Natur der USA

Die Vereinigten Staaten haben eine gemeinsame Grenze mit Kanada, die insgesamt 8.895 Kilometer lang ist (wobei sich ca. 2.477 Kilometer zwischen Alaska und Kanada erstrecken), und eine mit Mexiko, die 3.326 Kilometer lang ist. Die Gesamtlänge der US-Landesgrenzen beträgt 12.221 Kilometer. Die Küstenlinie an Atlantik, Pazifik und Golf von Mexiko umfasst insgesamt 19.924 Kilometer. Der Staat umfasst eine Landfläche von 9.161.924 km², hinzu kommen 664.706 km² Wasserflächen, so dass sich ein Staatsgebiet von 9.826.630 km² ergibt. Die Nord-Süd-Ausdehnung zwischen der kanadischen und der mexikanischen Grenze beträgt etwa 2.500 Kilometer, die Ausdehnung zwischen Atlantik und Pazifik rund 4.500 Kilometer. Der Hauptteil des Landes liegt etwa zwischen dem 24. und 49. nördlichen Breitengrad und zwischen dem 68. und 125. westlichen Längengrad und ist in vier Zeitzonen eingeteilt (siehe Zeitzonen in den Vereinigten Staaten).


Großlandschaften:

Das Gebiet weist eine deutliche Gliederung auf. So erstrecken sich Gebirgszüge wie die vulkanische Kaskadenkette, die Faltengebirge der Rocky Mountains und der Appalachen von Nord nach Süd. Während auf ihrer Wetterseite ausgedehnte Wälder bestehen, erstrecken sich in ihrem Windschatten riesige Trockengebiete mit Wüsten- oder Graslandschaften (Prärien). Die Flusssysteme der Vereinigten Staaten, wie die des Mississippi und Missouri ermöglichten schon früh eine dichte Besiedlung, während die umgebenden trockenen Regionen bis heute dünn besiedelt sind.

Höchste Erhebung und tiefster Punkt:

Der höchste Berg der Vereinigten Staaten ist der Denali in Alaska mit 6190 m, der niedrigste Punkt ist die Senke Badwater im Death Valley mit 85,5 m unter dem Meeresspiegel. Denali und Badwater sind zugleich der höchste bzw. niedrigste Punkt des nordamerikanischen Kontinents.


Flora und Fauna:

Die Gebiete an der Ostküste bis zu den Großen Seen waren bis ins 19. Jahrhundert sehr stark bewaldet, die Westküste im Bereich des gemäßigten Regenwalds von mitunter extrem hohen Bäumen mit Wuchshöhen von über 100 Meter. Von diesen Flächen sind nur wenige, wie die Redwoods oder der Hoh-Regenwald geblieben. Große Flächen wurden zu Ackerland umgewandelt oder bebaut, den überwiegenden Teil nehmen heute Nutzwälder ein. Die Artenvielfalt der trockeneren Graslandschaften wurde im Zuge der landwirtschaftlichen Nutzung ebenfalls stark reduziert. Schutzgebiete und -maßnahmen führten jedoch dazu, dass viele der über 17.000 Gefäßpflanzenarten gerettet werden konnten. Allein Hawaii weist 1.800 Blütenpflanzen (Bedecktsamer) auf, von denen zahlreiche endemisch sind. Rund 400 Säugetier-, 750 Vogel- und 500 Reptilien- und Amphibienarten sowie weit über 90.000 Insektenarten bilden einen Teil der Fauna, wobei seit 1973 ein eigenes Gesetz bedrohte Arten schützt. 58 Nationalparks und mehrere hundert weitere Schutzgebiete weisen überwiegend eine starke Artenvielfalt auf, die in deutlichem Kontrast zu den weitverbreiteten Monokulturen steht.


Biome der Vereinigten Staaten:

Aufgrund der unterschiedlichen Klimazonen weist die USA auch eine Vielfältigkeit von Biome auf:

Ökozone
Biom
Lage
Bilder
Nearktisgemäßigter Laubwald von der Atlantikküste bis zum Übergang der Great Plains
NearktisTaiga (borealer Wald)Lower Michigan Peninsula (Michigan), zentrales Wisconsin, nordwestliches New York, westliches Neuengland, Täler und Becken im Binnenland von Alaska
Nearktisgemäßigte Steppe Great Plains und den Ebenen des Mittleren Westen; grenzt im Westen an die Rockies und im Osten an die gemäßigten Laubwälder, der Süden wird von den Wüsten begrenzt; zudem findet man die Steppengebiet in den zentralen Tälern und Becken von Kalifornien und Wyomings vor
Nearktismontane Wälder Gebirge westlich der Great Plains; westliche und südliche Küste Alaskas

Abendstimmung am Lake Tahoe

Nearktis subtropische RegenwälderGolfküste der Staaten Louisiana, Mississippi, Alabama, Florida und der Süden Georgias, sowie die Atlantikküste von Georgia und South Carolina
Nearktis aride Wüsten Trockentäler und Becken in den Rocky Mountains, der Süden Texas (an der Grenze zu Mexiko), Colorado-Plateau und die Wüsten von New Mexico, Arizona, Südkalifornien, Utah, Nevada
Nearktis semiaride WüstenWüsten im Binnenland Texas und der äußerste Süden von Arizona und New Mexico
Nearktis mediterrane Vegetation Pazifikküste von Mittel- und Südkalifornien mit Hinterland
Nearktis subtropische Trockenwäldersüdliche Küste von Texas
Nearktis TundraAlaska

Klima:

Wichtigster Einflussfaktor des Klimas ist der polare Jetstream(Polarfrontjetstream), der umfangreiche Tiefdruckgebiete vom Nordpazifik bringt. Verbinden sich die Tiefs mit denjenigen von der atlantischen Küste, bringen sie im Winter als Nor’eastersschwere Schneefälle. Da kein Gebirgszug westostwärts verläuft, bringen Winterstürme oftmals große Schneemengen weit in den Süden, während im Sommer die Hitze weit nordwärts bis nach Kanada reicht. Die Gebiete zwischen den Gebirgszügen weisen dementsprechend hohe Temperaturextreme auf, dazu eine mehr oder minder große Trockenheit, die nach Süden und Westen zunimmt. Die Pazifikküste hingegen ist im Norden ein sehr regenreiches, häufig nebliges Gebiet. Das Gebiet um den Golf von Mexiko ist bereits subtropisch mit hohen Temperaturen im Sommer und häufig hoher Luftfeuchtigkeit. Zudem wird das Gebiet häufig von tropischen Wirbelstürmen erreicht. In Alaska herrscht arktisches Klima, die dortigen Gebirge sind zugleich die höchsten der Vereinigten Staaten (Denali, 6.190 Meter). Hawaii, dessen Mauna Kea 4.205 Meter hoch ist, weist hingegen tropisches Klima auf.