Katalanische Pyrenäen

Die Pyrenäen sind ein gewaltiges Gebirge, das die Iberische Halbinsel vom restlichen Europa trennt. Drei Länder haben Anteil an das Faltengebirge, das ein Alter von 50 bis 100 Mio. Jahre hat. Die Katalanischen Pyrenäen gehören zum spanischen Teil des Gebirges. Die Besonderheit dieser Landschaft ist die bewahrte Ursprünglichkeit der Natur.


Geographie:

Die Hochgebirgsregion der Pyrenäen (katalanisch Pirineus) nimmt einen im äußersten Norden, an der Grenze zu Frankreich und Andorra, liegenden Streifen Kataloniens ein. Hier liegen mehrere Gipfel von über 3000 m Höhe, der Pic de Sotllo (3084 m), Pic de Comaloforno (3033 m), Besiberri Nord (3015 m) und die höchste Erhebung Kataloniens, die Pica d’Estats (3143 m). In dieser Region entspringen auch die Flüsse Noguera Pallaresa, Noguera Ribagorzana, Garona, Llobregat, Ter, und Muga. Zu den Pyrenäen gehört auch die zwischen der Stadt La Jonquera und dem Mittelmeer liegende Gebirgskette Serra de l’Albera, mit dem höchsten Gipfel, dem Puig Neulós (1245 m).


Klima:

Die katalanischen Pyrenäen haben kein einheitliches Klima. Das Gebirge wird stark vom mediterranen Klima des Mittelmeeres beeinflusst. Im Ebrotal herrscht ein trockenes Mittelmeerklima das stark vom Inland beeinflusst ist. Weiter Richtung Norden geht die Landschaft in den Hügeln der Vorpyrenäen über. Hier herrscht ein kontinentales Mittelmeerklima. In den höheren Lagen der Pyrenäen geht das Klima in ein Mittelmeerklima mit alpinen Einflüssen über. In den Hochtälern und den Gipfelregionen herrscht ein alpines Klima. Die Niederschläge sind deutlich trockener, als in den westlicheren Pyrenäen, da der feuchte Effekt des Atlantischen Ozeans ausbleibt.


Landschaften:

Die Landschaft der Katalanischen Pyrenäen ist einmalig und nimmt es locker mit den westlichen Nachbarn auf. Zu einem liegt hier der Parc Nacional d’Aigüestortes i Sant Maurici mit seinen zahlreichen Seen, Bächen und Wasserfällen.

Nationalpark d’Aigüestortes i Sant Maurici:

Dieser Nationalpark ist der einzige katalanische Nationalpark und ist für seien vielen Bachläufe, Wasserfälle und Seen berühmt. Eiszeitliche Gletscher haben hier über 50 Berg- und Gletscherseen hinterlassen. Auch Sumpfgebiete findet man hier vor. Neben der hohen Dichte von Gewässer weist der Nationalpark auch eine besondere landschaftliche Schönheit auf. Der Park schützt das südliche Hochtal von Aran.

  • östliche Zone: die östliche Zone stellt das Gebiet um den See Estany de Sant Maurici dar
  • westliche Zone: meint das Gebiet von Aigüestortes

Die Vegetation reicht von Kiefer- und Tannenwäldern zu ausgedehnten Weideflächen und Blumenwiesen. Die Tierwelt wird stark von Gämsen und Steinadlern vertreten.

Naturpark Garrotxa:

Der Naturpark mit seiner üppigen und grünen Landschaft befindet sich in einem inaktiven Vulkangebiet und liegt auf einer Höhe von 450 m Höhe. Der Park liegt im Vorgebirge der Pyrenäen und ist den hohen Gipfeln vorgelagert. Im Naturpark selbst befinden sich zudem einzelne Schutzgebiete:

  • Parc Natural de la Zona Volcanica de la Garrotxa: dieser Naturpark schützt eine Vulkanzone und befindet sich im Dreieck der Siedlungen Castellfollit de la Roca, Olot und Santa Pau. Die letzte Tätigkeit eines Vulkankraters ist etwa 11.500 Jahre her. Das feuchte Klima verursacht eine grüne Landschaft, die die Vulkankrater überzieht.
  • Volcá de Montsacopa: dieser Vulkankrater ist einer von vier Vulkanen im Stadtgebiet von Olot. Der Krater erhebt sich fast hundert Meter von der Ebene ab und hat einen Durchmesser von 120 m.

Pedraforca:

Der Pedraforca ist mit seinen zwei Gipfeln einer der markantesten Berge Kataloniens (Spanien). Die zwei Bergspitzen, Pollegó Superior (2497 m) und el Calderer(2491 m) überragen alle Gipfel der Umgebung. Die katalanische Namensgebung leitet sich aus der Form des Berges ab: pedra (‚Stein‘) und forca (‚Gabel‘).

Tal des Riu Noguera Pallaresa:

Das Tal des Flusses Noguera Pallaresa ist die bekannteste und beliebteste Rating-Gegend Spaniens. Der Riu Noguera Pallaresa ist ein wilder Bergfluss der hoch in den Bergen entspringt und durchquert eine reizvolle Landschaft, bevor er in den Ebro fliesst. Im Unterlauf des Flusses befinden sich viele Stauseen, dadurch ist der Flusslauf reguliert. Im Oberlauf ist der Fluss sehr wild und ein echter reißender Wildfluss.

Val d’Aran:

Das Val d’Aran war lange Zeit ein abgeschnitten und unzugängliches Tal. Die einzige Möglichkeit um in das Tal zu gelangen war zu Fuß über den 2072 m hohen und nur im Sommer geöffneten Pass Puerto de la Bonaigua. Hier bildetet sich auch ein eigener Dialekt. Das Tal ist umgeben von bis zu 3000 m hohen Gipfeln und im Süden liegt er einzige katalanische Nationalpark.

Vorland der katalanischen Pyrenäen:

Im Vorland der Pyrenäen befinden sich reizvolle Städte und eine wunderschöne Hügellandschaft, die den Übergang zu den gewaltigen Gipfeln vermitteln. Weiter in Richtung Westen und Südwesten geht das Hügelland in die weite Ebroebene (Ebrotal) über. Hier befindet sich die Stadt Lleide. Die Stadt Barcelona ist durch die Serralada Prelitoral Catalana vom Ebrobecken und den Pyrenäen getrennt. Die Vorpyrenäen (katalanisch Prepirineus) bilden einen etwa 20–45 km breiten gebirgigen Streifen südlich der Pyrenäen, zwischen Aragonien im Westen und der Comarca Garrotxa im Osten. In dieser Region befinden sich die Gebirgszüge Serra del Montsec, Serra de Boumort, el Port de Comte und el Cadí. In den Vorpyrenäen gibt es nur wenige Gipfel von über 2000 m Höhe. Die höchsten Erhebungen, wie der Pedraforca (2497 m) und der Torreta de Cadí (2561 m) befinden sich in der Serra del Cadí.