Vermont

Vermont ist ein Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika und Teil von Neuengland. Er ist vor allem für seinen Ahornsirup, den Abbau und die Weiterverarbeitung von Marmor und die idyllischen Berglandschaften bekannt. Die Green Mountains und der Lake Champlain sind beliebte Erholungsgebiete. Folgerichtig lautet der Spitzname auch Green Mountain State. Viele Wohlhabende der umliegenden Bundesstaaten besitzen hier ein Wochenendhaus.

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Lage und Landschaft:

Vermont grenzt im Norden an Kanada (15 Grenzübergänge), im Westen an New York, im Süden an Massachusetts und im Osten an New Hampshire, wo der Connecticut River die Grenze bildet. 77 Prozent des Staates sind von Laubwäldern, insbesondere Ahornbäumen, bedeckt. Der Lake Champlain ist der größte See Vermonts und das achtgrößte Binnengewässer der Vereinigten Staaten. Er ist etwa 180 Kilometer lang, 19 Kilometer breit und bildet etwa 50 Prozent der Westgrenze Vermonts. Am Rande des Sees liegt das fruchtbare Champlain-Tal. Die Green Mountains sind ein stark bewaldetes Mittelgebirge; seine Nord-Südachse verläuft nahezu über die gesamte Länge von Vermont. Im Südwesten Vermonts liegen die Taconic-Berge.


Fläche: 23.871 km²

Höchste Erhebung: Mount Mansfield (1339 m)

Bevölkerung: 626.000 Einwohner

Hauptstadt: Montpelier (8.000 Einwohner)

Zeitzone: Eastern Time

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Klima:

Das Klima im Bundesstaat Vermont ist kontinental geprägt. Die Winter sind sehr schneereich. Der durchschnittliche Schneefall in Vermont ist doppelt so hoch wie der US-Durchschnitt. Die Wintertemperatur sinken nicht bis auf -25°C. Die Sommertemperaturen hingegen können weit über 30°C steigen. Der Jahresdurchschnitt der Temperaturen im Bundesstaate liegt bei 6°C. Vermont hat ein feuchtes Kontinentalklima, mit feuchten Frühlingen und milden Sommer (oftmals heiße Augustmonate). Der Herbst ist sehr farbenfroh: die Hügel färben sich rot, orange und golden, wenn das kalte Wetter hereinbricht. VT_koeppenDie Winter sind kälter in den höheren Lagen. Die Köppen-Klimaklassifiezierung ordnet Vermont in ein Dfb-Klima ein, identisch mit den Städten Minsk, Stockholm und Fargo. Das Klima im Northeast Kingdom liegt der Jahresdurchschnitt bei 5,6°C, somit ist die Region kälter als der Rest Vermonts. Vor allem sind die Wintertemperatur viel niedriger. Der durchschnittliche Schneefall liegt zwischen 15 und 25 cm in den tieferen Zonen. Vermont belegt den siebten Platz in der Rangliste der amerikanischen Bundesstaaten, als kältester Staat der USA. Im Winter ist der El Niño-Efeekt typisch, dieser bringt sehr kalten Temperaturen, aber kein Schnee, da die Temperaturen zu kalt für den Schneefall sind. Die höchste jemals gemessene Temperatur Begründung 41°C und wurde am 04.07.1911 in Vernon aufgezeichnet. Das Gegenteil wurde in Bloomfield, Northeast Kingdom gemessen und betrug -46°C (30.12.1933). Die Vegetationszeit ist relativ kurz und dauert nur 120 bis 180 Tage. Vermont liegt nach USDA-Klimaklassifikation: in der Zone 3b (nie kälter als -37°C) was auf Northeast Kingdom zutrifft, und die Zone 5b (nie kälter als -26°C) was auf den Südteil des Staates zutrifft.

Klimatabelle der Hauptstadt Montpelier:

Vermont Klima


Kulturelle Zentren:

  • Stowe
  • Woodstock
  • Grafton
  • Barlington
  • St. Albans

Montpelier:

Montpelier ist die Hauptstadt Vermonts. Sie wurde im Ende des 18. Jh. gegründet und weist nur 8.000 Einwohner auf. Sie ist die kleinste Hauptstadt der USA. Mit dem der goldenen Kuppel des Kapitals gilt das Regierungsgebäude als das schönste in der USA.


Naturlandschaften und -monumente:

Lake Champlain:

Er liegt südlich von Montreal zwischen den Green Mountains und den Adirondack Mountains an der Grenze der US-Staaten Vermont und New York und hat im Norden noch geringen Anteil in der kanadischen Provinz Québec. Er ist nach Samuel de Champlain benannt, der ihn 1609 erforschte und ab dem 4. Juli des Jahres befuhr. Zu diesem Zeitpunkt galt er als Grenze zwischen den Stämmen der Algonkin im Westen und den Irokesen im Osten, was sich auch in den Namen ausdrückte, die die Urbewohner dem See gegeben hatten: Pe-Tonbonque (etwa: „Wasser, das zwischen ihnen [den Stämmen] liegt“) bei den Algonkin, Caniaderi-Guarunte (etwa: „See, der das Tor zum Land ist“), bei den Irokesen.

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Champlain Valley:

Das Champlain Valley ist ein fruchtbares Tal, das sich gleich am Lake Champlain anschliesst.

Green Mountains:

Die Green Mountains sind ein Mittelgebirge im US-Bundesstaat Vermont. Die Gebirgszone verläuft in fast gerader Linie von East Richford im Norden mit dem Jay Peak (1177 m) an der Grenze zur Provinz Québec in Kanada über etwa 355 km (220 Meilen) bis hin in den Süden zur Grenze zum Nachbarstaat Massachusetts.

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Warren Falls:

Die Warren Falls sind Wasserfälle die in eine kleine Schlucht fallen. Sie sind sehr sehenswert.

Jay Peak:

Der Jay Peak ist ein 1176 m hoher Gipfel. Er liegt nahe der Grenze zu Kanada im Northeast Kingdom of Vermont. Der Berg wird von Gipfeln umgeben. An seinem Fuß wachsen dichte Wälder, die sich fast bis zum Gipfel entlang ziehen.


Indian Summer:

Wenn im Herbst das Blut erlegter Bären in die Erde fließt und von den Baumwurzeln bis in die Blätter transportiert wird, färben sich die Blätter rot. So erklärt eine Indianische Legende die bunte Färbung des Laubs im Indian Summer. Biologisch betrachtet ist es genau umgekehrt: Wenn die Tage kürzer werden, kappen die Bäume die Saftzufuhr in die Blätter. Dadurch baut sich das für die Grünfärbung verantwortliche Chlorophyll ab und andere Stoffe übernehmen das Regime und die Färbung der Blätter.

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Amerikanische Ureinwohner im Bundesstaat Vermont:

Bei der Ankunft französischer Pelzhändler im frühen 17. Jh. gehörte Vermont zum Einflussbereich der mächtigen Irokesen-Liga. Bis zum amerikanischen Unabhängigkeitskrieg über 170 Jahre später war das in Nord-Süd-Rcihtung verlaufende Champlain Valley Durchzugskorridor zwischen Montreal und New York sowie Aufmarschgebiet für die Stämme Irokesen und die Armeen der Franzosen und Engländer


Northeast Kingdom:

„Northeast Kingdom“ oder einfach nur „Kingdom“ wird der Nordosten Vermonts bezeichnet. Von Osten, durch den Connecticut River begrenzt, bis an den Berghängen der Green Mountains. Dichte und stattliche Wälder reichen bis nach Kanada. In diesen Wäldern verstecken sich Seen, an denen Elche durchs Wasser waten und Wölfe ihr Umwesen treiben. Es gibt einige Siedlungen, diese sind aber spärliche bewohnt. Lewis wurde 1762 zur Stadt ernannt, allerdings steht sie heute unter Privatbesitz und hat keine festen Einwohner mehr. Das Dorf Peacham ist eines der schönsten Motive zum fotografieren. Nahe der kanadischen Grenze ragt der 1176 m hohe Jay Peak zwischen den Hügeln empor. Im Im Northeast Kingdom zieht die überwältigende Landschaft vor allem Naturliebhaber, Wanderer und Skifahrer an.

Lage und Landschaft:

Die Region grenzt im Osten an den Connecticut River und im Westen an die Green Mountains. Northeast Kingdom ist überwiegend hügelig und bergig. Der höchste Punkt im Land ist der Jay Peak. Der Gipfel gehört zu den Green Mountains und erreicht eine Höhe von 1176 m. Der höchste Punkt außerhalb der Green Mountains ist der East Mountain in East Haven. Der Gipfel erreicht eine Höhe von 1048 m.

Klima:

Im Jahr gibt es im Durchschnitt 123-130 frostfreie Tage. Am 30.12.1933 wurde die tiefste Rekordtemperatur Neuenglands registriert. Die Temperatur sank auf -46°C und wurde in Bloomfield in Essex County aufgezeichnet. Im Jahr 2007 suchte der Valentine’s Day Blizzard die Region heim. Innerhalb von zwei Tagen kam eine Niederschlagsmenge von 540 mm herab. Am sechsten März 2011 wurde der Rekord fast gebrochen, damals fielen 520 mm Schnee. Am 13.03.2017 bedeckten über 50 cm Schnee die Bundesstaaten Neuenglands und New York. Da das Königreich im Champlain Valley liegt gehört es zum nördlichen Teil Vermonts und ist somit auch die kälteste Gegend.

Fauna:

Im Jahr 1996 wurde insgesamt 2000 Elche gezählt. 2005 stieg die Population auf 5000 Tiere. Der Staat vollzieht nach dem übermäßigen Anwuchss der Elche eine kontrollierte Jagd. Das Ergebnis beruht sich im Jahr 2008 auf 1260 Tiere. Jedoch ging die Jagd weiter. Im Jahr 2009 befand sich ein Elche auf einem Quadratkilometer. Neben Elchen findet man auch Schwarzbären, Hirsche, Waschbären, Füchse, Fischkatzen, wilde Truthähne, Seetaucher und Wachteln. 2013 wurde der Kanadische Luchs auch in Vermont entdeckt, aufgrund der hohen Population von Schneehasen. Vorerst gab es Marder nur in kleinen Populationen. Im 21. Jh. breitete sich der Maler über Neuengland und Kanada aus. Der Virginia-Opossum wanderte in den 1950er-Jahren ein.

 

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https://commons.wikimedia.org/wiki/File:VT_koeppen.png/Adam Peterson