Panajachel und Umgebung

Panajachel (vollständiger Name San Francisco Panajachel) ist eine Stadt mit etwa 11.000 Einwohnern im Departamento Sololá im Südwesten von Guatemala.


Geographie:

Panajachel liegt im zentralen Hochland Guatemalas am Lago de Atitlán auf gut 1.500 Metern über dem Meeresspiegel und ist heute neben Antigua Guatemala und Quetzaltenango eines der touristischen Zentren des Landes.


Geschichte:

präkolumbische Zeit:

Die Stadt entstand aus einer präkolumbischen Siedlung der Cakchiquel-Maya.

Kolonialzeit:

Bedeutung erlangte Panajachel als Kriegsschauplatz: Hier kam es im Jahre 1523 zur letzten Schlacht der ebenfalls am Lago de Atitlán ansässigen Tzutuhil-Mayas gegen die spanischen Eroberer unter Pedro de Alvarado und die bereits mit diesen verbündeten Cakchiquel-Mayas. Die spanischen Konquistadoren bauten eine Kirche, gründeten ein Kloster und machten Panajachel zu einem Zentrum der römisch-katholischen Missionierung der indigenenBevölkerung. Die Fassade der 1567 erbauten Kirche ist noch erhalten.

Heute:

Seine heutige Bedeutung als wichtiges Handelszentrum am Lago de Atitlán verdankt Panajachel dem Tourismus.


Sehenswürdigkeiten:

  • Museo Lacustre del Lago de Atitlán: Das archäologische Museum beschäftigt sich mit Funden einer versunkenen Stadt aus der Mayazeit zwischen 1200 v. Chr. und 250 n. Chr. am Grunde des Sees.

Klima:


Orte in der Umgebung:

Antigua Guatemala:

La Antigua Guatemala ist eine etwa 35.000 Einwohner zählende Kleinstadt im zentralen Hochland Guatemalas. Sie war von 1543 bis 1773 die Hauptstadt der spanischen Kolonienin Zentralamerika. Heute ist Antigua Guatemala Verwaltungssitz der gleichnamigen Großgemeinde (Municipio) und des Departamentos Sacatepéquez. Die für ihre barocke Kolonialarchitektur bekannte Stadt gehört seit 1979 zum Weltkulturerbe. Antigua ist heute eine der touristischen Hauptattraktionen Guatemalas. Die Stadt weist ein regelmäßiges koloniales Stadtbild mit zahlreichen halbzerstörten Barockkirchen auf und verfügt über zahlreiche Hotels, Restaurants, Geschäfte und Sprachschulen. Ein kultureller Höhepunkt in Antigua Guatemala sind die prachtvollen Prozessionen in der Karwoche (Semana Santa). Eine weitere Attraktion sind die in Sichtweite gelegenen Vulkane Agua, Acatenango und der noch aktive Fuego. Im rückwärtigen Teil der ehemaligen Kathedrale San José befindet sich die Grabstätte des Chronisten und ehemaligen Gouverneurs von Antigua Bernal Díaz del Castillo. Seitlich der Kathedrale liegen die guterhaltenen Gebäude der im Jahr 1676 gegründeten ehemaligen Universität San Carlos. Eines der interessantesten Sehenswürdigkeiten ist der Kapuzinerkonvent Antigua (Convento de las Capuchinas) an der Ecke Av Norte / Calle Oriente wegen des einzigartigen “Turms der Zurückgezogenheit” (Torre de Retiro). Um einen kreisrunden Patio sind 18 kleine Zellen mit eigener Toilette angeordnet, die von Nonnen eines Zweigs des Franziskanerordens mit sehr strengen Regeln bewohnt waren.

Quetzaltenango:

Quetzaltenango, auch unter dem Maya-Namen Xelajú (ausgesprochen als „Sche-La-Chu“) oder seiner Kurzform Xela bekannt, ist die zweitgrößte Stadt Guatemalas und die Hauptstadt des gleichnamigen Departamentos. Die im Südwesten Guatemalas auf 2234 m Höhe nahe der Panamericana gelegene Stadt hat ungefähr 140.000 Einwohner. Die Sehenswürdigkeiten beschränken sich auf die neoklassizistischen Gebäude um den Parque Centroamérica in der Altstadt. Dazu gehört die ehemalige Zentrale der 1883 gegründeten Banco de Occidente, einer der ältesten Banken Guatemalas, die vor einigen Jahren jedoch vollständig von der Banco Industrial übernommen wurde. Weitere Attraktionen sind das Rathaus, die Kathedrale, das Kulturzentrum Casa de la Cultura und schließlich das Eisenbahnmuseum Museo del Ferrocarril de Los Altos. Dazu kommen noch Einkaufszentren, die von italienischen Architekten geplante, kürzlich renovierte Ladenpassage Pasaje Enríquezund etliche kleinere Geschäfte und Kneipen. Weiter im Norden befindet sich das prunkvolle Teatro Municipal mit seiner beeindruckenden Fassade. An Ostern wird die Semana Santa ähnlich aufwändig gefeiert wie in Antigua Guatemala.


Natur um Panajachel:

Atitlan:

Der Stratovulkan Atitlan (3537 m) liegt in Guatemalaund ist der höchste von drei auffälligen Vulkanen am Südende der Atitlan-III-Caldera. Zusammen mit seinem Zwillings-Vulkan Toliman und dem Vulkan San Pedro bildet er ein beeindruckendes Panorama am Ufer des Atitlan-Sees. Der Atitlan ist jünger als die volumenreichen, 85.000 Jahre alten Los-Chocoyos-Tephra-Schichten, welche bei der Entstehung der Caldera abgelagert wurden. Der nördliche Teil des Vulkans ist bewaldet, die oberen 1000 Meter des südlichen Kraterteils zeigen hingegen keine Vegetation. Seit dem 15. Jahrhundert wurden wiederholt explosive Eruptionen aufgezeichnet.

Lago Atitlán:

Der Lago de Atitlán ist der zweitgrößte See in Guatemala. Er liegt im Departamento Sololá und ist bekannt für seine Fauna und Flora. Am See ist der Puma heimisch, allerdings gilt er als selten. Der ehemals hier lebende Atitlántaucher (Podilymbus gigas) ist aufgrund der Aussetzung nicht heimischer Fische und der zunehmenden Bevölkerungszahl seit 1989 ausgestorben.

San Pedro:

San Pedro ist ein Vulkan an der Küste des Lago de Atitlán in Guatemala. Er ist 3.018 m hoch und ruht seit etlichen hundert Jahren. Eine Besteigung ist von San Pedro La Laguna in ca. 4 Stunden möglich.

Toliman:

Der Toiman ist ein 3158 m hoher Stratovulkan in Guatemala.

Die beiden Vulkane Toliman und San Pedro