Namibia

Namibia bildet den südwestafrikanischen Teil des afrikanischen Kontinents. Namibia gehört zu den wildesten, trockensten und am wenigsten besiedelten Ländern der Erde. Insgesamt leben eine Millionen Menschen in einem Land das fünfzig Prozent größer als Frankreich ist. Der Großteil Namibias besteht aus Wüsten. Insgesamt gib es 300 Sonnentage im Jahr. Die Tagestemperaturen könne extrem heiß werden, während die Nachttemperaturen im Winter unter den Gefrierpunkt sinken können. Das Terrain reicht von zerklüfteten Canyons, die es mit dem Grand Canyon aufnehmen können, zu flachen Küstenebenen, an denen Schiffswracks und Knochen von verunglückten Seefahrern liegen, und weiten Wüsten. Trotz der unwirtlichen Landschaft befinden sich hier einige der wichtigsten Wildreservate der Erde.

Fläche: 825.615 km²

Einwohner: ca. 2,1 Mio. Einwohner

Hauptstadt: Windhoek (ca. 326.000 Einwohner)

Höchste Erhebung: Königstein (2606 m)

Tiefster Punkt: am Atlantik (0 m)

Länge der Staatsgrenze: 3824 km

Küstenlänge: 1572 km

Natürlich Ressourcen: Diamanten, Kupfer, Uran, Gold, Blei, Zinn, Lithium, Cadmium, Zink, Salz,
Vanadium, Erdgas, Windkraft, Fische

Klimazonen: Wüstenklima, Savannenklima, Steppenklima, Etesienklima


Inhaltsverzeichnis:

  1. Geographie 
    1. Gewässer
  2. Klima
    1. Namib
    2. Binnenhochland
    3. Gebiet zwischen Namib und Atlantik
    4. Atlantikküste
    5. Caprivi-Streifen
    6. Zentrales Hochland
    7. Klimaregionen
      1. Nordnamibia
      2. Zentralnamibia
        1. Osten
        2. Küste
      3. Südnamibia
  3. Naturräume 
    1. Küstenstreifen
    2. Namib
    3. Große Randstufe
    4. Fishriver-Canyon
    5. Binnenhochland
    6. Etosha-Pfanne
    7. Caprivi
    8. Kalahari
  4. Naturschutzgebiete
    1. Bwabwata National Park
    2. Dorob National Park
    3. Duesternbrook Private Nature Game Reserve
    4. Erindi Game Reserve
    5. Etosha National Park
    6. Mountain Zebra Park
    7. Mudumu-Nationalpark
    8. Namib-Naukluft National Park
    9. NamibRand-Naturreservat
    10. Nkasa-Rupara-Nationalpark
    11. Skeleton Coast National Park
    12. Waterberg National Park
  5. Canyon
    1. Fish River Canyon
  6. Gebirge und Berge
    1. Brandberg Mountain
    2. Burnt Mountain
    3. Erongo Mountains
    4. Etjo
    5. Hartmann Mountains
    6.  Naukluft-Gebirge
    7. Nubib-Berge
    8. Tirasberge
  7. Geologische Formationen
    1. Giants Playground
    2. Löwenmaul
    3. Organ Pipes
    4. Petrified Forest
    5. Spitzkoppe
  8. Küsten
    1. Cape Cross
    2. Diamantenküste
    3. Skelettküste
  9. Salzpfannen
    1. Etosha-Pfanne
    2. Sossusvlei
  10. Täler
    1. Tsondab Valley
    2. Ugab Valley
  11. Wasserfälle
    1. Epupafälle
    2. Popa Falls
    3. Ruacanafälle
  12. Wälder
    1. Kokerboom Woud
  13. Wüsten
    1. Kalahari
    2. Namib


Geographie:

Die Geographie Namibias wird im Wesentlichen durch drei Naturräume gegliedert, welche das Land vom Kunene-Fluss im Norden bis zum Oranje-Fluss im Süden durchziehen: der Küstenstreifen bestehend aus Namib-Wüste und Skelettküste, die Große Randstufeund das Binnenhochland; Letzteres geht Richtung Osten in das Kalahari-Becken über. Natürliche Grenzen bilden hierbei der Kunene-Fluss im Nordwesten, der Okavango und Sambesi im Nordosten sowie der Oranje-Fluss im Süden. Eine Besonderheit bildet der etwa 450 km lange und bis zu 50 km breite Caprivi-Zipfel, der nicht nur eine Sonderlage im Staatsgebiet einnimmt, sondern auch besondere geographische und klimatische Voraussetzungen besitzt.

Gewässer:

Die Wasserregionen in Namibia gliedern sich durch die Einzugsgebiete der Flüsse in Namibia. Die Oranje-Wasserregion und Kalahari-Fish River-Wasserregion in Südnamibia sowie die Kunene-, Oshana-, Okavango- und Sambesi-Wasserregionen in Nordnamibia bilden die bedeutendsten Wasservorkommen in Namibia. Der Fischfluss wird bei Mariental mittels des Hardap-Dammsgestaut, des größten Staudamms in Namibia. Andere bedeutende Staudämme sind der Naute-Damm bei Keetmanshoop und der Oanob-Damm bei Rehoboth. Die in Zentralnamibia gelegene Namib-Wasserregion (mit den Rivieren Kuiseb und Swakop) sowie die Nordkalahari-Wasserregion (mit den Rivieren Nossob und Omatako) führen nur sporadisch Wasser und sind wichtig für die Trinkwasserversorgung der Region – bedeutende Staudämme sind der Swakoppforte-Damm und der Von-Bach-Damm, beide bei Okahandja.

der Kuene und die Epupafälle


Klima:

Aufgrund der besonderen klimatischen Verhältnisse ist eine landwirtschaftliche Nutzung des Landes nur in beschränktem Maße möglich: im Hochland vor allem Viehzucht (im Norden eher Rinder, im Süden eher Schafe und Ziegen), im relativ regenreichen Norden auch Ackerbau. Eine Besonderheit der Namib sind die Dünen im Gebiet von Sossusvlei. Die Sterndünen gehören mit weit über 400 Metern Höhe zu den höchsten der Welt. Der Reiz dieser Dünenlandschaft liegt aber nicht allein in ihrer Höhe, sondern vor allem in ihrem vom Feuchtigkeitsgehalt und vom Sonnenstand abhängigen Farbenspiel.

Das durchschnittliche Klima Namibias ist heiß und trocken. Das weitestgehend aride Klima ist subtropischkontinental. Dabei gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Landesteilen:

Namib:

In der Namib westlich der Abbruchstufe sind Niederschläge äußerst selten. Es weht das ganze Jahr über ein warmer, kräftiger Wind. Sogar im Winter erreichen die Temperaturen oft 25 °C und mehr. In den heißesten Sommermonaten Dezember und Januar liegen die Temperaturen meist deutlich über 30 °C, während sie in den kältesten Monaten, Juli und August, nachts bis zum Gefrierpunkt sinken können, tagsüber dann aber wieder auf rund 25 °C steigen. Morgens und abends ist besonders im Winter mit Temperatursprüngen von mehr als 20 °C innerhalb weniger Stunden zu rechnen.

Binnenhochland:

Im Binnenhochland kann es wegen der großen Höhe nachts sogar Frost und in ganz seltenen Jahren auch Schneefälle geben. Tagsüber ist es dort nicht ganz so heiß wie in der Wüste. In der Kalahari verhält es sich ähnlich wie in der Namib. Die Niederschläge sind etwas häufiger, aber immer noch wüstentypisch selten.

Gebiet zwischen Namib und Atlantik:

Das Gebiet zwischen Namib und Atlantik gehört weltweit zu den Regionen mit dem besten Klima für astronomische Beobachtungen. Die dort errichteten Astrocamps werden deshalb von vielen Sternfreunden insbesondere für Zwecke der Himmelsfotografie aufgesucht.

Atlantikküste:

Das Klima der Atlantikküste wiederum wird durch den kalten Benguelastrom bestimmt. Dieser kühlt den vorherrschenden Südwestwind stark ab, was infolge von Kondensation die Bildung von (Regen-)Wolken verhindert und regelmäßig einen dichten anhaltenden Nebel in Bodennähe erzeugt. Im Sommer ist es hier angenehm kühl und in den Wintermonaten mitunter auch tagsüber empfindlich kalt. Die Wassertemperatur erreicht selten mehr als 15 °C.

Caprivi-Streifen:

Der Caprivi-Streifen hingegen ist geprägt von meist sicheren Niederschlägen in der Regenzeit. Diese haben ein ausgedehntes Flusssystem und einen subtropischen Savannenwald entstehen lassen. Die Luftfeuchtigkeit ist hier, im Gegensatz zu den anderen Landesteilen, relativ hoch.

Zentrales Hochland:

Im zentralen Hochland, das den größten Teil Namibias einnimmt, herrscht Sommerregen vor, das heißt mit zwar unregelmäßigen, aber gelegentlich sehr heftigen Regenfällen zwischen November und April ist zu rechnen; der äußerste Süden dagegen liegt im Winterregengebiet, so dass – wenn überhaupt – Regenfälle vor allem in den Monaten Juni und Juli auftreten. Bei aller Unregelmäßigkeit der Regenfälle hinsichtlich Häufigkeit und Ergiebigkeit nehmen diese ausgehend vom Süden mit unter 50 mm pro Jahr in Richtung Nordosten mit bis zu 600 mm pro Jahr deutlich zu, was allerdings regionale Trockenperioden von mehreren Jahren nicht ausschließt.

Klimaregionen:

Nordnamibia:

Grootfontein:

Kamanjab:

Oshakati:

Rundu:

Zentralnamibia:

Windhoek:

Gobabis (Osten):

Swakopmund (Küste):

Jan.
Feb.
Mär.
Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
20°C21°C20°C18°C18°C20°C18°C16°C16°C16°C18°C19°C
15°C16°C15°C13°C11°C11°C9°C9°C10°C11°C13°C14°C

Südnamibia:

Keetmanshoop:


Naturräume:

Küstenstreifen:

Der namibische Küstenstreifen erstreckt sich von der Mündung des Oranje bei Oranjemund bis zur Mündung des Kunene an der Grenze zu Angola. Wesentliche Landschaften der namibischen Küste sind das Diamantensperrgebiet, die Namib-Wüste und die Skelettküste, allesamt wegen des hier verlaufenden Benguelastroms sehr trockene und aride Gebiete. Die karge Küste weist auch nur wenige Inseln, Halbinseln oder Buchten auf. Einzige nennenswerte Ausnahmen bilden die Lüderitzbucht bei Lüderitz und die Walfischbucht bei Walvis Bay sowie die sogenannte Kalte Bucht bei Kap Frio. Einzige Inseln sind die namibischen Pinguininseln, eine Reihe kleiner Eilandevon denen Hollam’s Vogel-Insel mit 0,65 km² die größte ist. Der aride Küstenstreifen zieht sich über eine Länge von 2000 km, aber nur 80 bis 130 km Breite von Südangola bis in die südafrikanische Provinz Nordkap und steigt vom Niveau des Meeresspiegels nur langsam auf rund 600 m Höhe an. Im Norden ist der Küstenstreifen vorwiegend steinig, teilweise felsig, im Süden vorwiegend Sandwüste (vor allem südlich des Trockenflusses Kuiseb) mit großen Wanderdünen bis über 300 m Höhe.

Namib:

Die Namib (Khoekhoegowab für weiter Platz) ist eine Trockenwüste an der Westküste Afrikas. Sie liegt auf dem Gebiet von Namibia und Angola und enthält die Nationalparks Namib-Naukluft, Tsau-ǁKhaeb-(Sperrgebiet) und Skelettküste. Da sie direkt an der Küste des Atlantiks beginnt, ist sie eine der wenigen Küstenwüsten der Erde. Seit dem 20. Juni 2013 sind weite Teile der Namib als Namib Sand Sea („Namib-Sandmeer“) UNESCO-Welterbe.

Große Randstufe:

Die Große Randstufe durchzieht Namibia von Nord nach Süd als eine der drei vorherrschenden Landschaftsformen und trennt die Küstenebene vom Binnenhochland. Der westlich der Randstufe gelegene, küstennahe Teil des Landes zieht sich als etwa 2000 km langer, aber nur 80 bis 130 km breiter Streifen von Südangola bis in die südafrikanische Provinz Nordkap und entspricht im Wesentlichen dem Bereich der Küstenebene. Dieser Küstenstreifen wird hauptsächlich von der Namibwüste eingenommen und steigt vom Niveau des Meeresspiegels nur langsam auf 600 m Höhe an. Im Norden ist der Küstenstreifen vorwiegend steinig, teilweise felsig (siehe Skelettküste) und im Süden vorwiegend Sandwüste (vor allem südlich des Trockenflusses Kuiseb) mit großen Wanderdünen bis über 300 m Höhe. Die Große Randstufe schließt sich an den Küstenstreifen nach Osten als Steilanstieg an, der auf eine bis zu über 2000 m über NN erreichende Schichtstufe hinaufführt. Im Norden, zwischen dem Kunene- und dem Huab-Fluss, wird die Große Randstufe von den Hartmann-, Baynes- und den Joubertbergen gebildet, im Süden durch das Khomashochland, die Rantberge, die Naukluftbergesowie Tsarisberge, Schwarzrand und Tirasberge. Breite und tiefe, zur Küste ausgerichtete Flusstäler schneiden durch die Große Randstufe und öffnen sie zur Namib hin. In Zentralnamibia, im Bereich des 19. bis 23. Breitengrades, ist die Randstufe erodiert und über mehrere hundert Kilometer unterbrochen: die sogenannte Randstufenlücke. Sie wird durch eine schiefe, kontinuierlich ansteigende Ebene ersetzt und das Gelände steigt kontinuierlich bis zum Niveau des Binnenhochlandes an (vergleiche auch Mondlandschaft). Außerhalb der Großen Randstufe stehen das Brandbergmassiv, das Erongogebirge und einzelne Inselberge wie die Kleine und Große Spitzkoppe. Vom Naukluftgebirge bis zum Oranje-Fluss verläuft die Große Randstufe über 400 km in Nord-Süd-Richtung als Schichtstufe (Rotrand) und am Rande des Diamantensperrgebiets erheben sich die Granitberge der Großen Randstufe aus den weiten Ebenen der Namib.

Spitzkoppe

Fishriver Canyon:

Der Fischfluss-Canyon (englisch und offiziell Fish River Canyon, afrikaans Visrivier Afgronde) liegt im südlichen Namibia. Er ist mit etwa 160 Kilometer Länge, bis zu 27 Kilometer Breite und bis zu 550 Meter Tiefe vom Fischflussausgewaschenen Flussbett der größte CanyonAfrikas und gilt nach dem Grand Canyon als zweitgrößter Canyon der Erde. Laut dem namibischen Wetteramt MeteoNA wurden hier Rekordtemperaturen von mehr als 50 °C gemessen. Der Fischfluss ist mit einer Länge von über 650 Kilometer der längste Fluss Namibias. Er entspringt im östlichen Naukluftgebirge, führt aber ausschließlich in sehr regenstarken Zeiten unterhalb seiner Stauung am Hardap-DammWasser. Der Fischfluss-Cañon durchfließt im Wesentlichen die Hunsberge und beginnt bei Seeheim im Norden und endet im Süden bei Ai-Ais, während der Fluss erst einige Kilometer danach in den Oranje mündet, den Grenzfluss zu Südafrika. Aufgrund der reduzierten Wasserführung unterhalb des Hardap-Damms ist nicht nur die zukünftige Auswaschung des Flussbettes minimiert, sondern es wird sich im Laufe der Zeit auch die Vegetation am Flusslauf verändern. Trotzdem lassen sich im Flussbett selbst in regenarmen Zeiten einzelne Tümpel finden, die wahrscheinlich von Grundwasser das ganze Jahr gespeist werden. Die Wasserstellen werden sowohl von einigen Antilopenarten als auch von Leoparden genutzt.

Binnenhochland:

Richtung Osten senkt sich die Große Randstufe allmählich in die Bergländer der Randschwelle und zum zentralen innerafrikanischen Hochland ab und geht in das sandgefüllte Kalahari-Becken über, das zur zentralen Beckenlandschaft des südlichen Afrika gehört. Im Norden wird das Binnenhochland von breiten Tälern durchzogen und ist relativ fruchtbar. An Gebirgen sind der Waterberg und die Otaviberge zu nennen. Im Zentrum Namibias, zwischen den Wüsten Namib im Westen und der Kalahari im Osten liegt das durchschnittlich 1700 m hohe Khomashochland und die bis zu 2400 m hohen Auasberge und Erosberge. Die Hauptstadt Namibias liegt im Windhoeker Becken auf rund 1600 m. Im Süden Namibias ist das Hochland zumeist flach und die Landschaft wird nur durch wenige tiefe Täler gegliedert. Ausnahmen bilden die Großen Karasberge und einzelne Bergmassive vulkanischen Ursprungs, wie der Brukkaros.

Etoscha-Pfanne:

Die Etosha-Pfanne (früher auch Etosa- oder Etoscha-Pfanne) ist der Boden eines ehemaligen Sees im Norden Namibias und Teil des Etosha-Nationalparks. Der Name Etosha hat seinen Ursprung in der Ovambo-Sprache und bedeutet so viel wie „großer weißer Platz“. Sie bildet zusammen mit dem Cuvelai-System und dem Oponono-See ein besonderes Feuchtgebiet gemäß der Ramsar-Konvention. Sie erstreckt sich über 4760 Quadratkilometer bei einer maximalen Länge von 120 Kilometer und einer maximalen Breite von 55 Kilometer. Die Pfanne liegt ungefähr auf 1000 m über dem Meer und gehört zur Kalahari-Senke, die sich über weite Teile Botswanas, Ost- und Nordnamibias erstreckt.

Caprivi:

Das flache Caprivi liegt zwischen den Flüssen Okavango und Sambesi und ist die einzige Region von Namibia mit einem subtropischen und tropischen Klima. Insbesondere der Wahlkreis Linyanti ist geprägt von Überschwemmungen des Cuando. In Caprivi liegen die drei Nationalparks Mudumu-, Mamili- und Caprivi-Nationalpark.

Kalahari:

Die Kalahari ist eine Dornstrauchsavanne, teilweise auch Trockensavanne, wird aber gelegentlich wegen des vorherrschenden Sandes als Wüste bezeichnet. Sie erstreckt sich beidseitig des südlichen Wendekreises von der südafrikanischen Provinz Nordkap durch Namibia und Botswana über eine Fläche von über einer Million Quadratkilometern. Sie ist Teil des etwa doppelt so großen Kalahari-Beckens, das sich bis nach Angola und Sambia hinein erstreckt.


Naturschutzgebiete:

Bwabwata National Park:

Der Bwabwata-Nationalpark (ehemals Caprivi-Nationalpark und Mahango-Nationalpark) ist ein Nationalpark in Namibia. Er erstreckt sich auf fast das ganze Gebiet des westlichen Caprivizipfels in Namibia. Im Norden und Süden wird er durch die namibische Staatsgrenze (Angola im Norden und Botswana im Süden), im Westen durch den Okavango (Bagani) und im Osten durch den Kwando begrenzt. Östlich schließt jenseits des Kwando der Mudumu-Nationalpark an. Der größte Teil des Parks wird von Savanne bedeckt mit einem dichten Baumbestand. Im Osten im Überschwemmungsgebiet des Kwando sind Marschen und Reetinseln dominierend.

Dorob National Park:

Der Dorob-Nationalpark (englisch Dorob National Park) ist ein im Dezember 2010 proklamierter Nationalpark zwischen dem Namib-Naukluft-Nationalpark im Süden und dem Skelettküsten-Nationalpark im Norden, an der Küste Namibias um die Städte Walvis Bay und Swakopmund gelegen. Er umfasst das ehemalige Erholungsgebiet Westküste.

Duesternbrook Private Nature Game Reserve:

In diesem Naturschutzgebiet ist die Chance sehr hoch, dass man die scheuen Leoparden zu Gesicht bekommen.

Erindi Game Reserve:

Das Erindi-Privatwildschutzgebiet (englisch Erindi Private Game Reserve) ist mit 70.719 Hektar eines der größten privaten Wildschutzgebiete in Afrika. Es liegt etwa 150 Kilometer nördlich der namibischenHauptstadt Windhoek. Erindi verfügt über eine der umfangreichsten Populationen an Wildtieren verschiedenster Arten in Namibia. Nach eigenen Angaben sind auf dem Gebiet mehr als 10.000 Großtiere beheimatet. Neben dem Afrikanischen Elefant sind dieses Spitzmaulnashorn, Giraffe, Wildhund, Flusspferd, Löwe, Nilkrokodil sowie mehr als 20 verschiedene Antilopenarten.

Etosha National Park:

Der Etosha-Nationalpark ist ein 22.275 Quadratkilometer (km²) großer Nationalparkim Norden von Namibia und bedeutendstes Schutzgebiet des Landes. Der Park liegt am Nordwestrand des Kalahari-Beckens und umfasst fast die gesamte 4760 km² große Etosha-Pfanne. Von der Südgrenze des Parks sind es 400 Kilometer bis zur Hauptstadt Windhoek und von der Nordgrenze 125 Kilometer bis zur Grenze nach Angola. Der Atlantik ist von der Westgrenze fast 200 Kilometer entfernt.

Mountain Zebra Park:

Im Park leben ganze Herden von Hartmann-Bergzebras, die durch ihre kräftigen und breiten Streifen bekannt sind.

Mudumu-Nationalpark:

Mudumu-Nationalpark (englisch Mudumu National Park) ist ein 1009,59 Quadratkilometer großer Nationalpark in der Region Sambesi im Nordosten Namibias. Ausgangspunkt für Mudumu ist die nordwestlich des Parks gelegene Ortschaft Kongola. Der Park wird gegen Westen vom Fluss Kwando begrenzt, der Nordosten des Parks ist eine trockene von Mopane-Bäumen durchsetzte Buschsavanne und im Südwesten wird der Park durch die Linyantisümpfe geprägt, eine für Namibia sehr ungewöhnliche Landschaft: Reetinseln, Flussläufe und Marschen kennzeichnen dieses Gebiet. Der südlich dieser Sümpfe anschließende Linyanti bildet die Südgrenze des Parks und auch die Staatsgrenze Namibias zu Botswana. Der Mudumu-Nationalpark ist sehr wildreich und beherbergt neben Löwen und Elefantenauch seltene Antilopen, Zebras, Flusspferde, Krokodile und über 430 Vogelarten.

Namib-Naukluft National Park:

Das Verwaltungsgebiet Namib-Naukluft wird vom Ministerium für Umwelt und Tourismus verwaltet. Ursprünglich als Nationalpark wurde das Gebiet am 1. August 1979 proklamiert. Es hat eine Fläche von 49.768 km² und war das größte Schutzgebiet Namibias. Es ist eine ökologische Schutzregion in der ältesten Wüste der Welt, der Namib-Wüste in Namibia. Er grenzt unmittelbar an die nördlich gelegene Skelettküste mit dem Nationalen Erholungsgebiet Westküste und reicht im Süden bis an das Diamantensperrgebiet heran. Der Park umfasst auch die Naukluftberge mit bis zu 1965 m ü. NN hohen Bergen. Östlich des Parks schließt sich der 2000 km² große, private, Schutzpark Namib Rand Nature Reserve an. Als Nationalpark war es das größte Schutzgebiet Afrikas. Es beherbergt eine ganze Reihe von Tieren, die sich an diese extrem trockene Wüste angepasst haben. Darunter finden sich Schlangen, Geckos, ungewöhnliche Insekten, Hyänen, Oryxantilopen, Springböcke, Strauße und Schakale.

NamibRand-Naturreservat:

Das NamibRand-Naturreservat (englischNamibRand Nature Reserve) ist mit 202.200 Hektar (2022 Quadratkilometer) eines der größten privaten Naturschutzgebiete in Afrika. Es liegt circa 60 Kilometer südlich des Sesriem-Canyons und erstreckt sich entlang der Ostgrenze des Namib-Naukluft-Parks. Der Park mit seinen Dünen, Bergen (Losberg, 1976 Meter über dem Meeresspiegel) und Kalkebenen ist die Heimat für Hartmann Bergzebras, Kuhantilopen, Springböcke, Oryx, Leoparden, Giraffen, Tüpfelhyänen und Löffelhunde. Im Juni 2013 war das Gebiet Heimat von unter anderem mehr als 6600 Oryx, knapp 3000 Springböcken und 440 Steppenzebras. Daneben sind auf dem Gelände auch Feenkreise zu finden.

Nkasa-Rupara-Nationalpark:

Der Nkasa-Rupara-Nationalpark (englisch Nkasa Rupara National Park; davor – wohl fälschlicherweise – Nkasa Lupala; bis Mitte der 2000er Jahre Mamili-Nationalpark(englisch Mamili National Park)) ist ein Nationalpark und gleichzeitig das größte Feuchtgebiet in Namibia. Er liegt in der Mitte zwischen den Inseln Nkasa und Lupala (Rupara) im Fluss Kwando in der zentralsüdlichen Ecke des Caprivizipfels. Während der Trockenzeit können die Inseln über Wege im Park erreicht werden, nach Regenfällen ist dieser aber bis zu 80 Prozent mit Wasser bedeckt, und die Inseln sind vom Festland abgeschnitten. Im Park gibt es eine hohe Dichte an afrikanischen Großtieren, darunter der Elefant.

Skeleton Coast National Park:

Der Namib-Skelettküste-Nationalpark (englisch Namib-Skeleton Coast National Park) ist das größte Schutzgebiet in Namibiaund das achtgrößte der Erde. Er ist Teil des grenzüberschreitenden Parks Iona-Skelettküste. Als Skelettküste (englisch Skeleton Coast) wird der nördliche Teil der Meeresküste Namibiasund deren Hinterland bezeichnet, der von Swakopmund bis zum Kunene, dem Grenzfluss zum nördlich gelegenen Angola reicht. Die Skelettküste ist Teil der Namib. Geologisch gehört ein Großteil der Skelettküste mit einem Alter von bis zu 1,5 Milliarden Jahren zu den ältesten Landschaftsformationen der Erde. Nebel, heftige Brandung und unberechenbare, starke Strömungen – durch den an der Küste nordwärts fließenden Benguelastrom – machen die Küste von jeher und bis heute für die Seefahrt gefährlich.

Waterberg National Park:

Der Waterberg-Plateau-Park ist ein 1972 eingerichtetes Naturschutzgebiete in Namibia. Er hat eine Fläche von 405 Quadratkilometer und nimmt weite Teile des Waterberg im zentralen Nordosten Namibias ein. Fauna und Flora im Waterberg-Plateau-Park ist sehr vielfältig: 90 Säugetier-, über 200 Vogel-, 13 Frosch-, 3 Schildkröten-, 34 Echsen-, 45 Schlangen-, ca. 140 Flechten- und 497 Pflanzenarten wurden hier beobachtet.


Canyon:

Fish River Canyon:

Der Fischfluss-Canyon (Afrikaans: Visrivier Canyon oder Visrivier Afgronde, englisch Fish River Canyon) im ǀAi-ǀAis Richtersveld Transfrontier Park liegt im südlichen Namibia und ist mit etwa 160 km Länge, bis zu 27 km Breite und bis zu 550 Meter Tiefe vom Fischfluss ausgewaschenen Flussbett der größte Canyon Afrikas und gilt nach dem Grand Canyon als zweitgrößter Canyon der Erde. Laut dem namibischen Wetteramt MeteoNA wurden hier Rekordtemperaturen von mehr als 50 °C gemessen. Der Fischfluss ist mit einer Länge von über 650 km der längste Fluss Namibias. Er entspringt im östlichen Naukluftgebirge, führt aber ausschließlich in sehr regenstarken Zeiten unterhalb seiner Stauung am Hardap-Damm Wasser. Der Fischfluss-Cañon durchfließt im Wesentlichen die „Hunsberge“ und beginnt bei Seeheim im Norden und endet im Süden bei Ai-Ais, während der Fluss erst einige Kilometer danach in den Oranje mündet, den Grenzfluss zur Republik Südafrika. Aufgrund der reduzierten Wasserführung unterhalb des Hardap-Damms ist nicht nur die zukünftige Auswaschung des Flussbettes minimiert, sondern es wird sich im Laufe der Zeit auch die Vegetation am Flusslauf verändern. Trotzdem lassen sich im Flussbett selbst in regenarmen Zeiten einzelne Tümpel finden, die wahrscheinlich von Grundwasser das ganze Jahr gespeist werden. Die Wasserstellen werden sowohl von einigen Antilopenarten als auch von Leoparden genutzt. Der Canyon ist nicht zuletzt deshalb zu einem Naturschutzgebiet erklärt worden und gehört teilweise zum inter-staatlichen ǀAi-ǀAis Richtersveld Transfrontier Park und zum Teil zu den privaten Naturreservaten Canyon Nature Park (45 km²) und Vogelstrausskluft (26 km²). Die zwei Hauptcamps des Parks sind Hobas in der Nähe des Hauptaussichtspunktes mit dem Informationszentrum am Nordende und ǀAi-ǀAis im Fluss-Talkessel mit seinen heißen Quellen im Süden. Für Touristen werden von Mai bis August mehrtägige geführte Wanderungen durch den Cañon angeboten; hingegen ist ein Abstieg abseits der Zugangsschotterstraße ohne Führung lebensgefährlich und deshalb verboten.


Gebirge und Berge:

Brandberg Mountain:

Das Brandbergmassiv (oft auch einfach nur Brandberg; Khoekhoegowab: Dâures, Otjiherero: Omukuruvaro) ist ein Bergmassiv in Namibia. Es liegt in der Region Erongo im Westen des Landes, rund 90 Kilometer vom Atlantik entfernt, ist im Mittel 2500 m hoch und überragt das umgebende Land um 2000 m. Sein und gleichzeitig Namibias höchster Bergist der Königstein mit einer Höhe von 2573 m. Eine exponierte Lage besitzt auch die Zisabspitze (2228 m) am Rande des Brandbergmassivs.

Burnt Mountain:

Der Verbrannte Berg (englisch Burnt Mountain; afrikaans Verbrande Berg) ist ein Berg mit einem erkalteten Lavastrom im Damaraland im Norden Namibias. Der 80 Millionen Jahre alte Lavastrom, der durch Hitze- und Druckmetamorphose entstand, bildet in der Abenddämmerung mit seiner rotbraun-violetten Farbe einen großen Kontrast zu dem 200 Millionen Jahre alten beigen Umgebungsgestein aus Karoo-Schiefer. Der Verbrannte Berg überragt seine Umgebung um etwa 200 Meter und ist unweit der Orgelpfeifen an der D3254 und etwa 10 Kilometer von Twyfelfontein entfernt.

Erongo Mountains:

Das Erongogebirge (auch Erongoberge, englisch Erongo Mountains) ist eine Bergformation vulkanisch-plutonischen Ursprungs in Namibia. Es liegt im Damaraland, südwestlich der Stadt Omaruru, südlich des gleichnamigen Flusses und östlich vom Kommunalgebiet der Damaras. Vom Erongogebirge leitet sich der Name der Region Erongo ab.

Etjo:

Der Etjo (englisch und auch lokal in Deutsch Mount Etjo) ist ein prominenter Tafelberg in Namibia, rund 70 km südlich von Otjiwarongound 35 km östlich von Kalkfeld. Die Gipfelplateau des Etjo erreicht an der höchsten Stelle eine Höhe von 2086 m, der Berg überragt das Umland um rund 500 Meter. Die zehn Kilometer lange Kammlinie wird durch eine kleine Niederung unterbrochen, welche den Gipfel in zwei ungleiche Plateaus von rund 5 km² und 3,5 km² teilt.

Hartmann Mountains:

Der Gebirgszug bildet die Grenze zwischen der Skelettküste und dem Kaokoveld. Im Westen säumen die Hartmann Mountains das Marienflusstal. Die westlichen Berge erreichen eine Höhe von 1132 m.

Naukluft-Gebirge:

Die Naukluftberge, meist nur als Naukluft bezeichnet, liegen am Ostrand der Namib auf der Höhe von Sesriemund erheben sich durchschnittlich 1000 Meter über das Vorland, von wo aus sie als geschlossene Front erkennbar sind. Die höchsten Gipfel des Massivs liegen bei knapp 2000 m. Das Naukluftmassiv bildet einen prominenten Teil der Großen Randstufe. Seinen Namen hat das Gebirge nach einer engen Schlucht (‚Nau-Kluft‘) im Osten des Massivs. Das Naukluftmassiv bietet eine spektakuläre Gebirgslandschaft mit tiefen Schluchten die von ganzjährigen Bächen durchzogen sind, welche kristallklare Pools bilden.

Nubib-Berge:

Die Nubibberge sind ein markanter Gebirgskamm in Namibia und verlaufen östlich der Namib-Wüste. Die Nubibberge liegen rund 80 km westlich vom Maltahöhe und erstrecken sich über eine Fläche von rund 500 km². Der höchste Gipfel liegt auf 1240 m über dem Meeresspiegel. Südwestlich der Nubibberge liegt der Losberg (1976 m).

Tirasberge:

Die Tirasberge sind ein Gebirge und privater Naturpark im Süden Namibias, rund 20 Kilometer westlich von Helmeringhausen. Neben Helmeringhausen können die Tirasberge auch von Aus/Lüderitz sowie Sesriem Canyon/Sossusvlei erreicht werden.


Geologische Formationen:

Giants’Playground:

Die Formation entstand nach den Auseinanderbrechen des Urkontinents Gondwana. Dies hatte vulkanische Aktivitäten zur Folge, bei denen das flüssige Magma nicht als Lava an die Erdoberfläche gedrückt wurde, sondern in Gängen und Kluften des damüberliegenden Gesteins eindrang und dort erkaltete.

„Löwenmaul“:

Bei Twyfelfontein liegt die Felsformation „Löwenmaul“. Der Felsen wurde durch Erosion modelliert, beispielsweise durch Wind und Wetter.

Organ Pipes:

Die geologischen Formationen in der Region Khorixas sind ein Lehrbuch erdgeschichtlicher Prozesse. Die Organ Pipes sind Basaltsäulen die vor 130 Mio. Jahren entstanden sind, als flüssiges Magma in Gesteinsräumen eindrang und dort erkaltete.

Petrified Forest:

Sie sehen aus wie alte Äste und Baumstämme und sie sind es auch, allerdings viel älter, als man denkt: der versteinerte Wald in der Nähe von Khorixas warvor 240-300 Millionen Jahren lebendig, eine faszinierende Vorstellung. Verschüttet und von der Luft abgeschlossen wurden die Zellen nach und nach durch chemische Prozesse durch Jaspiskristalle ersetzt und zeigen heute noch die gleiche Struktur wie die Bäume damals.

Spitzkoppe:

Die Spitzkoppe (auch Spitzkuppe) ist ein Inselberg 120 km östlich von Swakopmund in Namibia, der seine Umgebung 700 Meter überragt. Aufgrund ihrer markanten Form wird sie auch als das „Matterhorn Namibias“ bezeichnet und gehört zu den meist fotografierten Bergen des Landes. Die Spitzkoppe ist ein Nationales Denkmal Namibias.


Küsten:

Cape Cross:

Das Kreuzkap (afrikaans Kaap Kruis; englisch Cape Cross) ist eine Landspitze im Südatlantikan der Küste Namibias und liegt an der Küstenstraße C34 etwa 70 Kilometer nördlich von Henties Bay. Es ist heute Bestandteil des Naturschutzgebietes „Robbenreservat Kreuzkap“.

Diamantenküste:

Der Tsau-ǁKhaeb-(Sperrgebiet)-Nationalpark (englisch Tsau ǁKhaeb (Sperrgebiet) National Park), zwischen 2008 und November 2012 Sperrgebiet-Nationalpark, davor Sperrgebiet oder Diamond Area 1(ehemals Diamantensperrgebiet A), auch Namibia-Sperrgebiet bezeichnet eine die HafenstadtLüderitz umschließende Region an der namibischen Westküste Afrikas, die sich vom Oranje bis zu der Südgrenze des Namib-Naukluft-Nationalparks erstreckt. Das Diamantensperrgebiet hat eine Gesamtfläche von etwa 26.000 km². Es wird von der Nationalstraße B4 durchquert und schließt den Küstenabschnitt der Diamantenküste, die sogenannten Klinghardtberge im Landesinneren sowie die Ortschaften Oranjemund und Rosh Pinah im Süden mit ein.

Skelettküste:

Als Skelettküste (englisch Skeleton Coast) wird der nördliche Teil der Meeresküste Namibiasund deren Hinterland bezeichnet, der von Swakopmund bis zum Kunene, dem Grenzfluss zum nördlich gelegenen Angola reicht. Die Skelettküste ist Teil der Namib. Geologisch gehört ein Großteil der Skelettküste mit einem Alter von bis zu 1,5 Milliarden Jahren zu den ältesten Landschaftsformationen der Erde. Nebel, heftige Brandung und unberechenbare, starke Strömungen – durch den an der Küste nordwärts fließenden Benguelastrom – machen die Küste von jeher und bis heute für die Seefahrt gefährlich.


Salzpfannen:

Etoscha-Pfanne:

Die Etosha-Pfanne (früher auch Etosa- oder Etoscha-Pfanne) ist der Boden eines ehemaligen Sees im Norden Namibias und Teil des Etosha-Nationalparks. Der Name Etosha hat seinen Ursprung in der Ovambo-Sprache und bedeutet so viel wie „großer weißer Platz“. Sie bildet zusammen mit dem Cuvelai-System und dem Oponono-See ein besonderes Feuchtgebiet gemäß der Ramsar-Konvention. Sie erstreckt sich über 4760 Quadratkilometer bei einer maximalen Länge von 120 Kilometer und einer maximalen Breite von 55 Kilometer. Die Pfanne liegt ungefähr auf 1000 m über dem Meer und gehört zur Kalahari-Senke, die sich über weite Teile Botswanas, Ost- und Nordnamibias erstreckt.

Sossusvlei:

Das Sossusvlei liegt in Namibia und ist eine von Sanddünen umschlossene beige Salz-Ton-Pfanne („Vlei“) in der Namib, die nur in seltenen guten Regenjahren Wasser führt. Dann bildet sich sogar für kurze Zeit ein wenige Zentimeter bis mehrere Meter tiefer See am Ende des Vlei. Sossus bedeutet „blinder Fluss“ in der Sprache der Nama. „Blind“ bezieht sich darauf, dass der nach ergiebigen Regenfällen aus einer Gebirgsregion im Landesinneren kommende, in Richtung des Atlantiks fließende Fluss Tsauchab beim Sossusvlei in den Sanddünen der Namib-Küstenwüsteendet bzw. versandet – etwa 50 km vom Meer entfernt. Das Gebiet ist Teil des Namib-Naukluft-Nationalparks.


Täler:

Tsondab Valley:

Der Tsondab ist ein ephemerer Trockenfluss im Westen Namibias, der in den Remhoogtebergen seinen Ursprung hat und nach 150 Kilometern in der Namib in einem Vlei (Senke) endet.

Ugab Valley:

Im Ugab Valley erheben sich Tafelberge und markante Felsfinger der Vingerklip. Im nördlichen Damaraland hat das Ugab-Rivier eine Landschaft ins Gestein gegraben, die an das Monument Valley in den USA erinnert.


Wasserfälle:

Epupafälle:

Die Höhe der Fälle beträgt etwa 40 Meter. Durch den Zufluss verschiedener wasserreicher Flüsse aus dem Hochland von Angola ist der Kunene in Namibia der Fluss mit der höchsten Fließgeschwindigkeit. Er hat in dem ansonsten ariden Kaokoveld enge Schluchten ausgewaschen.

Popa Falls:

Die Popafälle (englisch Popa Falls) in Namibia sind Stromschnellen und liegen an der Grenze der Kavango-Ost- und Sambesi-Region bei Bagani, einige Kilometer südlich der Brücke der Trans-Caprivi-Fernstraßeüber den Okavango. Die Popafälle haben eine Fallhöhe von maximal vier Metern, die durch einen Felsriegel aus Quarzitverursacht werden, der hier den Okavango auf der gesamten Breite von über einem Kilometer sperrt.

Ruacanafälle:

Die Ruacanafälle sind ein Wasserfall des namibisch-angolanischen Grenzflusses Kunene, der hier in der Regenzeit bis zu 107 Meter tief in eine bis zu 1067 Meter breite Schlucht stürzt.


Wälder:

Kokerboom Woud:

Der Köcherbaumwald (afrikaans Kokerboom Woud; englisch Quiver Tree Forest) ist ein 1955 zum Nationalen Denkmal erklärtes Gebiet nordöstlich von Keetmanshoop im Süden Namibias, in dem etwa 250–300 Köcherbäume(Aloe dichotoma) stehen. Der Köcherbaum ist hauptsächlich in den Halbwüsten Namibias und im nordwestlichen Teil Südafrikas anzutreffen und wächst sonst eher vereinzelt; Pflanze und Wald stehen unter Naturschutz. Die Ansammlung der vermutlich 200–300 Jahre alten und um die fünf Meter hohen Aloen des „Köcherbaumwalds“ befindet sich auf dem Gelände der Farm „Gariganus“ an der Straßengabelung der M29 und C17. Benachbart sind der nach dem Köcherbaumwald benannte Campingplatz „Quivertree Forest Camp“ sowie die bizarre Felslandschaft „Spielplatz der Riesen“, ein Lehrbuchbeispiel für Blockverwitterung und Wüstenlack. Ein weiterer Köcherbaumwald, der zwar kein Nationaldenkmal, jedoch mit mehr als 5000 Pflanzen deutlich größer ist, befindet sich nur wenige Kilometer entfernt auf „Farm Garas“.


Wüsten:

Kalahari:

Die Kalahari (auch Kgalagadi) ist eine Dornstrauchsavanne, teilweise auch Trockensavanne, wird aber gelegentlich wegen des vorherrschenden Sandes als Wüste bezeichnet. Sie erstreckt sich beidseitig des südlichen Wendekreises von der südafrikanischen Provinz Nordkap durch Namibia und Botswana über eine Fläche von über einer Million Quadratkilometern. Sie ist Teil des etwa doppelt so großen Kalahari-Beckens, das sich bis nach Angola und Sambia hinein erstreckt.

Namib:

Die Ausdehnung der Namib beträgt von Norden (Benguela, Angola) nach Süden (bis zum Oranje) rund 2000 Kilometer, sie reicht bis 160 Kilometer in das Land hinein. Die Namib ist etwa 95.000 km²groß und liegt im Mittel knapp 500 Meter über dem Meeresspiegel. Das als UNESCO-Welterbe eingestufte „Namib-Sandmeer“ hat eine Fläche von rund 31.000 km², weitere 9.000 km² sind als Übergangszone (buffer zone) definiert. In ihrem nördlichen Teil zum Grenzfluss Kunene hin bildet sie die als Schiffsfriedhof bekannte Skelettküste, wo zahlreiche Schiffsgerippe aus dem Sand ragen. Ihr mittlerer Abschnitt beherbergt mit Swakopmund und Walvis Bay zwei der wichtigsten Städte des Landes und den einzigen Hochseehafen Namibias. Im Süden wiederum erstreckt sich auf etwa 500 Kilometern Länge das Diamantensperrgebiet um Lüderitz, in dem auch heute noch Edelsteine gewonnen werden. Der Schwerpunkt der Diamantenförderung hat sich jedoch an den Oranje und dessen Mündungsgebiet im Atlantik verlagert (Offshore-Abbau). Die Diamantengewinnung macht gut ein Drittel des namibischen Exporterlöses aus. Bekannt ist die Namib für ihre Sanddünen, die, je nach Sonnenstand und Feuchtigkeitsgehalt, intensiv ihre Farben ändern. Zu nennen sind hier besonders die Dünen zwischen Swakopmund und Walvis Bay, die Düne 45 sowie die – häufig als höchste Dünen der Erde bezeichneten – Dünen beim Sossusvlei, etwa die Düne Big Daddy, die rund 380 Meter hoch ist. Die roten Dünen der südlichen Namib sind außer im Sossusvlei nur in den Tirasbergen, auf der Farm Gunsbewys, zugänglich.