Kanha-Nationalpark

Der Kanha-Nationalpark liegt 164 km von Jabalpur entfernt im Bundesstaat Madhya Pradesh und ist einer der bekanntesten Nationalparks Indiens. Er wurde im jahr 1955 gegründet und erstreckt sich über eine Fläche von 940 Quadratkilometern in den beiden Distrikten Mandla und Balaghat. Zusammen mit der ihn umgebenden 1009 km² umfassenden Pufferzone und dem 110 km² großen Phen-Schutzgebiet bildet er das Kanha-Tigerreservat.


Landschaft:

Kahna ist Teil des zentralindischen Hochlands. Die Landschaft ist durch Hügelketten und einige Täler, sowie durch ebene Hochplateaus gekennzeichnet. Die beiden wichtigsten Flüsse sind der Banjar und der Halon.


Natur:

Flora und Vegetation:

Die drei Haupt-Vegetationsformen sind Salwälder, Laubabwerfende Mischwälder und Grasgebiete. Einige dieser Grasländer haben sich auf Flächen entwickelt, die einst Landwirtschaftlich genutzt wurden.

Fauna:

Kanha ist vor allem bekannt für seine großen Säugetiere. Der Park besitzt eine gute Tigerpopulation und gilt als einer der Orte mit der größten Wahrscheinlichkeit diese Katze in freier Wildbahn beobachten zu können. Die Population der gestreiften Jäger stieg von 48 im Jahr 1976 auf 127 im Jahr 2001. Daneben sind im Park auch weitere große Raubtierarten vorhanden. Die Zahl der Leopardenwird für das Jahr 2000 mit 80, die der Rothunde mit 396 und die der Lippenbären mit 111 angegeben. Eine Besonderheit des Parks ist das letzte wildlebende Vorkommen des Hochlandbarasingas (Cervus duvauceli branderi), einer Unterart des Barasinghahirsches, die nur hier vorkommt. Sie vermehrten sich von 66 Tieren im Jahr 1970 auf 349 im Jahr 2000. Neben dem Barasingha kommen noch drei weitere Hirscharten im Gebiet vor. Am häufigsten ist der Axishirsch, dessen Bestand etwa 20.000 Tiere umfasst, mit steigender Tendenz. Im Jahr 2000 wurden darüber hinaus 3621 Sambarhirsche und 1209 Muntjaks gezählt. Während die Populationen der verschiedenen Hirsche insgesamt steigen, gingen die Bestände der drei Antilopenarten hingegen zurück. Für das Jahr 2000 werden nur noch 73 Nilgauantilopen, 78 Vierhornantilopen und 2 Hirschziegenantilopen angegeben. Der Park besitzt mit 1197 Exemplaren (im Jahr 2000) eine gute Population der mächtigen Gaure. Sehr häufig sind Hulmans(6668 im Jahr 2000) und Wildschweine (8534 Tiere im Jahr 2000) anzutreffen. Weitere größere Säugetiere des Parks sind Rhesusaffe, Goldschakal, Wolf (selten), Bengalfuchs, Indischer Fischotter, Honigdachs, Kleine Indische Zibetkatze, Indischer Mungo, Indische Rotmanguste, Streifenhyäne, Rohrkatze, Bengalkatze, Indien-Kantschil, Indisches Schuppentier, Palmenhörnchen, Indisches Stachelschwein und Schwarznackenhase.