Ebrotal

Die Quelle des Ebro liegt bei Fontibre in Kantabrien. Direkt nach dem Ursprung wird der Fluss zum Embalse del Ebro aufgestaut. Der obere Ebro fliesst felsige Schluchten hinab. Vor allem in der Provinz Burgos findet man atemberaubende Schluchten vor.

Ebrotal:

Oberes Ebrotal:

Nach der Schlucht fliesst der Strom schlagartig nach Osten und bildet ein größeres Tal aus Kalkstein. Der Ebro fliesst weiter und erreicht die spanischen Regionen Navarra und La Rioja. Das Tal wird von den Navarragebirge und den Pyrenäen begrenzt. Karstgestein bildet zum größtenteils die obere Schicht der Landschaft, während die unteren Schichten aus Karbonat und Kalkstein besteht.

Zentrales Ebrotal:

Das Tal öffnet sich weiter und der Lauf des Ebros verlangsamt sich. Der Fluss erreicht Aragonien. Hier wird der Ebro von großen Nebenflüssen aus den zentralen Pyrenäen gespeist, daher kommt es zu einem rapiden anstieg der Wassermassen. Hier kommt es häufig zu Hochwasser, vor allem zur Schneeschmelze tritt der Ebro häufig über das Ufer. Bereits in Zaragoza ist der Ebro ein sehr großer Fluss. Die Böden im größten Teil des Tales sind in erster Linie arme Böden: kalkhaltig, kiesig, steinig und manchmal mit endorheiischen Salzwasserlagunen gesalzen.

Unteres Ebrotal:

Nach dem der Ebro Katalonien erreicht hat wird der Flusslauf schmaler und er schlängelt sich durch das Katalanische Gebirge mit schmalen Flussschleifen. Hier findet man massive Dämme vor, wie Mequinenza, Riba-roja und Flix. Die schroffen und massiven Klippen der Serra de Cardó begleiten den unteren Flusslauf des Flusses. Nach dem er die Schlucht verlassen hat fliesst er nochmals weiter nach Osten und mündet bei Tortosa in das Mittelmeer.

Vegetation:

Die Vegetation im Ebrotal wird von der mediterranen Klimazone geprägt. Neben mediterranen Wäldern und Waldlandschaften findet man auch die weitverbreitete Macchia vor. Die Vegetation im Hinterland ist eine Wüstensteppe mit Zwergwacholderarten und weiterer Halbwüstenflora. In den Bergen findet man vermehrt Wälder vor, die meist aus Eichen bestehen.

Klima:

Oberes Ebrotal:

Hier ist das Klima subkontinental mit extremen Temperaturen und trockneren Charakteristika. Die Sommer sind sehr heiß und trocken. Die Niederschläge im Sommer sind arid und semi-arid. Das Tal liegt geschützt und isoliert von den Luftmassen des Atlantischen Ozeans, da diese durch die Berge abgehalten werden.

Zentrales Ebrotal:

Das Klima im zentralen Ebrotal ist semi-arid mit trockenen Sommern, die wüstenähnlichen Charakter haben. Die jährliche Niederschlagsmenge liegt zwischen 400 und 600 mm, wobei der Großteil der Menge im Frühling und Herbst herab geht. Die Vegetation ist sehr struppig und karg. Die Sommer sind heiß und die Winter kalt. Die Sommer weisen hohe Lufttemperaturen auf mit Werten zwischen +35°C und +40°C, manchmal auch mehr, auf. Insgesamt ist das Klima ein mediterranes Klima mit kontinentalen Zügen. Im Winter kommt es bei klaren Winternächten zu Bodenfrost. Manchmal kommt es zu sporadischen Schneefall.

Hinterland:

Das Klima im Hinterland ist noch kontinentaler und trockner, hier sind die Extremtemperaturen nicht ganz so ausgeprägt, aber hier kommen langsam wachsende Zwergwacholderarten vor. Die Landschaft ist eine Wüstensteppe, wie die Llanos de Belchite und die Calanda-Wüste.