Kroatien

Kroatien ist ein osteuropäisches Land mit einer langen Küstenlinie an der Adria. In der Adria befinden sich mehr als tausend Inseln. Das Land wird durchzogen vom Dinarischen Gebirge. Die Hauptstadt Zagreb liegt im Innenland Kroatiens und weist in der Oberstadt “Gornji Grad” viele Museen auf. Die berühmteste Küstenstadt Kroatiens ist Dubrovnik mit ihren Stadtmauern au dem 16. Jh. und den Gebäuden aus gotischer Zeit und der Renaissance. Ebenfalls wie Dubrovnik liegt die Hafenstadt Spilt in der Küstenregion Dalmatien. Die Stadt Split beherbergt die Ruinen des Diokletianpalastes aus dem 4. Jh. n. Chr. Die Strände und Inseln sind im Sommer vielbesucht. Die Insel Korčula ist bekannt durch ihre Pinienwälder und Weingebiete. Der Plitvitze-Nationalpark besteht ist bekannt für seine Karstseen und den dramatischen Wasserfällen. Die kroatische Küche wird beeinflusst von der ungarischen, italienischen, türkischen und slawischen Kultur.

Kroatien ist ein Land auf der südosteuropäischen Balkanhalbinsel. Der Staat liegt im Übergangsbereich von Mitteleuropa und dem südöstlichen Europa. Das Land ist sehr gebirgig, zudem findet man eine traumhafte Küstenlandschaft vor mit unzähligen Inseln, sowie die Weiten der Pannonischen Ebene im östlichen Teil des Landes. Der Kroatische Inselarchipel gehört zu den inselreichsten Archipelen im Mittelmeer und Europa. Die größte Insel ist Cres und Krk. Im nördlichen Teil Dalmatiens liegen die Kornaten wie kleine Steine im tiefblauen Adriatischen Meer. Die Hafenstädte Kroatiens sind von wirtschaftlicher Bedeutung, vor allem die Hafenanlagen von Rijeka und Split gehören zu den wichtigsten Handelspunkten der Adria. Der Küstenstreifen Kroatiens wird auch “Europäisches Kalifornien” genannt. Im Norden liegt die Halbinsel Istrien und die Kvarner Bucht. Weiter im Süden erhebt sich das wuchtige Velebit-Gebirge vom Meer ab. Südlich der Insel Pag schneidet sich die Adria tief in das Landesinnere ein und bildet zwei kleine Lagunen. Süddalmatiens mit Dubrovnik ist vom nördlicheren Teil Kroatiens abgetrennt, da dort sich das Staatsgebiet von Bosnien-Herzegowina dazwischen drängt, somit einen 40 km langen Küstenanteil hat. Neben den schönen Küstenstädten und der traumhaften Küstenlandschaft, findet man im Inneren des Landes eine unberührte Bergwelt vor. Viele Nationalparks, wie der Krka-Nationalpark, der Velebit-Nationalpark, der Paklencia-Nationalpark oder der Nationalpark Plitvicer Seen befinden sich dort, letzterer gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe, liegen in den Bergregionen Kroatiens. In den Berglandschaften leben heute noch Braunbären und bietet Heimat für viele bedrohte Tierarten. Allerdings gibt es noch viele Gebiete mit Minenfeldern, die vergangene Zeugen der heftigen, langen und grausigen Balkankriege. Im Nordosten des Landes wird die Landschaft flacher. Hier erstrecken sich sanfte Hügellandschaften und weite Ebenen. Hier liegt auch die Hauptstadt Zagreb. Ganz im Osten, an der Grenze zu Serbien und Ungarn, bildet die Donau eine einzigartige Flusslandschaft, die unter Naturschutz steht.

Fläche: 56.594 km²

Einwohnerzahl: ca. 4,2 Mio. Einwohner

Hauptstadt: Zagreb (ca. 1,1 Mio. Einwohner)

Hafenstädte: Pula, Rijeka, Ploče, Zadar, Split, Dubrovnik

Küstenlänge: 5835 km

Höchste Erhebung: Dinar (1831 m)

Größte Insel: Krk (406 km²) und Cres (406 km²)

Größter See: Vransko jezero (30 km²)

Größte Bucht: Kvarner Bucht

Größte Halbinsel: Istrien (ca. 3500 km²)


Inhaltsverzeichnis:

  1. Lage und Landschaft
    1. Gebirge und Berglandschaften
    2. Küstenregion
    3. Pannonische Tiefebene
    4. Inseln
      1. Inseln vor Istrien
      2. Inseln der Kvarner Bucht und Kvarnerić
      3. Inseln von Zadar
      4. Inseln vor Šibenik
      5. Mitteldalmatinischen Inseln
      6. Süddalmatinischen Inseln
      7. Inselgruppe der Elaphiten
  2. Klima
    1. Klimazonen
    2. Binnenland von Kroatien
    3. Adriatische Küste
    4. Gebirgsland
    5. Die Bora
    6. Wassertemperaturen
  3. Regionen Kroatiens
  4. Fauna
    1. Inseln und Küste
    2. Küstenhinterland und Bergland
    3. Pannonische Tiefebene
    4. Adriatisches Meer
      1. Thunfische
      2. Delfine und weitere Walarten
      3. Haie
      4. Korallenriffe
      5. Besonderheiten
  5. Vegetation
  6. Kulturelle Zentren
    1. Städte und Orte
      1. Zagreb
      2. Porec
      3. Beram
      4. Rovinj
      5. Pula
      6. Rijeka
      7. Rab
      8. Zadar
      9. Sibenik
      10. Split
      11. Korcula
      12. Dubrovnik
      13. Cavtat
    2. Bauwerke
    3. UNESCO-Weltkulturerbe
  7. Naturlandschaften und -monumente
    1. Nationalparks
    2. Naturparks
    3. UNESCO-Weltnaturerbe
  8. Mittelkroatien
    1. Hrvatsko Zagorje
    2. Medimurje
    3. Podravina
    4. Region von Bjelovar
    5. Gegend an der Lonja
    6. Turopolje-Gebiet
    7. Banoniva-Gebiet
    8. Gegend von Zumberak
    9. Karlovac und das Kordun-Gebiet
  9. Ostkroatien
    1. Slawonien
    2. Slawonische Drautal
    3. Tiefebene von Pozega
    4. Slawonsiches Savetal
    5. Region Baranja
    6. Westliche Region Srijem
    7. Zwischen den Flüssen Bosut und Save
  10. Gebirgskroatien
    1. Gorski Kotar
    2. Gegend von Ogulin
    3. Lika
  11. Küstenkroatien
  12. Istrien
    1. Weißes Istrien
    2. Graues Istrien
    3. Rotes Istrien
  13. Kvarner Bucht und Inseln
    1. Bucht (Golf) von Rijeka
    2. Bucht von Bakar
    3. Vinodol
    4. Küste zwischen Senj und Karlobag
    5. Cres und Lošinj
    6. Krk
    7. Rab
    8. Pag
  14. Dalmatien
  15. Norddalmatien
    1. Nationalparks in Norddalmatien
    2. Gebiet des Vransko jezero
    3. Norddalmatinisches Hinterland
    4. Region Ravni Kotari
    5. Norddalmatinisches Küstengebiet
    6. Küstengebiet von Šibenik
  16. Mitteldalmatien
    1. Küste des Festlandes (Trogir und Split)
    2. Mitteldalmatisches Hinterland
    3. Cetinska krajina
    4. Küstengebiet von Makarska
    5. Biokovo-Massiv und Hinterland
    6. Mitteldalmatische Inseln
    7. Neretva-Tal
    8. Halbinsel Pelješac
  17. Süddalmatien
    1. Lastovo
    2. Mljet
    3. Elephiteninseln
    4. Küstengebiet von Dubrovnik
    5. Gebiet von Zupa dubrovačka und Konavle

Lage und Landschaft:

Gebirge und Berglandschaften:

Kroatien wird durch das Dinarische Gebirge geprägt. Die dinarische Gebirgsregion (Mittleres Kroatien oder Kroatisches Hügelland) wird von einzelnen Mittel- und Hochgebirgen geprägt. Die Hochgebirge bilden die Wasserscheide zwischen der Donau und der Adria. Zu den Landschaften gehören folgende Gebirgsländer:

  • Gorski kotar; zwischen Rijeka und Karlovac
  • Lika und Krbava; zwischen dem Velebit und dem Grenzgebiet von Bosnien-Herzegowina, sowie Teile des Hinterlandes von Dalmatien (Zagora, Biokovo)

Küstenregion:

Kroatien gehört zu den beliebtesten Urlaubsländern in Europa, diese Tatsache liegt vor allem an der wunderschönen Küstenlandschaft mit ihren vielen Inseln. Die Küste weist viele Buchten, Klippen und schroffe Felsen auf, da die kroatischen Gebirge bis ans Meer reichen und nur wenig Platz für flache Gefilde lassen. Am dramatischsten ist die Küste nördlich von Zadar, am Übergang vom Festland zur Insel Pag. Dort fällt das Velebit-Gebirge direkt ins Meer ab. Die unzähligen Inseln sind wahre Naturschönheiten. Manche sind kahl, schroff und gleichen einer Mondlandschaft, während andere von üppiger Vegetation bewachsen sind. Die größten Inseln liegen in der Kvarner Bucht, eine riesige Bucht der Adria im nördlichen Kroatien. Vor der Küste von Split liegen ebenfalls größere Inseln. Der Großteil der Landschaft ist verkarstet und ist von mediterranen Einflüssen geprägt. Die breite der Küstenlandschaft ist sehr unterschiedlich und ist an einigen Stellen nur wenige Kilometer breit (unterhalb des Velebit und des Biokovo). Die Küste lässt sich in drei Regionen einteilen:

  1. Istrien; Halbinsel im nordwestlichen Kroatien
  2. Hrvatsko Primorje (dt. Kroatisches Küstenlandschaft); zwischen Rijeka und Senf, sowie die Kvarner Bucht
  3. Dalmatien; Küstenlandschaft südlich von Zadar mit dem gebirgigen Hinterland, bis nach Dubrovnik

Pannonische Tiefebene:

Das Flachland liegt im östlichen Teil von Kroatien und wird nur teilweise von einigen Mittelgebirgen unterbrochen. Das Tiefland wird von der Save und der Drau durchflossen, die anschliessend in die Donau münden. Die Landschaftszone lässt sich untergliedern in Mittel-, und Nordkroatien, sowie Slawonien. Im nördlicheren Teil der Ebene fliesst die Save und Kupa und hier liegen die Städte Zagreb, Karlovac und Sisak (heutiges demographisches Zentrum). Die Hügelregion Zagorje liegt nördlich der Hauptstadt Zagreb. Das Medimurje bildet den nördlichsten Zipfel des Landes, zwischen Drau und Mur. Slawonien nennt man den Landstrich entlang der Flüsse Save und Drau bis hin zur Donau im Osten. Hier zu wird auch die Baranja und West-Syrmien gezählt.

Inseln:

Der Kroatische Archipel weist insgesamt 1246 Inseln auf. 47 der Inseln sind dauerhaft bewohnt.

  1. Cres (406 km²)
  2. Krk (406 km²)
  3. Brač (395 km²)
  4. Hvar (300 km²)
  5. Pag (285 km²)
  6. Korčula (276 km²)
  7. Dugi Otok (114 km²)
  8. Mljet (100 km²)
  9. Rab (91 km²)
  10. Vis (90 km²)
  11. Lošinj (75 km²)

Inseln vor Istrien:

or der Küste Istriens befinden sich die Brijuni-Inseln. Dieses Archipel besteht aus insgesamt 14 Inseln und steht heute als Nationalpark unter staatlichem Schutz.

Inseln der Kvarner Bucht und Kvarnerić:

In der Kvarner-Bucht und im kleineren Kvarnerić befinden sich einige der größten Inseln Kroatiens. Lange Zeit galt Krk als die größte Insel in der Adria, zwischenzeitlich hatte die Insel Cres diesen Status inne. Die letzten Messungen ergaben für beide Inseln eine identische Größe von 405,78 Quadratkilometern. Auf Krk befindet sich auch der Flughafen von Rijeka. In der Nähe liegen Cres, Lošinj(Veli und Mali Lošinj), die ehemaligen Sträflingsinseln Goli otok(übersetzt „nackte Insel“) und Sveti Grgur, dazu Susak (nicht zu verwechseln mit Sušac) und Unije. Außerdem gehört Rab zu dieser Region.

Inseln von Zadar:

Die Insel Pag gehört teilweise zur Gespanschaft Lika-Senj der Region Kvarner/Velebit sowie zu Norddalmatien und wird als Halbinsel empfunden, da es eine Brücke auf die Insel gibt, ähnlich wie auf Vir. Vor Zadar (kroatisch Zadarski otoci) liegen Dugi Otok, die „lange Insel“, Ugljan, auch Uljan genannt, Pašman und Iž. Außerdem sind die Inseln Premuda, Olib, Silba und Ist in der Nähe.

Inseln vor Šibenik:

Inseln vor Šibenik (kroatisch Šibenski otoci) sind Zlarin, Prvić, Žirje, Murter und die Gruppe der Kornaten, die teilweise zum Nationalpark Kornaten gehören.

Mitteldalmatinischen Inseln:

Die Mitteldalmatinischen Inseln oder auch Inseln vor Split (kroatisch Srednjodalmatinski otoci oder auch Splitski otoci) sind Čiovo, Drvenik, auf denen sich die Orte Veli und Mali befinden, Brač, Šolta und Hvar, wo die meisten Sonnenstunden innerhalb Kroatiens gemessen werden. Weiterhin Šćedro und Vis, auf der sich zu jugoslawischen Zeiten eine Militärbasis befand, Biševo, Svetac und Palagruža, die am weitesten vom kroatischen Festland entfernte Insel. Weiterhin Jabuka und Brusnik, welche die einzigen Adria-Inseln vulkanischen Ursprungs sind. Die Stadt Trogir liegt auch auf einer Insel.

Süddalmatinischen Inseln:

Zu den süddalmatinischen Inseln zählen die Insel Korčula, die heute am dichtesten besiedelt ist, die Insel Lastovo, auf der sich zu jugoslawischen Zeiten eine kleine Militärbasis befand, sowie die Halbinsel Pelješac. In Kürze soll die größte Brücke Kroatiens auf diese Halbinsel führen. Auf Mljet liegt der gleichnamige Nationalpark Mljet. Sušac ist nicht zu verwechseln mit Susak.

Inselgruppe der Elaphiten:

Vor Dubrovnik liegt die Inselgruppe der Elaphiten. Diese umfasst die Inseln Koločep, Lopud und Šipan sowie weitere elf dazugehörige Inseln.


Klima:

Kroatien liegt auf der Balkanhalbinsel die bekannt für ihr Kontinentalklima bekannt ist. Grundsätzlich herrscht auch in Kroatien ein kontinentales Klima. Auch die nordkroatische Küste wird noch etwas vom osteuropäischen Klima beeinflusst. An der Küste herrscht ein typisches mediterranes Klima. In den Bergwelten findet man ein kälteres Klima vor.

Klimazonen:

© Adam Peterson

In Kroatien findet man fünf Klimazonen vor. Die Küste liegt in der feucht-subtropischen Klimazone und in der Klimazone mit mediterranen Klima und heißen Sommern. Der Großteil des Landes liegt in der Zone des ozeanischen Klimas. Ein feuchtes Kontinentalklima mit warmen Sommern findet man in den Mittelgebirgen, sowie in den Hochlagen und Hochtälern der Hochgebirge vor.Auf den höchsten Gipfeln des Velebits und des Biokovo herrscht ein subarktisches Klima. Eine Besonderheit stellt die Küste dar. Im Norden wird der Küstenstreifen vom feuchten Subtropenklima beeinflusst, während die Küstenregion ab Split in der mediterranen Klimazone mit heißen Sommermonaten liegt. Die Hochlagen der Nordkroatischen Inseln weisen sogar ein ozeanisches Klima, dieses findet man auch auf der mitteldalmatinischen Insel Brač.

Binnenland von Kroatien:

Im Inneren von Kroatien, d. h. im Nordosten des Landes findet man ein gemäßigtes Kontinentalklima vor. Die durchschnittlichen Tagestemperaturen liegen im Sommer bei +28°C und im Winter bei +5°C. Die Tiefsttemperaturen liegen bei unter 0°C im Winter. Der Jahresniederschlag liegt um die 750 mm. In den höheren Lagen Nordkroatiens sind die Temperaturen kühler und das Klima ist rauer.

Adriatische Küste:

An der Küste herrscht ein mediterranes Klima. Die Sommer sind sonnig, trocken und heiß. Die Tagestemperaturen liegen im Schnitt bei +30°C. Die Winter sind regnerisch und mild, die Tageswerte liegen um die +10°C. Der nördliche Küstenabschnitt weist ein etwas anderes Klima auf, als die Küstenregionen südlich von Karlobag. Im nördlichen Teil können Nachtfröste auftreten, während im Südteil Frost nur sehr selten vorkommt. Zudem sind selbst die Sommer in der Kvarner Bucht noch relativ nass. Häufige Gewitterstürme können in der Bucht auftreten. Der Niederschlag an der gesamten Küste liegt etwas unter oder über der 1000 mm-Marke.

Gebirgsland:

Die Temperaturen sind rau, während es im Winter sehr kalt werden kann, sind die Sommer oftmals auch heiß. Der Jahresniederschlag liegt zwischen 1000 mm und 2000 mm.

Die Bora:

Ein besonderes Wetterphänomen sind die gelegentlich in der Küstenregion auftretenden kalten Fallwinde Bora, die zu den stärksten der Welt zählen.

Wassertemperatur:

Die Wassertemperaturen der Adria reichen von 9°C (im Januar) bis zu warmen +26°C. In geschützten Buchten und flachen Gewässern können die Wassertemperaturen bis über +27°C steigen.


Regionen Kroatiens:

Kroatien lässt sich insgesamt in neun Großregionen einteilen:

  1. Ostkroatien
  2. Mittelkroatien
  3. Nordkroatien
  4. Zagreb
  5. Kvarner Bucht
  6. Istrien
  7. Norddalmatien
  8. Mitteldalmatien
  9. Süddalmatien

Neben den neun Großregionen gibt es auch 21 Verwaltungsbezirke (Gespanschaften). Die Hauptstadt Zagreb hat einen eigenen Verwaltungsbezirk (Grad Zagreb) und stellt somit eine Besonderheit dar. Die Hauptstadt ist von der Gespanschaft “Zagreb§ umgeben.


Fauna:

Die Tierwelt in Kroatien ist aufgrund der spärlichen Besiedlungen auf den Inseln und den fast menschenleeren Küstengebirgen noch weitgehend ungestört. Aufgrund der abwechslungsreichen Landschafen ist die Tierwelt sehr artenreich.

Inseln und Küste:

Auf den Inseln und an der Küste findet man viele Eidechsen vor. Diese Reptilien sonnen sich in der Sonne und krabbeln durch das Gebüsch. Zu den prächtigsten Reptilienarten gehört die grüne Smaragdeidechse, sowie den wendigen Mauergecko, und den schlangenähnlichen Scheltopusik. Schildkröten sind heute nur noch sehr selten zu sehen. In Kroatien gibt es viele Schlangenarten, wie Wasserschlangen, Eidechsennattern, Katzennattern, Zornnattern und Leopardennattern, alle genannten Arten sind ungefährlich. Die Horn- und Kreuzotter gehören zu den giftigen Schlangenarten. Die Buschwälder der Macchia sind bewohnt von vielen Insekten- und Spinnenarmen. Auffällig ist auch die Vielfältigkeit der Schmetterlinge und Käfer. Zu den prächtigsten Faltern gehört das Nachtpfauenauge, der Schwalbenschwanz und der Apollofalter. Vorsicht ist bei Skorpionen und Spinnen geboten, da einige Arten giftig sind. Die Vogelwelt auf den Inseln und an den Küsten ist sehr artenreich. Meisen, Lerchen, Stieglitze, Wachteln, Zaunkönige, Amseln und Krähen wohnen das ganze Jahr über in Kroatien. Schwalben, Wiedehopfe, Kuckucke und Turteltauben sind Zugvögel und bewohnen nur im Frühling und Sommer die Küsten von Kroatien. Auch Greifvögel findet man an der Kroatischen Adria vor. Zu den besonderen Arten gehört der Gänsegeier, diese Geierart hat ihre Brutplätze auf der Insel Cres. Eine weitere Geierart ist der Königsgeier. Zu den Andern gehört der Schlangenadler und Steinadler. Der Steinadler lebt im Velebit-Gebirge und kommt auch auf den Inseln Cres und Lošinj vor. In den Buschwäldern und Küstenwälder findet man freilebende Hühnervögel, wie Fasane, Rebhühner und Wachteln vor. In den Sümpfen und Gewässer leben Wildenten, Möwen und viele andere Wasservögel. Zu den Säugetieren in den Küstengebieten gehören Hasen, Kaninchen, Eichhörnchen, Steinmader, Damhirsche und Wildschweine. Mehrmals hatte man Braunbären beobachtet, die über den Velebit-Kanal auf die Insel Krk schwimmen. Hirsche schwimmen manchmal von der Insel Krk, auf die Insel Plavnik und zur Insel Cres über den schmalen Meereskanal.

Küstenhinterland und Bergland:

Im Binnenland Kroatiens leben Braunbären, Wölfe, Wildkatzen und Luchse. Vorzufinden sind die Arten vor allem in folgenden Schutzgebieten, den Nationalpark Risnjak, Plitvicer Seen und Velebit. An den Flüssen und in den Sumpfgebieten leben viele Vogelaren, im Sommer auch Zugvögel. Die Gebiete leiden unter einer Mückenplage. Es gibt Libellen und viele verschiedene Süßwasserfischarten. Im Naturpark Lonjsko polje wird eines ursprünglichsten Feuchtgebiete Europas geschützt. Hier lebt auch eine riesige Storchenpopulation.

Pannonische Tiefebene:

In den Tiefebenen Nord-, Mittel-, und Ostkroatiens ist die Naturvielfalt stark zurückgegangen, aufgrund der wirtschaftlichen Bedeutung des Landstriches. Eine Ausnahme stellen die Flusstäler dar. Am Flusslauf der Donau befindet sich ein riesiges Schutzgebiet in denen seltene Vogelarten geschützt werden.

Adriatisches Meer:

Im Adriatischen Meer leben viele marine Tierarten. Zu den wichtigsten Arten gehört der Seebarsch, der Steinbutt, die Seezunge, die Makrele, der Thunfisch, der Aal, die Sardelle, der Tintenfisch, der Drachenkopf (GIFTIG), die Scholle, die Languste, der Hummer, die Auster und viele andere gezüchtete Muschelarten. In den tieferen Gewässern gibt es Haie und Rochen.

Thunfische:

Thunfische waren in vergangenen Zeiten häufiger vertreten, als in der Gegenwart. An der Küste zeugen heute noch Aussichtstürme von den fischreichen Zeiten. In der Bucht von Bakar, in der Kvarner Bucht, sind diese Türme noch in Betrieb. Fischer setzten sich auf den Turm, um nähernde Thunfischschwärme zu entdecken. Wenn Thunfische in Sicht sind, dann stechen die Fischer in See und das Gemetzel beginnt.

Delfine und weitere Walarten:

Delfine findet man in den Gewässern des Kvarnerić vor. In Viel Lošinj gibt es das Delfinprojekt “Blue World”, dass die Delfine in den Gewässern der Insel Lošinj schützt. Neben den Großen Tümmler schwimmen in der Kroatischen Adria auch der Blau-Weiße-Streifentümmler, der Rundkopfdelfin und der Gemeine Delfin. Die oben genannte Arten gehören zu den festen Bewohner der Adria. Dennoch wurden auch schon Pottwale, Finnwale und Buckelwale in der Kroatischen Adria gesichtet.

Haie:

Insgesamt leben im Mittelmeer 45 Haiarten, darunter auch der Weiße Hai. Zu den häufigsten Haiarten in der Adria gehört der Katzenhai, der Sandbankhai, diverse Arten von Donrhaien, die Meersau, der Engelshai und der Riesenhai. Der Riesenhai kann eine Länge von 11 m erreichen und ist die zweitgrößte Haiart der Erde. Der Riesenhai ist für den Menschen ungefährlich, da er sich von Plankton ernährt. Diese Haiart wird vor allem in der Nordadria gesichtet. In der Kvarner Bucht sichtet man neben Riesenahaie, auch Blauhaie, Fuchshaie und Glatthaie. Sichtungen von Weißen Haien oder Hammerhaien in der Bucht sind schon über 20 Jahre alt. Zu den Rochenarten in der Kvarner Bucht gehören der Spiegelrochen, der Zitterrochen, der Adlerrochen und der Stachelrochen. In den letzten Jahren gab es im gesamten Küstengebiet einige Sichtungen von Weißen Haien.

Korallenriffe:

Korallenriffe findet man vor allem an den Küstengewässern der dalmatinischen Inseln vor, wie bei den Kornaten oder dem Inselarchipel zwischen Split und Dubrovnik. Am prächtigsten sind die Riffe im Kornati Nationalpark.

Besonderheiten:

In den Gewässern von Pag und Cres wurde die seltene Mittelmeermönchsrobbe wiederentdeckt. Die Robbenart gehört zu den seltensten Tierarten der Erde und galt bereits als ausgestorben. In den Gewässern von Cres und Lošinj lebt auch die rare Meeresschildkröte.


Vegetation:

Insgesamt 36,83 % Kroatiens (2.082.702 Hektar) sind von Wäldern bedeckt. Etwa 95 Prozent des Waldbestandes sind weitgehend naturbelassene Mischwälder. Etwa 81 Prozent sind Staatswälder, 19 Prozent befinden sich in privatem Besitz. 85 Prozent der Waldfläche bilden Laubwälder, 15 Prozent entfallen auf Nadelwälder. In den Gebirgsregionen des Gorski kotar, der Lika, wachsen vorwiegend Nadelwälder, in der pannonischen Tiefebene vorwiegend Laubwälder. Entlang der kroatischen Küste wachsen vor allem mediterrane Hartlaubgehölze, Macchien, Pinien und Kiefernwälder. In den Feuchtgebieten wachsen zahlreiche, auch seltene Arten der Wasserrosen und die Feucht-Segge. In den trockenen und heißen Sommermonaten kommt es durch unvorsichtiges Verhalten von Einheimischen und Touristen wiederholt zu Großbränden. So wütete vor wenigen Jahren auf der Insel Brač ein verheerendes Feuer. Die kroatische Regierung investiert daher jährlich zunehmend in Brandschutzmaßnahmen.


Natur:

Biographische Zonen:

Der Staat Kroatien liegt in vier Zonen. Die Küste und das Hinterland gehören zur mediterranen Zone, während das Innenland von Istrien zur kontinentalen Zone gezählt wird. Das nördliche Binnenland von Kroatien liegt teils in der kontinentalen Zone und pannonischen Zone. Der restliche Teil wird zur alpinen Zone gezählt. Die Biographischen Zonen teilen Länder in deren natürlichen Gegebenheiten ein, somit wird die Tier- und Pflanzenwelt begutachtet und in den vorgegebenen Regionen eingeteilt.


Kulturelle Zentren:

Städte und Orte:

Zagreb:

Zagreb ist die Hauptstadt und zugleich größte Stadt Kroatiens. Die Stadt Zagreb selbst hat auch die Funktionen einer Gespanschaft. Die nähere Umgebung der Stadt bildet getrennt von dieser die Gespanschaft Zagreb, deren Verwaltungssitz auch die Stadt Zagreb ist. In Zagreb residieren ein katholischer Erzbischof, die Kroatische Akademie der Wissenschaften und Künste sowie wichtige Verwaltungs- und Militärbehörden. Als Handels- und Finanzzentrum hat die Stadt nationale und regionale Bedeutung. Die Zagreber Kathedrale ist Sitz der katholischen Erzdiözese Zagreb.

Porec:

Die Stadt Poreč ist eine der bedeutendsten Küstenstädte an der Westküste der Halbinsel Istrien in Kroatien, neben Rovinj/Rovigno und dem urbanen Zentrum Pula/Pola. Die Stadt hat 16.696 Einwohner (Stand 2011). Das wohl bedeutendste Bauwerk in Poreč/Parenzo ist das Bischofsgebäude mit der Euphrasius-Basilika, das von der UNESCO in das Weltkulturerbe aufgenommen wurde. Die Stadt ist außerdem Sitz der katholischen Diözese Poreč-Pula. Die bekannteste Sehenswürdigkeit von Poreč/Parenzo ist die im nördlichen Teil der Halbinsel gelegene Euphrasius-Basilika und der sie umgebende Komplex kirchlicher Bauten (Baptisterium, Bischofspalast u. a.).

Beram:

Beram ist ein kleiner Ort in der kroatischen Gespanschaft Istrien. Er gehört zur Gemeinde Pazin und liegt rund fünf Kilometer nordwestlich dieser Stadt an der Straße nach Poreč. Beram hat etwa 250 Einwohner. Das Dorf ist bekannt für die Armenbibel und den Totentanz der Kirche Maria im Fels. Der Name des Ortes stammt aus vorrömischer Zeit. Die Burg von Beram wurde Verm genannt, woraus der italienische Ortsname Vermo entstand. Berm war der deutsche Burgname, aus dem sich der slawische Name Beram entwickelte. Die Wallfahrtskirche Maria im Fels oder Heilige Maria auf den Steintafeln (Sveta Marija na Škriljinah) wurde im 13. Jahrhundert erbaut. Sie befindet sich etwa einen Kilometer nordöstlich von Beram auf dem Friedhof des Ortes. Die Kirche ist vor allem bekannt für ihre 46 Fresken aus dem Jahr 1474 von Vincent aus Kastav.

Rovinj:

Überthront wird die Altstadt von der dreischiffigen barocken Kirche der Heiligen Euphemia (Santa Eufemia). Sie wurde Anfang des 18. Jahrhunderts auf den Grundmauern einer älteren Kirche durch den venezianischen Baumeister Giovanni Dozzi errichtet. Wahrzeichen der Stadt ist der auf dem höchsten Punkt der ehemaligen Insel stehende knapp 60 Meter hohe Kirchturm aus dem 17. Jahrhundert, dessen Vorbild der Campanile in Venedig ist.   Die Heilig-Kreuz-Kirche wurde 1592 mit einem kleinen Glockenturm und einer Loge im Felsgestein erbaut. Sie bietet eine gute Aussicht auf die Insel Sveta Katarina. Unterhalb der Kirche befindet sich eine 1720 errichtete Steinsäule, die auf die Stelle hinweist, an der nach Überlieferung am 13. Juli 800 der Sarkophag mit den Gebeinen der Hl. Euphemia angeschwemmt wurde. Direkt unterhalb der Euphemia-Kirche steht die kleine 1673 erbaute St.-Joseph-Kirche. Die kleine Kirche des Heiligen Apostel Thomas wurde 1388 errichtet und 1733 vergrößert. Der Zugang zur Kirche mit dem kleinen Glockenturm erfolgt über eine kurze Treppe.

Pula:

Eine der Hauptsehenswürdigkeiten und zugleich das Wahrzeichen der Stadt ist das Amphitheater, welches unter Kaiser Augustus erbaut und unter Kaiser Vespasian erweitert wurde. Es hat eine Größe von 133 Meter × 105 Meter, bot etwa 23.000 Menschen Platz und ist damit eines der größten von den Römern erbauten Amphitheater. Die in großen Teilen bis zur ursprünglichen Höhe von 32,5 Metern erhaltene Fassade ist nach neuerer Ansicht ebenfalls augusteisch. Beeindruckend, wenn auch nicht so groß wie das Amphitheater, ist der Sergierbogen, der zwischen 29 und 27 vor Christus zur Erinnerung an den Sieg Octavians in der Schlacht bei Actium erbaut wurde. Sehenswert sind auch der Augustustempel (2 v. Chr. bis 14 n. Chr.) und das Archäologische Museum Istriens (AMI) mit dem Doppeltor Porta Gemina als Zugang zum Hauptgebäude des Museums.

Rijeka:

  • Stadttor und Uhrturm (15. Jh.)
  • römischer Triumphbogen; vermutlich aus dem 4. Jh.
  • Tarsatica; römische Befestigungsanlage vom 2. Jh. v. Chr. bis 4 Jh. n. Chr.
  • Sv. Vid; Rundbau (venezianisches Vorbild), riesige Kuppel, rund angeordnete Altäre
  • Dom Sv. Marija (12. Jh.), Glockenturm „schiefe Turm von Rijeka“, prächtig ausgestattet
  • Mrtivi kanal (Tote Kanal)
  • Berg Trat; Festung, Wallfahrtskirche der Muttergottes, Franziskanerkloster
  • Festung Trsat; Fluchtburg seit illyrischen Zeiten, Römer bauten das Kastell Tarasatica, Sitz der Frankophonen, 16. Jh. Sitz der Venezianer und Türken, 1750 wurde die Burg nach den Erdbeben verlassen
  • Wallfahrtskirche der Muttergottes; bedeutendste Pilgerstätte Kroatiens
  • Volkstheater; erbaut von den Wiener Architekten Helfer und Felder
  • Palais Modello; erbaut von den Wiener Architekten Helfer und Felder
  • Kapuzinerkirche Gospe Lurdske (1904-1929)
  • Prachtbau Ploech (1880)
  • Rijeka weist viele Mussten auf

Rab:

Rab (italienisch Arbe) ist eine Stadt auf der kroatischen Insel Rab in der Adria. Sie gehört zur Gespanschaft Primorje-Gorski kotar. Die an der Westküste der Insel befindliche Hafenstadt Rab besteht schon seit vorchristlicher Zeit. Die Stadt hat 437 Einwohner (Volkszählung 2011) und liegt auf der schmalen Halbinsel zwischen der Bucht Sv. Eufemija und dem Hafen von Rab.

Zadar:

Zadar, auf einer schmalen Landzunge am Adriatischen Meer und am Kanal von Zadar gelegen, wird vom Festland durch einen Wassergraben getrennt. Zadar war bis 1873 eine Festung. Die Stadt hat einen großen Hafen, vier Tore (darunter das Marinetor mit einem eingesetzten Stück eines römischen Triumphbogens und die nach dem Entwurf von Sanmicheli erbaute Porta di Terraferma) und besteht aus vier Stadtteilen. Der überwiegende Teil der Altstadt von Zadar ist venezianischen Baustils. Unter den Plätzen sind der Herrenplatz (Piazza dei Signori) mit schönem Hauptwachtgebäude und der Gradska Straža (mit der Stadtbibliothek) sowie der Brunnenplatz mit antiker korinthischer Säule nennenswert. Eine solche ziert auch den Simeonsplatz.

Sibenik:

Das wichtigste Bauwerk Šibeniks ist die Kathedrale des Heiligen Jakob (Katedrala sv. Jakova), deren Dach aus einem Tonnengewölbe aus freitragenden Steinplatten besteht. Die Kathedrale gehört zur Liste des Weltkulturerbes der UNESCO. Šibenik ist eine Stadt der Treppen mit über 2800 Treppenstufen innerhalb seiner Gassen. Sie besitzt viele Sehenswürdigkeiten und Baudenkmäler.

Split:

Die Altstadt von Split wurde zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt. Sie liegt an der Südküste der Halbinsel von Split und wird gebildet vom alten Diokletianpalast, aus dem sich die Stadt entwickelt hat, und der westlich davon anschließenden mittelalterlichen Stadterweiterung. Direkt am Meer längs der Hafenbucht an der Altstadt liegt die Riva, eine Flaniermeile, die wohl das bekannteste Wahrzeichen der Stadt ist. Von der Riva gelangt man durch die Kellergewölbe (Podrumi) zum beeindruckenden Säulenhof Peristyl und zum Vestibül. In der Altstadt liegt die Kathedrale des hl. Domnius von Split (Katedrala Sveti Duje). Sie diente bis ins 6. Jahrhundert als Mausoleum des Kaisers Diokletian und seiner 315 verstorbenen Gattin Prisca. Vom Campanile der Kathedrale hat man einen guten Blick über die Stadt.

Korcula:

In der Markuskathedrale ist das weltberühmte Altarblatt von Jacopo Tintoretto zu bewundern (Darstellung des hl. Markus mit den hll. Bartholomäus und Hieronymus). In der Stadt ist das angebliche Geburtshaus Marco Polos zu besichtigen. Allerdings gibt es, trotz eigener anderslautender Angaben (Venedig) von Marco Polo in seinem Buch Il Milione traditionell in Kroatien dazu widersprechende Meinungen über den Ort seiner Geburt. Zum vermeintlichen Geburtsort Korčula, damals venezianisch, existieren jedoch keinerlei valide Belege.

Dubrovnik:

Dubrovnik ist eine Stadt im südlichen Kroatien an der Adria. Die Stadt wird aufgrund ihrer kulturellen Bedeutung und der jahrhundertelangen politischen Sonderstellung oft auch als „Perle der Adria“ und „Kroatisches Athen“ bezeichnet. Im Jahr 1979 wurde die gesamte Altstadt von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Dubrovnik gilt als eine der schönsten Städte des Mittelmeerraumes und ist ein Zentrum des Fremdenverkehrs. Die Stadt entwickelt sich zunehmend zu einem Treffpunkt des internationalen Jetsetsund der High Society. Die Altstadt ist autofrei und steht auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Die Stadt wurde während des kroatischen Unabhängigkeitskrieges 1991 von der Jugoslawischen Bundesarmee bzw. den serbisch-montenegrinischen Truppen schwer beschossen und stark beschädigt, die Schäden sind heute zum Großteil behoben.

Cavtat:

In der Antike lag an dieser Stelle die griechische Siedlung Epidauros, die ab 228 v. Chr. unter dem Namen Epidaurumrömischer Herrschaft unterstand und später auch römische Kolonie war. Während des Kroatienkrieges bzw. der Schlacht um Dubrovnik 1991 wurde Cavtat u.a. auch vom Meer aus beschossen bzw. später auch durch die Jugoslawische Volksarmee kontrolliert. Die meisten der zahlreichen Verwüstungen wurden inzwischen repariert, einige Gebäude wie auch das Hotel „Makedonia“ mussten aber abgerissen werden.

Bauwerke:

  • Arboretum von Trsteno: das Arboretum von Trsteno befindet sich etwa 18 Kilometer nordwestlich der Stadt Dubrovnik im Süden Kroatiens. Es ist das einzige Arboretum an der östlichen Adria-Küste und enthält die älteste Sammlung exotischer Bäume und Pflanzen des Landes. Die Gartenanlage befindet sich entlang der Küstenstraßezwischen den Ortschaften Orašac und Slano.
  • Mauern von Dubrovnik: die Mauern gehören zu den berühmtesten Bauwerken in Kroatien. Sie umgeben die Altstadt und bieten einen wunderbaren Blick auf die Stadt und die umliegende Küste.
  • Euphrasius-Basilika in Poreč: Die Euphrasius-Basilika in Poreč ist die Kathedrale des kroatischen Bistums Poreč-Pula. Die in ihrer heutigen Gestalt im 6. Jahrhundert errichtete Kirche ist einer der bedeutendsten Sakralbauten Kroatiens. Weil sie in späteren Zeiten kaum verändert wurde, ist sie eines der wichtigen Zeugnisse spätantiker und frühbyzantinischer Kunst im gesamten Adriaraum; 1997 wurde sie von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbesaufgenommen.
  • Jesuitenkirche Maria Schnee: Die Jesuitenkirche Maria Schnee (tschechisch Kostel Panny Marie Sněžné) ist eine bedeutende Barockkirche in der mährischen Stadt Olmütz. Sie ist die Pfarrkirche der römisch-katholischenHochschulgemeinde und gehört zum Dekanat Olmütz der Erzdiözese Olmütz. Sie befindet sich im Norden der Altstadt mit der Schauseite zur Straße Denisova, während die Klostergebäude am Náměstí Republiky liegen. Das Patrozinium bezieht sich auf den Gedenktag Maria Schnee am 5. August, der an ein Schneewunder bei der Einweihung der Kirche Santa Maria Maggiore in Rom erinnert. Die Kirche steht unter Denkmalschutz.
  • Kathedrale des hl. Domnius von Split: Die Kathedrale des hl. Domnius (kroat.: Katedrala Svetog Duje, Sveti Dujam oder Sveti Duje, ital.: Duomo di San Doimo) in Split in Kroatien ist die Kathedrale des römisch-katholischen Erzbistums Split-Makarska. Sie befindet sich im Diokletianpalast auf dem Peristylplatz. Die im 4. Jahrhundert erbaute Kirche ist dem heiligen Domnius geweiht und gilt als eine der ältesten Kathedralen der katholischen Kirche. Sie ist Sitz des Erzbischofs von Split-Makarska.
  • Kathedrale des Heiligen Jakob: Die Kathedrale des Heiligen Jakob (kroat.: Katedrala svetog Jakova) ist das bedeutendste Bauwerk von Šibenik in der kroatischen Gespanschaft Šibenik-Knin in Dalmatien. Die Kathedrale, die den Übergangsstil von der Spätgotik zur Renaissance repräsentiert, gehört zur Liste des Weltkulturerbesder UNESCO. Sie wurde im venezianisch-gotischen Stil begonnen und im Stil der toskanischen Renaissance fertiggestellt.
  • Kathedrale von Dubrovnik: Die Kathedrale von Dubrovnik (kroat. Katedrala Uznesenju Blažene Djevice Marije na nebo – „Kathedrale der Aufnahme der seligen Jungfrau Maria in den Himmel“; kurz Velika Gospa) ist die Bischofskirche des römisch-katholischen Bistums Dubrovnik in der kroatischen Stadt Dubrovnik. Die barocke Basilika, erbaut in den Jahren 1672 bis 1713 in der Altstadt von Dubrovnik, ist seit 1979 Teil der UNESCO-Welterbestätte.
  • Kirche des Heiligen Donat: Die römisch-katholische Kirche des Heiligen Donat im historischen Zentrum von Zadar (Kroatien) neben der Kathedrale Sv. Stošija entstand am Anfang des 9. Jahrhunderts. Die zweigeschossige Rundkirche des heiligen Donatusgilt als das besterhaltene kroatische Baudenkmal aus altchristlicher Zeit. Sie ist ein Symbol der Stadt Zadar.
  • Lovrijenac: die Festung liegt auf einem 37 m hohen Felsen und stammt aus dem 16. Jh. Heute finden hier Theateraufführungen statt.
  • Amphitheater von Pula: das römische Amphitheater gehört zu den größten Arenen der Geschichte. Es ist neben dem Kolosseum und der Arena in Verona, eines der größten Arenen der antiken Geschichte. Im Untergrund des Theaters wurde in der Antike Olivenöl und Weine produziert.
  • Rector-Palast von Dubrovnik: das elegante Gebäude stammt aus dem 14. Jh. und wurde im gotisch-Renaissance-Stil erbaut.
  • St. Markus in Zagreb: das monumentale Kirchengebäude ist serbisch-orthodox und wurde zwischen 1931 und 1940 erbaut.
  • Trakošćan-Schloss: das aus dem 13. Jh. stammende Schloss liegt im nördlichen Kroatien.
  • Veliki Tabor: Die Burg Veliki Tabor (Großer Tabor) befindet sich im Nordwesten Kroatiens nahe dem Ort Desinić. Veliki Tabor wurde von der UNESCO in die höchste Denkmalkategorie eingestuft. Die ältesten Teile der Burg stammen aus dem 12. Jahrhundert. Ihr heutiges Aussehen erhielt die Burg im 16. Jahrhundert. Veliki Tabor befindet sich heute in staatlichem Besitz und dient als Museum und Ausflugsziel.

UNESCO-Weltkulturerbe:

  • Altstadt von Dubrovnik: Die Altstadt von Dubrovnik, der historische Kern der kroatischen Stadt Dubrovnik, früher Ragusa beziehungsweise die als bedeutende Seemacht bekannte Republik Ragusa, ist eine imposante historische Anlage an der südlichen dalmatischen Küste. Die auch „Perle der Adria“ genannte Anlage gehört seit 1979 zum UNESCO-Welterbe in Kroatien. Die Altstadt von Dubrovnik ist ein einmaliges mittelalterliches Areal einer mit Mauern befestigten Stadt mit zahlreichen Baudenkmälern aus dem Mittelalter, Barock und Renaissance, die sich heute in einem ausgezeichneten Zustand befinden und ein in sich geschlossenes architektonisches Ganzes bilden.
  • Altstadt von Split: Die Altstadt von Split wurde zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt. Sie liegt an der Südküste der Halbinsel von Split und wird gebildet vom alten Diokletianpalast, aus dem sich die Stadt entwickelt hat, und der westlich davon anschließenden mittelalterlichen Stadterweiterung. Direkt am Meer längs der Hafenbucht an der Altstadt liegt die Riva, eine Flaniermeile, die wohl das bekannteste Wahrzeichen der Stadt ist. Von der Riva gelangt man durch die Kellergewölbe (Podrumi) zum beeindruckenden Säulenhof Peristyl und zum Vestibül. In der Altstadt liegt die Kathedrale des hl. Domnius von Split (Katedrala Sveti Duje). Sie diente bis ins 6. Jahrhundert als Mausoleum des Kaisers Diokletian und seiner 315 verstorbenen Gattin Prisca. Vom Campanile der Kathedrale hat man einen guten Blick über die Stadt.
  • Altstadt von Trogir: Die gesamte Altstadt von Trogir zählt seit 1997 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der Ort gilt als herausragendes Beispiel für städtebauliche Kontinuität. Die romanische Stadt Trogir stellt nicht nur an der Adria den am besten erhaltenen romanisch-gotischen Komplex dar, sondern in ganz Osteuropa. In dem mittelalterlichen, teilweise von einer Stadtmauer umgebenen historischen Stadtkern befinden sich ein erhaltenes Schloss, ein Turm, etwa zehn Kirchen und eine Reihe von Wohnhäusern und Palästen aus den Perioden der Romanik, Gotik, Renaissance und des Barock.
  • Ebene von Stari Grad: Die Ebene von Stari Grad ist eine Kulturlandschaft auf der Insel Hvar in der Adria. Die Landschaft zeigt ein zusammenhängendes System von Landnutzung und landwirtschaftlicher Kolonisation durch die Griechen im 4. Jahrhundert vor Christus. Im Jahr 2008 wurde die Ebene von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen
  • Euphrasius-Basilika in Poreč: Die Euphrasius-Basilika in Poreč ist die Kathedrale des kroatischen Bistums Poreč-Pula. Die in ihrer heutigen Gestalt im 6. Jahrhundert errichtete Kirche ist einer der bedeutendsten Sakralbauten Kroatiens. Weil sie in späteren Zeiten kaum verändert wurde, ist sie eines der wichtigen Zeugnisse spätantiker und frühbyzantinischer Kunst im gesamten Adriaraum; 1997 wurde sie von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.
  • Kathedrale des Hl. Jakob in Šibenik: Die Kathedrale des Heiligen Jakob (kroat.: Katedrala svetog Jakova) ist das bedeutendste Bauwerk von Šibenik in der kroatischen Gespanschaft Šibenik-Knin in Dalmatien. Die Kathedrale, die den Übergangsstil von der Spätgotik zur Renaissance repräsentiert, gehört zur Liste des Weltkulturerbes der UNESCO. Sie wurde im venezianisch-gotischen Stil begonnen und im Stil der toskanischen Renaissance fertiggestellt.
  • Stećak: ein Stećak ist ein mittelalterlicher Grabstein einer bestimmten Form, den man hauptsächlich in Bosnien und Herzegowina und zum Teil im angrenzenden Dalmatien und selten in weiter entfernten Regionen Serbiens und Montenegros findet. Mehr als 58.000 sind heute verzeichnet, von denen viele auf das 14. und 15. Jahrhundert datiert werden. In der Herzegowina finden sich bei Stolac (Gräberfeld Radimlja), in der Nähe des Blidinje-Sees sowie in der Gegend von Gacko besonders viele derartige Grabsteine. Am 15. Juli 2016 wurden die Stećci in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen.
  • Venezianische Verteidigungsbauten des 15. bis 17. Jahrhunderts: Stato da Terra – westlicher Stato da Mar: Unter der Bezeichnung Venezianische Verteidigungsbauten des 15. bis 17. Jahrhunderts: Stato da Terra – westlicher Stato da Mar führt die UNESCO sechs Verteidigungsbauten und Festungen in Italien, Kroatien und Montenegro als transnationales Weltkulturerbe. Die Welterbestätten liegen über eine Distanz von mehr als 1000 Kilometern verteilt – von der Lombardei bis an die Montenegrinische Küste. Die Gesamtfläche der eingetragenen Stätten beträgt 378 Hektar, wovon rund 90 Prozent in Italien liegen.

Naturlandschaften und -monumente:

Nationalparks:

  • Brijuni: Istrischer Inselarchipel mit teils unberührter Natur.
  • Koranten: bezauberndes Inselarchipel mit Korallenriffen und Karstlandschaften.
  • Krka: der Nationalparks ist ein natürliches Reservat mit Wanderwegen, Wasserfällen und Burgurinen. Vielfältige Flora und Fauna, einzigartige Wasserfälle.
  • Mljet: Grünste Insel der Adria, zwei Seen auf der Insel, auf der Insel leben Mungos und Mönchsrobben.
  • Nördlicher Velebit: Höhlenforschung, tiefster vertikaler Direktschacht der Welt, Karstformationen.
  • Paklencia: Lebensraum vieler bedrohter Tierarten, einzigartige Bergwelt und Karstlandschaften.
  • Plitivcer Seen: der Nationalpark ist bekannt für seine Seen, Bergwälder, Wasserfälle und Höhlen. Hinzu kommt noch ein ganzes Netz von Wanderwegen. Natürliche Bildung von Travertinbarrieren, viele Kaskaden und Wasserfälle, besonders reines Wasser, seltene Tier- und Pflanzenarten, Urwaldgebiet, Karstphänomene, UNESCO-Weltnaturerbe.
  • Risnjak: Lebensraum seltener Tierarten, atemberaubendes Bergmassiv mit rauen Klima.

Naturparks:

  • Biokovo: vielfältige Flora und Fauna, Mulden, Höhlen, Dolinen, Karstphänomene.
  • Kopački rit: vielfältige Flora und Fauna, gehört zu den wichtigsten Sumpfgebieten Europas.
  • Lastovo: Natur- und Zivilisationsgebiet in bemerkenswert erhaltenem Zustand, außerordentliche biologische Vielfalt auf den Inseln und im unterseeischen Gebiet.
  • Lonjsko Polje: Eines der größten und am besten erhaltenen Feuchtbiotope Europas, Heimat besonderer Wasservögel (z.B. See- und Schreiadler, sowie Löffler).
  • Medvednica: Naherholungsgebiet von Zagreb.
  • Papuk: Besonderer Schutz gefährdeter Tierarten, bewaldetes Mittelgebirge.
  • Telašćica: Salzsee und hohe Klippen.
  • Učka: Schlucht Vela Draga, vielfältige Flora und Fauna, besonders Klima.
  • Velebit: Höhlenforschung, sagenumwobenes Gebirge, Vorkommen vieler Heilkräuter, vielfältige Flora und Fauna.
  • Vransko jezero: Breite Artenvielfalt, Größter See Kroatiens, Süßwasser trotz kürzestem Abstand zum Meer, überflutete Karstlandschaft.
  • Žumberak und die Samobor-Berge: Gebirge an der slowenischen Grenze.

UNESCO-Weltnaturerbe:

  • Nationalpark Plitvicer Seen: Der Nationalpark Plitvicer Seen ist der flächenmäßig größte Nationalpark Kroatiens und zugleich auch der älteste Nationalpark Südosteuropas. Er wurde 1949 gegründet und befindet sich im hügeligen Karstgebiet Mittelkroatiens unweit der Grenze zu Bosnien und Herzegowina, direkt an einer wichtigen Nord-Süd-Straßenverbindung, die das Landesinnere Kroatiens mit der mediterranen Küstengegend verbindet. Das geschützte Nationalparkgebiet umfasst 296,85 Quadratkilometer. Davon entfallen etwa 90 Prozent auf die Gespanschaft Lika-Senj und etwa 10 Prozent auf die Gespanschaft Karlovac. Die Plitvicer Seen wurden 1979 als eines der ersten Naturdenkmäler weltweit in das UNESCO-Weltnaturerbe aufgenommen. Die Nationalparkverwaltung zählt jährlich etwa eine Million Besucher.Der Eintritt ist gebührenpflichtig. Es gelten strikte Verhaltensvorschriften.
  • Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas: Unter der Bezeichnung Alte Buchenwälder und Buchenurwälder der Karpaten und anderer Regionen Europas führt die UNESCO zahlreiche räumlich getrennte Buchenwaldgebiete in Albanien, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Italien, Kroatien, Österreich, Rumänien, der Slowakei, Slowenien, Spanien und der Ukraine als Weltnaturerbe. Die Gesamtfläche der eingetragenen Buchenwälder beträgt 92.023 Hektar, wovon rund 30 Prozent in der Ukraine liegen. Vor der Erweiterung im Jahr 2017 hieß das Welterbe Buchenurwälder in den Karpaten und alte Buchenwälder in Deutschland und umfasste 15 räumlich getrennte Gebiete in Deutschland, der Slowakei und der Ukraine mit einer Gesamtfläche von 33.671 Hektar. In Deutschland handelt es sich bis auf winzige urwaldartige Reliktflächen um naturnahe Altwälder, während die Bestände in den Karpaten als echte Urwälder bezeichnet werden. Die Urwälder in der Slowakei und ein Teil der Wälder in der Ukraine waren bereits 2007 als transnationales Naturerbe unter der Bezeichnung Buchenurwälder in den Karpaten in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen worden. Eine erste Erweiterung um fünf deutsche alte Buchenwälder war 2011 erfolgte.

Mittelkroatien:

Mittelkroatien gehört aus geographischer Sicht zum Südwestrand des peripannonischen Beckens. Die Landschaften reichen von Hügeln, Gebirgen, Bachtälern und weiten Ebenen. Durch die Tiefländer fließen die größeren Flüsse Kroatiens, wie die Sava, die Drau oder die Mur. Alle Flüsse münden in den größeren Fluss Donau, der die Grenze zu Serbien und Ungarn bildet. Die Sava ist der prägendste Strom in Mittelkroatien und ist auch der wasserreichste. Das gebirgige Land hat eine niedrige Höhenlage und weist eine üppige Vegetation auf, nur die Berge Medvednica, Zumberačka Gora und Ivančica erreichen eine Höhe von über 1000 m. Der Norden ist geprägt durch Hügellandschaften, die in die Flussebenen der Drau und Mur über gehen. Den südlichen Teil bilden die Gebirge und Hochebenen an den Flüssen Kupa, Korana, Mreznica und Dobra.

Zagreb

Hrvatsko Zagorje:

Im Nordwesten des Zagreber Stadtgebiets erstreckt sich eine der reizvollsten kroatischen Regionen, die Hrvatsko Zagorje. Der Berg Medvednica trennt diesen Landstrich von der Hauptstadt. Der Name bedeutet “die Landschaft hinter dem Berg”. Die Landschaft besteht aus hügeligen Gelände, das von Flüssen und Bächen durchflossen wird. In der Mitte der Region erhebt sich eine Gebirgskette: im Westen der Berg Strahinčica und das Ivašćica-Gebirge. Die Höhe des Bergkamms in der mittleren Hrvatsko Zagorje (846 m bis 1061 m) trennt den Raum in zwei Teile. Der südliche Teil gehört zum Einzugsgebiet von Zagreb und seiner näheren Umgebung, während der nördliche Teil auf Varazdin als dem wichtigsten Wirtschaft- und Kulturzentrum Nordkroatiens ausgerichtet ist. In der Region gibt es Thermal- und Heilquellen. Die Region ist seit der Urgeschichte vom Menschen besiedelt.

Medimurje:

Die Landschaft zwischen den Flüssen Drau und Mur wird Medimurje bezeichnet. Sie ist die flächenmäßig kleinste kroatische Gespanschaft. Das Hügelland eignet sich zum Ackerbau und vor allem als Wein- und Obstbaugebiet. Auf der Flussebene der Mur gibt es noch immer bewaldete Landstriche, die eine beinahe unberührte ökologische Ganzheit, ein Naturreservat darstellen.

Podravina:

Ostwärts, südlich der Drau erstreckt sich die Podravina-Ebene. Diese Landschaft ist nicht klar abgrenzbar, da Teile dieser Ebene aus einer Reihe von geographischen und historischen Gründen zu verschiedenen Einzugsgebieten gehören. Das Wirtschaftszentrum des oberen, zwischen der Drau und den Zagorje-Bergen liegenden Podravina-Tals ist, der räumlichen Logik entsprechend, Varazdin mit der umliegenden Region. Das mittlere Ta, zwischen der Drau und dem Bilogora-Gebirge, ist eine besondere Einheit mit mehreren kleinen Zentren, während der untere Teil der Ebene zwischen der Drau und den Gebirgen Papua und Krndija im Wirtschaftsbereich der Stadt Osijek, d. h. in Ostkroatien liegt. Das mittlere Podravina-Tal liegt zwischen der Drau und den bewaldeten Anhöhen des Bilogora-Gebirges im Süden. Im Laufe der Jahrtausende hat die Drau in diese Gegend große Sandmengen angeschwemmt. Die über 80 m tiefe Sandschicht Durdevački peski stellte eine wahre Sandwüste dar, auf der durch den Wind Dünen entsandten. Heute it der Boden durch einen Pflanzenteppich stabilisiert worden.

Region von Bjelovar:

Das östliche Mittelkoratien ist eine geographische Verbindung zwischen den Flussläufen der Sava und der Drau. Sie liegt im südlichen Podravina-Gebiet. Im weiteren Sinne bezeichnet man die Landschaft als Region von Bjelovar. Die geographische Morphologie dieser Region besteht aus der Lonja-Ilova-Tiefebene, einem leicht hügeligen Gebiet, den die Flüsse Česma, Illova und Pakra durchfließen. Umrandet wird der Raum vom östlichen Teil des Medvednica-Massivs im Westen, vom Kalnik- und Bilogora-Gebirge im Norden, von den Berghängen des Papuk und Psunj im Osten und dem einsamen Berg Moslavina im Süden. Auf Grund der tektonischen Bewegungen findet man hier heiße Thermalquellen vor. Auch wurde in den 50er-Jahren des 20. Jh. ein Erdöl- und Erdgasvorkommen festgestellt.

Gegend an der Lonja:

Weiter südlich in der Posavina-Region erstreckt sich das geräumige Überschwemmungsgebiet Lonjsko polje. Der Fluss Lonja durchfließt einen Teil dieses Gebiets parallel zur Sava. Zur Regulierung der Flüsse wurde der 105 km lange Kanal Lonja-Strug gebaut. Hier liegt das bedeutendste Erdöl- und Erdgasvorkommen in Kroatien. Ein Teil des Lonjsko Polje steht als Vogelreservat unter Naturschutz.

Turopolje-Gebiet:

Südlich der Sava fliesst die Odra. Zwischen dem Fluss Odra und dem niedrigen Vukomerić-Gebirge dehnt sich das Gebiet Turopolje aus.

Banoniva-Gebiet:

Als Banoniva wird das Gebiet südlich der Sava bezeichnet, das von den Flüssen Glina und Kupa, im Süden vom Berg Zrinska und im Osten von dem Grenzfluss zu Bosnien-Herzegowina, der Una, begrenzt ist. Der an der Sava liegende Teil des Banovina ist niedrig, um zum Süden hin hügelig und dann auch gebirgig zu werden, er erhebt sich allmählich zum über 600 m hohen Berg Zrinska Gora. Auch dieser kroatische Landstrich stand unter ständiger feindlicher Bedrohung.

Gegend von Zumberak:

Den Südwesten der Zagreber Region bildet Zumberak, das höchste Gebirgsgebiet Mittelkroatiens. Auf dem Gebiet des 1178 m hohen Zumberak und des etwas niedrigeren Gebirges von Samobor befindet sich eine Reihe kleiner Siedlungen auf einer Höhe von 600 bis 700 m.

Karlovac und das Kordun-Gebiet:

Etwa fünfzig Kilometer südwestlich von Zagreb befindet sich Karlovac, die größte der die kroatische Metropole umgebende Städte. Südlich der Stadt erstreckt sich die malerische Hügellandschaft Kordun, die einst wichtiges Militärgrenzgebiet war. Der Mittelpunkt dieses Gebiets ist Slunj, das an der Mündung der Slunjčica in die Korana liegt. Neben Slunj befindet sich das Dorf Rastoke, wo die Slunjčica einige Flussarme bildet und über Sinterbarrieren in die Korana fließt. Wegen der Wassermenge gab es in Rastoke Fürher über 60 Mühlen, deren einige heute unter Denkmalschutz stehen.


Ostkroatien:

Ostkroatien besteht aus Slawonien, dem südlichen, kroatischen Teil des Baranja-Gebiets und West-Srijem. Der niedrigere Teil Slawoniens ist im Westen an die Drau und im Süden an das slawonische Posavina-Gebiet gebunden. Im mittleren Teil befindet sich der von den Bergen Psunj, Papuk, Krndija, Dilje und Pezeška Gora umgeben Talkessel von Pozega.

Slawonien:

Das Gebiet Slavonska Podravina nimmt den nordwestlichen Teil Ostkroatiens zwischen der Drau und den Ausläufern der westslawonischen Gebirge ein. An de Drau erstreckt sich eine überwiegend waldbedeckte Überschwemmungsebene, während die südlicheren Teile dieses Raums in das Bergfußgebiet von Papuk und Krndija übergehen.

Slawonische Drautal:

An der Berührungsstelle der Ebene mit dem Bergen wurden Straßen- und Eisenbahnverkehrslinien angelegt. Ausgedehnte Waldgebiete bedeckten einst das weite Gebiet Slawoniens. Mit der Holznutzung, besonders der Nutzung des Eichenholzes, begann man eine starke Abholzung, was zur Verminderung der Waldflächen führte.

Tiefebene von Pozega:

In der Mitte der westslawonischen Gebirgslandschaft liegt der Talkessel von Pozega. Ein Gebirgsring trennt diese Region vom Gebiet Slavonska Podravina ab und lässt eine Öffnung in südlicher Richtung, zum Gebiet Slavonska Posavina, da. Am Talrand fließen die Orljava und die Londza, die sich bei Pleternica vereinigen und als einheitlicher Fluss in die Sava münden. Diese Region ist seit der römischen Zeit für ihre Fruchtbarkeit bekannt und wurde daher als Goldenes Tal (Vallis aurea) bezeichnet. Neben den Getreidekulturen im Tal entwickelte sich an den Berghängen schon sehr froh der Weinbau.

Slawonsiches Savetal:

Im slawonischen Teil der Posavina, einst an der Grenze zweier Kaiserrreiche und später ander West-Ost-Hauptverkehrsader, entwickelten sich einige bedeutende urbane Zentren, wie Slavonski Brod.

Region Baranja:

Die Region erstreckt sich nordöstlich von Osijek, im Dreieck zwischen der Drau, der Donau und der ungarischen Grenze. Den kroatischen Teil dieser Region bildet der Ostteil der historischen Baranja, deren erheblich größerer Teil in Ungarn liegt. Es ist eine Ebene, dessen höchste Erhebung der Bansko Brdo nicht über 250 m übersteigt. Um die Mündung der Drau in die Donau befindet sich ein bewaldetes Sumpfgebiet, das als eines der größten zoologischen und botanischen Reservate in Kroatien gilt und 1967 zum Naturpark erklärt wurde.

Westliche Region Srijem:

Östlich von Osijek liegt das westliche Srijem, begrenzt durch die Flüsse Donau und Vuka im Norden, durch Serbien im Osten, die Sava im Süden und den kleinen Fluss Jošava im Westen.

Zwischen den Flüssen Bosut und Save:

Westlich der syrmischen Städte liegt am Fluss Bosut das Regionalzentrum Vinkovci, dessen Entwicklung nach dem Bau der Eisenbahnstrecken intensiver wurde und das heute der wichtigste Eisenbahnknotenpunkt Ostkroatiens ist. Im Süden, im östlichsten Teil des Posavina-Raums befindet sich Zupanja, einst wichtiges Zentrum des Militärgrenzgebiets und heute Schnittpunkt der Verkehrswege, deren wichtigster über die Sava nach Bosnien und weiter an die Adriaküste führt.


Gebirgskroatien:

Das gebirgige Kroatien ist wegen der Bodenbeschaffenheit der am dünnsten besiedelte Landesteil, der jedoch als Verbindungsglied zwischen Mittelkroatien und der kroatischen Küste von Bedeutung ist. Die Landschaft weist viele Naturschönheiten und unberührte Natur auf. Das Gebirgsäroatien bildet der nordwestliche Teil des Dinariden-Raums. Es wird eingeteilt in die Regionen: Gorski Kotar, den unterlag des Kapela-Gebirges liegenden Kessel von Ogulin und die Lika.

Gorski Kotar:

Die Region besteht aus den Gebirgsmassiven Bjelolascia, Risnjak und Snjeznik. Unter den Massiven liegen kleine voneinander getrennte Felder und Landschaften im Karst. Am Rand fließen die Flüsse Kupa, Dobra und Čabranka. Die Bergpässe, über welche die Verkehrswege führen, sind flach, was beim Autobahnbau lange Tunnel erforderlich machte. Auf dem an spezifischer Waldflora und -fauna reichem Gebiet des Gebirges Risnjak befindet sich ein Nationalpark.

Blick von der Adria auf Rijeka und das Gorski Kotar

Gegend von Ogulin:

Die östlichen Bergfußgebiete der Velika Kapela und Mala Kapela, der beiden Gebirge, die zwischen Gebirgs- und Mittelkroatien eine natürliche Barriere bilden, werden als Bergkessel von Ogulin oder von Kapela bezeichnet. Im Mittelalter war dort die wichtigste Siedlung Modruš, das sich um die aus dem 12. Jh. stammende Frankopan-Burg entwickelt hat.

Lika:

Die Lika-Region ist ein Tal im Karst, umgeben von den Gebirgen Mala Kapela, Velebit und Plješivica sowie vom Fluss Una an der Grenze zu Bosnien-Herzegowina. Die Bedeutung dieses Raums liegt in seiner ganzen Geschichte vor allem in der Möglichkeit, die Verkehrsverbindungen in Richtung Nord-Süd auszubauen. Der Ausbruch von Verkehrswegen war vom Gelände begünstigt, das im mittleren Teil relativ niedrige Berge aufweist, zwischen denen an zahlreichen Flüssen größere und kleinere Karstfelder liegen. Die drei größten Flüsse der Lika sind die Gacka, die Lika und die Krbava. Der westlichste ist die Gacka mit seinem großen Tal Gacko Polje, in dessen westlichstem Teil Otočac, der wichtigste Ort dieser Region liegt. Die 78 km lange Lika ist der längste kroatische Karstfluss. Ihre Gewisser wurden samt jenen der Gacka für den Bau des Wasserkraftwerks Senj genutzt. Im Ličko Polje entstand das neue Zentrum der Lika, Gospic, dessen Wichtigkeit besonders nach dem Bau des Mariatheresianischen Straße von Karlobag über Baške Oštarije bis Gospić gestiegen ist, und das damals an Stelle von Karlobag, Verwaltungszentrum wurde. Auch der Nationalpark Plivtivcer Seen liegt in dieser Region.


Küstenkroatien:

Bei aller Vielfältigkeit des kontinentalen Raums ist die kroatische Adriaküste dank ihrer Länge, Morphologie, ihren uralten historischen Wechselwirkungen, ihrem kulturelle Erbe und ihren Naturschönheiten das eindrucksvollste Phänomen dieses kleinen Landes. Sie nimmt den weitaus größten und den am stärksten gegliederten Teil der östlichen Adriaküste ein und erstreckt sich auf fast 800 km Luftlinie in Richtung Nordwest-Südwest. Die Küstenlänge beträgt 1777 km und die Uferlänge der 1246 kroatischen Inseln und Riffe erreicht weit über 4000 km. Insgesamt um die 6000 km Küste werden von 30.000 km² Hoheitsgewässern umspült. Das kroatische Küstengebiet wird in das nördliche Küstenland mit Istrien, dem Kvarner sowie dem Velebit und das südliche, das alte historische Dalmatien umfassende Küstenland, eingeteilt.


Istrien:

Geographisch wird Istrien als Halbinsel definiert, deren westliche Grenze zum Binnenland die Linie zwischen der Bucht von Muggia bei Triest und dem nördlichsten Punkt Adria, nordwestlich von Rijeka, die Bucht Preluka bildet. Der südlichste Punkt, die Spitze der Halbinsel, ist das Kap Kamenjak südöstlich von Pula. Istrien ist die größte und bedeutendste Halbinsel des Adriatischen Meeres. Vom Festland trennen Istrien Kalkgebirge und gebirgige Hochebenen des Triester Karstgebiets und der Berge Ćićarija und Učka. Die Halbinsel selbst kann man in drei geomorphologisch Regionen unterscheiden.

Blick von der Insel Krk auf die Istrische Halbinsel

Weißes Istrien:

Wegen der Kargheit der Pflanzendecke und den kahlen und hellen Gesteinsflächen des Karsts bezeichnet man den gebirgigen Norden und Nordosten der Halbinsel als Weißes Istrien. Der Teil ist geprägt durch dem Berg Učka, der sich steil zum Meer hin absenkt.

Graues Istrien:

Südwestlich vom Weißen Istrien erstreckt sich eine Hügellandschaft mit Wasserreichtum und Flusstälern, das eine üppige Vegetation aufweist. Obwohl der Boden nicht besonders fruchtbar ist findet man hier Obstplantagen und Weinfelder vor. Da dieser Raum von Laubvegetation geprägt ist, überwiegt in den Wintermonaten die graue Farbe, daher auch die Bezeichnung Graues Istrien. Auf Anhöhen und Hügeln, die sich in Flusstälern oder Feldern erheben, bildeten sich seit urgeschichtlicher Zeit Siedlungen.

Rotes Istrien:

Die südliche und westliche Küste der Halbinsel ist geprägt von einer leicht abfallenden Hochebene, die sich zum Meer hin senkt. Die Küste ist stark gegliedert und weist zahlreiche kleinere und größere Buchten sowie Flussmündungen auf. Neben einer Reihe kleiner Inseln vor der Küste von Rovinj bis Poreč habt sich im Süden der Brijumi-Archipel hervor. Das ganze Gebiet ist mit roter Erde bedeckt und wird daher Rotes Istrien genannt. Die Region ist relativ dicht besiedelt, und an der westistrischen Küste sind auch größere urbane Zentren wie Poreč, Rovinj und vor allem Pula sowie kleinere Städte wie Umag, Novigrad und Vrsar entsanden.


Kvarner Bucht und Inseln:

Die Kvarner Bucht ist ein riesiger Golf in der nördlichen Adria und gehört zu den inselreichsten Teilgewässer des Adriatischen Meeres. Die Bucht weist drei Wasserstraßen auf, den Vesebit-Kanal (im Osten), den Kvarnerić (zwischen Krk, Rab, Cres und Lošinj) und die Vela vrata (zwischen Istrien und Cres). In dem Gewässer befinden sich zwei der größten adriatischen Inseln, Krk und Cres (beide ca. 406 km² groß). Im Norden liegt die Hafenstadt Rijeka mit der riesigen Hafenanlage. Im Hinterland der Küste erhebt sich die Gebirgsregion von Gorski kotar.

Bucht (Golf) von Rijeka:

Im nördlichen Teil der Kvarner Bucht befindet sich der Golf von Rijeka, eine weite Bucht die sich vor der Hafenstadt öffnet. Sie wird begrenzt durch die Inseln Krk und Cres und deren nördlichen Ende. Am nördlichsten Punkt des Golfes liegt die berühmte Hafenstadt. Die Lage der Stadt an einer Stelle, wo das Adriatische Meer am tiefsten ins mitteleuropäische Festland eindringt, entschied über ihre Entwicklung als Hafen- , Industrie-, und Handelsstadt sowie als Schiffsbuastandort.

Bucht von Bakar:

Die Bucht von Bakar ist ein kleiner Einschnitt in das Festland der Balkanhalbinsel. Die Bucht heißt auf kroatisch Bakarski Zaljev. An ihrem Nordhang liegt die pittoreske Hafenstadt Bakar, die ein wichtiger Standort für Schiffsbau ist. An den Ufern der Bucht befinden sich hohe und moderne Wachtürme, die den Fischern beim entdecken von riesigen Thunfischschwärmen helfen sollen. Die Türme in der Bucht von Bakar sind eine der wenigen Türmen die noch in Betrieb sind.

Vinodol:

Das Tal Vinodol erstreckt sich östlich vom Bakarski Zaljev. Über dem schmalen Küstenstreifen erhebt sich ein 300 m hoher Bergrücken, der im kontinentalen Teil in ein Tal mit mehreren Karstfeldern (Tribljsko und Velo Polje) übergeht und dem steil zur Region Gorski kotar aufsteigt. Der Küstengürtel, der sich unter dem Vesebit-Massiv fortsetzt, ist das am dünnsten besiedelte Gebiet der gesamten kroatischen Küste.

Küste zwischen Senj und Karlobag:

Südöstlich von Senj liegt Karlobag, ein für das Gebiet am Bergfuß des Velebit historisch bedeutendes Städtchen. Der Küstenstrich liegt am Velebit-Kanal und wird überragt vom Velebit-Gebirge. Das Vesebit-Küstenland setzt sich bis zur Zrmanja-Mündung fort, es gehört aber schon vor Starigrad zum Einzugsgebiet der dalmatinischen Region.

Cres und Lošinj:

In der von der Ostküste Istriens, der Bucht Riječki Zaljev und dem Küstenland am Fuße des Velebit-Gebirges begrenzten Kvarner-Bucht liegen die großen besiedelten Inseln Cres und Lošinj, die dem Meer zugewandt sind, während sich auf der Innenseite des Golfs Krk, Rab und Pag befinden. Cres und Lošinj bilden eingelocht eine Insel, aber die Inseln werden durch einen Kanal bei Osor von einander getrennt. In der Inselmitte von Cres liegt der große Süßwassersee Vransko jezero, ein natürlicher Süßwassersee. Dieser See ist das Trinkwasserreservoir für die Inseln Cres und Lošinj. Auf Cres findet man noch Habitate des Gänsegeiers, einer fast ausgestorbenen Raubvogelart, vor. Lošinj ist eine dicht bewaldete Insel, deren Mittelpunkt Mali Lošinj ist. Vor der Küste von Lošinj liegt Susan, die einzige Sandisnel der kroatischen Adria mit hohen verdichteten Sandschichten.

Krk:

Krk ist neben Cres die größte Insel des Adriatischen Meeres. Der Nordteil der Insel, eine überwiegend unfruchtbare Hochebene, war dünn besiedelt. Auf diesem Gebiet wurde der internationale Flughafen von Rijeka gebaut. In Omišalj entstand ein großes Erdölterminal, von dem eine Pipeline bis Ungarn führt. 1980 wurde Krk über das Inselchen Sveti Marko durch eine damals weltweit einmalige Brückenkonsturktion mit dem Festland verbunden. Krk weist einige große Buchten auf. Im Süden liegt die Bucht von Baška, östlich davon liegen die zwei Buchten Vela Luka und Mala Luka. Im Südwesten liegt die Bucht von Punat (Puntarska Draga). Hier liegt auf der Insel Košljun ein Franziskanerkloster. Im Nordosten liegt die Uvala Soline und im Norden die Bucht von Omišalj. Die Meerenge zwischen dem Festland, Insel Sveti Marko und Krk ist das Nordende des Velebit-Kanals.

Rab:

Rab liegt gegenüber des Küstenstreifens am Velebit-Gebirge und bildet mit seinem nordöstlichen Ufer einen Teil des Velebit-Kanals. Die der Bora ausgesetzte Nordseite der Insel ist kahl und unwirtlich, während der mittlere Teil durch den hohen Felszug Kamenjak gegen die kalten Bora-Böen geschützt ist. Dieser Teil ist wegen den fruchtbaren Feldern, den Buchten Supetarska Frage, Kampor und Banjo, am dichtesten besiedelt. Die Stadt Rab gehört zu den schönsten Adriastädten.

Pag:

Pag ist eine langgezogene Grenzinsel, die sich bis in die Karner-Bucht erstreckt, mit ihrer nördlichen Küste die Südseite des Velebit-Kanals schließt und sich mit ihrem östlichen Teil an Dalmatien anlehnt, mit dem es durch eine Brücke verbunden ist. wie alle im inneren Gürtel vor der Küste unter dem Velebit-Gebirge gelegenen Inseln ist die der Bora und der Brandung ausgesetzte Nordseite von Pag völlig kahl. Die Pager Bucht liegt im südöstlichen Teil der Insel. In den Niederungen an der Bucht findet man viele Salzwerke vor. Der Hauptort Pag ist mitunter eingebettet in eine sanfte Hügellandschaft. Pag ist für seine Steinwüsten und Mondlandschaften bekannt.


Dalmatien:

Dalmatien ist die südlichste Region Kroatiens und erstreckt sich von dem weiteren Raum um die Mündung der Zrmanja ins Meer bis zur Halbinsel Oštro am Eingang zur Bucht von Boka Kotorska. Die Länge des Küstengürtels beträgt 400 km, während Dalmatiens an der breitesten Stelle etwa 70 km misst. Zum Festland hin ist die Region von großen Gebirgen begrenzt, dem südöstlichen Teil des Velebit und den Gebirgszügen der Dinara und Kamešnica, während im südöstlichen Teil die abgrenzenden Berge erheblich niedriger sind. Den besonderen Reichtum des dalmatinischen Küstengürtels stellen 926 Inseln und Riffe dar. Brač, Hvar, Korčula, Dugi Otok ind Mljet gehören zu den größten Adria-Inseln. Die Küste ist geprägt von vielen Meereskanälen, die sich besonders gut zur Küstenschifffahrt eignen. An der dalmatinischen Küste befinden sich die Mündungen von vier großen Flüssen, Zrmanja (64 km), Krka (75 km), Cetina (105 km) und Neretva (218 km), an denen sich fruchtbare Landschaften gebildet haben. Am beeindruckendsten ist das Mündungsgebiet der Neretva mit seinen 12 Flussarmen. Auf dem Gebiet Dalmatiens befinde sich zwei große Naturseen, der Vransko Jezero bei Biograd und der Prukljansko Jezero in der Erweiterung des unteren Krka-Flusses. Der Stausee Peručko Jezero über dem Staudamm des Wasserkraftwerks am Fluss Retina ist der größte in Kroatien. Weitere Seen sind die beiden Karstseen Modro und Crveno Jezero bie Imotski oder die Seen Baćinska Jezera im Hinterland von Ploče.


Norddalmatien:

Norddalmatine ist ein einzigartiges Naturparadies. Neben einsamen Inselarchipels, tiefen Canyons, weiten Flusslandschaften und tiefen Wäldern, gibt es auch eine noch unberührte Bergwelt. Im Nordwesten Dalmatiens liegen einige wegen ihrer geographischen Morphologie, des erhaltenen natürlichen Ambiente und ihrer landschaftlichen Schönheit besonders interessante, gesetzlich geschützte Gebiete: drei Nationalparks sowie mehrer Naturparks und geschützte Landschaften.

Nationalparks in Norddalmatien:

Der Nationalpark Paklencia liegt im südöstlichen Teil des Velebit-Massivs und besteht aus zwei tiefen und steilen Felsschluchten, die von den Wildbächen Velika und Mala Paklencia geschaffen wurden. Der Nationalpark weist auch zahlreiche unterirdische Karstphänomene auf. Manita Pec mit ihrem prächtigen Höhlenschmuck ist das bekannteste Phänomen. Der ganze Velebit wurde zum Naturpark erklärt und in seinem südöstlichen Teil zeichnet sich besonders der Gipfel Tulove Grade über der Zrmanja-Schlucht durch dramatische Schönheit aus. Der klare grüne Fluss schlängelt sich durch die hohe Schlucht zur Mündung in das Novigradsko More (Novigrader Meer) und fließt dann durch die Meerenge Novsko Zdrilo ins Meer.

Ein weitere Nationalpark ist der Krka-Nationalpark. Er liegt im Dinara-Gebirgsmassiv und der Fluss Krka entspringt in dieser unberührten Bergwelt. Auf seinem Weg zur Adria bildet der Fluss einige Naturschönheiten. Von der Krka-Quelle, dem Wasserfall Krčić unter dem Dinara-Massiv, bis zur Mündung ins Meer sind unterschiedliche morphologische Merkmale zu finden, von tiefen Schluchten, Stromschnellen und Wasserfällen über Sinterbarrieren, seeähnlichen Flusserweiterungen bis hin zu einem starken Wasserfall im unteren Flusslauf. Danach gleich sich das Flussniveau auf Meereshöhe an und erreicht über ein überschwemmtes Kraftfeld und eine kurvenreiche Schlucht die Gewässer des Hafens von Šibenik.

Der dritte Nationalpark ist das Schutzgebiet der Kornaten-Inseln. Der Nationalpark weist steinige Inseln und Riffe auf. Mit fast 150 Inseln auf einem kleinen Gebiet bilden die Kornati die am besten gegliederte und dichteste Inselgruppe des europäischen Mittelmeerraums. Die Inseln wurden nach den die äußere Inselreihe bildenden Kliffen und den spezifischen, kronenartigen geologischen Formen der Inselspitzen benannt. Wegen der spezifischen Landschaft, der vielfältigen Karsterscheinungen, der endemischen Pflanzenwelt, der Fischlaichplätze und ornithologischen Seevögelgemeinschaften, aber auch wegen der Rolle, die der Mensch bei der Gestaltung dieses einmaligen Landschaftsphänomens spielt, galt es, dieses Gebiet vor einer übermäßigen Ausbeutung zu schützen. So wurde es 1980 zum Nationalpark erklärt. Die tiefe und gut gegliederte Bucht Telašćica auf der Insel Dugi Otok, die mit den Kornati-Insln einen einheitlichen Raum bildet, wurde 1988 zum Naturpark erklärt.

Gebiet des Vransko jezero:

Zwischen den Flüssen Zrmanja und Krka liegt unmittelbar am Meer der See Vransko jezero, eingentlich ein überschwemmtes Kraftfeld, an dessen Ufer Schliff und Sumpfpflanzen wachsen, die ein natürliches Habitat zahlreicher Sumpfvögel sind. Heute ist der See, der kürzlich zum Naturpark erklärt wurde, ein bekanntes ornithologisches Reservat.

Norddalmatinisches Hinterland:

Den zwischen den Flüssen Zrmanja und Krka liegenden nordwestlichen Teil Norddalmatiens bildet die steinreiche, wenig fruchtbare Hochfläche Bukovica am Bergfuß der Velebit-Ausläufer, auf der sich nur in bescheidenem Maß die Viehzucht entwicklen konnte. Am linken Zrmanja-Ufer liegt das Städtchen Obrovac, einst befestigte Burg der Fürsten Kurjaković Krbava. Im Osten erhebt sich die steinige Hochebene zu den hohen Gebirgen Dinara und Svilaja, zwischen denen dazwischen liegenden Bergkessel an den Flüssen Krka und Čikola weiten sich zu großen Karstfeldern aus, in denen größere Siedlungen entstehen konnten.

Region Ravni Kotari:

Den südliche und zugleich größten Teil des norddalmatinischen Festlands, der bis zur Küste hinunter reicht, bildet das niedrige Flachland Ravni Kotari, das nur einige Erhöhungen aufweist. Wegen seiner Morphologie und der Bodenbeschaffenheit ist das Gebiet Ravni Kotari der fruchtbarste Teil des gesamten kroatischen Küstenlandes.

Norddalmatinisches Küstengebiet:

Das norddalmatinische Zentrum ist die Küstenstadt Zadar. Im relativ niedrigen und zugänglichen Küstenland von Zadar liegt eine Reihe von Siedlungen und die Stadt Biograd na Mord. Die Landschaft ist anfangs recht eben, während sie im Landesinneren ansteigt.

Küstengebiet von Šibenik:

Im Küstengebiet der Region von Šibenik liegen einige beliebte Fremdenverkehrszentren, von denen wir Vodice und Primošten nennen möchten. Auf dem Landstrich Bucavac in der Nähe von Primošten wurden Weinberge angelegt, indem Steine mühevoll entfernt und viereckige in Trockenmauertechnik gebaute Einfriedungen mit höchsten zwei bis drei Reben geschaffen wurden. Außer dem Kornati-Archipel, der zu einem Großteil Nationalpark ist, befinden sich vor der Šibeniker Küste mehrere besiedelte Inseln. Das administrative Zentrum für alle Kornati-Inslen ist Murter, das vier Siedlungen aufweist, in denen die Haupterwerbsquelle Olivenanbau, Viehzucht, Fischerei und Fremdenverkehr sind. Zlarin ist für seine Korallenfischer und Krapanj für Schwammjäger bekannt. Die am weitesten von der Küste entfernten Šibeniker Inseln sind Zirje und Kaprije.


Mitteldalmatien:

Landschaftliches Highlight von Mitteldalmatien ist der Mitteldalmatinischer Archipel. Zu den bekanntesten Inseln gehört Mljet, Hvar, Brač und Korčula. Das Festland ist gebirgig. Eine besonders schöne Karstlandschaft bildet der Fluss Cetina. Kurz vor einer Mündung fließt er durch eine gewaltige Schlucht.

Küste des Festlandes (Trogir und Split):

Am nordwestlichen Eingang zur Bucht von Kaštela, an der Stelle, wie die Insel Čiovo fast das Festland berührt, liegt Trogir, eine der an Kulturdenkmälern reichsten Städte an der kroatischen Adriaküste.

Östlich von Trogir öffnet sich die breite Bucht von Kaštela unter dem Berg Kozjak, mit dem das Ballungsgebiet um von Split bilden die Stadt Split sowie Solin und Kaštela, aber eigentlich erstreckt sich ein konstituiert urbanisiertes Gebiet von Trogir im Westen bis zur an der Mündung der Cetina ins Meer gelegenen Stadt Omiš im Osten. Dieses lange, aber schmale Ballungsgebiet mit dem Zentrum Split geht sich, fast 50 km lang und etwa 5 km breit, auf dem Küstengürtel aus und umfasst die Bucht von Kaštela, den unteren Jadro-Flusslauf, die Halbinsel von Split und den Küstenabschnitt bis zur Cetina-Mündung. Das kontinentale Hinterland schließen die hohen Gebirgsketten der Dinariden-Massiv Kozjak und Mosor. Zwischen ihnen ist die tiefe Schlucht Klis eingeschnitten, über die ein uralter Zeit Karawanenwege die Küste mit dem Binnenland verbanden. Zu diesem weit gefassten Gebiet von Split kann auch die Insel Čiovo gezählt werden. Die hohen Gebirge schützen dieses Gebiet vor dem Einfluss des Kontinentalklimas, was günstige Voraussetzungen für die Entwicklung einer typisch mediterranen Vegetation schafft. Die Bucht von Split ist groß und tief mit Geschützen Inseln und langen, massiven Kaps, viel Gürtel fruchtbaren Bodens am Ufer der Bucht.

Mitteldalmatisches Hinterland:

Östlich von Split erstreckt sich von der Mündung des Flusses Zrnovica bis zur Einmündung der Retina ins Meer in einer Länge von 25 km das beeindruckende einsame Massiv des Mosor-Gebirges. Die Stadt Omiš liegt an der Mündung der Cetina ins Meer. Die günstige strategische Lage förderte schon zur Zeit der Attika den Siedlungsbau.

Cetinska krajina:

Der kontinentale Teil Dalmatiens im Hintergrund des Ballungsgebiet mit Küstenorten und -städten von Trogir bis Omiš, in dessen Mitte Split liegt, ist von den Gebirgsmassiven der Dinara und Svilaja sowie vom Fluss Cetina geprägt, der sich in einem weiten Halbkreis seinen Weg bis zur Mündung ins Meer bei Omiš bahnt. Die Cetina entspringt in einem etwa zwei Kilometer nördlich von Vrlika auf 380 m Meereshöhe liegende See, fließt zuerst durch einen Talkessel und beißt sich dann durch die Stielen Schluchten um den Mosor-Gebirgsmassiv zur Mündung ins Meer bei Omiš durch. Eine besondere Attraktion der eindrucksvollen Karstlandschaft des Dalmatinska Zagora, des Dalmatinischen Talkessel, in dem sie eine Reihe malerischer Karstfelder schafft: das Cetinjsko, Vrličko, Hrvatačko und Sinjsko Polje. Ein Tiel dieses Talkessels ist heute von einem durch die Schleuse des großen Wasserkraftwerks Peruča entstandenen Stausee bedeckt.

Küstengebiet von Makarska:

Der Küstenabschnitt von Makarska erstreckt sich in einer Länge von 60 km von der Bucht Vrulje im Nordwesten bis zur Gegend Baćine bzw. zum Kap Višnjica vor dem Hafen Ploče im Südosten, also bis vor die Mündung der Neretva ins Meer. Zum Festland hin ist er durch das Gebirgsmassiv Biokovo abgrenzt, und auf der Merseite öffnet er sich für die Kanäle von Brač, Hvar und Neretva. Hübsche Buchten und lange Kiesstrände, eine dichte, abwechslungsreiche und üppige Vegetation, die malerischen Orte am Meer und die älteren Dörfer auf den Anhöhen, all das scheint in einem riesigen antiken Theater zu liegen, dessen steil aufsteigender Halbkreis die hohen Gipfel auf grauen Felswände des Bikovo-Massivs bilden. Wenn man auf Meeresebene stehend aufblickt, kann man diesen fast zwei Kilometer hohen Berg, mit seinem 1764 m hohen Gipfel Sevit Jure, vollständig sehen. Die Ineinandergreifen unterschiedlicher Landschaftsmerkmale wie auch der Kontrast, den die mediterrane Üppigkeit der Küste und die monumentale Kargheit der Karstfelsen gegenüber den schlechten aber harmonischen Ergebnissen der harten menschlichen Arbeit bilden, lassen die Region von Makarska als eine der eindrucksvollsten in Kroatien erscheinen. Die Stadt Makarska ist heute eines der bekanntesten Touristenzentren auf dem Gebiet Mitteldalmatiens. Sie liegt am Bergfuß, an günstig gestalteten, von zwei kleinen Halbinseln, hl. Peter und Osejava, abgeschlossenen Bucht. Die Besonderheit des Karstbodens im Biokovo-Gebiet, die unterschiedliche Morphologie dieser Landschaft sowie die spezifische Karst- und Mittelmeerflora mit zahlreichen endemischen Pflanzenarten führten 1981 zur Entscheidung, das weiter Biokovo-Gebiet mit einer Fläche von etwa 20.000 ha zum Naturpark Biokovo zu erklären.

Biokovo-Massiv und Hinterland:

Im Küstenabschnitt von Makarska liegen hübsche Orte, die trotz erheblichen touristischen Ausbaus ihr ursprüngliches ländliches Ortsbild mehr oder weniger bewahren konnte. In unmittelbarer Nähe von Imotski befinden sich zwei Karstseen, Modre und Crveno Jezero (Der Blaue und Rote See). Der Name des über 300 m tiefen Crveno Jezero kommt von den ihn umgebenden rötlichen Steilfelsen.

Mitteldalmatische Inseln:

Vor der süddalmatischen Küste liegt eine Riehe großer besiedelter Inseln, die erheblich zum morphologischen Reichtum und zur Einmaligkeit der dalmatinischen Küste beitragen.

Die Insel Šlota ist die am weitesten im Westen gelegene Insel, auf der es wegen ihrer Nähe zum Gebiet von Split viele befestigte Landhäuser der Spliter Adeligen gibt.

Die Insel Brač ist flächenmäßig größte dalmatinische Insel und der Gipfel ihres Berges Vidova Gora ist mit 778 m Höhe der höchste Gipfel einer kroatischen Insel. Zwischen Šolta und Brač verläuft der Schiffsverkehrsweg Splitska Vrata. Brač ist eine ziemlich dicht besiedelte Insel mit einer größeren Anzahl von Siedlungen, von denen die meisten auf der dem Festland zugewandten Nordseite der Insel liegen. Das Wahrzeichen von Bol ist der Strand Zlatni Rat (das Goldene Kap). Es erinnert an eine fast 700 m lange mit goldgelbem Sand und Kiesel bedeckte Zunge, die je nach Wind und Gezeiten ihre Form verändert.

Die Insel Hvar ist die längste Insel im adriatischen Meer. Die Insel hat ein mildes Mittelmeerklima: die Temperatur-Mittelwerte liegen im Januar bei 8,4 °C, im Juli bei 24,8 °C. Die Insolation beträgt 2.718 Sonnenstunden im Jahr. Die Bodenzusammensetzung besteht aus Kalkomelanosole, Kalkokombisole, Terra Rosa, Luvisol, Kalk und Rigolböden. Die roten Felsen, die sich unweit der Stadt Hvar befinden, sind ein ungewöhnliches Naturschauspiel. Sie ragen wie eine überdimensionale Orgel aus dem Meer. Die vertikal stehenden Kalkschichten reihen sich an Hohlräume, aus denen die weicheren rötliche Schichten vom Regen und Meer weggespült wurden. „Pakleni otoci“, die Hölleninseln, sind ein Archipel aus kargen Felsen und Inseln vor der Stadt Hvar. Die Höhle „Sveta Nedjelja“ liegt oberhalb des gleichnamigen Dorfes. In vorgeschichtlicher Zeit diente sie als Zufluchtsort und ein Ort für Rituale. Im 16. Jahrhundert wurde in ihr eine kleine Eremitage eingerichtet. Die Höhle „Markova Spilja“ liegt im äußersten Westen der Insel, im Pelegrin-Gebiet. Untersuchungen haben ergeben, dass die geborgenen Funde eine Anwesenheit von Menschen auf der Insel Hvar vor ca. 7000 Jahren belegen können.

Die Insel Vis ist die von der Küste am weitesten entfernte kroatische Insel. Über die hohe Insel erstrecken sich drei Gebirgszüge mit Erhöhungen von bis zu 600 m. Die Insel zeichnet sich durch Naturschönheit aus, und sie weist zwei größere Siedlungen auf: die in einer tiefen bucht im Norden gelegene Stadt Vis und den bedeutendsten Fischermittelpunkt Komiza an einer Bucht unter dem Berg Hum im Westen. Fünf Kilometer von Komiza entfernt liegt die Insel Biševo, auf deren Ostseite sich die berühmte Grotte Modra Špilja befindet, einer der aufregendsten adriatischen Natursehenswürdigkeiten.

Die Insel Korčula zählt zu den größten und am dichtesten besiedelten kroatischen Inseln. Die Insel ist eine weinreiche Gegend, was vor allem für die Gebiete Smokvica und Čara gilt, wo einige der besten kroatischen Weinsorten produziert werden. Vale Luka befindet sich an einer tiefen, am westlichsten Punkt der Insel gelegenen Bucht.

Neretva-Tal:

Im kontinentalen Teil Proteins geht die Riviera von Makarska gegenüber der mitteldalmatinischen Inselreihe in das weite Gebiet des Neretva-Delta über. Die 218 km lange Neretva ist der längste Fluss, der an der adriatischen Ostküste ins Meer mündet. Sie schlängelt sich zwischen den herzegowinischen Bergen durch und öffnet sich allmählich zu einem breiten, fruchtbaren Tal, dessen Großteil in Kroatien liegt. Das Delta bildet zwölf Flussarme, acht Seen und zahlreiche Kanäle. Obwohl es sumpfig ist, war das Tal seit der Antike wegen seiner Fruchtbarkeit und der reichen Fischstandorte, die vor allem reich an Aalen und Meersächen sind, ein attraktives Siedlungsbild. In der Nähe von Ploče befinden sich die fischreichen Seen Baćinska Jezera, an denen auch viele Wasservogelaren leben.

Halbinsel Pelješac:

An der Landenge von Ston begann einst das Gebiet der Republik Dubrovnik, zu dem in der ersten Hälfte des 14. Jh. auch die Halbinsel Pleješac gehörte. Die 62 km lange Halbinsel ist nach Istrien die zweitgrößte Halbinsel an der Kroatischen Adria. Sie ist von hohen Bergen geprägt, zwischen denen abschüssige Hochflächen liegen, die sich hervorragend zum Weinbau eignen.


Süddalmatien:

Süddalmatien hat mehrere besiedelte Inseln. Einige davon weisen Naturschönheiten auf, deren Wirkung man sich kaum entziehen kann.

Lastovo:

Am weitesten von der Küste entfernt ist Lastovo mit einer hohen steilen Küste, aber auch mit schönen tief eingeschnitten Buchten. die Insel ist überwiegend mit üppigen Grün bedeckt.

Mljet:

Mljet ist eine relativ große, von üppiger Vegetation bedeckte Insel: im Westen wachsen Kiefern und Steineichen, während im südlichen Teil Pinienwälder vorherrschen. Im nordwestlichen Teil liegen zwei durch einen Kanal verbundene Seen, Veliko und Malo Jezero (Großer und Kleiner See).

Elephiteninseln:

Vor der Küste von Dubrovnik befindet sich eine Inselgruppe, die durch den engen Koločepski Kanals vom Festland getrennt ist. Die Inseln Jakljan, Šipan, Lopud, Koločep und Daksa sowie einige kleinere Inseln dieser Gruppe nennt man Elafiten (Hirschinseln). Für die bewohnten Inseln Šipan, Lopud und Koločep ist ein üppige mediterrane Vegetation charakteristisch und dort gedeihen Südfrüchte.

Küstengebiet von Dubrovnik:

Das Küstenland von Dubrovnik umfasst einen schmalen Küstengürtel von der Landzunge von Ston bis zur Bucht Rijeka Dubrovačka. Der Dinariden-Gebirgsmassiv, der in drei parallelen Gebirgszügen zum Binnenland ansteigt, bildet eine natürliche Grenze zwischen dem Küstenland und der Herzegowina und zugleich die klimatische und anthropogeographische Grenze zwischen dem Dubrovniker Küstenstreifen und seinem Hinterland. Die klimatischen Merkmale dieses Gebiet sind die Voraussetzung für eine ausgesprochenen mediterrane Vegetation die im Küstenstreifen besonders üppig und verschiedenartig ist. Das ist aber auch das Ergebnis der Wirkung der Menschen dieser Gegend, die ihre natürliche Umgebung Jahrhunderte lang kultiviert, bewaldet und bearbeitet haben. Neben den mediterranen Pflanzenarten ist das Gebiet von Dubrovnik reich an Exemplaren subtropischer aber auch kontinentaler Flora, die in zahlreichen Gärten und Sammelpflanzungen der Villen im ganzen Küstenabschnitt von Dubrovnik und auf den vorgelagerten Inseln gepflegt worden. Die ausnehmend vielartige Geomorphologie des Dubrovniker Gebiets, von der felsigen Steilküste, den tiefen Buchten, Sandstränden, kleinen fruchtbaren Feldern, faltig hohen Bergen, die stellenweise bis zum Meer reichen, zahlreichen Inseln und unbewohnten Inselchen und Riffen, der reichen Vegetation bis hin zum klaren, weiten Meer, all das verleiht dieser Landschaft eine besondere Anziehungskraft.

Gebiet von Zupa dubrovačka und Konavle:

Südöstlich von Dubrovnik dehnt sich vom Kap Pelegrin bis Cavtat die große Bucht Zupuski Zaljev aus, an der kleine, vor allem touristenorientierte Siedlungen liegen.