St. Louis und Umgebung

St. Louis beherrscht Eero Saarinens ehrfurchtsgebietender Gateway Arch aus rostfreien Stahl mit 192 m Höhe. Zu Füßen des Arches fließt der Mississippi River und bildet gleichzeitig die Grenze zu Illinois. St. Louis ist nach Kansas City mit ca. 319.000 Einwohner die zweitgrößte Stadt Missouris. Die Metropole hat einige Spitznamen, darunter  „The Gateway City“, „Mound City“ oder das „Tor zum Westen“.


Natur um St. Louis:

Landschaften um St. Louis:

In der Umgebung der Stadt erheben sich Bluffs und Hügelterrassen die sich 30 bis 61 m über den Ebenen erheben. Vor allem findet man sie am westlichen Ufer des Mississippi River und südlich des Missouri-Mississippi River-Zusammenflusses. Der Großteil der Landschaft besteht aus weiten Prärien und sanften Hügeln mit kleinen Tälern. Die zwei Flüsse Mississippi River und Missouri River bilden die zwei größten Täler in der Umgebung.

Zusammenfluss und Halbinsel des Mississippi River und Missouri River:

Nördlich von St. Louis vereinigen sich die mächtigsten Flüsse des nordamerikanischen Kontinents. Hier fließt der Missouri River in den Mississippi River. Der Zusammenfluss bildet eine Insel die ungefährt bei Machens beginnt. Auf der Halbinsel der beiden Flüsse befinden sich einige Parks. An der Südspitze befindet sich der Edward-Ted and Pat-Jones-Confluence Point State Park. Weiter westlich am Missouri River liegt die Cora Island Unit. Am Mississippi River liegt das Maple Island Conservation Area. Zwischen dem Upper Mississippi Waterfowl Area und dem Maple Island Conservation Area befindet sich der Alton Slough. Besonders nennenswert ist das Pelican Island Natural Area, ein riesiges Sumpfland des Missouri River. Zwischen Machens und West Alton bildet der Mississippi River eine besondere Flusslandschaft mit vielen Seitenarmen.


Flora und Fauna:

Flora:

Bevor St. Louis erbaut wurde bestand die Landschaft aus Prärien und offenen Wäldern.  Diese Wälder bestanden as Eichen, Ahorne und Hickories. Die Wälder sind gleichzusetzen mit denen der Ozarks, wie folgende Pflanzenarten belegen: Cercis canadensis, Felsenbirnen und Blüten-Hartriegel. Heute bestehen die offenen Wälder vor allem aus Amerikanische Platanen. Der Großteil der Stadt ist mit den Baumarten der ursprünglichen Wäldern bepflanzt. Das größte und ursprünglichste Waldgebiet befinden sich im Forest Park. Im Herbst übersieht der Indian Summer die Baumlandschaften. Zudem gedeihen in den Parks die typischen Baumarten des Eastern Woodland. Auch findet man eingeschleppte Zierpflanzen vor, wie das Japanische Geißblatt.

Fauna:

Zu den größeren Säugetieren gehören Kojoten, Weißwedelhirschen, Grauhörnchen und Baumwollschwanzkaninchen. Auch erblickt man selten Opossums. Kanadische Gänse, Stockenten, Wattvögeln, Silberreiher, Blaureiher gehören zu den meist erblickten Vogelarten. Entlang des Mississippi River kreisen Möwen in der Luft. Der Weißkopfseeadler hat bei Chain of Rocks Bridge ein Winterquartier. St. Louis gehört zur Mississippi Flyway, eine Toure die Amerikanische Zugvögel nutzen. Aufgrund der vielen Sumpflandschaften befindet sich hier eine Vielzahl von Amphibien.


Klima:

→ St. Louis Klima

Die Stadt St. Louis liegt im Übergangsgebiet der Humid-Kontinental Klimazone und der Humid-Subtropischen Zone.

Frühling:

Der Frühling ist die feuchteste Saison. Insgesamt fallen 297 mm. Die Bandbreite der Unwetter im Frühling reichen von Tornados bis zu Winterstürmen. Im Durchschnitt hat St. Louis 48 Gewittertage. Die Metropolenregion gehört zu den Regionen mit dem meisten Tornados der USA.

Sommer:

Die Sommer sind heiß und feucht. Die Temperaturen liegen an 43 Tagen höher als 32°C. Der tägliche Durchschnitt beträgt 27°C. Der Hitzerekord liegt bei 46°C und wurde am 14.07.1954 registriert. Der Juli 2012 war der heißeste Monat seit der 138 jährigen Wetteraufzeichnung, mit einen täglichen Durchschnitt von 31,2°C (Minimum: 26°C, Maximum: 37°C)

Herbst:

Der Herbst ist mild und sonnig, mit niedriger Feuchtigkeit. Es können Perioden mit heftigen Regen aufkommen. Der erste Schnee fällt meist ab den 04.12. Der erste Frost trifft ab November ein. Warme Herbsttagsperioden mit warmen Temperaturen nennt man Indian Summer.

Winter:

Die Winter sind kalt und frostig. Es gibt 25 Tage im Jahr mit Tagesmaximum unter 0°C. Es gibt Perioden mit sehr kalten und eisigen Temperaturen. Der Kälterekord wurde am 29.01.1873 erreicht und betrug -31°C.

Sommer 2012:

Höchsttemperatur (Durchschnitt): 37°C

Mindesttemperatur (Durchschnitt): 26°C

Niederschlag (mm): 12 mm

Regentage: 2

Max. Höchsttemperatur: 42°C (24.07, 25.07, 07.07)

Lufttemperatur:

Jan.
Feb.
Mär.
Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
4°C7°C14°C20°C25°C30°C32°C31°C27°C20°C13°C6°C
-3°C-1°C4°C10°C15°C20°C22°C21°C17°C10°C5°C-1°C

Sonnenstunden:

Jan.
Feb.
Mär.
Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
5 h6 h7 h7 h8 h10 h9 h9 h8 h7 h6 h5 h


St. Louis- Gateway to the West:

Die Stadt wurde 1764 von Pierre Laclede Liguest und französischen Pelzhändlern gegründet. Dank ihrer strategisch und handelspolitisch günstigen Lage wuchs sie zu einer geschäftigen Metropole heran.

Während der Pionierzeit profitierte St. Louis als „Gateway to the West“ (Tor nach Westen) von den westwärts drängenden Pionieren.

Während des Goldenen Zeitalters der Dampfschifffahrten legten riesige Schaufelraddampfer im Hafen an und luden Baumwolle und andere Handelsgüter.

Noch vor dem Bürgerkrieg (1861 bis 1865) wurde St. Louis zum Eisenbahnknotenpunkt. Selbst die Weltkriege hemmten den Aufschwung nicht. Charles Lindbergh betrieb weltweit Werbung für die Stadt, als er mit der „Spirit of St. Louis“ über den Atlantik flog. Einen Besuch wert ist das Jefferson National Expansion Memorial. Der eindrucksvolle Nationalpark am Ufer des Mississippi ist der bewegten Zeit des Aufbruchs nach Westen gewidmet.

Sehenswürdigkeiten:

St. Louis gigantisches Wahrzeichen, der silberner Gateway Arch, wurde vom finnischen Architekten Eero Saarinen entworfen. Unterhalb des Bogens, im Tiefgeschoss des Memorial, erinnert das Museum of Westware Expansion an die Pioniere Lewis und Clark und die Wanderung nach Westen. Das Old Courthouse, ein gewaltiger Kuppelbau im Greek-Revival-Stil, ist mit Originalgemälden des Indianermalers Charels Wimar geschmückt, der in Siegburg bei Bonn geboren wurde und einer der vielen Deutschen war, die in St. Louis ansässig wurden.

Gateway Arch:

Mit einer Höhe von 192 m überragt der Stahlbogen des „Gateway Arch“ als symbolisches Tor zum Westen die Stadt St. Louis auf dem Westufer des Mississippi River. Nach einem Entwurf des finnisch-amerikanischen Architekten Eero Saarinen (1910-1961) wurde der Bogen 1965 fertiggestellt, um zusammen mit einem Museum in seiner Basis der einst von St. Louis ausgehenden Westwärtsausbreitung der USA ein modernes Monument zu setzten. Mit speziellen Aufzügen können die Besucher zum Scheitelpunkt des Bogens gelangen und dort durch schmale Fenster ein eindrucksvolles Panorama genießen. Der Bogen hat ein dreieckiges, sich nach oben verjüngendes Profil und ist mit rostfreien Stahlplatten verkleidet.