Maine

Maine ist einer der wald- und seenreichsten Bundesstaaten der USA. Zu dem ist er auch der nördlichste US-Staat an der Atlantikküste und zugleich Neuenglands. Die meisten Menschen leben an der Küste mit pittoresken Fischerorten und schmucken Städten. Maine ist auch bekannt für seine vielen Leuchttürme.

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Lage und Landschaft:

Der Bundesstaat Maine ist mit über neunzig Prozent von Wäldern und Seen bedeckt. Im Landesinneren ist kaum Bevölkerung zu sehen, während sich an den Küsten die Orte aneinander drängen. Der Bundesstaat beherbergt zwei wunderschöne Landschaftsparks: den Acadia National Park und den Baxter State Park. Aufgrund der dichten Bewaldung, die zumeist aus Laubbäumen und Kiefern besteht, werden vor allem der Herbst für eine Reise empfohlen, da man dort den Indian Summer bewundern kann. Zu dieser Jahreszeit färben sich die Blätter in gelben, roten und orangen Tönen. Die Landschaft wirkt wie vergoldet.

Maine liegt als östlichster Bundesstaat am äußersten Rand der USA. Der höchste Punkt Maines ist der Mount Katahdin im Piscataquis County (1.606 m). Maine ist der US-Bundesstaat mit dem höchsten Waldanteil. Da mehr als 90 % der Landfläche unter anderem mit Kiefern bewachsen ist, lautet der Beiname des Staates „Pine Tree State“ („Kiefernstaat“). Die landschaftliche Beschaulichkeit zieht zahlreiche Touristen an. Der Acadia-Nationalpark ist der einzige Nationalpark der Gegend und einer der meistbesuchten in den USA. Eastport ist die östlichste Stadt, West Quoddy Headdie östlichste Landmarke der USA.

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Küstenlandschaft im Acadia-Nationalpark


Fläche: 91.646 km²

Höchster Berg: Mount Katahdin (1606 m)

Bevölkerung: 1,3 Mio. Einwohner

Hauptstadt: Augusta (20.000 Einwohner)

Wichtigsten Städte: Augusta, Portland, Lewiston, Bangor, South Portland, Auburn

Zeitzone: Eastern Time

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Bar Harbour


Klima:

→ Maine Klima

Maine liegt zwar allgemein in der kühl-gemäßigten Zone, lässt sich aber in etwa in drei klimatische Zonen einteilen: Das nördliche Binnenland, welches 60 % der Fläche umfasst und in dem Kontinentalklima herrscht, hat für die klimatische Region vergleichsweise warme Sommer, aber auch sehr harte Winter. Das südliche Binnenland ist der wärmste Teil Maines und von vergleichsweise warmen Sommern geprägt. Im etwa 30 km ins Land gehenden Küstenbereich schließlich sind aufgrund der Meeresnähe die Temperaturen gemäßigter als im Binnenland. Wirbelstürme sind in Maine die Ausnahme, selten gibt es Orkane, häufig sind aber die „Küstenstürme“, die starken Regen und Wind bringen, mitunter auch Schnee im Winter.

Klimatabellen:

Augusta:

Jan.
Feb.
Mär.
Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
0°C1°C5°C12°C18°C23°C26°C26°C21°C15°C9°C3°C
-9°C-8°C-3°C2°C8°C13°C16°C15°C11°C5°C1°C-5°C

Kulturelle Zentren:

Camden:

Ein bekannter Ort an der Küste von Maine. Der Ort wurde häufig in Filmen als natürliche Kulisse verwendet. Vom Mount Battie hat man einen schönen Blick auf die Bucht und den romantischen Hafen. Die Stadt hat eine maritimen Charakter und ihren Charme der Jahrhundertwende nicht verloren. Mit der Fähre kommt man von hier nach Monhegan Island, einem ehemaligen Hummer-Zentrum und einer Insel, die dem Besucher spektakuläre Ausblicke bietet.

Freeport:

Der kleine Ort liegt nördlich von Portland. Hier wurde Shopping zum Event aufgewertet. Hier findet man viele Outlet Stores. Hier wurde im Jahr 1820 der Vertrag unterschrieben, der den neuen Staate von New Hampshire trennt.

Kittery:

Der Ort wird als „Gateway to Maine“ bezeichnet. Der kleine Ort liegt am nördlichen Ufer des Piscataqua River. Die Grenze zu New Hampshire liegt nur ein paar hundert Meter entfernt. Kittery ist die älteste Siedlung des Staates und wurde 1647 gegründet.

Kennebunkport:

Die Siedlung gehört zu den attraktivsten Fischerdörfern an der gesamten Maine Coast. Die Stadt ist sehr malerisch. Die bunt angestrichenen Häusern und verwinkelten Straßen erinnern an eine märchenhafte Kulisse. Der Hafen ist geschäftig-lebhaft.

Portland:

Portland ist eine moderne Kleinstadt mit historischen Hafenviertel mit sprödem Charme. Am Portland Head befindet sich einer der meistfotografierten Leuchttürme der Welt. Im Hafen erinnern noch Hummerbojen und Fangnetze an die goldenen Zeiten des Hummerfangs. Bekannt ist das Portland Symphony Orchestra. Hier befindet sich auch das Geburtshaus von Henry Wadsworth Longfellow (1807-1882). Longfellow war ein amerikanischer Heimatdichter und ist durch seinen Indianerepos „The song of Hiawatha“ sehr bekannt.

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Weitere kulturelle Zentren:

  • Ogunquit
  • Brunswick
  • Lewiston
  • Auburn
  • Bath
  • Augusta
  • Rockland
  • Curtis Island Lighthouse
  • Bangor

Naturlandschaften und -monumente:

Acadia National Park:

Der Acadia-Nationalpark an der Küste von Maine im Hancock County ist bekannt für seine zerklüftete Felsküste und raue Landschaft mit Bergen und Seen. Es ist der einzige Nationalpark in Neuengland und gehört zu den zehn meistbesuchten Parks in den USA. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten finden sich entlang der Park Loop Road im Ostteil der Insel. Entlang der Südostküste findet man die charakteristische zerklüftete, von der Brandung umtoste Felsküste. Landeinwärts liegt der Jordan Pond in einer von den Gletschern der Eiszeit geformten Landschaft. Der höchste Berg der Insel, Cadillac Mountain(505 m ü. M.), ermöglicht von seinem baumfreien Gipfel einen Blick über den Park. Es ist auch der Punkt in den Vereinigten Staaten der den Sonnenaufgang als erstes erblickt. An der Südwestspitze der Insel, in der Nähe des Örtchens Bass Harbor, findet sich ein landschaftlich reizvoll gelegener Leuchtturm: das Bass Harbor Head Lighthouse.

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Baxter State Park:

Der Katahdin Mountain besteht aus einer Gruppe von Bergen. Einer der höchsten Gipfel, der Baxter Peak, wurde nach Gouverneur Percival Baxter benannt und ist 1.605 m hoch. Der Berg ist das nördliche Ende des Appalachian Trails. Es gibt viele Wasserflächen im Park. Die drei größten Wasserflächen sind der Grand Lake Matagamon, der Webster Lake und der Nesowadnehunk Lake. Es gibt auch mehrere kleinere Teiche, beispielsweise Hudson-, Draper-, Russell und Center-Teich sowie die South-Branch-Teiche. Zahlreiche Bäche und Flüsse leiten das Wasser aus diesen Wasserflächen ab, die bekanntesten sind Trout Brook (zwischen Grand Lake Matagmaon und Nesowadnehunk Lake) und Nesowadnehunk Stream (verbindet den Nesowadnehunk Lake mit kleineren Teich nahe dem Mount Sentinel). Davon haben manche Wasserfälle; der Nesowadnehunk Stream hat z. B. die Big und Little Niagara Falls und die Ledge Falls.

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Cadillac Mountain:

Mit Cadillac Mountain wird ein Berg auf einer Insel vor der Küste des Bundesstaats Maine in den Vereinigten Staaten bezeichnet. Er liegt auf Mount Desert Island inmitten des Acadia National Parks und hat eine Höhe von 470 m. Der Gipfel des Cadillac Mountains gilt als der Punkt in den Vereinigten Staaten, den die Strahlen der aufgehenden Sonne als erstes treffen.

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Moosehead Lake:

Zu den attraktivsten Gebieten im Hinterland von Maine gehört die Moosehead Lake Area, eine scheinbar endlose Wildnis mit dunklen Wäldern, einsamen Seen sowie Elchen und Wölfen, die immer noch durch das Land streifen. Hier hat sich Maine kaum verändert. Der riesige Moosehead Lake ist 64 km lang und 16 km breit. In Greenville, der einzigen nennenswerten Siedlung in dieser Wildnis gibt es eine einzige Verkehrsampel. Zu den abgelegenen Lodges gelangt man mit dem Buschflieger.

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Quoddy Head State Park:

Der Quoddy Head State Park ist ein romantischer, wilder und schöner Park. Er wird häufig als schönster Ort im Bundesstaat Maine gekürt. Der State Park liegt an der östlichsten Spitze der USA.

Rangeley Lake:

Ein kleiner See in dem früher Indianer an den Ufern fischten und jagten.


Indian Summer:

Wenn im Herbst das Blut erlegter Bären in die Erde fließt und von den Baumwurzeln bis in die Blätter transportiert wird, färben sich die Blätter rot. So erklärt eine Indianische Legende die bunte Färbung des Laubs im Indian Summer. Biologisch betrachtet ist es genau umgekehrt: Wenn die Tage kürzer werden, kappen die Bäume die Saftzufuhr in die Blätter. Dadurch baut sich das für die Grünfärbung verantwortliche Chlorophyll ab und andere Stoffe übernehmen das Regime und die Färbung der Blätter.

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Amerikanische Ureinwohner im Bundesstaat Maine:

Die Name der ursprünglichen Bewohner von Maine sind nur in Ortsnamen überliefert. Die Abenaki, Passamaquoddy und Penoboscots hießen die Europäer anfangs willkommen. Zu Beginn des 17. Jh. kamen die Franzosen, die in den heute zum Acadia National Park gehörenden Gewässern segelten und kurzlebige Handelsposten errichten. Auch der von den Engländern im Jahr 1607 angelegten Popham Colony war keine Dauer beschieden. Zudem behinderte die damalige politische Großwetterlage die Besiedlung. Während der nächsten 120 Jahren kämpften die beiden Großmächte, unterstütz von indianischen Verbündeten, um die Kontrolle dieser Küste. Maine wurde daher bis 1820 von der Massachusetts Bay Colony mit verwaltet und trat der Union erst dann als 23. Bundesstaat bei.


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