Isar

Die Isar ist ein Nebenfluss der Donau und gehört zu den längsten Flüssen in Bayern. Die Isar mündet in ein 49 km² großes Delta in die Donau.

  • Gewässerkennzahl: DE:16
  • Lage: Tirol (Österreich) und Bayern
  • Flusssystem: Donau
  • Abfluss über: Donau → Schwarzes Meer
  • Quellhöhe: 1160 m ü. NN
  • Quelle: Karwendel
  • Mündung: Südlich von Deggendorf in die Donau
  • Mündungshöhe 310 m ü. NN
  • Höhenunterschied: 850 m
  • Länge: 295 km
  •  Einzugsgebiet: 8370 km²
  • Abfluss: 175 m³/s
  • Linke Nebenflüsse: Loisach, Amper
  • Durchflossene Stauseen: acht (darunter drei am Mittleren Isar-Kanal
  • Großstädte: München
  • Mittelstädte: Freising, Landshut
  • Kleinstädte: Bad Tölz, Moosburg an der Isar, Dingolfing, Landau an der Isar, Platting

Verlauf:

Quelle:

Die Quellbäche des offiziellen Isar-Ursprunges befinden sich im Hinterautal zwischen der Gleirsch-Halltal-Kette (Süden) und der Hinterautal-Vomper-Kette (Norden) des Karwendels. Der Lafatscher Bach ist der längste Quellbach der Isar, dieser entspringt ca. fünf Kilometer südöstlich des Langerhauses (Gemeinde Absam). Die Quelle des Baches wird oftmals auch als Isarquelle bezeichnet. Die Längenangabe von 291,5 km bezieht sich auf diese Quelle.

Isar bei Mittenwald

Scharnitz bis nach Krün:

Innerhalb des Karwendels fliesst die Isar nach Westen. Einige Kilometer vor Scharnitz, mündet der Gleirschbach und der Karwendelbach in die Isar und der Fluss knickt Richtung Norden ab und passiert die Talenge “Scharnitzer Klause”, sowie die Grenze zu Deutschland. Südöstlich von Mittenwald mündet die Leutascher Ache, von der Südseite des Wettersteingebirges kommend, in die Isar. Zwischen Krün und Mittenwald befindet sich die erste Stauwehr des Flusslaufes. Ihr Wasser hier größtenteils abgezweigt und durch die Isarüberleitung dem Kraftwerk Obernach am Walchensee zugeführt.

Oberes Isartal:

Bei Wallgau fliesst die Isar nach Osten in den oberen Isarwinkel. Dort fliesen die Dürrach und der Walchen in die Isar. Die beiden Zuflüsse erreichen den Fluss heutzutage im Sylvensteinspeicher. Dieser Stausee wurde 1955 bis 1959 zum Schutz vor Hochwasser und der Energiegewinnung angelegt. Zu den größten Zuflüssen zählt der Rißbach. Dieser mündet bei der Oswaldhütte an der Straße Vorderriß nach Hinterriß in die Isar. Dieser Zufluss kommt vom Rißtal und ist größer, als die Isar selbst. Der Rißbach wird gestaut und in den insgesamt fast sieben Kilometer langen Rißbachstollen eingeleitet, in welchem das Wasser dem Kraftwerk Niedernach zugeführt wird. Ab dem Sylvensteinspeicher fliesst die Isar gen Norden durch die Bayerischen Voralpen. Zwischen den Stausee und Lenggries erreichen von links die Jachen und in Gaißach von rechts die Große Gaißach die Isar.

Mittleres Isartal, von Bad Tölz bis nach München:

Ab Bad Tölz beginnt die würmzeitliche Moränenlandschaft des Alpenvorlandes bis in die Schotterebene von München. Der Abfluss des Walchensees, dessen Wasser heute zu annähernd 100 % durch das Walchenseekraftwerk in den Kochelsee gelangt, ist damit die Loisach. Diese fließt von Lermoos in Tirol entlang der Nordseite des Wettersteingebirges nach Garmisch, dann durch den Kochelsee und mündet schließlich bei Wolfratshausen in die Isar. Hinter Bad Tölz fließt die Isar durch ein tief eingeschnittenes Tal des Oberlandes. An der östlichenAbfallkante zum Isartal liegen einige Kirchdörfer, wie Hechenberg, Rampertshofen und Peretshofen. Das westliche Flussufer grenzt an die flachen Moorgebieten bei Königsdorf und dem Loisachtal zwischen Beurberg und Eurasburg. Die westliche Grenze der Ebene ist der Tischberg. Am westlichen Isarufer zwischen Königsdorf und Geretsried liegt der “Malerblick”, ein Aussichtspunkt auf das östliche Isartal und dem Flusslauf gen Norden. Besonders schöne Auwälder findet man bei Ascholding vor. Weiter im Norden liegen die Städte Geretsried und Wolfratshausen. Nördlich von Wolfratshausen fliesst die Loisach in die Isar. Hier befindet sich auch die Pupplinger Au, eine weiter Auwaldlandschaft mit Schwemmländer und mäanderten Flussläufen. Anschließende zur Au folgt das Kloster Schäftlarn und die Orte Baierbrunn, mit dem riesigen Burgstall, und Pullach im Isartal. Danach folgt der Isarbruch, einen markanten Taleinschnitt des Fluss bei Grünwald. Diese Region zwischen Bad Tölz und Grünwald profitierten im Mittelalter von der Flößerei auf der Isar. Über der Isar thronten die “Isarburgen”. Heutzutage sind leider alle Burg verschwunden und nur die Burgställe sind übrig geblieben. Zu den größten Burganlagen zählten die bei Wolfratshausen und Baierbrunn. Weiter Standorte der “Isarburgen” waren Eurasburg, Rampertshofen, Hechenberg und Bad Tölz.

Münchener Stadtgebiet bis Moosburg:

In München wird wieder Wasser von der Isar in den Mittleren-Isar-Kanal abgezweigt. Er führt rechts der Isar durch das Erdinger Moos und speist sieben Wasserkraftwerke, bevor er hinter Moosburg wieder in die Isar mündet. Bei Freising erreicht die Isar den Nordrand der Schotterebene und fließt vor diesem nach Osten. Hier führt ihr die Dorfen Wasser aus dem Erdinger Moos zu. Nahe der Nordoststrecke der Ebene mündet vor Moosburg von rechts die Sempt. Hinter Moosburg mündet von links der größte Nebenfluss, die Amper, die als Ammer nahe der österreichischen Grenze südwestlich von Schloss Linderhof entspringt und erst nach Durchfließen des Ammersees den Namen Amper führt.

Urstromtal:

Von Moosburg fließt die Isar in einem Urstromtal durch das von der Tertiärzeitgeprägte Unterbayerische Hügelland nordostwärts zum Donautal. Nach insgesamt 292 Flusskilometern, davon 270 km in Deutschland, mündet sie südöstlich von Deggendorf in der Gemeinde Moos in die Donau.

Mündung:

Die Flussmündung liegt auf 312 Metern über Normalnull; damit hat die Isar von ihren Quellen bis zur Mündung in die Donau ein Gesamtgefälle von rund 848 Meter.


Klima:

Durch das Tal ziehen im Sommer warme Winde, dort wachsen Föhren und Kieferarten und viele andere Pflanzenarten die auch in Südtirol wachsen. Auch viele Auen sind am Ufergebiet, die bekannteste, die Pupplinger Au.

Bad Tölz:

München:

Gottfrieding: