Oregon

Herkunft und Bedeutung des Namens Oregon sind nicht eindeutig geklärt. Oregon trägt den Beinamen Beaver State („Biberstaat“). Die früher dominierende Forstwirtschaft hat ihren starken Einfluss verloren. Er liegt im Westen der Vereinigten Staaten in der Region Pazifischer Nordwesten und wurde im Jahr 1859 als 33. Bundesstaat aufgenommen.

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Multnomah Falls

Fläche: 254.819 km²

Höchster Berg: Mount Hood (3425 m)

Bevölkerung: 3,9 Mio. Einwohner

Hauptstadt: Salem (150.000 Einwohner)

Zeitzone: Pacific Time


Lage und Landschaft:

Im Landesinneren, genauer östlich der Bergkette, befindet sich die Salbeiwüste. Die Cascade Mountains trennt den Bundesstaat von der feuchteren Pazifikküste und den trockenem Landesinneren. Die Pazifikküste weist oft felsige Steilküsten auf.

Begrenzungen:

Oregon befindet sich im Nordwesten der Vereinigten Staaten (auch als Pazifischer Nordwesten bekannt). Oregons Nachbarstaaten sind Washington im Norden, Idaho im Osten sowie Nevada und Kalifornien im Süden. Im Westen liegt der Pazifische Ozean.  Die nördliche Grenze bildet zum Großteil der Columbia River, einen Teil der östlichen Grenze der Snake River.

Gebirge:

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Mount Hood (3425 m)

Die zwei in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Gebirgsmassive, die entlang der Küste laufende Oregon Coast Range und die Kaskadenkette, schließen das äußerst fruchtbare Willamette Valley ein. Die höchste Erhebung ist der Mount Hood mit einer Höhe von 3425 Metern über dem Meer. Gleichzeitig ist Oregon durch die gebirgige Landschaft, die sich fast über das gesamte Staatsgebiet erstreckt, einer der höchstgelegenen Bundesstaaten der USA. Die durchschnittliche Höhe über dem Meeresspiegel liegt bei knapp über 1000 Metern.

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Willamette River

Kulturlandschaft:

Das westliche und nördliche Oregon ist eines der fruchtbarsten und landwirtschaftlich ertragreichsten Gebiete der Erde.

Im Willamette Valley wird Wein angebaut. Der Wein ist sehr beherzt und wurde mehrmals ausgezeichnet. Neben Weinreben werden auch Nüsse und Obst angebaut. Zudem findet man auch Gemüsefelder vor.

Früher wurde viel Forstwirtschaft betreiben. Dennoch wird heute kaum noch Forstwirtschaft betrieben, zu dem stehen viele Waldgebiete unter Naturschutz.

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Klima:

Das Klima in Oregon variiert von Region zu Region deutlich, insbesondere zwischen den Gebieten an der Pazifikküste und dem Hinterland. In der Küstenregion herrscht überwiegend mediterranes Klima vor. Oregon liegt jedoch in der gemäßigten Klimazone. Die Sommer fallen heiß aus und sind trocken. OR_koppen.svgDie Tagestemperaturen können hier leicht auf über 30 Grad steigen. Der Niederschlag konzentriert sich vor allem an der Küste auf die Wintermonate sowie das Frühjahr und den Herbst. Im Sommer regnet es nur selten. Die Winter am Pazifik sind meist mild, Frost ist an der Küste eher selten. Im gebirgigen Hinterland ist das Klima jedoch von mehr Extremen geprägt. Kalte Winter mit Schneefall sind durchaus üblich, während die Sommermonate in niedrigeren Lagen häufig heiß ausfallen. Einige der höchsten Berge des Bundesstaates sind jedoch ganzjährig mit Schnee bedeckt.

Niederschläge:

Im westlichen Oregon ist die Niederschlagsmenge sehr hoch, in der im südöstlichen Teil Oregons gelegenen Hochwüste ist das Klima eher arid.

Rekordtemperaturen:

Die höchste jemals gemessene Temperatur betrug 48°C und wurde am 10.08.1898 in Pendleton gemessen. Die tiefste jemals gemessene Temperatur wurde am 10.02.1933 in Seneca registriert und sank auf -48°C.

Klimatabellen:

Salem:

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Portland:

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Kulturelle Zentren:

Astoria:

Astoria ist die größte Stadt an der nördlichen Küsten von Oregon. Über die Geschichte der Seefahrt an der Nordwestküste erfährt man einiges im Columbia River Maritime Museum am Marine Drive.

Portland:

Portland ist die größte Stadt Oregons und ein bedeutender Binnenhafen. Die Metropole ist für ihre vielen Parks und Grünanlagen bekannt, daher stammt auch der Name „Stadt der Rosen“. Die Stadtregierung verlegte sogar eine Interstate um Platz für den Waterfront Park am Ufer des Williamette River zu schaffen. Neben Parks findet man auch Gärten vor, die auch über öffentliche Parkplätzen gebaut wurden. Die Stadt ist bei der Jugend sehr beliebt.

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Naturlandschaften und -monumente:

Oregon Coast:

Die Oregon Coast wird gekennzeichnet von dichten Regenwäldern und schroffen Küstenlandschaften. Entlang der Küste führt der Highway 101. Die Landschaft und Natur ist unberührt und bis auf einige alte Fischerdörfer findet man kaum Menschen vor. An zahlreichen Punkten und Stellen hat man einen atemberaubenden Ausblick auf die Strände, Küsten, Felsen und auf den Pazifik.

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Sand Lake Dune Park:

An der Panoramastraße liegt der Sand Lake Dune Park mit seinen riesigen und weiten Dünen.

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Sandstrände der Alsea Bay:

In der Alsea Bay befinden sich scheinbar unberührte Sandstrände. Die Bucht liegt südlich von Newport.

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Oregon Dunes National Recreation Area:

Bei Florence breite sich die Oregon Dunes National Recreation Area aus, ein wüstenähnliches Gebiet mit hohen Sanddünen.

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Heceta Lighthouse und Sea Lion Cave: 

Das Heceta Ligthhouse ist Oregons bekanntester Leuchtturm und ragt aus dem Sand. In den Sea Lion Cave faulenzen tausende von Seelöwen in der wärmenden Sonne.

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Pazifischer Küstenregenwald:

An der nordamerikanischen Pazifikküste zwischen Kalifornien und Alaska dominieren Nadelbäume die gemäßigten Regenwälder. In Kalifornien ist außerdem der Küstenmammutbaum, der höchste Baum der Erde, beheimatet. Viele Exemplare dieser Giganten kann man im kalifornischen Redwood Nationalpark bestaunen. Der Big Basin Redwoods State Park in den Santa Cruz Mountains, ebenfalls in Kalifornien, hat den größten bestand an solchen Mammutbäumen südlich von San Francisco. Auch im Olympic Nationalpark im US-Bundesstaat Washington sorgen milde Temperaturen und reichlich Niederschläge für einen dichten, üppigen grünen Regenwald mit Hemlocktannen und Riesen-Lebensbäumen sowie Farnen, Flechten und Moosen. Im Regenwald leben u. a. Pumas, Maultierhirsche, Schwarzbären, Rotluchse, Kojoten und etwa 300 Vogelarten.

John Day Fossil Beds National Monument-Painted Hills:

Das John Day Fossil Beds National Monument ist ein Schutzgebiet vom Typ eines National Monuments im US-Bundesstaat Oregon. Es besteht aus drei nicht zusammenhängenden Teilen, sogenannten Units, die entlang von etwa 100 Kilometern im Flusstal des John Day Rivers liegen. Geschützt werden Fundstätten mit Fossilienvon Lebewesen aus den geologischen Perioden Paläogen und Neogen mit einem Alter von etwa 44 bis 6 Millionen Jahren. Die aufgeschlossenen Schichten selbst umfassen den Zeitraum von etwa 54 bis 6 Millionen Jahren.

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Smith Rock State Park:

Der Smith Rock State Park ist ein State Park im Deschutes County des US-Bundesstaates Oregon. Der 1959 gegründete 263 ha große Park liegt 14 km nordöstlich von Redmond. Der Park schützt einen Höhenzug von vielfarbigen Felsspitzen, die über dem Crooked River in der High Desert in Oregon aufragen. Die Felsen aus Tuffstein sind vulkanischen Ursprung und steigen bis zu 167 m vom Talboden empor, die höchste Erhebung ist 1024 m hoch. Berühmt ist der Monkey Face, eine über 100 m hohe Felssäule mit Überhängen auf allen Seiten in der Form eines Affenkopfs.

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Mount Hood:

Der Stratovulkan Mount Hood liegt etwa 70 km östlich von Portland im US-Bundesstaat Oregon. Mit 3425 m ist er der höchste Berg in Oregon und der vierthöchste der Kaskadenkette. Er liegt an der Grenze zwischen den Countys Clackamas und Hood River. Mount Hood ist das Zentrum des Mount Hood National Forest, große Teile des Berges sind unter dem Namen Mount Hood Wilderness als Wilderness Area, der strengsten Klasse von Naturschutzgebieten in den USA, ausgewiesen.

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Multnomah Falls:

Multnomah Falls ist ein großer Wasserfall des Multnomah Creek am oregonseitigen Columbia River Gorge. Der Fall ist zweistufig (165 m und 21 m) und hat eine Gesamthöhe von 189 Metern. Er befindet sich östlich von Troutdale zwischen Corbett und Dodson am Historic Columbia River Highway. Das Wasser stammt aus dem Larch Mountain. Es wird fälschlicherweise oft behauptet, er sei der zweithöchste ganzjährig fließende Wasserfall des Landes. Es gibt aber mindestens noch 90 Wasserfälle in den Vereinigten Staaten, die eine höhere Gesamthöhe haben.

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Crater Lake National Park:

Der Crater-Lake-Nationalpark befindet sich im US-Bundesstaat Oregon. Er umfasst das Gebiet des VulkansMount Mazama und den 594 Meter tiefen Kratersee Crater Lake in dessen Caldera. Höchster Punkt ist der 2722 Meter hohe Gipfel des Mount Scott im Osten des Parks.

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Wasserfälle in Oregon:

Koosah Falls

Koosah Falls

Willamette Valley:

Das fruchtbare Tal zwischen der Coast Range und den Cascades galt einst als das gelobte Land für die vielen Tausend Siedler, die seinerzeit über den Oregon Trail kamen. Hier wachsen Gemüse, Obst, Kräuter und Nüsse. Aber hier gedeiht auch Wein, der sogar schon im Weinland Frankreich mit Auszeichnungen überhäuft wurde. Eugene, die moderne Universitätsstadt am Willamette River , ist von dichten Nadelwäldern umgeben.

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Willamette National Forest:

Dieser Nadelwald ist ein Urwald im zentralen Oregon. Der Park liegt inmitten der schneebedeckte Vulkanberge.

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Gipfel in Oregon:

Columbia River Gorge:

Die Schlucht des Columbia River, der sich hier durch die Kaskadenkette grub, galt einst als heimtückischste Teilstrecke des Oregon Trail. Die Gegend birgt zahllose landschaftliche Schätze: herrliche Flüsse und Wasserfälle (70 allein im südlichen Teil der Schlucht), steile Basaltwände, schneebedeckte Berge und tiefgrüne Wälder. Im Verlauf der vergangen zehn Millionen Jahre hat der Columbia River der spektakulären Schlucht seine Stempel abgedrückt. Die Schlucht ist 128 km lang und bis 1219 m tief, somit hat sie auch ein erstaunliches Alter, denn der Fluss hat 10 Millionen Jahre gebraucht um die heutige Gestalt der Schlucht zu bilden. Der Fluss war stark genug, das harte Basaltgestein zu erodieren. Vor etwa 15.000 Jahren rauschte eine riesige Flutwelle aus dem Schmelzwasser des kontinentalen Eisschilds, die größte Überschwemmung der Welt, mit 136 km/h in Richtung Nordosten und verbreitet das Tal. In der Mitte der Schlucht, bei den Five-Mile-Stromschnellen, förderten archäologische Grabungen 10.000 Jahre alte Spuren menschlicher Besiedlung.

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Hells Canyon:

Der Hells Canyon (dt. „Höllencanyon“) ist mit 2438 Metern die tiefste von einem Fluss eingegrabene Schlucht Nordamerikas. Er liegt größtenteils im US-Bundesstaat Oregon, unmittelbar an der Grenze zu Idaho. Er ist unter dem Namen Hells Canyon National Recreation Area als großflächiges Erholungsgebiet ausgewiesen. Auf einer Strecke von etwa 250 Kilometern hat der Snake River in Millionen von Jahren diese Schlucht in die Wallowa Mountains gegraben. Auf der Idaho-Seite wird der Canyon von den Seven Devils Mountains begrenzt. Das Gebiet wird von keiner Straße durchquert; nur drei Straßen insgesamt führen in den Canyon.

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Amerikanische Ureinwohner im Bundesstaat Oregon:

Der Holz- und Fischreichtum brachte in voreuropäischer Zeit an der Küste und entlang des Columbia River zahlreiche sesshaften Gesellschaften mit komplexer Sozialstruktur und weitreichenden Handelsbezeichnungen hervor. Stämme wie die Makah und Salish lebten in geräumigen Landhäusern, legten große Entfernungen in hochseetüchtigen Einbäumen zurück und verbanden soziales Ansehen mit Erfolg und Wohlstand.


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Smith Rock Canyon

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