Naturpark Karwendel Klima

Im Naturpark Karwendel findet man unterschiedliche Klimazonen und Klimaregionen vor. Die Klimazonen reichen vom mild-gemäßigten Klima im Inntal zu den rauen Gefilden der Bergregionen über 2000 m. Vor allem im Winter herrscht im Naturpark erhöhte Lawinengefahr, im Frühjahr zur Schneeschmelze kann es zu spontanen und heftigen Überschwemmungen kommen, der Sommer ist bekannt für  wechselhaftes Wetter mit heftigen Gewittern und im Herbst kann es bereits im September zu Schnee und Frost kommen.


Jahreszeiten:

Winter:

Der Winter stellt eine extreme Zeit dar, da es für die Tiere und Pflanzen um das reinste Überleben geht. Die Temperaturen fallen dort häufig unter -20°C. Zumal ist der Winter in den Bergregionen die längste Jahreszeit.

Frühling:

Der Frühling ist kurz. Im Inntal können die Temperaturen schonmal über 20°C steigen, während in den Bergen die Temperaturen zum Teil noch weit unter dem Gefrierpunkt liegen. Erst im Mai werden die Temperaturen auch in den höheren Lagen frühlingshafter.

Sommer:

Der Sommer ist die kürzeste und wichtigste Jahreszeit im Jahr. Zu dieser Zeit findet die Almwirtschaft, sowie der Tourismus statt. Die Hütten haben geöffnet und die Bergwelt lädt zu schönen Wanderungen und Bergtouren ein. Im Inntal kann es sehr heiß werden, während die Temperaturen in den Bergen erfrischend und angenehm sind.

Herbst:

Der Herbst ist mit die schönste Jahreszeit. Vor allem die Eng ist zu dieser Jahreszeit am schönsten, da der Große Ahornboden in bunten Farben schillert. Die Szenerie am Großen Ahonrboden ist bezaubern und erinnert mit den bunten Ahornbäumen und den verschneiten Berggipfeln an den Nordamerikanischen Indian Summer. Allerdings kann es zu dieser Jahreszeit schon zu Schneefällen und strengen Frösten kommen. Nur im Inntal sind die Temperaturen noch mild, vor allem wenn der Altweibersommer oder die Föhnlage einsetzt.


Klimaregionen:

Inntal:

Unteres Inntal:

Das Unterinntal liegt im Übergangsbereich zwischen dem trockeneren inneralpinen Talklima des Oberinntals und dem niederschlagsreicheren Klima des nördlichen Alpenvorlandes. Es weist höhere Niederschläge und eine höhere Bewölkung als das Oberinntal und dessen Seitentäler auf, gelegentlich können auch Nebel- oder Hochnebelbänke vom Bayrischen Alpenvorland eindringen. Der Jahresniederschlag beträgt im Mittel der Jahre 1971–2000 in Innsbruck (Flughafen) 883,1 mm, in Jenbach1177,0 mm, in Kirchbichl 1135,7 mm und in Kufstein 1293,7 mm.

Hall in Tirol:

Jan.
Feb.
Mär.
Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
4°C6°C11°C15°C20°C23°C25°C25°C21°C16°C8°C4°C
-5°C-4°C0°C3°C8°C11°C13°C13°C10°C5°C-0°C-4°C

Innsbruck:

Innsbruck hat im Allgemeinen ein gemäßigtes Klima, jedoch mit teils alpinem Charakter. Sehr bekannt ist das Wetterphänomen des Föhns, der durch die Nord-Süd-Ausrichtung des Wipptales begünstigt wird. Dieser Fallwind kann in allen Jahreszeiten auftreten, jedoch häufiger im Herbst. Die Windgeschwindigkeiten können in Innsbruck 120 km/h erreichen und am nahe gelegenen Patscherkofel bis zu 200 km/h. Tritt der Föhn im Winter auf, dann kann die Temperatur durchaus knapp 18 °C erreichen. Die durchschnittliche Temperatur beträgt 9,7 °C, der jährliche Niederschlag 912,1 mm. Die wärmsten Monate sind Juli und August mit durchschnittlich 18,1 bzw. 17,4 °C, die kältesten Dezember und Jänner mit −1,1 bzw. −2,8 °C im Mittel. Der meiste Niederschlag fällt im Juli mit durchschnittlich 137,2 mm, der geringste im Februar mit durchschnittlich 41,4 mm.

Jan.
Feb.
Mär.
Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
4°C6°C11°C15°C20°C23°C25°C25°C21°C16°C8°C4°C
-5°C-4°C0°C3°C8°C11°C13°C13°C10°C5°C-0°C-4°C

Jenbach:

Die durchschnittliche Temperatur beträgt 10,8 °C, der jährliche Niederschlag 912,1 mm.Die wärmsten Monate sind Juli und August mit durchschnittlich 21 bzw. 20 °C, die kältesten Dezember und Jänner mit +2,5 bzw. −0,5 °C im Mittel. Der meiste Niederschlag fällt im Juli mit durchschnittlich 137,2 mm, der geringste im Februar mit durchschnittlich 41,4  mm. Die Daten zeigen den Datenraum von 2014 bis 2017:

Österreich

600-1000 m:

Das Klima wird immer rauer und strenger. In den Bereich zwischen 600 m und 1000 m herrscht ein kontinentales Klima mit strengen und langen Wintern und kühlen bis warmen Sommern. Die Niederschläge erhöhen sich. Die Region ist von dichten Nadelwäldern bewachsen.

Hinterriss:

Das Klima in Hinterriss ist kontinental. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 8°C. Der kälteste Monat ist der Januar mit -3°C und der wärmste Monat ist der Juli mit 19°C. Die Sonne scheint jährlich ca. 1700 h.

Jan.
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Mär.
Apr.
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Jun.
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Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
1°C4°C12°C15°C20°C24°C25°C24°C21°C15°C8°C2°C
-7°C-5°C-1°C4°C7°C11°C13°C11°C10°C5°C0°C-4°C

1000-1500 m:

In dieser Höhenlage wird die Waldvegetation spärlicher und geht von Nadelwäldern, wie Fichte, Lärche und Tannen, in Strauchlandschaften über. Die Bäume erreichen eine Höhe von unter 3 m. Die Winter sind länger, härter und kälter. Frost kann bereits schon Ende August auftreten. Auch im Juni kann das Thermometer noch unter den Gefrierpunkt fallen. Der Schneefall ist erheblich. Schätzungsweise fallen dort bis zu 3 m Schnee jährlich. Die Sommer sind kurz, wolkig und kühl. In dieser Höhe liegen auch die berühmten Engalmen mit den bekannten Großen Ahornboden. Die Eng ist bereits ab Mitte bis Ende Oktober nicht mehr befahrbar und öffnet erst wieder im Spätmai.

Engalmen:

Großer Arber

1500-2000 m:

In dieser Höhenregion befinden sich die meisten Hütten, wie das Karwendelhaus, die Falkenhütte, Hallangerhaus oder die Lamsenjochhütte. Die Hütten sind von Mitte Oktober bis Pfingsten geschlossen. Die Winter sind sehr lang, bitterkalt und schneereich. Die Schneedecke erreicht häufig eine Höhe von über 3 m. Die Sommer hingegen sind sehr kurz, kühl und durchwachsen. Die Vegetation ist von mickrigen Bäumen (1300 m bis 1600 m) bewachsen. Ab 1700 m geht die Baumvegetation in Latschenkiefern über, diese Vegetationszone geht ab 1900 m in eine Graslandschaft über. Zudem trifft man ab 1950 m immer häufiger auf Permafrostböden. Ab dieser Zone herrscht ein alpines Klima.

Falkenhütte:

Jan.
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Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
-2°C-2°C0°C4°C9°C12°C13°C14°C11°C7°C2°C-1°C
-6°C-6°C-5°C-1°C3°C6°C8°C8°C6°C2°C3°C-5°C

Gipfelregionen (2000-2800 m):

Die höchste Klimaregion im Karwendel trifft zumal auf die Gipfel des Gebirges zu. Grundsätzlich herrscht hier ein alpines Klima. Das Karwendel ist auch bekannt durch seine schroffen Bergmassive, dort findet man so gut wie keine Pflanzen vor. Dort ist das Wetter am strengsten. Die Temperaturen liegen fast ganzjährig unter dem Gefrierpunkt. Auf den Gipfeln über 2500 m herrscht ein arktisches Klima. Weiter unten findet man Tundrenvegetation vor. Der Juli ist der einzigste Monat an denen die höchsten Gipfel schneefrei sind.

Birkarrspitze: 

Jan.
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Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
-9°C-9°C-8°C-5°C0°C3°C5°C5°C3°C0°C-5°C-7°C
-14°C-14°C-13°C-10°C-5°C-2°C0°C0°C-2°C-4°C-10°C-12°C