Département Dordogne

Das Département Dordogne ist das französische Département mit der Ordnungsnummer 24. Es liegt im Südwesten des Landes, in der Region Nouvelle-Aquitaine und ist nach dem Fluss Dordogne benannt. Das Tal der Dordogne ist die zentrale Landschaft des Department. Das Flusstal weist eine wunderschöne Landschaft auf mit sanften Hügeln und schroffen Felswänden. Neben dem Landschaftsbild erheben sich protzige Burgen und alte Städte schmiegen sich an den Felswänden.


Geographie:

Lage:

Das Département liegt im Osten der Region Nouvelle-Aquitaine. Es grenzt im Nordwesten an die Départements Charente-Maritime und Charente, im Nordosten an die Départements Haute-Vienne und Corrèze, im Südosten an das Département Lot der Region Okzitanien sowie innerhalb der Region im Süden an das Département Lot-et-Garonne und im Südwesten an das Département Gironde.

Gewässer:

Bedeutendster Fluss ist die namensgebende Dordogne, die den südlichen Teil des Départements von Ost nach West durchquert und dabei dessen zweitgrößte Stadt Bergeracdurchfließt. Von Nordosten kommend durch die Hauptstadt Périgueux und weiter nach Westen verläuft die Isle. Als weiterer rechter Nebenfluss der Dordogne erreicht die Vézère das Département im Osten, verläuft dann in südwestlicher Richtung und mündet in Limeuil in den Hauptfluss.

Naturschutz:

Der Norden des Départements ist Teil des Regionalen Naturparks Périgord-Limousin.


Großlandschaften:

Périgord Vert:

Das Périgord Vert (grünes Périgord) ist eine Region mit vielen Flüssen, Strömen und Bächen und deren Tälern und Flusslandschaften. Die zentrale Stadt ist Nontron.

Périgord Blanc:

Das Périgord Blanc (weißes Périgord) ist geprägt durch Kalksteinplateaus, weite Täler und Wiesenlandschaften. Die Region erstreckt sich rund um die Hauptstadt Périgueux.

Périgord Pourpe:

Das “violette Périgord” ist eine Weinregion mit sanften Hügellandschaften. Die Hauptstadt der Region ist Bergerac.

Périgord Noir:

Das Périgord Noir (schwarzes Périgord) bildet die umgebene Region der Stadt Sarlat. Zentral sind die Landschaften der Flüsse Vézère und Dordogne sowie deren Flusstälern. Die dunklen Wäldern aus Eichen und Pinien geben der Region den Namen.


Klima:

Das Departement Dordogne hat ein gemäßigtes und ozeanisches Klima mit milden Wintern und heißen Sommern. Die Temperaturschwankungen sind zwischen dem Nordosten und Südwesten der Region erheblich. Die Temperaturunterschiede liegen bei mehr als +5°C.


Städte:

Stadt Einwohner
(2015)
Arrondissement
Périgueux 29.829 Périgueux
Bergerac 27.419 Bergerac
Sarlat-la-Canéda 9.030 Sarlat-la-Canéda
Coulounieix-Chamiers 8.108 Périgueux
Trélissac 6.628 Périgueux
Boulazac 10.510 Périgueux
Terrasson-Lavilledieu 6.173 Sarlat-la-Canéda
Montpon-Ménestérol 5.466 Périgueux
Saint-Astier 5.530 Périgueux

Kulturelle Zentren:

Brantôme:

Diese alte Abtei liegt im leiblichen Tal des Flusses Dronne und wurde im Jahr 769 von Karl dem Großen gegründet. Heute sind die Klöster allesamt aus dem 18. Jh. Besonders sticht der auf einem Felsen liegenden Glockenturm der Kirche aus dem 11 Jh. Die vier rommanischen Geschosse, sowie die pyramidenförmige Zurückstufung gibt den Turm eine schöne Aussenfassade.

Burg Beynac:

Die Burg Beynac ist eine mittelalterlicheHöhenburg in der südfranzösischen GemeindeBeynac-et-Cazenac in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie zählt heute zu den besterhaltenen Burgen Frankreichs. Im 12. Jahrhundert als bloßer Bergfried auf einem 150 Meter über der Dordogneerhabenen und schwer zugänglichen Kalksteinplateau errichtet, diente die Anlage als ein strategisch optimaler Beobachtungs- und Verteidigungsposten.

Cabanes du Breuil:

Cabanes du Breuil ist eine Siedlung aus einem guten Dutzend Steinhütten (cabane = Hütte) aus Trockenmauerwerk in der französischen Kommune Saint-André-d’Allas. Sie liegt etwas abseits der Straße von Sarlat-la-Canéda nach Les Eyzies-de-Tayac-Sireuil, ca. 8 km nordwestlich von Sarlat-la-Canéda, in Nähe von Schloss Puymartin, in der Région Nouvelle-Aquitaine, im Département Dordogne, in der ehemaligen Provinz Périgord. Es handelt sich um ländliche Werkstätten aus dem 19. Jahrhundert, die zum angrenzenden Gutshof gehörten. Die Siedlung ist heute ein Freilichtmuseum. Die Steinhütten stehen seit 1968 unter Denkmalschutz und sind seit 1992 als „historisches Monument“ klassifiziert.

Castelnaud-la-Chapelle:

Castelnaud-la-Chapelle ist eine französische Gemeinde mit 471 Einwohnern (Stand 1. Januar 2015) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Die Stadt liegt am Ufer des Flusses Dordogne, unmittelbar an der Einmündung ihres linken Nebenflusses Céou. Die malerische Silhouette des Ortes wird von der Burg Castelnaudbestimmt, einer mittelalterlichen Befestigung aus dem 13. Jahrhundert. Castelnaud-la-Chapelle ist Mitglied der Vereinigung der schönsten Dörfer Frankreichs.

Höhle von Lascaux:

Die jungpaläolithische Höhle von Lascaux im französischen Département Dordogne enthält bedeutende Höhlenmalereien aus der archäologischen KulturstufeMagdalenien, die der frankokantabrischen Höhlenkunstzugeordnet werden. Seit 1979 zählt die Höhle zusammen mit anderen Fundorten und Höhlen im Tal der Vézère zum Weltkulturerbe der UNESCO. Die Höhle von Lascaux wurde von Abbé Breuilals „Sixtinische Kapelle der Frühzeit“ bezeichnet.

La Roque-Gageac:

Sie ist berühmt für ihre reizvolle Lage am Fuß einer hoch aufragenden, nach Süden ausgerichteten Felsklippe in einer Schleife der Dordogne. La Roque-Gageac wird touristisch geschätzt als Teil eines der schönsten Abschnitte des Dordogne-Tals, für ihr nahezu mediterranes Klima und ihre tropische Vegetation. Die Gemeinde ist als eines der Plus beaux villages de France (Schönste Dörfer Frankreichs) klassifiziert.

Périgueux:

Périgueux wird vom Fluss Isle von Ost nach West durchquert. Die Stadt liegt in den sanften Hügeln des Flusstals und geht auf eine keltische Siedlung zurück. Hier bauten die Römer eine der schönsten Städte von Aquitanien. Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören:

  • die römisch-katholische Kathedrale Saint-Front in Périgueux im französischen Département Dordogne ist die Bischofskirche des Bistums Périgueux. Die Kirche erhielt 1897 von Papst Leo XIII. den Titel einer päpstlichen Basilica minor und ist seit 1998 Teil des Weltkulturerbes der UNESCO„Jakobsweg in Frankreich“.

Fundorte aus prähistorischen Zeiten:

Das Département Dordogne ist reich an archäologischen Fundorten (Dolmen von Cantegrel, Dolmen Peyre Levade) und Höhlen sowie Abris mit Petroglyphen, Felsmalereien und Skulpturen aus der Steinzeit, an troglodytischen Bauten und Dörfern, sowie weiteren natürlichen Höhlen, die zur Besichtigung geöffnet sind.

  • La Micoque, Laugerie-Haute und Laugerie-Basse, Abri de Cro-Magnon und Abri Pataud in Les Eyzies-de-Tayac-Sireuil
  • Höhle von Lascaux, Combarelles, Rouffignac, Font-de-Gaume im Tal der Vézère
  • Cap Blanc (Abri)
  • Le Moustier (Le Ruth) bei Payzac
  • Le Régourdou in Montignac
  • Castelmerle in Sergeac mit
    • Abri Castanet
    • Abri Reverdit
  • La Ferrassie in Savignac-de-Miremont

Mittelalter:

Anziehungspunkte sind ferner einige Burgen, zahlreichen Schlösser und verschiedene Abteien.

Abteien:

  • Zisterzienser-Abtei Cadouin
  • Abteikirche Saint-Nicolas de Trémolat
  • Abteikirche St-Martial de Paunat
  • Prioratskirche St-Léon (Saint-Léon-sur-Vézère)

Bastiden:

  • Lalinde
  • Villefranche-de-Lonchat
  • Domme
  • Belvès
  • Beaumont-du-Périgord
  • Monpazier
  • Villefranche-du-Périgord

Kathedralen:

  • St-Frond in Périgueux
  • Kathedrale St-Sacerdos in Sarlat-la-Canéda

Wehrkirchen:

  • St-Frond in Beaumont-du-Périgord
  • St-Pierre in Audrix
  • St-Amand-de-Coly
  • Wallfahrtskirche Notre-Dame de Temniac

Naturlandschaften und -monumente:

Tal der Dordogne:

Die Dordogne ist ein 483 km langer Fluss im Südwesten Frankreichs. Er entspringt im Gemeindegebiet von Mont-Dore und mündet zusammen mit der Garonne durch einen Mündungstrichter, unter dem Namen Gironde bekannt, in den Atlantischen Ozean. Die Dordogne gilt heute aufgrund ihres malerischen Flusstals, ihrer seit dem Mittelalter gut erhaltenen und restaurierten Dorf- und Burgpanoramen und des seichten Flusslaufes als einer der beliebtesten Wassersportregionen und Wasserwanderwege Frankreichs.