Teil des Mittelmeeres unter dem Einfluss der Westwindzirkulation (siehe Wind).

Stürme:

Von Norden her vordringende Winde mit Sturmstärke, wie etwa der Mistral in Südfrankreich, bewirken zum Teil markante Kaltlufteinbrüche. Die Bora (kroatisch Bura) ist ein trockener, kalter und böiger Fallwind an der kroatischen Adriaküste (→Küstenwinde Nordkroatiens). Winde vom Bora-Typ gehören mit ihrer Häufigkeit und ihren hohen Durchschnittsgeschwindigkeiten (im Winter), an der Küste Kroatiens zu den stärksten der Welt.

Flächenbrände:

Im Mittelmeerraum kommt es oft zu Flächenbränden. Im Durchschnitt vernichten Jährlich 50000 Brände etwa eine Millionen Hektar Waldland. Bis zu 95 Prozent werden von Menschen ausgelöst. Heiße, trockene Sommer, starker Unterwuchs und Todholz verstärken das Problem. Natürliche Brände halten Wälder gesund und sichern die Pflanzenvielfalt, aber zu häufigen Bränden lassen Lebensräume verarmen und tragen zum Klimawandel bei.

Klima nach Staaten:

→ Klimaregionen nach Staaten


Fauna:

Das Mittelmeer nimmt zwar lediglich ein Prozent der Meeresfläche unsere Planeten ein, enthält aber annähernd sechs Prozent der marinen Arten. Seine felsigen Riffe, Seegraswiesen und Regionen, an denen Tiefwasser an die Oberfläche kommt, bergen eine ungeheure biologische Vielfalt. Zu den Meeressäugetiere des Mittelmeers gehören der Finnwal, der Gewöhnliche Schweinswal und der Blau-Weiße-Delphin, zu den Haarten der Weiße Hai und der Blauhai (insgesamt leben 45 Haiarten im Mittelmeer). Auch das Küsten- und Binnenland sind wichtige Lebensräume für Wildtiere. Wat- und Strandvögel brachen seichte Flussmündungen. In den Küstenwäldern aus Eichen, Kiefern und wilden Olivenbäumen leben zahlreiche Säugetiere, von winzigen Mäusen bis zu 90 kg schweren Hirschen.

Wale und Delphine:

Das Walschutzgebiet ist ein Meeresschutzgebiet zwischen Sardinien und den Küsten der italienischen Regionen Ligurien und Toskana, sowie Monacos und der südfranzösischen Côte d’Azur. Es gehört zu den Specially Protected Areas of Mediterranean Importance des Umweltprogramms der Vereinten Nation.

Der Mittelmeerabschnitt, den das Walschutzgebiet umfasst, weist eine bedeutende Konzentration von Walen auf, die dort ein besonderes gutes Nahrungsangebot vorfinden. Das Schutzgebiet bietet zwölf Arten von Meeressäugern Lebensraum, darunter dem zweitgrößten Lebewesen der Erde:

  • Finnwal
  • Pottwal
  • Grindwal
  • Gemeinem Delphin
  • Großen Tümmler
  • Streifendelphin
  • Rundkopfdelphin
  • Cuvier-Schnabelwal
  • Zwergwal
  • Rauzahndelphin
  • Schwertwal
  • Kleiner Schwertwal

Haie:

Im Mittelmeer gibt es mehr Haarten als anderswo auf diesem Planeten. Ein großer Anteil ist jedoch stark gefährdet. Von den 71 Hai- und Rochenarten des Mittelmeers sind 30 vom Aussterben bedroht, darunter der Weiße Hai, der Kurzflossen-Mako und der Heringshai.

Bedrohung:

Küstenentwicklung, Überfischung, Abwasser aus Industrie und Landwirtschaft sowie häufige Flächenbrände setzen die Wildtiere unter großen Druck.


Inseln:

Im Mittelmeer liegen zahlreiche Inselgruppen und einzelne größere und kleinere Inseln. Die flächengrößte Insel ist Sizilien, gefolgt von Sardinien. Beide Inseln sind zugleich auch eigenständige Regionen Italiens. Weitere große Mittelmeerinseln sind – in absteigender Reihenfolge – ZypernKorsika und Kreta. Zypern und Malta mit seinen Nachbarinseln sind die einzigen Inselstaaten des Mittelmeeres. Sizilien ist mit mehr als fünf Millionen Einwohnern mit Abstand auch die bevölkerungsreichste Mittelmeerinsel.

→ Liste der Inseln des Mittelmeeres

Die größten Inseln des Mittelmeeres:

Insel
Fläche in Quadratkilometer
Einwohnerzahl
Sizilien25708 5017509
Sardinien240901655677
Zypern9252788457
Korsika8680281000
Kreta8336623666

Inselgruppen:

Die bedeutendsten Inselgruppen im Europäischen Mittelmeer sind von Westen nach Osten


Halbinseln und Küstengebiete:

Halbinseln:

An der Westküste des Mittelmeers liegt die Iberische Halbinsel mit Spanien und Portugal, welche im Norden und im Westen vom Atlantik gesäumt wird und im Nordosten durch das Pyrenäengebirge mit Frankreich verbunden ist. Östlich folgt die stiefelförmige Apenninenhalbinsel mit dem Großteil Italiens. Die in ihrer Ausdehnung unterschiedlich definierte Balkanhalbinsel zwischen Adria, Ägäis und dem Schwarzen Meer umfasst den Großteil Südosteuropas. Auch Kleinasien wird bisweilen als Halbinsel zwischen Schwarzem und Mittelmeer gesehen. Deutlich kleiner dimensioniert sind Halbinseln wie Kalabrien und der Salento in Süditalien, Istrien in Kroatien (die größte Halbinsel in der Adria), der Peloponnes, Attika und Chalkidiki in Griechenland oder die Halbinsel Gallipoli im europäischen Teil der Türkei. An der weit weniger gegliederten Südküste des Mittelmeers liegen die Halbinseln Kap Bon in Tunesien und die Kyrenaika in Libyen.

Küstenabschnitte:

Die Küsten liegen entlang der charakteristischen Großräume des Mittelmeerraums, was die Landmasse betrifft, nämlich Iberische HalbinselFranzösische Mittelmeerküste, Apennin-Halbinsel, Balkanhalbinsel, Griechenland (als Halbinsel des Balkans), Kleinasien, Levante (Naher Osten), Maghreb (Nordafrika), wobei letzterer Raum die gesamte Südhälfte der Küste einnimmt, aber deutlich weniger strukturiert ist, weil hier mit dem Atlasgebirge nur eine Gebirgsmasse küstenlinienbestimmend ist.

Bekannte Küstenabschnitte:

→ Mittelmeerküste


Nebenmeere:

Westliches Mittelmeer:

Östliches Mittelmeer:

  • Marmarameer
  • Levantisches Meer
    • Kilikisches Meer
      • Golf von İskenderun
      • Golf von Antalya

Städte und Ballungsräume:

→ Liste der Städte und Ballungsräume

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Mediterranes Europa:

Diese Region riecht von Südspanien über Frankreich, Italien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina und Griechenland bis zu den Inseln des Mittelmeeres und der Ägäis. Die Sommer werden vom expandierenden subtropischen Hochdrucksystem beeinflusst, weshalb sie lang, heiß und trocken sind. Die Winter sind aufgrund verstärkten Tiefdruckeinflusses mild und feucht.


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Cinque Terre

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Dubrovnik


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