Partnachklamm

Im Frühjahr strömt mit Wucht das Schmelzwasser hindurch, im Sommer lassen sich Naturfreunde von der besonderen Atmosphäre der Partnachklamm bezaubern. Denn wenn an beiden Seiten Felswände auf einer Strecke von gut 700 m rechts und links an manchen Stellen über 80 m hoch und sehr steil aufragen, löst das neben Faszination auch Beklemmung aus.


Geologie:

Entstehung:

In der mittleren Trias vor etwa 240 Mio. Jahren lagerten sich im Gebiet der heutigen Partnachklamm auf dem Grunde eines flachen Meeres dunkelgraue, relativ harte Schichten alpinen Muschelkalks ab, der sogenannte Wurstelkalk oder Knollenkalk. Auf den wulstartigen Schichten dieses Gesteins kann man noch heute oft Wühl- und Fressspuren damaliger Meeresbewohner entdecken. Circa fünf Millionen Jahre später lagerten sich im gleichen Meeresbecken bedeutend weichere Mergel ab, die heute als „Partnachschichten“ bezeichnet werden.

Erosion:

Im Zuge der späteren alpidischen Faltung entstand aus diesen Gesteinsschichten der sogenannte Wamberger Sattel. Die Erosionskraft der vom Schneeferner auf dem Zugspitzplatt gespeisten Partnach war groß genug, um die weicheren Schichten schnell abzutragen, mit der fortdauernden Hebung des Geländes Schritt zu halten und sich so auch in den harten alpinen Muschelkalk einzuschneiden. Heute bildet der Fluss im Bereich des Muschelkalkes die typische eng eingeschnittene Talform einer Klamm, während nördlich und südlich davon in den Bereichen der weicheren Partnachschichten breitere Talformen vorherrschen.


Felsstürze:

  • Am 1. Juni 1991 brachen ca. 5000 m³ Gestein aus einer Felswand am südlichen Ende der Klamm und versperrten die bisherige Wegführung sowie den Wasserlauf. Glücklicherweise forderte dieser überraschende Felssturz keine Menschenleben. Es entstand ein kleiner natürlicher Stausee und die Partnach bahnte sich ihren Weg um die riesigen Felsblöcke herum. Seit 1992 führt nun ein 108 m langer, in den Fels gesprengter Stollen an den Gesteinsmassen und am Stausee vorbei. Der Stollen wird durch Fenster belichtet, von denen aus man dieses Naturereignis gefahrlos beobachten kann.

Wetterereignisse mit Einfluss auf die Klamm:

  • Nach schweren Unwettern am 12./13. Juni 2018 war die Partnachklamm bis zum 4. August geschlossen.