Tsavo Nationalpark

Der Tsavo Nationalpark ist nicht nur der größte Nationalpark Kenias, sondern auch einer der größten der Welt. Die Straße von Mombasa nach Nairobi teilt ihn in einen Ost- und einen Westteil. In der atemberaubenden Landschaft lebt eine Vielzahl von Giraffen, Büffeln, Löwen und anderen Wildtieren. Eine Attraktion sind vor allem die “roten” Elefanten: Ihre Haut ist mit dem rötlichen Staub – er ist vulkanischen Ursprungs – der Landschaft bedeckt. Seit 2010 stehen die zwei Tsavo-Parks und die Chyulu-Hügel auf der Nominierungsliste des UNESCO-Weltnaturerbe. Die Parks sind nicht nur für ihren rötlichen Staub bekannt sondern auch wegen seiner abwechslungsreichen Landschaften. Selbst eine Wüste liegt zum Teil im Nationalpark. Zudem findet man hier auch einen der größten Lavatunnels der Erde vor, dieser wurde erst 1975 entdeckt.


Inhaltsverzeichnis:

  1. Tsavo-East-Nationalpark 
    1. Geographie und Landschaften
    2. Klima
    3. Fauna
    4. Naturwunder im Tsavo-East-Nationalpark
      1. Crocodile Point
      2. Lugard’s Falls
      3. Mudanda
  2. Tsavo-West-Nationalpark 
    1. Geographie und Landschaften
    2. Klima
    3. Fauna
    4. Naturwunder im Tsavo-West-Nationalpark
      1. Chyulu Hills
      2. Leviathan Cave
      3. Mzima Springs
      4. Nyiri Desert
      5. Poacher’s Lookout

Tsavo-East-Nationalpark:

Der Tsavo-East-Nationalpark ist der größte Nationalpark in Kenia, Ostafrika.Am 1. April 1948 wurde der Tsavo National Park mit einer Gesamtfläche von 21.812 km² eingerichtet. Im Mai 1949 erfolgte aus administrativen Gründen die Teilung in Tsavo-East- und Tsavo-West-Nationalpark. Vor Ausweisung der Nationalparks war das Gebiet beider Parks im Besitz der Volksgruppen der Orma, Watta, Massai und Kamba, die ihre Siedlungen jeweils aufgeben mussten. Mit einer Fläche von 11.747 Quadratkilometern ist der östliche Teil etwa 2.000 km² größer als der westliche. Die Bereiche nördlich des dauerhaft wasserführenden Galana River, etwa zwei Drittel des Parks, sind für Besucher nicht zugänglich.

Geographie und Landschaften:

Der Park wird durch Gras- und Buschsavannen und halbwüstenartige Steppen geprägt. Diese wechseln mit Akazienwäldern, Felsschluchten, einzelnen Felsgruppen und Inselbergen. Saisonale Flüsse im Südteil sind Voi River und Mbololo River. Dauerhaft Wasser führen Athi River und Galana River (dieser entsteht oberhalb der Lugard-Wasserfäle durch den Zusammenfluss von Athi und Tsavo River). Entlang der Flüsse finden sich schmale Galeriewälder. Stehende Gewässer sind u. a. am Mundanda Rock (natürlicher Stau durch Felswand) und am Aruba-Damm zu finden, hinzu kommen kleinere Wasserlöcher, die oftmals von Elefanten geschaffen wurden. Gneis- und Schieferböden herrschen vor, Teile des Parks sind vulkanischen Ursprungs.  Ein flacher und ausgedehnter Lava-Rücken, das Yatta Plateau, verläuft entlang der Westgrenze im Osten des Athi River; es ist das längste Lava-Feld der Welt.

Klima:

Fauna:

  • Elefanten
  • Löwen
  • Giraffengazellen
  • Ostafrikanische Oryx-Antilopen
  • Grantgazellen
  • Spitzmaulnashörner
  • Steppenzebras
  • Kaffernbüffel
  • Kuhantilopen
  • Kleine Kudus
  • Elenantilopen
  • Wasserböcke
  • Impalas
  • Giraffen
  • Kirk-Dikdiks
  • Geparden
  • Leoparden
  • Grüne Meerkatze
  • Weißkehlmeerkatze
  • Gelber Pavian
  •  Nilkrokodile
  • Flusspferde
  • 600 Vogelarten
  •  Strauß (als größte Art auf, der in Tsavo East durch den Somali-Strauß vertreten ist. Im angrenzenden Tsavo West gibt es dagegen Massai-Strauße).

Naturwunder im Tsavo-East-Nationalpark:

Crocodile Point:

Weiter flussabwärts der Lugards-Wasserfälle befindet sich der Crocodile Point. Hier wird die Strömung des Galana deutlich ruhiger. Nilkrokodile und Flusspferde kann hier besonders morgens beobachten.

Lugards Falls:

Die Lugard’s Falls gehören zu den eindrucksvollsten und gewaltigsten Wasserfällen Kenias und sind eine absolute Attraktion im östlichen Teil des Tsavo-Nationalparks. Der Wasserfall wurde 1891 entdeckt. Der Galana gräbt sich hier tosend durch das rotbraune Granitgestein. Die Wasserschluchten sind 5 bis 20 m tief.

Mudanda:

Der Mudanda-Berg ist ein Inselberg inmitten der Savannenlandschaft des Tsavo-East-Nationalpark. Die Formation besteht aus einen flachen und lang gestreckten Felsen. Die umliegenden Tränken werden häufig von Elefanten besucht.


Tsavo-West-Nationalpark:

Der Tsavo-West-Nationalpark ist ein Nationalpark in Kenia, Ostafrika. Er besitzt eine Fläche von 9.065 km², was ungefähr 30 % der Gesamtfläche aller Parks in Kenia entspricht. Am 1. April 1948 wurde der Tsavo National Park mit einer Gesamtfläche von 21.812 km² eingerichtet. Im Mai 1949 erfolgte aus administrativen Gründen die Teilung in Ost und West.

Geographie und Landschaften:

Seine Savannen erstrecken sich von der tansanischenGrenze im Süden, der Straße zwischen Mombasa und Nairobi und dem Athi River im Norden. Dieser Fluss und die Straße (A 109) bilden die gemeinsame Grenze zum Tsavo-East-Nationalpark. Im südlichen Teil liegen zwischen beiden Parks private Ländereien u. a. in den Taita Hills und Sagala Hills sowie im Bereichs desTsavo Kasigau Wildlife Corridors. Die Landschaft des Tsavo West ist sehr vielfältig und deutlich hügeliger, bergiger und feuchter als die des größeren Tsavo Ost. Aus der Ebene ragen zahlreiche Vulkankegel. Im nördlichen Teil des Parks dominieren Acacia–Commiphora-Savannen mit einzelnen Bäumen (z. B. Baobabs). Einzelne Felsen und Felskämme prägen die Landschaft. Im dicht bewaldeten Ngulia Gebiet erreichen einige Felshügeln Höhen von etwa 1.800 m.  In einem so genannten „Rhino sanctuary“ werden in einem umzäunten Gebiet unter dem Schutz des Kenya Wildlife Service (KWS) einige der letzten Spitzmaulnashörner der Region gehegt. Am Fuß der Chyulu Hills liegt das Shetani-Lavafeld, das vor etwa 200 Jahren entstand und noch immer weitgehend vegetationsfrei ist. Die schwarze Lava reinigt Schmelzwasser vom Kilimandscharo, das in der Quelle „Mzima Springs“ austritt. Sie besteht aus zwei Quellbecken aus denen täglich 250 Millionen Liter glasklares Wasser strömen und in denen zahlreiche Flusspferde und Nilkrokodile leben. Ein Unterstand ermöglicht die Beobachtung dieser Tiere und unzähliger Fische unter Wasser. Seit 1966 versorgt eine Wasserleitung weite Teile von Mombasa mit diesem Quellwasser.

Klima:

Fauna:

  • Flusspferde
  • Nilkrokodile
  • Spitzmaulnashörner
  • Breitmaulnashörner
  • Afrikanischer Büffel
  • Leopard
  • Löwe
  • Elefant
  • diverse Säugetiere
  • Giraffen
  • afrikanische Vogelarten

Naturwunder im Tsavo-East-Nationalpark:

Chyulu Hills:

Die vulkanische Hügellandschaft ist vor ca. 1,4 Mio. Jahren entstanden. Manche Vulkane sind immer noch aktiv. Der letzte Ausbruch war im Jahr 1856. In den Hügeln liegt auch die Leviathan Cave, einer der längsten Lavatunnels der Erde.

Leviathan Cave:

Die Leviathan Cave oder auch Grotte de Leviathan, ist ein sehr großer Lavatunnel im östlichen Kenia und wurde im Jahr 1975 entdeckt. Der Lavatunnel weist eine Länge von 11,5 km auf und gehört somit zu den längsten und tiefsten Lavatunnels in Afrika und der Erde. 

Mzima Springs:

Die Mzima Springs sind eine Reihe von Süßwasserquellen im westlichen Nationalpark. Die Speisung der Quelle liegt unterhalb der Chyulu-Hügel. Die Hügellandschaft besteht aus vulkanischen Lavagestein. Das Wasser ist sehr klar und füllt viele Pools und kleine Wasserläufe. Diese Quellen sind für das saubere Wasser des Mzima Rivers verantwortlich.

Nyiri Desert:

Die Wüste Nyiri (auch Nyika oder Taru) ist eine Wüste des südlichen Kenias. Sie liegt östlich des Lake Magadi und zwischen den Nationalparks Amboseli, Tsavo West und Nairobi. Die Wüste liegt im Regenschatten des Kilimandscharo.

Poacher’s Lookout:

“Wilderers Ausguck” heisst “Poacher’s Lookout” auf Deutsch. Von dort aus hat man einen atemberaubenden Blick auf das El-Turesh-Tal.