Gir-Nationalpark

Der Gir-Nationalpark ist ein Naturreservat in Gujarat, Indien. Die 258,71 km² große Kernzone des insgesamt 1153,42 km² umfassenden Gir-Schutzgebietes (gegründet 1965) bildet einen der bekanntesten Nationalparks Indiens. Zusammen mit dem angrenzenden Pania-Schutzgebiet umfasst die geschützte Fläche 1452 km². Berühmt ist der Nationalpark vor allem dafür, dass in seinem Umkreis die einzige wildlebende Population des Asiatischen Löwen existiert. Auch andere seltene Arten wie der Indische Leopard oder die Vierhornantilope sind hier noch in beachtlicher Zahl zu finden.


Natur:

Flora:

Das hügelige Gebiet ist von trockenen, laubabwerfenden Wäldern, Dornwäldern und Savannen überzogen.

Fauna:

Im Gir-Gebiet leben heute über 400 Asiatische Löwen, von denen etwa 300 im Gir-Forest selbst, die restlichen in umliegenden Gebieten leben. Darüber hinaus kommen im Gebiet über 300 Leoparden und etwa 150 Streifenhyänen vor. Damit besitzt es eine der größten Raubtierdichten Indiens. Als natürliche Beute stehen den Großraubtieren insgesamt knapp 65.000 wildlebende Huftiere (Stand 2010) zur Verfügung. Diese setzen sich aus etwa 52.000 Axishirschen, 4.500 Wildschweinen, 4.000 Sambarhirschen, 3.000 Nilgauantilopen, 740 Indische Gazellen und 300 Vierhornantilopen zusammen. Auch die Hirschziegenantilope wird unter den Arten des Gir-Forest aufgeführt, dürfte aber allenfalls in sehr geringer Zahl vorkommen. Weitere Großtierarten des Nationalparks sind Lippenbär, Goldschakal, Hulman und Sumpfkrokodil. Der Nationalpark beherbergt insgesamt etwa 250 Vogelarten, weitere 50 leben im näheren Umkreis.

Naturschutz:

Der Asiatische Löwe wird heute im weiteren Umkreis des Gir-Nationalpark durch insgesamt fünf Reservate geschützt. Dabei bilden das Gir-Schutzgebiet, der Gir-Nationalpark und das Pania-Schutzgebiet zusammen das 1452 km² große Gir Conservation Area. Diese repräsentiert den eigentlichen Gir-Forest-Block. Zwei weitere, kleinere Reservate, das Mitiyala-Schutzgebiet Sanctuary und das „Girnar-Schutzgebiet“ befinden sich in einiger Entfernung zum Nationalpark. Ein gewisser Austausch der Löwenpopulation ist allerdings auch hier gewährleistet.