Parque Nacional de Monfragüe

Der Nationalpark der Monfragüe liegt ca. 25 km südlich von Plasencia und befindet sich beiderseits des aufgestauten Río Tajo. Er ist der bedeutendste Naturpark der Extremadura. Der Park hat eine Fläche von 180 km² und ist eine Schutzzone für Wölfe, Pradelluchse und Vogelarten. Berühmt ist die Naturlandschaft für ihre Dehesas. Die Dehesas sind ausgedehnte Steineichenwälder, die nur extensiv wirtschaftlich genutzt werden. Der einzige Ort im Park ist Villarreal de San Carlos, dort befindet sich ein Informationszentrum.  Der Name soll auf das lateinische mons fragorum (dichtbewachsener, unwegsamer Berg) zurückgehen. Er wurde von der UNESCO zum Lichtschutzgebiet erklärt.


Geographie:

Er liegt etwa in der Mitte des aus den Städten Cáceres, Plasenciaund Trujillo gebildeten Dreiecks. Das Parkgebiet an der Mündung des Tiétar in den Tajo ist 181,18 km² groß und liegt 220 bis 750 m über dem Meeresspiegel. Die vorherrschenden Gesteine im Gebiet des Nationalparks sind Quarzit und Schiefer, der mittlere Jahresniederschlag beträgt 640 mm. 


Natur:

Flora und Vegetation:

Vegetation:

Die Pflanzenwelt des Parks gehört zur mediterranen Hartlaubvegetation und kann als Wald, Hutewald (Dehesa) oder Gebüsch (Macchie) ausgebildet sein.

Pflanzenarten:

Die wichtigsten Bestandteile der Flora sind auf den Dehesas Steineiche, Korkeiche und die Portugiesische Eiche(Quercus faginea subsp. broteroi). Die Zistrosengebüsche bestehen aus verschiedenen Cistus-Arten wie Lack-Zistrose und Salbeiblättrige Zistrose, Erica-Arten und dem Erdbeerbaum. In den felsigen Zonen wachsen Wacholder- (Juniperus oxycedrus) und Pistazienarten (Pistacia terebinthus). Entlang der Flussufer stehen vor allem Schwarz-Erlen und Europäischer Zürgelbaum. An warmen Stellen gedeiht der Olivenbaum (Olea europaea subsp. silvestris)

Fauna:

Besonders bekannt ist der Park wegen der vielen großen Greifvögel, die dort brüten. Durch Staudämme sind Tajo und Tiétar zu großen Wasserflächen gestaut. Da sich in deren Nähe zahlreiche Felsen befinden, sind die Lebensbedingungen für Greifvögel außergewöhnlich gut.

Greifvogelarten:

Der Nationalpark beherbergt die mit 286 Brutpaaren größte Kolonie des Mönchsgeiers in Europa. Außerdem kann man dort den Spanischen Kaiseradler (12 Paare), Schwarzstorch, Gänsegeier (etwa 500 Paare), Uhu, Steinadler (5–6 Paare), Habichtsadler (4–6 Paare), Schlangenadler und Schmutzgeier (30–35 Paare) beobachten. 

Weitere Vogelarten:

Zu erwähnen ist ferner eine große Population von Blauelstern.

Säugetiere:

Der Pardelluchs kommt möglicherweise bereits nicht mehr im Monfragüe vor, aber Fischotter, Wildkatze, Gartenschläfer, Kleinfleck-Ginsterkatze, das Ichneumon und Rothirsche.


Klima und Reisezeit:

In der Extremadura herrscht ein typisches Landklima der Iberischen Halbinsel. Die Winter sind kühl und nass, während die Sommer sehr trocken und heiß sind. Im Naturpark Monfragüe herrscht das gleiche Klima. Hier sind die Winter kühl und feuchter, als die Sommer. Die Temperaturen im Sommer sind sehr hoch. Die jährlichen Spitzen liegen bei +39°C und mehr. Die Sommernächte sind angenehm und liegen bei +17°C.