Landschaften von Mardin

Mardin ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Mardin im türkischen Teil Mesopotamiens. Die uralte Stadt liegt im Südosten der Türkei, rund 20 km nördlich der Grenze zu Syrien und nicht weit von der zum Irak. Aufgrund der Unruhen wird von einer Reise in die Provinz Mardin, sowie Umgebung, dringend abgeraten (→ Auswärtiges Amt).


Landschaften:

Die Altstadt von Mardin schmiegt sich an den alten Burghügel und schaut über die Tiefebene von Mesopotamien, an deren Rand sie liegt. Im Norden und Westen erhebt sich der Tur Abdin.

Mesopotamien:

Als natürliche Grenzen Mesopotamiens gelten meist die östlichen Tal-Randlagen des Zagros- und des Taurusgebirges, das Küstengebiet des Persischen Golfs und die beginnende syrisch-arabische Wüste. Die Quellregionen von Euphrat und Tigris gehören dagegen geographisch nicht zu Mesopotamien. Mit dem Ende des neubabylonischen Reichs endete auch der historische Geschichtsbegriff Mesopotamien, das fortan politisch nicht mehr unabhängig war. Die nachfolgenden Epochen mit ihren neuen politischen Staatsgebilden fallen daher aus Sicht der Assyriologie nicht unter die Bezeichnung Mesopotamien. Althistoriker hingegen benutzen den Begriff durchaus auch für die folgenden Jahrhunderte bis in die ausgehende Spätantike, da er die in dieser Zeit gängige Bezeichnung der Region zwischen Euphrat und Tigris war (siehe oben). Als der Norden dieses Gebietes um 200 n. Chr. unter römische Kontrolle geriet, gründeten die Kaiser dort die Provinz Mesopotamia, die noch bis ins 7. Jahrhundert bestand.

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Blick auf die Tiefebene von Mesopotamien

Tur Abdin:

Das Kalksteingebirge Ṭūr ʿAbdīn liegt in Nordmesopotamien am Oberlauf des Tigrisim Südosten der heutigen Türkei. Im Süden, bei Mardin, fällt der Gebirgsstock steil zur mesopotamischen Ebene hin ab. Der Tigrisdurchbruch bildet die östliche Grenze, und im Norden grenzt der Tur Abdin an die Ebene von Diyarbakır. Die Westgrenze ist schlecht definiert und wird ungefähr durch das Vulkanmassiv des Karacadağ gebildet.

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Tourismus:

Touristisch ist dieses Gebiet vor allem durch die Altstadt Mardins und den Tur Abdin bekannt. Zwei der ältesten christlichen Klöster (Dayro d’Mor Hananyo und Dayro d’Mor Gabriel), Siltan-Sêxmus (ca. 20 km in Richtung Diyarbakır) und Küferdel (Ruine einer antiken Stadt, ca. 15 km nördlich von Mardin in Richtung Diyarbakır/Stewrê) liegen in dieser Provinz. Der Name Mardin stammt vom aramäischen Wort ܡܶܪܕܺܝܢ für „Burgen“ und veranschaulicht sehr gut die Lage der Stadt. Überdies bedeutet der Name Mardin in kurdischer Sprache „heldenhaft“.

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Klima und Reisezeit:

Das Klima der Region ist kontinental geprägt. Die Sommer sind sehr heiß und trocken. Die Temperaturen können bis auf +40°C steigen. Die Winter sind kalt und nass.

Reisezeit:

Die besten Reisemonate sind der Mai und der Juni, wobei es im Juni schon ziemlich heiß werden kann. Ebenso weist der Oktober eine milde Temperatur auf und der September ist noch sehr warm, aber nicht mehr ganz so heiß.

Lufttemperatur der Stadt Mardin:

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(→ Klimadaten der Stadt Mardin)


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Minarett mit Blick auf Mesopotamien

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