Sahelzone und Savannen in Zentral- und Westafrika

Südlich der Sahara kommt es zu einer klimatisch-ökologischen Veränderung: es wird jetzt feuchter und die Landschaft ist weniger kahl. Man nennt diesen Bereich den Übergang zwischen der echten Wüste und der sogenannten Trockensavanne, die Sahelzone.

Landschaften:

In den Feuchtsavannen herrscht eine größere Dichte von botanischen und zoologischen Leben. Umso südlicher man kommt trifft man auf ein Mosaik aus saftigen Grasländern und Gebieten, in denen bereits große Areale mit echten tropischen Wäldern vorherrschen, besonders entlang der Flussläufe.

Unterschied zu Ostafrika:

In Ostafrika ist diese Abfolge parallel verlaufender Landschaftsgürtel der geomorphologischen Gegebenheiten wegen weniger deutlich ausgeprägt, denn die hier liegenden Bergketten, die tiefen tektonischen Gräben, das Rift Valley, und gewaltigen Hochebenen, führen dazu, dass sich dort andere Klimazonen bilden als in Westafrika.

Sahelzone:

Die Sahel erstreckt sich von der Atlantikküste im Westen über das Grenzgebiet zwischen Senegal und Mauretanien, bis zur sudanesischen-eritreischen Küste des Roten Meeres.

Klima:

Klimatische Bedingungen:

Nur wenige Bäume sind an die klimatische Verhältnisse angepasst, die aber können in der vorherrschenden Trockenheit gut überdauern. Umso näher man an den Äquator kommt, findet man klimatische Veränderungen vor, die durch eine höhere Luftfeuchtigkeit charakterisiert wird. Der Grund der ansteigenden Luftfeuchtigkeit hängt von den vorkommenden Fließgewässern ab, auch können sich dadurch Feuchtsavannen bilden.

Klima der Sahlezone:

Klimatisch ist sie durch eine Regenzeit charakterisiert, die von Mai bis September andauert. Im Süden, wo es stärker regnet, fallen bis zu 600 mm Regen jährlich, im Norden hingegen deutlich weniger, in manchen Gebiet kaum mehr als 100 mm. Die durchschnittliche monatliche Höchsttemperatur liegt bei 36°C, das Minimum bei 18°C bis 21°C.

Klimawandel:

Seit 1930 zeichnet sich ab, dass die Regenmenge geringer werden, was die durch die voranschreitende Desertifikation und Bodenerosion ohnehin schon schwierige Situation der Bewohner der Sahelzone noch weiter erschwert. Besonders betroffen sind die Länder:

  • Niger
  • Burkina Faso
  • Tschad
  • Sudan

Hier führt die starke Überweisung, viele Bewohner sind Halbnomaden, die Rinder, Ziegen- und Schafzucht betreiben, dazu, dass sich die Vegetation kaum noch erholen kann; die Wüste breite sich immer weiter nach Süden aus.


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