Burgund

Burgund ist eine historische Region im östlichen Zentrum Frankreichs. Berühmt sind die einheimischen Burgunderweine sowie Pinot Noirs und Chardonnays, Chablis und Beaujolais. Die Landschaft ist von einem Netz an Kanälen durchzogen und weist zahlreiche prächtige Schlösser auf, von denen einige in Luxushotels umgewandelt wurden. Die Hauptstadt Dijon ist bekannt für den gleichnamigen Senf und beherbergt den Palast der Herzöge, in dem 1787 das renommierte Musée des Beaux-Arts gegründet wurde.

Burgund war im Mittelalter der Brennpunkt abendländischer Politik und wurde maßgeblich von der abendländischen Kultur geprägt. Die Herrscher waren mächtig und einflussreich. Auch die Klöster in dieser Region gehören zu den wichtigste Gemeinschaften der Christenheit. Heute schildern die Überbleibsel, Bauten und Altstädte von der einst glorreichen Vergangenheit Burgunds. Neben der Kultur und Geschichte, weist die Region auch eine schöne Landschaft auf. Neben Weinberge und Wälder, findet man hier auch weite Ebenen, Gebirge und Flusstäler auf.


Geographie:

Lage:

Im Osten grenzt Burgund an die Region Franche-Comté, im Norden an Champagne-Ardenne und Île-de-France. Westlich liegt die Region Centre-Val de Loire, während im Süden die Regionen Auvergne und Rhône-Alpes angrenzen.

Gebirge und Hügelländer:

Burgund hat mit dem Morvan, einem Ausläufer des Zentralmassivs, Anteil an den alten Kristallingebieten. Ansonsten bilden mesozoische Sedimente (zumeist aus dem Jura) den Gesteinsuntergrund. An der Ostflanke leiten Bruchstufen zur Saône-Furche über. Die Burgundische Pforte als Bezeichnung der naturräumlichen Senke zwischen Vogesen und Jura grenzt nicht an die heutige Region Burgund, sondern an die Freigrafschaft und bezieht sich damit auf die historisch unterschiedlichen Räumen zugewiesene Bezeichnung.

Gewässer:

Im Westen fliesst die Loire, während im Osten die Saône ihren Lauf fortsetzt. Die Yonne, Serein, Cure, Armançon und die Seine entspringen in den zentralen Mittelgebirgen des Morvan. Das Wasser wird in Kanäle umgeleitet oder aufgestaut. Zu den bekanntesten Kanälen gehören der Canal du Nivernais (Westen) und der Canal du Centre (Süden).

Norden:

Niederburgund ist eine Region das aus weiten Ebenen besteht. In den Flachländern liegt die Sénonais, einer stark landwirtschaftlich genutzten Region, sowie einige Wälder. Die Getreide- und Zuckerrübenfelder geben der Sénonais den Beinamen “burgundische Getreidekammer”. Die Waldlandschaften dominieren auch die Täler der Yonne und Armançon. Hier liegt die Stadt Auxerre. Auxerre ist nicht weit von Paris entfernt. Die Landschafen nördlich von Auxerre sind hügelig, wie beispielsweise im Weinbaugebiet der Stadt Chablis, ansonsten dominieren Täler und Wälder im Nordwesten. Hier fliesst die Seine weiter Richtung Norden. Der Fluss entspringt im südlichen Châtillonnais. Weitere Weinbaugebiet sind das Tonnerrois und Auxois.

Osten:

Im Osten Burgunds befinden sich die Länder der Saône, die aus Fettwiesen und Weizen, Mais-, Gemüse, und Ölsaatenfeldern befinden. Schon die Römer hatten hier eine wichtige Handelsroute und schätzten die Region als begehrten Gut. Die Saône wird von hohen Hügeln umgeben, die einen mediterranen Charakter aufweisen.

Zentrum:

Im Zentrum Burgunds befindet sich die zentrale Hochebene, die aus Kalkstein besteht. Sie sinkt sanft nach Nordwesten ab und endet abrupt im Südosten. Zur Hochebene gehören die felsigen Plateaus der Auxerrois. Das Waldmassiv Châtillonnais gehört zu den bedeutendsten Gebirgsmassiven des zentralen Burgunds. Auch die Hauptstadt Dijon und die Côte-d’Or liegen hier. Der Morvan ist ein weiteres Massiv und wird von Lehmebenen umgeben. Das Massiv besteht zum Großteil aus Granit und wird von dichten Wäldern überzogen.

Westen:

Im Westen Burgunds liegt die Landschaft Puisaye, die eine hohe Dichte an Stillgewässern, wie kleine Seen aufweist. Auch die von der Loire und vom Movran begrenzte Bazois liegt im westlichen Teil Burgunds. Auch das Landschaftsbild der Nivernais wird komplett vom wilden Lauf der Loire geprägt, die hier noch dichte Schilfgürtel und Sandbänke an ihren Ufern hat.

Süden:

Weinberge und die Viehzucht bestimmen den Mâconnais, ein Ausläufer des Zentralmassivs. Der Mâconnais liegt im südlichen Burgund und bietet eine besondere Landschaft mit der Ebene von Saone und einer hügelige Landschaft mit einer Höhe von 771 m. Das hüglige Charollais mit Südosten Region weist ein typisches burgundisches Landschaftsbild auf. Hier kommt das gleichnamige Rind her. Eine weiter Landschaft im Süden ist das Brionnais mit fette Wiesen, Weideflächen und Heckenlandschaften, die noch weit über die Grenze von Burgund herausgeht. Nördlich der beiden Landschaften Charollais und Brionnais fliesst der Canal du Centre. Die Côte Chalonnaise ist ein Weinbaugebiet das von Dijon im Norden bis nach Lyon im Süden reicht.


Klima:

Das Klima in Burgund ist essenziell ozeanisch, wird aber von kontinentalen Einflüssen geprägt. Manchmal spricht man von einem semi-kontinentalen Klima. Das Wetter in Burgund wird vom kontinentalen Klima mit deutlich differenzierten Jahreszeiten beherrscht. Der Sommer ist warm, der Winter kalt mit bisweilen straken Regen- oder Schneefällen. Im Süden macht sich der Midi mit lauer Frühlingsluft und mildem Herbst bemerkbar. Hier spürt man den klimatischen Effekt der “burgundischen Pforte” am ehesten, durch die die warme Luft aus dem Süden in die Region strömt. Deren Atem reicht bis an die Côte d’Or: das bekommt dem Wein und sorgt für einen sprichwörtlich goldenen Oktober sowie laue Frühlingstage. Als Schlechtwettergebiet gilt der Morvan. Im Winter kann es kräftig schneien. Im frischen Maigrün und in Herbstfarben ist Burgund am schönsten zu erleben! Das Frühjahr ist wie in vielen Weinbaugebieten sehr mild. Allerdings ist Burgund den atlantischen Störungen und den Mittelmeertiefs ausgesetzt, die noch im Mai kühlen Regen bringen können. Juli und August, die Ferienmonate der Franzosen, können recht heiß werden. Der Herbst ist die regenarme Zeit, bei rascher Abkühlung im Oktober. Die Winter sind mild, schneearm und feucht.

Auxerre:

 Dijon:

 Digoin:

Mâcon:


Städte:

Die bevölkerungsreichsten Städte der Region Burgund sind:

Stadt Einwohner (Jahr) Département
Dijon 155.114 (2015) Côte-d’Or
Chalon-sur-Saône 45.390 (2015) Saône-et-Loire
Nevers 34.228 (2015) Nièvre
Auxerre 34.583 (2015) Yonne
Mâcon 33.236 (2015) Saône-et-Loire
Sens 25.784 (2015) Yonne
Le Creusot 21.887 (2015) Saône-et-Loire
Beaune 21.661 (2015) Côte-d’Or
Montceau-les-Mines 18.772 (2015) Saône-et-Loire
Autun 13.635 (2015) Saône-et-Loire

Kulturelle Zentren und wichtige Städte:

Autun

Ancy-le-France:

Das Schloss ist im Stil der italienischen Frührenaissance erbaut und weist eine wunderschöne Innenausstattung auf.

Autun:

Autun gehört zu den ältesten Städten Frankreichs und war schon zu Zeiten Galliens bedeutend. Neben Römische Stadttore findet man hier auch ein römisches Theater, sowie ein römische Kathedrale vor.

Auxerre:

Auxerre ist das Zentrum für den Weinbau des burgundischen Weißweines. Die Stadt liegt an der Yonne und weist eine schöne Altstadt auf.

Beaune:

Die Stadt Beaune ist die “kulinarische” Hochburg Burgunds und ist bekannt für seine Fachwerkbauten. Ein Beispiel für die Fachwerkarchitektur ist das Hôtel-Dieu aus dem 15. Jh.

Cluny:

Cluny ist eine im Jahr 910 gegründete Abtei des Benediktinerordens. Die Reformbewegung des Klosters um 1000 beeinflusste das gesamte Abendland. Im 17. Jh. war der Niedergang des Klosters und heute sind nur noch Reste zu sehen. Cluny war einstmals eines der größten Kloster des Christentums.

Dijon:

Dijon ist die Hauptstadt der historischen ostfranzösischen Region Burgund, die zu den bedeutendsten Weinregionen des Landes zählt. Die Stadt ist bekannt für ihre Weinguttouren, die Gastronomiemesse im Herbst und die vielfältigen Baustile, die von der Gotik bis zum Art Déco reichen. Das renommierte, 1787 gegründete Musée des Beaux-Arts ist im weitläufigen Palast der Herzöge untergebracht und verfügt über eine umfassende Sammlung an Gemälden, Skulpturen, Kunsthandwerk und Antiquitäten.

L’Abbaye de Citeaux:

Diese Abtei war einst das ursprüngliche Kloster der Zisterzienser und ist heute eine Ruine.

L’Abbaye de Fontenay:

Das Zisterzienserkloster, das im Jahr 1118 vom Hl. Bernhard von Clairvaux gegründet wurde, gehört zu den historischen und kulturellen Höhepunkten Burgunds. Die Abtei gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Architektur ist schlicht gehalten und liegt in einem abschüssigen bewaldeten Tal.

Paray-le-Monial:

Der Wallfahrtsort weist eine romanische Basilika auf, die nach dem Vorbild der Klosterkirche von Cluny, die nicht mehr vollständig erhalten ist, erbaut wurde.

Sens:

Die keltischen Senonen sind Namensgeber der Stadt Sens. Die Kelten machten den Römern große Schwierigkeiten. Die Cathedral St.-Etienne ist eine der ältesten gotischen Kirchen Frankreichs und weist einen massiven Bau auf.

Tanlay:

Tanlay ist ein Wasserschloss aus der Zeit der Renaissance. Der anmutige Bau stammt aus dem 16./17. Jahrhundert.

Trésor de Vix:

Archäologische Fund aus dem 6. Jh. v. Chr. stammen aus der Zeit der Kelten und sind im archäologischen Museum von Châtillon-sur-Seine ausgestellt.

Vézelay:

Die Stadt Vézelay liegt auf einem Felsrücken. Die Kirche St.-Madaleine weist ein großes Hauptportal auf und gehört zu den erstrangigen Kirchenbauten aus der romanischen Zeit. Im Mittelalter war die Kirche ein wichtiger europäischer Wallfahrtsort.

Kulturelle Zentren:

Neben zahlreichen Sakralbauten befinden sich im Burgund viele Schlösser und Burgen, welche im eher ländlich geprägten Herzen Frankreichs weit verstreut liegen.

Kirchen und Klöster:

Zu den bedeutenden Kirchen und Klöstern zählen:

  • Ancienne Abbaye Les Ursulines, Autun, Département Saône-et-Loire
  • Abtei Saint-Fortunat, Charlieu, heute Region Rhône-Alpes
  • Kloster Cîteaux, nahe Dijon, Département Côte-d’Or
  • Abtei Cluny, Cluny, Département Saône-et-Loire
  • Abtei Fontenay, 60 km nordwestlich von Dijon
  • Kloster Pontigny, etwa 21 km nordöstlich von Auxerre, 15 km nördlich von Chablis, Département Yonne
  • Kirche Ste-Marie-Madeleine de Vézelay, Vézelay, Département Yonne

Schlösser und Burgen:

Die genaue Anzahl der Schlösser, Burgen und Festungen ist schwer zu ermitteln; die Angaben dazu schwanken zwischen 400 und 700. Besonders bekannte Schlösser und Burgen sind:

  • das Schloss Ancy-le-Franc
  • die Ruine der Burg Brancion
  • das Schloss Bussy-Rabutin
  • die Burg Châteauneuf-en-Auxois
  • das Schloss Commarin
  • das Schloss Cormatin
  • der Herzogspalast von Dijon
  • der Herzogspalast von Nevers
  • das Schloss Sully
  • das Schloss Tanlay

Weiter Zentren:

Zu den Sehenswürdigkeiten gehören auch:

  • Arboretum de Pézanin und Galerie européenne de la forêt et du bois (Europäische Wald- und Forstgalerie), Dompierre-les-Ormes, Département Saône-et-Loire
  • Die Weinanbaugebiete des Burgund stehen seit 2015 unter dem Schutz des Weltkulturerbes der UNESCO.

Naturräume und Natur- und Kulturlandschaften:

Burgund ist in vielen Landschaften aufgeteilt und gleicht demnach einem Flickenteppich. Neben sanften Weinhügeln (200 bis 300 m) mit Winzerstädten, graben sich Flüsse durch die Hügelländer und bilden kleine Täler. Der Morvan ist ein Waldmassiv im zentralen Burgund. Die höchste Erhebung Burgunds ist der Gipfel Haut-Folin mit 901 m, der einzige Berg über 900 m in Burgund. Im Osten erstreckt sich die flache Bresse, die ein besonders warmes Klima aufweist. Burgund stellt eine Region des Übergangs dar. Die einzigen Ebenen und Flachländer sind die Bresse im Osten und die Kalkplateaus im nördlichen Teil der Region. Je weiter südlicher man gelangt, umso größer und stärker wird der mediterrane Einfluss. Die Böden aus Kalk und Mergel sind fruchtbar und fallen sanft nach Nordwesten und Osten ab, daher entsteht eine günstige Hanglange für den Weinbau.

Auxerrois:

Der Landstrich ist nach der Stadt Auxerre benannt. Das Auxerrois befindet sich im nordwestlichen Burgund. Die Landschaft profitiert von der Nähe zu Paris. Die Yonne ist der Hauptfluss der Region. An den Talhängen der Yonne gedeiht Wein.

Auxois:

Die Hügellandschaft des Auxois ist sanft und lieblich. Die Orte in den Hügeln reichen von Burgorten bis zu Schlossanlagen. Im Auxois sah und siegte Cäsar.

Bresse Borguignonne:

Die Bresse ist eine flach Ebene mit einer weitbekannten Geflügelzucht. Neben Geflügelzucht, wird hier auch Mais angebaut. In den umliegenden Hügeln gedeihen Jura-Weine. Die Bresse ist dünnbesiedelt.

Charollais

Brionnais:

Das Brionnais weist sanfte Hügel und weite Wiesen auf. Die Loire begrenzt das Hügelland im Westen. Die Felder werden durch Straßen, Feldwegen, Hecken und kleinen Wäldern begrenzt. Die Dörfer weisen romanische Gotteshäuser auf die sehr sehenswert sind.

Charollais:

Aus dieser Hügellandschaft stammen die gleichnamigen Rinder. Die Hügel steigen bis auf über 600 m an. Weiter im Norden fliesst der Canal du Centre.

Clunisois:

Im Clunisois herrscht die burgundische Romanik vor, deren wichtigsten Nachweis das Kloster der Abtei von Cluny ist.

Côte de Beaune

Côte de Beaune:

Ein weiteres Weinbaugebiet und liegt im Umland der Stadt Beaune. Hier wird hauptsächlich Rotwein angebaut.

Côte-d’Or:

Die Côte-d’Or ist Anbaugebiet verschiedener Weinsorten, wie Chambertin, La Romanée, Corton, und Montrachet. Die Weinregion gehört zu den prestigeträchtigsten Anbaugebiete der Erde. Die Weinlandschaft reicht bis nach Dijon. Mit einer Anbaufläche von 9200 ha ist die Fläche eher bescheiden. Die Region teilt sich in zwei Regionen auf: Côte de Nuits und Côte de Beaune.

Mâconnais:

Beide Regionen bilden den südlichsten Teil von Burgund und weissen ein mildes Klima auf. Aus den Weinbergen der Mâconnais ragen italienische Villen und Herrensitze hervor.

Lormes im Morvan

Morvan:

Der Morvan wird durch endlose Wälder geprägt und besteht aus schwarzem Granit. Weite Teile des dünn besiedelten Mittelgebirges stehen unter Schutz. Wie zum Beispiel der Parc Naturel Régional de Morvan der ein Teil des Waldmassives schützt.

Nivernais:

Das Bild der Nivernais zeigt sich durch den unabhängigen Lauf der Loire geprägt. Nur an der von Schilf und Sandbänken gesäumten Loire selbst wird Wein angebaut. Der Strom und die vielen Teiche sind mit Lachs, Hecht, Aal, Karpfen, Barsch und Flusskrebs reich gesegnet, ein Paradies auf für Silberreiher, Kormoran, Eisvogel, Otter und Biber.

Senonais:

Ganz im Norden Burgunds erstreckt sich das flache Senonais mit weiten Getreide- und Zuckerrübenfeldern. Diese Region wird auch die “burgundische Getreidekammer” genannt.

Loire-Tal

Tal der Loire:

Die Loire weist noch eine wilde Flusslandschaft mit Sandbänken und sich ständig ändernden Flussläufen auf. Am Ufer schmiegen sich Auwälder und Kormorane leben am Fluss.

Tal der Saône:

Die Saône ist die Ostgrenze Burgunds und ist seit der Antike ein wichtiger Handelsweg, wie für Wein. An den Flussufern entstanden einige Hafenstädte, wie Chalon-sur-Saône oder Tournus.

Tal der Seine:

Die Seine entspringt im Burgund und hat einen kleinen Flusslauf, der eher einem Bach gleicht. Im Norden fließt die Seine weiter in die Region Champagne.

Tal des Serein:

Chablis ist weltbekannt für seine Weine, während das Tal der Serein eher unbekannt ist. Die Orte am Fluss sind Winzerorte mit urigen Gotteshäusern.

Grand Cru

Tonnerrois:

Das Tonnerrois gehört zu den weniger bekannten Weinregionen des Burgund. Auch der Hauptort Tonnerre ist seit dem 19. Jh. ein Städtchen mit gestrigen Charme.

Tournugeois:

Das Tournugeois (Tournus) markiert den Übergang von Nordeuropa und Mittelmeerraum. Der Kalkstein des Erdmittelalters hat allenthalben seine Spuren in der Landschaft hinterlassen, wie man auf den ersten Blick erkennen kann: die Gebirgsvorsprünge von Brancion, Vergisson und Solutré.


Naturlandschaften, -wunder und -monumente:

Canal du Nivernais:

Dieser idyllische Kanal, stellt ein weites Netz aus burgundischen Wasserwegen dar. Ausgangspunkt ist die Stadt Auxerre. Die Wasserwege sind mit Hausbotten schiffbar.

Combe de Lavaux:

Die eindrucksvolle Schlucht liegt im Massiv der Haute Côte und weist beliebte Wanderwege auf. Die Schlucht liegt in der Nähe der Weinstraße Gevrey-Chambertin.

Felsen von Solutré:

Am Fuße des Felsens von Solutré konnte über fünf steinzeitliche Perioden eine Besiedelung nachgewiesen werden. Zudem haben die Funde großer Mengen von Tierknochen eine große Bedeutung für die Erforschung steinzeitlicher Jagdmethoden. Die Funde sind in einem prähistorischen Museum in Solutré ausgestellt. Dieses Museum wurde unterirdisch angelegt, um den Gesamteindruck dieser atemberaubenden Landschaft nicht zu stören, und ist nur durch einen kleinen Eingang zu erreichen. Trotzdem gelang es den Architekten, einen Bezug zum prähistorischen Fundplatz herzustellen, indem sie Licht- und Sichtschächte integrierten.

Grottes d’Azé:

Dies Höhle war in prähistorischen Zeiten bewohnt. Die Tropfsteinhöhle befindet sich in der Nähe von Cluny. In der Umgebung befindet sich das Höhlensystem der Grottes de Blanot.

Parc Naturel Régional de Morvan:

Der Morvan ist ein Massiv im zentralen Burgund. Bei Autun eröffnet sich das grüne Herz von Burgund. Die Landschaft besteht aus überschaubaren Hügellandschaften und Blumenwiesen. Vom Gebirge her fliessen Bäche und kleine Flüsse hinab. Auch stille Seen liegen hier.


Weinanbau in Burgund:

In der französischen Weinregion Burgund befinden sich einige der berühmtesten Weinberge der Welt. Dort werden Rotweine aus den Rebsorten Pinot Noir und Gamaysowie Weißweine aus den Rebsorten Chardonnay und Aligoté hergestellt. Zugelassen, aber seltener verwendet werden Pinot Gris und Pinot Blanc. Bei der Klassifikation der Weine wird dem sogenannten Terroir, also der Weinbergslage die größte Aufmerksamkeit gewidmet. Da gerade der Pinot Noir empfindlich auf Unterschiede von Boden und Mikroklima reagiert, sind die Unterschiede zwischen den Lagen spürbar. In der Hierarchie kommen an der Spitze zuerst Grand Crus, Premier Crus und dann die Villages-Weine. Dazu werden die regionalen Appellationen Bourgogne (aus Pinot Noir oder Chardonnay), Bourgogne Aligoté, Crémant de Bourgogne gezählt sowie Bourgogne Passetoutgrains und Bourgogne Grand Ordinaire, in die auch Gamay einfließt. Dazwischen befinden sich noch die spezifischeren Appellationen Bourgogne Hautes Côtes de Beaune, Bourgogne Haute Côtes de Nuits, Bourgogne Côte Chalonnaise und Bourgogne Côtes d’Auxerre. Viele Weinbergslagen sind in kleinste Parzellen zersplittert. Die Qualität kann auch innerhalb einer Lage je nach Winzer erheblich variieren. Die Weinlagen und Weinanbaugebiete des Burgund stehen seit 2015 unter dem Schutz des Weltkulturerbes der UNESCO.


Das Château-de-Clos-de-Vouget inmitten von Weinfeldern