Ribatejo

An den “Ufern des Tejo” wird die Region östlich von Lissabon bezeichnet, wo der Tejo eine besondere Landschaft bildet, bevor er ein riesiges Delta bildet und somit in den Atlantischen Ozean mündet.

Geographie:

Der Ribatejo umfasst den unteren Flusslauf und die Umgebung nördlich und südlich des Tejo. Die Landschaft ist Zentrum der Region von Lissabon und Umgebung. Das Schwemmlandgebiet bietet perfekte Anbaumöglichkeiten. wie Obst, Gemüse und Wein. Zudem befinden sich hier viele Reisfelder. Richtung Nordwesten geht die Ebene in die Hügel der Estremadura über. Im Südosten beginnt die weite Weidelandschaft der Ebene des Alentejo.

Klima:

Küste:

An der Küste des Ribatejo herrscht ein mildes Mittelmeerklima mit ganzjährig mild ausfallenden Temperaturen. Die Sommer hier sind zwar heiß, werden aber durch den Atlantik deutlich gemildert. Im Winter liegen die Tageswerte bei +15°C, während es in der Nacht deutlich kühl wird. Der Frühling setzt früh ein und ist sehr mild. Der Herbst ist am feuchtesten und weist milde Temperaturen auf.

Lissabon (Stadt):

Küstenhinterland und Tejo-Tal:

Im Küstenhinterland und im Tejo-Tal ist das Klima extremer ausgeprägt. Die Milderung des Atlantiks lässt immer mehr nach, um so weiter man nach Osten vordringt. Hier sind die Winter dennoch mild und weisen Tagestemperaturen um die +15°C auf. Die Nächte allerdings sind etwas kälter. Aufgrund der immer mehr ausbleibenden Milderung des Atlantiks sind die Sommer hier deutlich heißer. Hier können Temperaturen von bis zu +40°C und mehr auftreten. Die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sind hier um einiges Höher, als an der Küste.

Vila Franca de Xira:

Santarem:

Tomar:

Landwirtschaft:

Neben Obst, Wein und Gemüse befindet sich hier auch die größte Dichte an Reisfeldern in ganz Portugal. Die Ebene ist zusätzlich Zentrum der Pferde- und Kampfstierzucht.

Naturlandschaften und -monumente:

Flussmündung des Tejo:

Die Mündung des Flusses ist ein perfekter Ort für Vogelbeobachtungen und dass in der Nähe der Metropole Lissabon. Die Tejo-Mündung ist Renes der 10 wichtigsten Feuchtgebieten Europas und ist für überwinternde Zugvögel ein wichtiges Refugium. Als “Tajo” entspringt der Fluss in den spanischen Montes Universales. Von dort aus sucht sich der Strom seinen 1000 km langen Weg durch die Iberische Halbinsel gen Westen. Schließlich mündet er südlich von Lissabon in den Atlantischen Ozean. Die Tejo-Mündung wird durch ein 55.028 ha großes Schutzgebiet geschützt. Es steht unter besonderem Schutz, da das Delta ein Ratsar-Gebiet ist. Ein Grund für die Sonderstellung ist, dass hier bis zu 3000 Flamingos, 10000 Krickenten, 6000 Säbelschnäbler und 30.000 Alpenstrandläufer überwintern.