Amper (Fluss)

Die Amper ist ein Fluss im bayerischen Alpenvorland und bildet zusammen mit der Ammer ein zusammenhängendes Flusssystem. Der Name Ammer bezeichnet davon den Oberlauf bis zum Ammersee, Amper den Abschnitt vom Seeausfluss bis zur Mündung in die Isar bei Moosburg. Das über weite Bereiche naturnahe Flusssystem ist mit 185 Kilometern Länge und einem mittleren Abfluss von 45 m³/s vor der Loisach der wichtigste Zufluss der Isar. Mit ihrem Einzugsgebiet von 3100 km² entwässert die Amper ein gleich großes Gebiet wie die Isar oberhalb der Ampermündung. Weil der alpine Anteil daran jedoch kleiner ist, bringt die Amper der Isar weniger Wasser als deren eigener Oberlauf. Größte Nebenflüsse sind die links bei Dachau zufließende Maisach, die den Starnberger See entwässernde rechte Würmund zuletzt die wiederum linke Glonn, die bei Augsburgentspringt.

Verlauf:

Quelle:

Der Quellbereich der Ammer befindet sich südwestlich von Oberammergau im Bereich des Ammergebirges. Die verschiedenen Quelltöpfe werden aus dem hier zutage tretenden Wasser der Linder gespeist. Dieser kleine Gebirgsbach entspringt zehn Kilometer südwestlich unmittelbar an der Grenze zwischen Tirolund Bayern, in der Nähe von Schloss Linderhof bzw. nur etwas östlich des Ammersattels. Knapp vier Kilometer westlich des Quellbereichs der Ammer versickert die Linder in dem durchlässigen, kalkigen Untergrund, um nach kurzer Zeit wieder als Ammer zutage zu treten. Dieser Punkt im Flussbett liegt etwa bei Flusskilometer 185, also rund 1 km nördlich der ersten Flusskilometertafel 186,200. Die Länge des Ammer-Flusssystems beträgt also insgesamt nicht 168 km, sondern eher 186 km.

Ammer:

Nördlich von Unterammergau verlässt der Fluss nach ungefähr 15 Kilometern die Bayerischen Alpen und durchfließt anschließend das Ammer-Loisach-Hügelland. In dieser aus den Ablagerungen des Isar-Loisach-Ammersee-Gletschers während der Würmeiszeit entstandenen Jungmoränenlandschaft schneidet sich die Ammer bis zu 80 Meter tief in die Moränen und in die darunter anstehende Molasse ein. Bei Peißenberg verlässt sie die Schlucht und durchfließt ein lang gestrecktes breites Tal, bis sie östlich von Dießen in den Ammersee mündet. Wenig zuvor zweigt noch links die Alte Ammer ab, die nach kurzem Lauf von der längeren, aber gewöhnlich wasserärmeren Rott aufgenommen wird.

Amper:

Bei Grafrath durchschneidet das Tal der Amper zunächst eine Endmoränenlandschaft des Isar-Loisach-Gletschers der Würm-Kaltzeit und durchfließt anschließend ab Fürstenfeldbruck die Münchner Schotterebene. Nordöstlich von Dachau kommt sie in den Bereich des tertiären Donau-Isar-Hügellandes und mündet schließlich bei Moosburg in die Isar. Kurz vor der Mündung wird der Amper der größte Teil ihres Wassers (30 m³/s) entzogen und durch einen Kanal südlich an Moosburg vorbei der Isar zugeführt. Durch einen weiteren Verbindungskanal wird dieses Wasser in den Uppenbornwerken am Mittlere-Isar-Kanal zur Energieerzeugung genutzt. Insgesamt überwindet das Flusssystem Ammer/Amper 430 Höhenmeter. Fast 200 Meter verliert die Ammer allein in der 20 Kilometer langen Schlucht südlich von Peißenberg.

Sehenswürdigkeiten:

Neben einer Reihe sehenswerter Städte entlang der Ammer und der Amper wie Weilheim, Fürstenfeldbruck, Dachau und Moosburg ist vor allem der Ammersee von touristischer Bedeutung. Entlang der Ammer sind die Schleierwasserfälle südlich von Bad Bayersoien und die Echelsbacher Brücke die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten. Über weite Strecken wird der Fluss von Radwanderwegen gesäumt, die Touren von den Alpen bis zur Ampermündung bei Moosburg an der Isar ermöglichen. Das Befahren der Ammer und der Amper mit Kanus oder ähnlich wendigen Booten ist über fast die gesamte Strecke möglich, aber nicht das ganze Jahr erlaubt. Auf der Ammer ist zwischen dem 1. Dezember und dem 30. April Bootfahren nur bei einem Abfluss von mindestens 6 Kubikmeter/Sekunde erlaubt. Während der Vogelbrutzeiten (1. März bis 15. Juli) ist das Befahren der Amper von Stegen bis Grafrath und zwischen Schöngeising und Fürstenfeldbruck verboten. Die Stadt Fürstenfeldbruck hat eine Reihe von offiziellen Badegelegenheiten entlang der Amper ausgewiesen.