Liancourt-Felsen

Die Liancourt-Felsen (Dokdo, Takeshima) sind eine Inselgruppe im Japanischen Meer (Ostmeer), auf die sowohl Japan als auch Südkorea Territorialansprüche erheben.

Geographie:

Die Liancourt-Felsen sind ein Archipel aus zwei kleineren, gebirgigen Felseneilanden, die von 33 noch kleineren Felsen umgeben sind. Die Landfläche beträgt insgesamt etwa 0,21 km² (zum Vergleich: Die Hauptinsel Helgolands ist ungefähr 1 km² groß).

Lage:

Die Liancourt-Felsen liegen fast genau auf einer gedachten mittigen Grenzliniezwischen der japanischen Hauptinsel Honshū und der Koreanischen Halbinsel. So liegen die Felsen etwa 211 km nördlich von Honshū, etwa 217 km östlich der südkoreanischen Küste und etwa 328 km südöstlich des nordkoreanischen Festlands. Allerdings verwalten Japan und Südkorea Inseln im Japanischen Meer, die sich näher an den Liancourt-Felsen befinden als die Küsten selbst. Die von den Felsen aus gesehen nächsten großen und bevölkerten Inseln Japans sind die Oki-Inseln. Diese liegen etwa 157 km südöstlich der Felsen. Die Oki-Inseln wiederum liegen 67 km nördlich der japanischen Hauptinsel Honshū. Die nächste große und bevölkerte Insel unter südkoreanischer Verwaltung ist Ulleungdo. Sie liegt etwa 88 km westlich der Liancourt-Felsen. Von Ulleungdo aus sind es etwa 120 km zur südkoreanischen Küste.

dokdo-1790321_1920

Geschichte:

Bis 1945 wurden die Inseln von Japanverwaltet. Seit 1953 werden die Inseln de facto von Südkorea verwaltet. Um in dem Konflikt keine Position zu beziehen, wird von Drittstaaten teilweise die englischeBezeichnung Liancourt Rocks verwendet, die ihnen 1849 durch ein gleichnamiges französisches Walfangschiff gegeben wurde. Ein weiterer internationaler, aber heutzutage kaum noch verwendeter Name ist die Bezeichnung Hornet Islands, welche den Felsen vom gleichnamigen englischen Kriegsschiff 1855 gegeben wurde.


dokdo-1790322_1920