Uganda

Winston Churchill nannte Uganda „die Perle Afrikas“. Nach und nach wird das Land seinen Namen wieder gerecht. Früher herrschten in Uganda Bürgerkriege und Tyranneien. Unter dem schrecklichen Diktator Idi Amin litt die Natur besonders, da er viele Tiere niedergeschlachtet hat. Heute hat die Flora und Fauna sich wieder von den Gräueltaten des Diktators erholt.

Fläche: 241.040 km² (davon 41.028 km² Wasser)

Einwohner: ca. 34,9 Mio. Einwohner

Hauptstadt: Kampala (1,5 Mio. Einwohner)

Höchste Erhebung: Margherita Peak (5110 m)

Tiefster Punkt: Lake Albert (620 m)

Länge der Landesgrenze: insgesamt 2729 km: Demokratische Republik Kongo (877 km), Kenia (814 km), Süd-Sudan (475 km),  Tansania (391 km), Ruanda (172 km)

Bodenschätze: Kupfer, Kobalt, Lehm, Salz, Ackerland, Gold


Inhaltsverzeichnis:

  1. Uganda – ein Naturparadies im Herzen Afrikas
  2. Anreise und Beste Reisezeit 
    1. Anreise
    2. Beste Reisezeit
  3. Geographie 
    1. Lage
    2. Landschaft
    3. tiefster und höchster Punkt
    4. Seen
    5. Flüsse
    6. Becken
  4. Klima
    1. Temperaturen
    2. Niederschläge
    3. Sonnenstunden
    4. Klima nach Städte
      1. Entebbe
      2. Kampala
  5. Natur
    1. Flora
    2. Fauna
    3. Naturschutz
    4. Umweltprobleme
  6. Nationalparks in Uganda 
    1. Bwindi-Nationalpark
    2. Kibale-Nationalpark
    3. Lake-Mburo-Nationalpark
    4. Mgahinga-Gorilla-Nationalpark
    5. Murchison Falls Nationalpark
    6. Queen-Elizabeth-Nationalpark
    7. Ruwenzori-Nationalpark
    8. Semliki-Nationalpark
  7. Naturwunder
    1. Kasenda-Krater
    2. Murchison Falls
    3. Ruwenzori
    4. Virunga-Vulkane
  8. Flusslandschaften
    1. Weißer Nil
    2. Kagera-Nil
    3. Victoria-Nil
    4. Kyoga-Nil
    5. Albert-Nil


Uganda – ein Naturparadies im Herzen Afrikas:

Mehr als 1000 Vogelarten leben in diesem fruchtbaren Land. Mindestens die Hälfte dieser Vogelarten kommen im Queen Elizabeth National Park vor. Unter diesem Vogelarten befindet sich auf der Schuhschnabel, der Schopfadler und die vielen Nektarvögel. Zudem leben im Uganda auch der Nashornvogel, ein truthahngroßer Vogel, der sich von Termiten, jungen Adlern und Hasen ernährt. Im Bwindi Impenetrable Forest leben mehr Affenarten, als irgendwo sonst auf der Welt. In diesem Naturschutzgebiet lebt die größte Biodiversität Ostafrikas. Die Hälfte der weltweiten Population der Berggorillas findet man hier vor. Schimpansen, Koboldmakis, Wollaffen, Pottos und Mantelaffen kommen ebenfalls in dem riesigen Schutzgebiet vor. Weiteren 120 Säugetierarten und 202 Arten von Schmetterlingen, sowie 346 Vogelarten bietet der Bwindi Impenetrable Forest eine Heimat. In den Ruwenzori Mountains, die auch als „Berge des Mondes“ bekannt sind. Einige Berggipfel sind mit Schnee bedeckt, obwohl das Gebirge am Äquator liegt. Hier wächst eine besondere Flora, wie die ungewöhnlich hoch wachsenden Heidekräuter, rote und grüne Moosarten, sowie viele weiter alpine Blumenarten. Die größte Population der Krokodile in Ostafrika befinden sich am Nil unter den gewaltigen Murchison Falls, einen 45 m hohen Wasserfall. Im Kidepo Valley leben mehr Säugetiere, als in irgendeinen anderen Park in Uganda. 28 Arten von Säugetiere kommen nur hier vor.


Anreise und Beste Reisezeit:

Anreise:

Die meisten internationalen Flüge landen im Entebbe Airport am Victoriasee. Die Stadt Entebbe liegt südlich der Hauptstadt Kampala. Hier kann man Autos mieten. Kampala ist auch das Zentrum für Guides und Ausgangspunkt für viele Trips in die Wildnis.

Beste Reisezeit:

Die beste Zeit um einen Aufenthalt in Uganda zu planen ist die Trockenzeit, von Dezember bis Februar und Juni bis Juli.


Geographie:

Die Gesamtfläche des Landes umfasst 241.038 Quadratkilometer, davon entfallen 199.710 Quadratkilometer auf die Landfläche und 36.330 Quadratkilometer auf Wasserflächen. Der Nordosten Ugandas ist semiarid.

Lage:

Uganda grenzt im Norden an den Südsudan, im Osten an Kenia, im Süden an Tansania, im Südwesten an Ruanda und im Westen an die Demokratische Republik Kongo. Die Grenzen zu Kenia und Tansania verlaufen zum Teil durch den Victoriasee.

Blick auf den Auslauf des Nils aus dem Victorias

Landschaften:

Uganda ist von Seen, dem Weißen Nil (hier: Viktoria-Nil und Albert-Nil), Urwäldern und Savannen geprägt. Durch den Süden des Landes verläuft der Äquator.

tiefste und höchste Punkt:

Der tiefste Punkt Ugandas ist der Unterlauf des Albert-Nils auf etwa 610 m über dem Meeresspiegel (Albertsee 621 m über dem Meeresspiegel). Der Margherita Peak (auch: Mount Stanley) im Ruwenzori-Gebirge als höchster Punkt ist 5.110 m hoch. Beide Extrempunkte liegen nahe beieinander.

Seen:

Der südliche Teil Ugandas wird hauptsächlich vom Victoriasee und dessen Umland in Anspruch genommen. Der Victoriasee ist einer der größten Seen der Erde und hat eine Fläche von 68.000 km² (ungefähr so groß wie Schottland). Im See befinden sich viele Inseln. Die wichtigsten Städte des Landes liegen am See, wie Entebbe. Aber auch die Hauptstadt Kampala ist nicht weit vom Victoriasee entfernt. Der Kyoga-See (Lake Kyoga) liegt im zentralen Uganda und ist umgeben von weiten Marschlandschaften. Wenn man sich Uganda auf dem Satellitenbild ansieht erkennt man, dass dort viele große Seen liegen. Außer dem Victoriasee und dem Kyoga, befinden sich weiter große Seen dort, wie der Albert-See, der Edward-See und der George-See.

Flüsse:

Uganda liegt größtenteils im Becken des Nils. Der Victoria-Nil fließt von Victoriasee in den Kyoga-See, von dort fließt er weiter in den Lake Albert an der kongolesischen Grenze. Dort fließt er nordwärts nach Süd-Sudan. Das Gebiet von Ost-Uganda wird vom Saum River beeinflusst. Der Fluss fließt durch das Becken des Lake Turkana.

Becken:

In Uganda gibt es drei große Beckenlandschaften. Die erste und größte ist das Becken des Nils. Der Suam River fließt durch das Becken des Lake Turkana. Im äußersten Nordosten befindet sich das Lotikipi-Becken, das bis nach Kenia reicht.


Klima:

Auf das tropische Klima im Süden und in der Mitte des Landes wirkt sich aus, dass Uganda größtenteils auf einem Plateau um 1.000 m über dem Meeresspiegel liegt. Das Klima ist tropisch-warm, jedoch durch die Höhenlage deutlich abgekühlt. Deshalb ist es weder übermäßig heiß noch besonders kalt.

Temperaturen:

Die Temperaturen schwanken zwischen 25 und 30 °C tagsüber, nachts ist es meist um 17 °C. Die Extremwerte liegen zwischen 10 und 35 °C.

Niederschläge:

Die Niederschläge (1000–1500 mm) waren früher auf das ganze Jahr verteilt, es gab nur zwei trockenere Perioden (Dezember bis Februar und Juni bis August). Mittlerweile gibt es in Uganda besonders im Norden jedoch Regionen, in denen es jahrelang nicht regnet, während der Rest des ehemals tropisch feuchten Landes zunehmend in Monsunabhängigkeit gerät und nur noch über eine Regenzeit verfügt.

Sonnenstunden:

Jan.
Feb.
Mär.
Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
7 h7 h7 h6 h6 h6 h6 h6 h7 h7 h7 h7 h

Klima nach Städte:

Entebbe:

Entebbe ist der mit Abstand regenreichste Ort in Uganda, was daran liegt, dass Gewittercluster, die über dem Viktoriasee entstanden sind, auch am Viktoriasee wieder abregnen und sich nur relativ selten weiter über Land bewegen. Regen ist in Entebbe praktisch immer von Gewittern begleitet. So brachte es der April 2001 des mit 1615,95 mm regenreichsten Jahres der Dekade auf 25 Tage mit Blitz und Donner, was für den in der Nähe gelegenen Flughafen eine große Belastung darstellte. Zur Mitte des Jahrzehnts flauten die Niederschläge stark ab. Das aus 2 × 6 Messmonaten bestehende Jahr 2003/2004 schlug nur mit 464,57 mm zu Buche. In 2005 lag der Wert mit nur 471,17 mm kaum höher. Der Durchschnitt der Dekade 2000 bis 2009 lag damit bei 1037,07 mm jährlich. Der heftigste Sturzregen fiel am 9. März 2001 mit 124,95 Litern pro Quadratmeter und unterbot damit die Spitzenwerte vom 22. März 1995 mit 382,02 mm und vom 2. September 1995 mit 202,95 mm deutlich. 1995 war mit 1915,20 mm das niederschlagsreichste Jahr seit Beginn der Regenmessungen. Trotzdem drückte die landesweite Dürre von 1999 den Durchschnitt des Messzeitraums 1993 bis 1999 auf 845,04 mm jährlich. Die maximale Luftfeuchte von 100 % wurde in Entebbe seit den 1990er Jahren schon mehrfach erreicht. Seit den Siebziger Jahren lässt sich eine kontinuierliche Zunahme der Niederschläge beobachten. Das Dürrejahr 1973 drückte den jährlichen Durchschnitt des Messzeitraums 1973 bis 1978 auf nur 709,91 mm. Extremtemperaturen wie die 36 °C vom 10. September 1974 oder die 7 °C vom 28. August 1973 wurden bislang nicht wieder gemessen.

Jan.
Feb.
Mär.
Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
27°C27°C27°C26°C26°C25°C25°C25°C26°C26°C26°C26°C
17°C17°C18°C18°C18°C17°C16°C16°C16°C17°C17°C17°C

Kampala:

Das Klima ist durch die Lage in der Nähe des Äquators ganzjährig ausgeglichen warm, aber auf Grund der Höhenlage nicht übermäßig heiß.


Natur:

Flora:

Uganda hat eine artenreiche Pflanzenwelt. Die Savanne Ostafrikas geht in den Regenwald Zentralafrikas über, was sich positiv auf die Artenvielfalt der Pflanzen und Tiere auswirkt.

Fauna:

Die ursprüngliche Fauna ist in den Nationalparksnoch am ehesten erhalten, dort jedoch auch durch die Bürgerkriegsentwicklungen beeinträchtigt. In den beiden bedeutendsten Naturschutzgebieten, dem Murchison Falls National Park und dem Queen Elizabeth National Park, können Safaris mit Pirschfahrten zur Wildbeobachtung durchgeführt werden. Nur in Uganda heimisch ist der Uganda-Kob (Kobus kob thomasi), eine Antilopenart aus der Gattung der Wasserböcke. Das Wappentier, der Kronenkranich, ist besonders rund um den Viktoriasee noch häufig zu sehen.

Naturschutz:

Neun Nationalparks und sechs Wildreservate zeugen von der Naturschönheit des Landes und dem Willen, diese zu schützen. Sie sind über das Land verteilt und liegen meist in der Nähe der Grenzen und weniger im Zentrum des Landes. Dadurch werden unterschiedliche Landschaften und Lebensgemeinschaften geschützt. Einige der Parks sollen hier kurz hervorgehoben werden. Hier sind die sechs Wildreservate:

  • Kyambura-Wildreservat
  • Aswa-Lolim-Wildreservat
  • Ajai-Game-Wildresevat
  • Pian-Upe-Wildreservat
  • Bokora-Wildreservat
  • Matheniko-Wildreservat

Umweltprobleme:

Schädlich für Natur und Umwelt wirken sich die Entwässerung von Feuchtgebieten, Abholzung, Überweidung und andere negative Nutzungen aus. Im Viktoriasee wuchern gebietsfremde Wasserhyazinthen. Die Einsetzung des Nilbarsches im Viktoriasee, um die Fischereierträge zu steigern, führte zur Ausrottung zahlreicher endemischer Fischarten, insbesondere der Buntbarsche, andere Arten sind bedroht. Dies ist eine ökologische Katastrophe und ein Beispiel für falsche „Entwicklungshilfe“, deren Schaden den Nutzen überwiegt.


Nationalparks in Uganda:

Bwindi-Nationalpark:

Der Bwindi-Nationalpark ist Heimat einer von insgesamt zwei noch existierenden Populationen von Berggorillas weltweit.

Kibale-Nationalpark:

Der Kibale-Nationalpark ist bekannt für seine habituierten Schimpansen. Seine Regenwälder beherbergen u. a. insgesamt 13 Arten von Primaten (u. a. Roter Stummelaffe (Roter Colobus) und Östliche Vollbartmeerkatze) sowie einen größeren Bestand von Waldelefanten. Er umfasst 766 km² und liegt etwa 40 km südlich von Fort Portal.

Lake-Mburo-Nationalpark:

Diese mit Akazien bestandene Savannen-Landschaft birgt einige Seen, die von Sümpfen umgeben sind. Die Feuchtgebiete sind bekannt dafür, dass dort viele Vögel vorkommen. In den Savannen leben Zebras, Warzenschweine, Afrikanische Büffel, Impalasund zahlreiche andere Graslandarten, darunter auch die letzte in Uganda zu findende Population der Elen-Antilope, der größten Antilopenart. Die Nähe zur Hauptstadt Kampala ist für manche Beobachter von Vorteil.

Mgahinga-Gorilla-Nationalpark:

Ein Zeichen für die zunehmende touristische Bedeutung der Gorillas im Bwindi-Regenwald sowie im Mgahinga-Gorilla-Nationalpark ist der Umstand, dass die vom Aussterben bedrohten Tiere 2007 sowie 2010 die Rückseite der jeweils höchsten Banknote des Landes zierten.

Mount-Elgon-Nationalpark:

Der Mount-Elgon-Nationalpark liegt an der Grenze nach Kenia nahe Mbale. Der Mount Elgon (4321 Meter über dem Meeresspiegel) befindet sich genau im Grenzgebiet. Einige der Gipfel dieses ehemaligen Vulkans liegen in Kenia, von dort ist auch bekannt, dass Elefanten von weit her kommen, in eine Höhle eindringen und im Dunkeln salzige Erde fressen. Ein Mosaik aus Grasland, Mooren und Bergregenwald prägt den Charakter dieser Landschaft.

Murchison Falls Nationalpark:

Die größte geschützte Fläche des Landes erstreckt sich über den Murchison Falls National Park. Ein spektakulärer Wasserfall des Nils war für diesen Park namensgebend, an dem Nilkrokodile und Flusspferde leben. Eine Besonderheit dieses Schutzgebietes stellt die seltene Uganda-Giraffe (auch: Rothschild-Giraffe) dar.

Queen-Elizabeth-Nationalpark:

Der Queen-Elizabeth-Nationalpark ist durch seine Lage am Fuße des Ruwenzori-Gebirges und am Edwardsee und Georgsee geprägt. Flusspferde und Pelikane fallen ins Auge, daneben weist das Vorkommen Afrikanischer Büffel, von Elefanten, Löwen, diverser Antilopen und über 600 Vogelarten auf die ökologische Vielfalt des Gebietes hin.

Ruwenzori-Nationalpark:

Der Ruwenzori-Nationalpark soll die Berg- und Gletscherregionen des Ruwenzori-Gebirges, eine der Quellen des Nils, mit seiner einzigartigen Flora schützen.

Semliki-Nationalpark:

Der Semliki-Nationalpark liegt am nördlichen Fuß des Ruwenzori-Gebirges und umfasst einen Ausläufer des Ituri-Regenwaldes, dessen größter Teil in der Demokratischen Republik Kongo liegt. Dort kommen für das Kongobecken typische Vogelarten vor, die es sonst nicht in Uganda gibt. Das nahe gelegene Semliki-Wildreservat erstreckt sich bis zum Albertsee. Dort kann man den Schuhschnabel beobachten, falls man diesen gut getarnten und meist unbeweglichen Vogel entdeckt.


Naturwunder:

Kasenda-Krater:

Die Kasenda-Krater (auch Kyatwa Vulkanfeld genannt) sind eine Gruppe von etwa 40 bis 60 vulkanischen Kraterseen im Distrikt Kabarole im westlichen Ugandaetwa 20 bis 30 Kilometer südlich von Fort Portal, die in der Gegend um den Ort Kasenda, sowie die Orte Kabata und Rwaihamba, liegen. Sie sind eine von vier größeren Kraterseegruppen in Westuganda neben den Fort-Portal-Kratern, den Katwe-Kratern und den Bunyuruguru-Kratern, die alle vor etwa 10.000 Jahren durch vulkanische Aktivität entstanden sind.

Lake Albert:

Der Albertsee liegt östlich der großen Zentralafrikanischen Schwelle und westlich des weitläufigen Uganda-Hochlands. Er ist Teil des Ostafrikanischen Grabenbruchs, direkt nördlich des Ruwenzori-Gebirges. Er hat eine maximale Länge von 170 km und eine maximale Breite von 30 km. Im Westen befinden sich die Blauen Berge des Ostkongo.

Murchison Falls:

Die Murchison Falls (früher auch Kabalega Falls genannt) befinden sich am Viktoria-Nil im Nordwesten von Uganda (Ostafrika). Dort befinden sie sich im Murchison Falls National Park zwischen dem Albertsee und dem Viktoriasee. Die Hauptfälle bestehen aus einer nur sieben Meter breiten Felsschlucht, deren obere Ränder von Bäumen bewachsen sind, in der der Nil 42 Meter in die Tiefe stürzt, die Nebenfälle bestehen aus mehreren Kaskaden mit maximal 28 m Tiefe. Pro Sekunde stürzen 300 Kubikmeter über die Fälle.

Ruwenzori:

Das Ruwenzori-Gebirge (im Englischen meist Rwenzori geschrieben) ist mit bis zu 5109 m das dritthöchste Gebirge Afrikas. Es liegt in Ostafrika auf der Grenze zwischen der Demokratischen Republik Kongound Uganda und weist als eines von nur drei Gebirgen Afrikas Vergletscherungen auf. Wegen seiner hohen ökologischen Bedeutung ist es Teil des UNESCO-Weltnaturerbes.

Victoriasee:

Der Victoriasee liegt in Ostafrika und ist Teil der Staaten Tansania, Uganda und Kenia. Er ist der drittgrößte See der Welt (nach dem Kaspischen Meerund dem Oberen See) und der zweitgrößte Süßwassersee der Welt. Der Victoriasee ist der größte See Afrikas, er verfügt über ein Einzugsgebiet von 193.000 km². Er hat eine Oberfläche von 68.800 km², dies entspricht in etwa der Fläche Bayerns oder Irlands. An seinen Ufern lebten 2007 etwa 30 Millionen Menschen.

Virunga-Vulkane:

Die Virunga-Vulkane sind acht Vulkane im Grenzgebiet zwischen Ruanda, Uganda und der Demokratischen Republik Kongo. Sie liegen zwischen dem Eduardsee und dem Kiwusee und gehören zum Ostafrikanischen Grabenbruch. Die zwei Vulkane, die in der Demokratischen Republik Kongo liegen, sind der Nyiragongo (3462 m) und der Nyamuragira (3063 m). Zu der zentralen Gruppe zählen der Karisimbi, der mit 4507 m Höhe größte Vulkan der Gebirgskette, der Mikeno mit 4437 m und der Visoke (Bisoko) mit 3711 m. Die östliche Gruppe umfasst den Sabinyo (3634 m), den ältesten der Virunga-Vulkane, den Gahinga (3474 m) und den Muhabura (4127 m).


Flusslandschaften:

Weißer Nil:

Der Weiße Nil wird trotz geringerer Wasserführung meistens als eigentlicher Nil angesehen. Er hat gegenüber dem Blauen Nil ein mehr als fünfmal so großes Einzugsgebiet und mit rund 3800 Kilometern eine mehr als 2,5-fache Länge. Der Weiße Nil entsteht in den hoch gelegenen Hügelländern von Burundi, Ruanda und Tansania aus dem burundischen Quellfluss Luvironza-Ruvuvu und dem ruandischen Quellfluss Rukarara-Nyabarongo, die in den Kagera (im Oberlauf auch Akagera) fließen.

Kagera-Nil:

Der Kagera ist der größte Victoriasee-Zufluss, der im nördlichen Tansania sein Westufer erreicht. Das Einzugsgebiet des Kagera (ca. 60.000 km²) entwässert den größten Teil von Ruanda, die Hälfte des Staates Burundi, aber auch kleine Teile Nordwest-Tansanias. Früher wurde der Kagera oft nicht als Teil des Nil angesehen, trotz seiner Länge von insgesamt weit über 900 Kilometern und einer Wasserführung von über 230 m³/s.

Victoria-Nil:

Der Victoria-Nil verlässt den Victoriasee im Norden in Uganda. Kurz unterhalb der einstigen Owen Falls und Ripon Falls wird er so hoch aufgestaut, dass auch der Seespiegel des Viktoriasees um bis zu drei Meter angehoben werden kann.

Kyoga-Nil:

Unterhalb der Bujagali-Stromschnellen und dem Kyogasee wird er Kyoga-Nil genannt, der über die Karuma Falls und die Murchison Falls in den Albertsee fließt.

Albert-Nil:

Als Albert-Nil fließt er aus dem See bis zur Grenze zu Südsudan.