Strip Country (Arizona)

Die nordwestliche Ecke von Arizona wird auch als “the Strip” bezeichnet. Das Strip Country ist eine 28.490 km² große Wildnis aus einsamen Landschaften. Hier leben nur 3000 Menschen. Der Colorado River fliesst durch diese einsame Gegend. Hier befindet sich auch der Marble Canyon und die berühmte Navajo Bridge. Herzstück des Strip Country ist der Grand Canyon und sein Nationalpark. Hauptanziehungspunkt ist der North Rim des Grand Canyon.


Geographie:

“The Arizona Strip” ist ein typischer Landstrich des amerikanischen Westen, der durch rote Gesteinslandschaften geprägt werden. Das aride Klima lässt meist nur ein Wachstum von Sagebrushs zu. Im House Rock Valley erstrecken sich Graslandschaften. Neben den Sagebrush findet man hier auch Juniper-Bäume und Kiefern vor. In den höheren Lagen des Kaibab-Plateaus wachsen Ponderosa-Kiefern, Tannen, Fichten und Aspen.


Klima:

Das Klima im Strip Country ist sehr vielfältig. In den Tiefländern und Becken der Mojave Desert herrscht ein sehr heißen Klima (Beaver Dam), während auf den Höhenlagen des Kaibab-Plateaus ein kühles Klima herrscht (Jacob Lake). In den Canyonlandschaften und Flusstälern herrscht ein Klima mit kalten Wintern und sehr heißen Sommern (Colorado City, Fredonia, Kaibab).

Grand Canyon:

→Grand Canyon Klima

Im Grand Canyon herrschen von November bis März Minusgrade; von Mai bis September steigt die Temperatur insgesamt über 20 °C; Der Juli ist mit durchschnittlich 29 °C der wärmste Monat, während der Januar mit einer Durchschnittstemperatur von −8 °C der kälteste Monat ist. Dabei ist zu beachten, dass es insbesondere im Sommer in der Schlucht wesentlich heißer als an den Rändern ist. Am Nordrand regnet es im Durchschnitt gesehen erheblich mehr als am Südrand. Am Nordrand fallen im Winter auch bis zu 5 m Schnee, am Südrand dagegen gibt es selten Schnee und auf der Höhe des Colorado in der Schlucht fällt niemals Schnee. Die Jahresniederschlagssumme am Nordrand beträgt ca. 700 mm/Jahr, am Südrand aber nur 380 mm pro Jahr. Auf der Höhe des Colorados in der Schlucht fallen etwa 180 mm Regen pro Jahr.

North Rim:

Der North Rim liegt mit durchschnittlich 2.400 Metern etwa 300 Meter höher als der Südrand. Es fallen mehr Niederschläge und die Temperaturunterschiede zwischen Sommer und Winter sind größer. Im Sommer liegen die Temperaturen zwischen 15°C und 28°C, im Frühjahr und Herbst zwischen 5°C und 20°C.


Landschaften:

Canyon:

Der Paria Canyon reicht bis in den US-Staat Utah hinein und gehört zu den Vermilion Cliffs. Im Paria Canyon befindet sich die sehr enge  Schlucht der Buckskin Gulch. Die westliche Grenze des Kaibab-Plateau wird geformt vom Kanab Creek, ein wichtiger Zufluss des Colorado Rivers. Von seiner Quelle in Utah fliesst er über 90 km nach Süden und schneidet sich in das Kanab und Kaibab-Plateau ein und bildet somit den Kanab Canyon. Der Schlucht ist bis zu 300 m tief und an vielen Stellen nur 12 m breit. Der Kanab Creek erreicht das Kaibab Paiute Indian Reservation und fliesst in das Kanab Creek Wilderness. Das Virgin River Canyon Recreation Area weist viele Wanderwege auf. Zu den schönsten Formationen gehören die Migrant’s Cove und der Sullivan’s Canyon. Der Bull Rush Canyon liegt 14 km westlich von Fredonia an der Route 389. Der Canyon gräbt sich durch die flache Wüstenlandschaft.

Gebirge:

Im äußersten Nordwesten des Strip Country erheben sich die Virgin Mountains. Im Paiute Wilderness erheben sich die Berge von der Mojave Desert ab. Der Mount Bangs (2442 m) ist die höchste Erhebung des Gebirges. Vom Virgin River steigen die Berge 1920 m hinauf. Der Mount Trumbull ist der höchste Berg der Region und erreicht eine Höhe von 2447 m.

Grand Canyon:

Das haupttouristische Ziel ist der Grand Canyon National Park. Die meisten Touristen besuchen den North Rim des Grand Canyons, um von dort Wanderungen zu planen oder zu campen. Auch Muli-Trips sind vom North Rim aus zu planen. Neben den Aktivitäten befinden sich in der Nähe des North Rim vieles Aussichtspunkte, wie den Bright Angel Point oder man fährt entlang der Cape Royal Road zum Walhall Overlook oder zum Angel’s Window. Das Angel’s Window ist eine massive Natursteinbrücke am Ende des Canyons. Über 400.000 Menschen kommen jährlich an dem North Rim. Der Grand Canyon Nationalpark ist von Oktober bis April geschlossen, da hier eine erhebliche Menge Schnee fällt. Bis zu über 3 m Schnee können im Winter fallen. Ein weiterer Aussichtspunkt des Grand Canyons wird “Toroweap” genannt. Der Canyon weist hier eine tiefe von über 900 m auf.

Plateaus:

“The Strip” weist einige Plateaus auf, wie das Kaibab Plateau. Das Plateau erhebt sich bis auf einer Seehöhe von über 2740 m. Im Osten schliesst sich das Paria Plateau, und im Westen das Kanab Plateau an. Das Uinkaret-Plateau ist etwas höher, als das Kanab-Plateau. In Utah befindet sich das Shivwits-Plateau was auf einer Höhe von knapp 770 m liegt. Im Osten geht die Mojave in das Kaibab-Plateau über. An den Hängen des Plateaus wachsen Tannen-, und Fichtenwälder. Die Ponderosa-Kiefernwälder sind die einige Heimat für das Kaibab-Hörnchen. Jacob’s Lake ist der Name für eine Doline im Kaibab-Plateau.

Täler:

Nördlich des Paria Canyons führt die Route 89A in das House Rock Valley. Dieses Tal ist Heimat einer Bisonherde, die man mit etwas Glück von der Straße aus sehen kann.

Vermilion Cliffs:

Wenn man über die Navajo Bridge fährt kommt man direkt in das Land der Vermillion Cliffs. Die Steinlandschaft besteht aus massiven und wunderschönen Gesteinsformationen. Die Sandsteinfelsen erheben sich bis zu über 300 m von der durchführenden Straße ab. Am westlichen Ende steigt die Höhe der Felsen an. Die Erhebung von der Highway 89A beträgt über 900 m. Die Cliffs und der Paria Canyon liegen ebenfalls in der Landschaft. Das 445 km² große Paria Canyon-Vermilion Cliffs Wilderness schützt die atemberaubende Landschaft.

Wälder:

Der Kaibab National Forest ist ein perfektes Ausflugsziel für Wanderer. Die kühlen Wälder weisen selbst im Sommer Temperaturen zwischen +4°C und +21°C. Im Sommer sind die Wiesen und Felder von Wildblumen bedeckt. Die Jagd ist genau kontrolliert und die Vegetation hat sich von der exzessiven Nutzung zu Zeiten Theodore Roosevelt wieder erholt.

Wüsten:

Für den Südwesten der USA ist es nicht verwunderlich, dass es auch im Strip County viele Wüstenlandschaften gibt. Den Großteil der unwirtlichen Region wird von der Mojave Desert eingenommen. Im Westen der Wüste wachsen Joshua Trees und Barrel-Kakteen.


Die Navajo-Bridge, das Tor zum Strip Country