Prag und Umgebung

Prag (tschechisch Praha) ist die Hauptstadt und zugleich bevölkerungsreichste Stadt der Tschechischen Republik. Mit über 1,2 Millionen Einwohnern belegt Prag den vierzehnten Rang der größten Städte der Europäischen Union. Die Hauptstadt Prag ist auch eine von 14 Regionen Tschechiens. Prag ist eine der reichsten Regionen Europas.


Geographie:

Prag liegt zentral im westlichen Tschechien an der Moldau, rund 40 Kilometer vor deren Einmündung in die Elbein Mělník. Die Entfernung zu den äußersten Grenzpunkten beträgt nach Norden rund 110 Kilometer, nach Westen und Süden je rund 170, nach Osten rund 320 (zur alten böhmischen Ostgrenze rund 170; jeweils Luftlinie). Ein Großteil der Stadt liegt in einem weiten Tal der Moldau, die das Stadtgebiet auf 30 Kilometern Länge durchfließt und im Nordteil eine große Schleife bildet. Am südlichen Bogen dieser Schleife liegt das historische Stadtzentrum, beherrscht von den beiden Burgbergen im Norden (Hradschin) und Süden (Vyšehrad). Der Rest verteilt sich auf weitere das Tal umgebende Hügel: Letná, Vítkov, Větrov, Skalka, Emauzy, Karlov und den höchsten von ihnen, den Petřín. Durch die Eingemeindungen vornehmlich im 20. Jahrhundert dehnt sich das Stadtgebiet nun auch weit in die Prager Hochfläche (Pražská plošina) hinein aus. So gehören auch einige Naturschönheiten wie die Täler Šárecké údolí und Modřanská rokle zur Stadt. Die Moldau tritt im Süden auf einer Höhe von rund 190 Metern in das Stadtgebiet ein und verlässt es im Norden bei rund 176 Metern. Sie hat hier eine durchschnittliche Tiefe von 2,75 Metern bei einer größten Tiefe von 10,5 Metern. Sie umströmt mehrere Inseln, darunter die südlich der Karlsbrücke gelegenen Slovanský ostrov, Dětský ostrov und Střelecký ostrov sowie die den Westteil der Karlsbrücke tragende Kampa, und nimmt zahlreiche Wasserläufe auf, unter denen die größten die Berounka nördlich von Zbraslav (von Westen), der Botičzwischen der Neustadt und Vyšehrad (von Osten) und die Rokytka im Hafen von Libeň (ebenfalls von Osten) sind. Die größten Höhen liegen im Westen und Süden der Stadt. Im Westen erreicht der Bílá hora (Weißer Berg) 381 Meter, an der Stadtgrenze südwestlich davon werden 397 Meter gemessen. Im Süden steigt der Čihadlo auf 385 Meter. Politisch ist Prag zur Gänze von der Region Mittelböhmen (Středočeský kraj) umschlossen.


Klima:

Prags mildes Klima wird sowohl von atlantischer als auch kontinentaler Seite beeinflusst. Die mittlere Jahrestemperatur liegt um die 8 °C, Minuswerte im Winter erreichten zuletzt (2006) bis zu −17 °C, Pluswerte im Sommer bis zu 35 °C. Der meiste Niederschlag fällt im Sommerhalbjahr (Mai: 77 mm), das Winterhalbjahr ist verhältnismäßig trocken (Oktober bis März: 23 bis 32 mm). (alle Daten bezogen auf die meteorologische Station am Flughafen Ruzyně). Gegenüber dem langjährigen Mittel der Jahre 1961 bis 1990 (internationaler Referenzzeitraum) sind in den vergangenen Jahren eine Zunahme der Temperaturwerte um etwa 1 Grad und ein Rückgang der Niederschläge um rund 20 Millimeter zu beobachten (siehe auch die nebenstehenden Klimagrafiken für die Zeiträume 1961–1990, 1991–2005 und 1961–2005). Die Daten für die meteorologische Station in Karlov (Prager Neustadt) weisen sowohl höhere Temperaturen als auch geringere Niederschläge aus, dazu die wärmeren und trockeneren Tendenzen der vergangenen Jahre; zu berücksichtigen ist allerdings, dass die Innenstadtlage die Wetterdaten stark beeinflusst.


Geschichte:

Prag ist die historische Hauptstadt Böhmens und war eine bedeutende königliche und kaiserlicheResidenzstadt im Heiligen Römischen Reich, besonders unter den Luxemburgern und Habsburgern. Schriftlich wurde Prag erstmals im 10. Jahrhundert erwähnt. Seine Umgebung ist allerdings seit der Frühgeschichte dicht besiedelt. Die slawischeBesiedlung begann im 6. Jahrhundert in einem Gebiet, das zuvor seit über 500 Jahren von den germanischen Markomannen bewohnt worden war, und noch zuvor von den keltischen Boiern. Nach der Errichtung zweier Burgen durch die Přemysliden im 9. und 10. Jahrhundert kamen auch jüdische und deutscheKaufleute ins Land. Um 1230 wurde die Siedlung zu einer königlichen Stadt erhoben und im 14. Jahrhundert wurde Prag als Residenzstadt Karls IV. zu einem politisch-kulturellen Zentrum in Europa. Mit der Karls-Universität wurde hier 1348 die erste Universität in Mitteleuropa gegründet. Auch das Konservatorium und die Technische Universität gehören zu den ältesten ihrer Art in Europa. Über Jahrhunderte hinweg war Prag eine Stadt, in der sich tschechische, deutsche und jüdische Kultur begegneten.


Sehenswürdigkeiten:

Das historische Zentrum Prags ist von der UNESCO als eine der 12 Welterbestätten Tschechiens anerkannt. Die „Goldene Stadt“ zeigt heute ein geschlossenes, von Gotik und Barock geprägtes Stadtbild. Sehenswürdigkeiten wie die Prager Burg, die Karlsbrücke, die mittelalterliche Rathausuhr, der Alte Jüdische Friedhof oder die älteste aktive Synagoge der Welt machen die Stadt zu einem beliebten Ziel für Touristen. Mit mehr als fünf Millionen ausländischen Touristen im Jahr zählt Prag zu den zehn meistbesuchten Städten Europas.

Hauptsehenswürdigkeiten:

Die Prager Burg mit dem Veitsdom, die Karlsbrücke und der Altstädter Ring mit Teynkirche, Ungelt, Rathaus und astronomischer Uhr sind die bekanntesten Sehenswürdigkeiten. Auch die zweite mittelalterliche Burg, der Vyšehrad mit der St. Peter-und-Pauls-Kirche, gehört zu den bekannteren Bauwerken. Die Prager Altstadt wird besonders durch ihre alten Häuser, die oft bis in die Romanikund Gotik zurückreichen, ihre zahlreichen Kirchen und engen Gassen geprägt. Auf der Kleinseite und in der Hradschin-Stadt dominieren dagegen Palais aus der Renaissance und dem Barock. Dort befindet sich auf der Insel Kampa die John-Lennon-Mauer. Unweit der beiden Stadtteile liegt das Kloster Strahov. Im alten jüdischen Stadtteil Josefov sind mehrere Synagogen und der Alte Jüdische Friedhof erhalten. In der Mitte des 14. Jahrhunderts gegründeten Neustadt befinden sich das Neustädter Rathaus am Karlsplatz, viele gotische und barocke Kirchen und Klöster sowie der größte und belebteste Platz in Prag, der Wenzelsplatz, der als von mondänen Einkaufspassagen gesäumter Boulevard kaum noch an seinen mittelalterlichen Ursprung erinnert. In unmittelbarer Nähe befindet sich die Kirche Maria Schnee. Berühmt ist Prag ebenso für seine zahlreichen Jugendstilbauten. In Prag beeinflusste der Kubismus auch die Architektur. Kubistische Architektur gilt als tschechisches Spezifikum. Ein bekanntes Beispiel ist das Haus zur Schwarzen Muttergottes des Architekten Josef Gočár.

Auch die moderne Architektur ist neben der etwas außerhalb im Stadtteil Dejvice (Prag 6) gelegenen Werkbundsiedlung Prag mit einigen exzeptionellen Bauten wie der Villa Müller von Adolf Loos, Frank Gehrys Tanzendem Haus vertreten. Die 13 großen Prager Moldaubrücken aus verschiedenen Zeiten prägen das Stadtbild.

Der Prager Fernsehturm ragt weit über die Dächer des Stadtteils Žižkov. Ein weiterer Aussichts- und Sendeturm ist der dem Eiffelturm nachempfundene Aussichtsturm Petřín.

Der 60 Meter hohe Turm wurde 1891 eröffnet. Über Moldau und Stadt erhob sich ab 1955 das mit über 30 m weltgrößte Stalin-Denkmal, gehauen aus Granit. Es wurde bereits 1962 wieder gesprengt. Auch außerhalb der Innenstadt gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie den durch die Schlacht im Jahr 1620 berühmt gewordenen Weißen Berg (Bílá hora) mit dem Renaissance-Jagdschloss Schloss Stern, das unweit gelegene Benediktinerkloster Břevnov, das Schloss Ctěnice, das barocke Schloss Troja mit seinen Deckengemälden und den Prager Zoo.


Umgebung der Stadt Prag:

Marienkirche auf dem Weißen Berg:

Die Kirche Maria vom Siege am Weißen Berg ist ein Wallfahrtsort nahe dem Schlachtfeld von 1620. Sie befindet sich nördlich von der Karlovarská, einer Straße, und südöstlich des eigentlichen Weißen Berges, in der Katastralgemeinde Řepy. Die Kirche ist eine der bedeutendsten Denkmäler dieses Stadtteils. Von 1622 bis 1624 wurde an dieser Stelle eine Kapelle errichtet, die zunächst dem Hl. Wenzelgeweiht war, später der Jungfrau Maria. Diese diente zur Aufbewahrung aufgefundener Gebeine von Gefallenen. Aus der Kapelle wurde ein Wallfahrtsort, der dem Servitenorden anvertraut wurde, welcher 1628 begann, ein Kloster zu errichten, was jedoch nicht vollendet wurde. Von 1708 bis 1730 führte der Baumeister und Maler Christian Luna den Umbau der Marienkapelle zu einer weiträumigen Wallfahrtskirche durch. Im Zentrum des Hochaltars befindet sich eine Kopie des Bildes Maria vom Sieg, mit dem Dominicus a Jesu Maria bei der Schlacht am Weißen Berg die katholischen Verbündeten angefeuert hatte.

Schloss Stern:

Das Schloss Stern (tschechisch letohrádek Hvězda) befindet sich auf dem Weißen Berg in Prag. Das Jagdschloss hat einen sechszackigen Stern als Grundriss, dem es seinen Namen verdankt. Der auf dem Weißen Berg bereits 1530 vom böhmischen König und späteren Kaiser Ferdinand I. angelegte Park diente ehemals als Wildgehege. Zur Erleichterung der Jagd wurden zwischen 1541 und 1563 eine Mauer um den Park und das Jagdschloss gebaut. Das Lustschloss Stern wurde 1555/1558 von den italienischen Baumeistern Giovanni Maria Aostalli und Giovanni Lucchese sowie Bonifaz Wohlmut (1505–1579) nach einem Planentwurf des Erzherzogs Ferdinand von Österreich errichtet. Von außen wirkt das zweigeschossige Gebäude mit einem Faltdach wenig auffällig, doch ist der Grundriss außergewöhnlich und macht das Schloss Stern zu einem der Höhepunkte des Renaissanceschlossbaus in Europa. Er besteht aus ineinander gesteckten gleichseitigen Dreiecken, die einen sechsstrahligen Stern bilden, der dem Schloss seinen Namen gab. In fünf Sternspitzen liegen rautenförmige Säle, in der sechsten das Treppenhaus. Die mit Stuckdeckendekorierten Räume werden durch ebenso verzierte Gänge getrennt, die in einem zwölfeckigen Mittelraum zusammentreffen.

Schloss Troja:

Das Schloss Troja (tschechisch Zámek Troja oder Trojský zámek) liegt in Prag in Tschechien, im nördlichen Stadtteil Troja. Das Schloss liegt auf einer aufgeschütteten Terrasse nördlich der Moldau und zu Füßen der nach Bohnicehinaufragenden Hänge und ist heute eingebettet zwischen dem Zoo Prag im Westen, Weinbergen im Norden (daran nördlich anschließend der Botanische Garten von Prag) sowie den beiden schlosseigenen Gartenanlagen im Osten und Süden. Im Schloss werden böhmische Kunst des 19. Jahrhunderts sowie historische Kostüme aus den Sammlungen des Kunstmuseums ausgestellt. Eine weitere Ausstellung zeigt alte Drucke und Landkarten aus dem Fernen Osten. Seit 2011 ist eine weitere Dauerausstellung über die Wegbereiter der modernen tschechischen Kunst unter dem Titel „Akordy modernosti“ („Anklänge der Modernität“) eingerichtet.

Schloss Zbraslav:

Das Schloss Zbraslav (deutsch: Schloss Königsaal) ist ein ehemaliges Zisterzienserkloster in Zbraslav, einem Stadtteil von Prag, Tschechien. Es befindet sich an der Einmündung des Lipanský potok in die Moldau.

Weiße Berg:

Der Weiße Berg (tschechisch Bílá hora) liegt am westlichen Stadtrand von Prag rechtsseitig über dem Tal des Litovický potok. Der Weiße Berg hat eine Höhe von 379 Metern. Er liegt im Stadtteil Ruzyně im 6. Bezirk und ist aus der Prager Innenstadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln in etwa 25 bis 30 Minuten zu erreichen (Straßenbahn-Linien 22 und 25). Künftig wird die Metrolinie A zum Flughafen Prag in der Nähe die Station Bílá hora besitzen.


Burgen in Mittelböhmen:

Burg Karlstein:

Die Burg Karlštejn (deutsch Karlstein und (Burg) Carlstein, tschechisch auch Karlův Týn) befindet sich in der Gemeinde Karlštejn rund 30 km südwestlich von Prag in Tschechien. Die Höhenburg wurde von Kaiser Karl IV.erbaut und beherbergte von ca. 1350 bis 1421 die Reichskleinodien des Heiligen Römischen Reiches. Die einzelnen Teile der Burg befinden sich auf verschiedenen Höhen, um die Bedeutung zu verdeutlichen. Wahrzeichen der Burg ist der Große Turm, dessen Grundriss der Seiten 25 und 17 Meter lang ist. Die Mauer ist vier Meter dick, die nördliche Seite sieben Meter. Hauptgebäude ist die Kapelle des Heiligen Kreuzes. Die gotische Decke der Kapelle stammt vom Hofmaler Karls IV., Meister Theodorik. Die Gemälde stellen die „Himmlische Armee“ dar. Die Burg hat keinen natürlichen Brunnen. Bergleute aus Kutná Hora teuften einen Schacht auf 80 Meter Tiefe für einen Burgbrunnen ab, stießen dabei aber nicht auf Wasser. Aufgrund dessen erfolgte die Zuleitung von Wasser des nahegelegenen Baches Budňanský potok in eine Zisterne. Dieser Schwachpunkt im Falle einer Belagerung wurde geheim gehalten.

Křivoklát:

Der Flecken Křivoklát (deutsch Pürglitz, älter Burglitz) mit 680 Einwohnern liegt in der Region Mittelböhmen in Tschechien. Křivoklát liegt an der Mündung des Baches Rakovnický potok in die Berounka im Pürglitzer Wald, die Umgebung wurde von der UNESCO als biosphärische Landschaft Křivoklátsko in das Schutzprogramm aufgenommen. Die Burg Křivoklát (deutsch Pürglitz) ist eine seit dem 13. Jahrhundert in Stein ausgebaute königliche Burg über dem Ort Křivoklát im tschechischen Okres Rakovník. Die Burg lag im Zentrum eines königlichen Jagdforstes und besaß im Mittelalter bedeutende Funktionen für die königliche Hofhaltung.

Schloss Konopište:

Das Schloss liegt 40 km südlich von Prag. Hier residierten berühmte Monarchen, wie Franz Ferdinand d’Este. Die Festungsanlage ist neben Prag der Touristenmagnet schlecht hin. Im Inneren erwarten einen zahlreiche Sammlungen und prunkvolle Räume und Säle.

Schloss Veltrusy:

Schloss Veltrusy (deutsch Weltrus) befindet sich in Veltrusy in Mittelböhmen (Okres Mělník, Tschechien). Das Schloss ließ 1716 Wenzel Graf Chotek von Chotkow als Landschloss im Stil des Barock auf einer älteren Anlage erbauen. Es verblieb bis zum Jahr 1945, dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Eigentum der Familie Chotek. 1764 wurden unter seinem Sohn Rudolf Graf Chotek von Chotkowa und Wognin die ursprünglich kurzen Flügel erweitert und erweiternde Innenausbauten vorgenommen. 1804 wurden Wirtschaftsgebäude angebaut, die mit den Nordflügeln des Schlosses den Ehrenhof bilden. Das Schloss ist von einem ausgedehnten Park mit romantischen Empirebauten umgeben. In den Räumen im Rokoko-Stil sind neben Möbeln, Bildern und Glaslüstern eine sehenswerte Porzellansammlungen sowie eine Reihe kunsthandwerklicher Gegenstände zu sehen.


Mittelböhmen:

Die Hauptstadt Prag liegt wie eine Insel in der Region von Mittelböhmen. Die Metropole ist auch das Herzstück der Region, die viele kulturelle Highlights und schöne Landschaften aufweist.

Kladruby nad Labem:

Der Ort liegt 60 km östlich von Prag und beherbergt das Nationalgestüt der Kladruber Schimmel. Die Schimmelzucht ist international bekannt, vor allem bei den europäischen Königshäusern.

Kutná Hora:

Kutná Hora ist UNESCO-Weltkulturerbe und liegt knapp 60 km östlich von Prag. Hier einigt sich der provinzielle Charme mit den architektonisch-wertvollen Gebäuden. Eines der besonderen Gebäude ist die Knochenkirche von Sedlec.

Lidice:

Lidice ist ein Dorf das Opfer der Nazi-Verfolgung wurde. Heute erinnert eine erschütternde Gedenkstätte an die Gräueltaten.


Nördlich von Prag:

Benátky nad Jizerou:

Der kleine Ort mit 7000 Einwohner erhebt sich auf einem Hügel und liegt ca. 17 km südlich von Mladá Boleslav. Über den Ort ragt ein Renaissanceschloss, das Schloss Benatek. In der Stadt selbst findet man ein Spielzeugmuseum und ein Städtisches Museum vor.

Detenice:

Die erste schriftliche Erwähnung stammt von 1052, aber Ausgrabungen weisen auf eine Besiedlung in der Zeitära des Neolithikum hin. Ältere Bebauung befindet sich in der Dorfmitte. Neue Bauten, die den Charakter der Landschaft stören, findet man im Ortsteil Osenice.

  • Spätbarockes Schloss mit Schlossbrauerei, vom Eigentümer zu einer Sehenswürdigkeit umgebaut
  • Neu rekonstruierte Kapelle und Dorfmitte
  • Mittelalter Hotel und dazugehörige Schenke

Liběchov:

Sie liegt sechs Kilometer nordwestlich von Mělník am rechten Ufer der Elbe.

  • Schloss Liběchov
  • Gotische St.-Gallus-Kirche (kostel sv. Havla) aus dem 14. Jahrhundert mit einem Altarbild von Karel Škréta
  • Felsenwand im Gartentrakt des Schlosses, in die der Bildhauer Václav Levý Heldengestalten aus der böhmischen Geschichte meißelte.
  • Perseus-Skulptur im Schlosspark von Matthias Bernhard Braun

Mělník:

Mělník liegt etwa 30 km nördlich von Prag am Zusammenfluss von Moldau und Elbe.

  • Das Schloss Mělník wurde im 16. Jahrhundert aus einer mittelalterlichen Burg umgebaut und im 17. Jahrhundert unter den Czernin verändert. Die heutige Anlage im Stil des Barock schufen die Herren von Lobkowicz.
  • Die Propsteikirche St. Peter und Paul (Kostel sv. Petra a Pavla) entwickelte sich aus der ehemaligen Burgkapelle des 11. Jahrhunderts. Aus dieser Zeit stammt noch der viereckige Turm.
  • Das Prager Tor aus dem 15. Jahrhundert ist das einzige noch vorhandene Fragment aus der ehemaligen Stadtbefestigung.
  • Die St.-Ludmilla-Kirche stammt von 1583.
  • Das Rathaus von 1398 wurde im letzten Viertel des 17. Jahrhunderts barockisiert.
  • Jüdischer Friedhof

Mladá Boleslav:

Die 45.000 Einwohner zählende Stadt ist eines der wichtigsten Industriezentrum Tschechiens. Hier findet man Firmen vor die mehr als 24.000 Beschäftigte zählen, wie der Autobauer Škoda. Sehenswert ist das Škoda Auto Muzeum, ein Renaissanceschloss aus dem 16. Jh., das Kreismuseum und der Jüdische Friedhof.

Nelahozeves:

Der Ort liegt 35 km nördlich von Prag und weist ein Renaissanceschloss auf, das aus dem 16. Jh. stammt. Das Schloss hat einen prächtigen und u-förmigen Bau. Eine weiter Sehenswürdigkeit ist das Geburtshaus von Dvorásk, hier kam der tschechische Komponist Antonin Dvorak (1841-1904). In der Umgebung der Kleinstadt liegt der Industrieort Kralupy nad Vlatavou, der von Ölraffinerien und Chemiefabriken umgeben ist. Dennoch findet man in der Umgebung der Industriestadt noch einige Moldauauen, allerdings sind die Bäume alles abgestorbenen.