Palace of Westminster

Der Palace of Westminster (auch Westminster Palacegenannt) ist ein monumentales, überwiegend im neugotischen Stil errichtetes Bauwerk in London, in dem das aus dem House of Commons und dem House of Lordsbestehende britische Parlament regelmäßig tagt. Aus diesem Grund sind auch die Bezeichnungen Houses of Parliament und New Houses of Parliament geläufig. Im deutschen Sprachraum wird der Palace of Westminster auch übersetzt Westminsterpalast genannt. Der eigentliche Palast befindet sich in der City of Westminster am Parliament Square, in unmittelbarer Nähe zu den Regierungsgebäuden am Whitehall. Er wurde gemeinsam mit der Westminster Abbey und der St Margaret’s Church von der UNESCO zum Weltkulturerbeerklärt. Die ältesten erhaltenen Teile des Palastes sind die Westminster Hall aus dem Jahr 1097 sowie der Jewel Tower, der etwa 1365 erbaut wurde. Ursprünglich diente er als Residenz der englischen Könige, doch seit 1529 hat kein Monarch mehr dort gelebt. Vom ursprünglichen Gebäude ist nur wenig erhalten geblieben, da es am 16. Oktober 1834 bei einem verheerenden Großbrand fast vollständig zerstört wurde. Die für den Wiederaufbau verantwortlichen Architekten waren Charles Barry und Augustus Pugin. Der wohl bekannteste Teil des Palastes ist der seit 2012 offiziell Elizabeth Tower genannte Uhrenturm mit der Glocke Big Ben. Die wichtigsten Räume des Palastes sind die Ratssäle des House of Commons und des House of Lords. Daneben gibt es rund 1100 weitere Räume, darunter Sitzungszimmer, Bibliotheken, Lobbys, Speisesäle, Bars und Sporthallen. Der Begriff Westminster ist im britischen Sprachgebrauch oft gleichbedeutend mit dem Parlamentsbetrieb, ist also ein Metonym für Parlament. Das Gebäude ist mittlerweile in einem schlechten baulichen Zustand. Die letzte umfassende Renovierung erfolgte in den 1950er Jahren. Für die anstehenden Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten wird mit Kosten zwischen 3,5 und 6 Milliarden Pfund gerechnet.

Westminster Abbey