Mount St. Helens National Volcanic Monument

Südlich und östlich des Mount St. Helens erstreckt sich ein einzigartiges Naturareal: der 5000 km² große Gifford Pinchot National Forest mit Koniferenwäldern, einsamen Bächen und Seen, zahlreiche kleineren Gletschern und Ausblicken auf die Vulkane.

Mount St. Helens:

Der Mount St. Helens ist ein aktiver Vulkan im Skamania County im Süden des US-Bundesstaates Washington mit einer Höhe von 2549 m. Er gehört zur Kaskadenkette, einem vulkanischen Gebirgszug, der sich entlang der Westküste Nordamerikas erstreckt und einen Teil des pazifischen Feuerrings darstellt. Der Mount St. Helens weist wie alle Vulkane des pazifischen Feuerrings eine besonders große Explosionsenergie auf. Man rechnet seine Ausbrüche zu den plinianischen Eruptionen.

Geschichte:

Entstehung des Parks:

Anfang Juni 1982, etwas mehr als zwei Jahre nach dem Ausbruch, brachte ein Abgeordneter im Repräsentantenhaus einen Gesetzentwurf ein, den Berg und sein Umfeld als Schutzgebiet vom Typ eines National Monuments auszuweisen. Da nahezu das gesamte vom Ausbruch betroffene Gebiet in Bundesbesitz war und bereits zum Gifford Pinchot National Forest, einem Nationalforst unter der Verwaltung des United States Forest Services, gehörte, gab es keine Widerstände und bereits am 26. August 1982 wurde das Schutzgebiet gewidmet.

Ausbruch des Vulkans:

Im Frühjahr 1980 brachen aus dem Vulkan über 3 Mrd. m³ Lava, Asche, Gestein und Erde aus. Die Folgen waren erheblich: die Asche steig über 20 km in die Atmosphäre auf und lag selbst an der kapp 100 km entfernten I-5 noch bis zu einem halben Meter hoch. Bis Montana war der Boden grau und Staubpartikel des Mt. St. Helens konnten sogar noch in Europa registriert werden. 390 km² Berghang ist abgerutscht und der aufgerissenen Krater wies ein 600 m tiefes und 1,7 bis 3 km breites Loch auf. Im Umkreis von 27 km wurden Bäume umgeknickt. Noch heute findet man Lavafelder und umgeknickte Bäume vor. Auch die Vegetation hat sich seit 1980 verändert.

Vulkanologie:

Folgen des Ausbruchs:

Das Mount St. Helens National Volcanic Monument umfasst nahezu den gesamten Vulkan, einschließlich der vom Ausbruch 1980 nur gering betroffenen Hänge im Süden des Gipfels und kaum beeinträchtigte Gebiete nördlich des 1785 m hohen Mount Margaret. Dazu gehören insbesondere der Krater, die Schlammströme, die Schuttströme entlang dem North Fork Toutle River, das gesamte Gebiet in dem die Aschenwolken und Druckwellen flächendeckend den Wald umgelegt hat, sowie nahezu alle verbrannten Waldgebiete und die beiden unmittelbar vom Ausbruch betroffenen Seen Spirit Lake und Coldwater Lake.

Das National Volcanic Monument:

Das Mount St. Helens National Volcanic Monument wird von drei Seiten her durch Stichstraßen erschlossen. Der Hauptzugang erfolgt von Westen, ausgehend von der Kleinstadt Castle Rock, knapp 100 km südlich der Hauptstadt Olympia am Interstate-5-Highway. Nahe dem Ort am Silver Lake und etwas mehr als 55 km vor der Grenze des eigentlichen Schutzgebietes liegt das Haupt-Besucherzentrum. Es wird von der Washington State Parks and Recreation Commission betrieben, nachdem dem Forest Service im Jahr 2000 die Mittel fehlten, um es weiterhin mit Personal auszustatten. Das zweite große Besucherzentrum nahe dem Parkeingang am Coldwater Lake wurde aus Geldmangel im Herbst 2007 geschlossen. Erst im Frühjahr 2014 wurde es in Zusammenarbeit des Forest Service und des Mount St. Helens Institute als Bildungseinrichtung für Veranstaltungen und Gruppen wieder eröffnet. Somit verbleibt im National Monument selbst nur noch das kleine Besucherzentrum am Ende der Stichstraße an der Johnston Ridge. Es enthält eine Ausstellung zur Geologie des Gebietes und der Geschichte des Ausbruchs. Die Zugänge von Osten und Süden führen zu den Startpunkten von Wanderwegen und einigen Aussichtspunkten. Auf der Südflanke liegen die Ape Cave, eine rund 3 km lange, 2000 Jahre alte begehbare Lavaröhre, und der Lava Canyon, ein Lavafluss, der durch den Muddy River ausgewaschen wurde, wodurch die Struktur der Lava frei liegt.An der Zufahrtsstraße gibt es ein weiteres Besucherzentrum der Weyerhauser-Company, das hauptsächlich die Rekultivierungsmaßnahmen auf deren Land darstellt. Die vom Ausbruch wenig betroffenen Bereiche in Randlagen des Schutzgebietes sind für Besucher frei zugänglich, im Kern-Bereich und insbesondere den Regenerationsflächen herrscht Wegegebot. Einige Gebiete sind als Vorrangfläche für ökologische Forschung ausgewiesen und für Besucher unzugänglich. Für einen Aufstieg auf den Gipfel ist eine Anmeldung beim Forest Service erforderlich. Bergsteiger dürfen nur die Flanke und den Kraterrand betreten, das Innere des Kraters ist gesperrt.

Klima:

USA 8


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