Wittingauer Becken

Das Wittingauer Becken (auch Wittingauer Pfanne, tschechisch Třeboňská pánev) bildet den östlichen Teil der Jihočeská kotlina (dt. Südböhmischer Talkessel). Das landschaftliche Gebiet gehört zur südböhmischen Region Jihočeský kraj in Tschechien, ein kleiner Südteil, die Senke von Gmünd, zu Österreich. Die Landschaft ist durch die traditionelle Teichwirtschaft geprägt. Der zentrale Teil ist unter dem Namen Třeboňskoein Landschaftsschutzgebiet und eines der sechs Biosphärenreservate Tschechiens.


Geographie:

Das Gebiet des Wittingauer Beckens erstreckt sich über 1360 km² in der Umgebung von Třeboň und Veselí nad Lužnicí am Flusslauf der Lainsitz und der Nežárka. Es grenzt im Südosten an das österreichische Granit- und Gneisplateau und die Javořická vrchovina. Den östlichen Abschluss bildet die Kardašořečická pahorkatina (Kardaschretschitzer Hügelland) und im Westen der bis zum Moldautal bei České Budějovice reichende Höhenzug Lišovský práh (Lischauer Schwelle), der die natürliche Grenze zum Českobudějovická pánev (Budweiser Becken) bildet. Den nördlichen Teil bildet die Lomnická pánev (Lomnitzer Becken), deren Ausläufer bis an die Stadt Soběslav reichen. Die durchschnittliche Meereshöhe beträgt 457 m ü. NN. Höchster Punkt des gesamten Gebietes ist mit 583 m die Baba im Lišovský práh, die größte Erhebung im Kernbecken bildet mit 504 m die Dunajovická hora bei Dunajovice.


Klima:

Jan.
Feb.
Mär.
Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
-1°C3°C9°C14°C19°C22°C24°C23°C20°C14°C6°C2°C
-5°C-5°C-1°C3°C7°C11°C12°C11°C9°C4°C0°C-4°C

Sehenswürdigkeiten:

Durch die Wasserflächen und die reizvolle Landschaft sowie eine Reihe historisch und kunstgeschichtlich interessanter Ortschaften gehört das Wittingauer Becken zu den touristisch gut erschlossenen Gebieten Tschechiens. Die Stadt Třeboň besitzt wegen ihrer Moorbäder den Status eines Heilbades, die historische Altstadt steht unter Denkmalschutz. Ebenso gibt es sechs ländliche Denkmalschutzzonen: in Bošilec, Ponědrážka, Pístina, Žíteč und Lutová (Ortsteile der Gemeinde Chlum u Třeboně) sowie Kojákovice bei Jílovice. Auf dem Land hat sich vielfach die Architektur des Bauernbarock erhalten. Die Landschaft ist durch ein Netz aus Rad- und Wanderwegen erschlossen, die Gewässer sind zum Teil per Boot befahrbar. Innerhalb der Naturreservate dürfen die Ufer aber meist nicht betreten werden. Die Teiche Svět, Hejtman, Staňkovský und Dvořiště sind auch zum Baden freigegeben.