Pálava

Pálava ist ein Landschaftsschutzgebiet im Südosten Tschechiens. Es wurde am 19. März 1976 auf einer Fläche von 83 km² ausgerufen. Das Schutzgebiet liegt etwa 40 Kilometer südlich der mährischen Stadt Brünn und umfasst das Hügelland Pavlovské vrchy (Pollauer Berge), den Wald Milovický les (Millowitzer Wald) und die südlich davon liegende Niederung bis zur Staatsgrenze mit Österreich, also den Gutteil der Region Mikulovská vrchovina (Nikolsburger Berge).


Geographie:

Die Hügel am Rande des nördlichen Wiener Beckens bilden den westlichsten Teil der Äußeren Westkarpaten und sind ferner Teil der Waschbergzone. Die höchste Erhebung ist der Hügel Děvín (Maidenberg) mit 554 m n.m. Die Nordgrenze bildet die Talsperre Vodní nádrž Nové Mlýny (Neumühl-Stausee) an der Thaya, wo mit 163 m n.m. der tiefste Punkt liegt.

Landschaften:

Die Biotope umfassen artenreiche Fels-, Gras- und Wiesensteppen, Waldsteppen, wärmeliebende Buchenwälder und Schluchtwälder auf einem Untergrund aus Jura-Kalk. In den Auen der Thaya zwischen Nové Mlýny und Bulhary (Pulgram) wechseln sich Auwälder mit anderen Feucht- oder Wasserbiotopen ab.


Klima:

Das Klima der Region ist das wärmste in ganz Tschechien. Die Gegend gehört zu den trockensten Orten der Tschechischen Republik. Die Winter sind mild und die Sommer heiß. Das Klima begünstigt den Anbau von verschiedenen Weinsorten.


Natur:

Umwelt:

Die naturkundlich und geschichtlich einzigartige Talsenke entlang des mäandernden Flusses Thaya nördlich von Nové Mlýny und unmittelbar am östlichen Fuß von Pálava mit dem damals größten Auenwaldgebiet Mitteleuropas mit reicher Flora und Fauna sowie zahlreichen archäologischen Fundstellen (Steinzeit, römische Antike, Mittelalter) wurde in den 1980er Jahren nach dem Bau eines riesigen dreigliederigen Stausees geflutet und dadurch weitgehend vernichtet. Der wesentliche Zweck des Stauseebaus, die Speisung eines umfangreichen landwirtschaftlichen Bewässerungssystems, wurde dabei nie erreicht.