Schwarze Wüste

Etwa 20 km nach Bawiti passiert man die wie verbrannt wirkende Schwarze Wüste (Sahara as-Sauda). Auf dem flachen Talboden erheben sich dunkle Zeugenberge aus Dolorit und anderen Vulkangesteinen. Dort sind Kieselsäuren ausgeblüht und haben Stein und Sand mit dünnen Limonit-Krusten überzogen. Viele Hügel sind gleich geschichtet und gleich hoch, Überrest der Deckschicht, die Wasser und Wind sonst bis zum Talgrund abtrugen. Auch Süden hin treten neben die Zeugenberge zusehends stärker erodierte Kegel mit Schuttflächen, dann schließlich sich unscheinbare Sandhaufen an. Im Zeitraffer läuft vor dem Fenster des eilenden Wagens ein viele Jahrmillionen dauernder geologischer Prozess ab: die Abtragung einer ganzen Landschaft. Als Aussichtspunkt über das Terrain der Schwarzen Wüste eignet sich der leicht zu erklimmende Gebel ez-Zuqaq, ein Hügel 25 km nach Bawiti gleich neben der Straße. An einer Felsformation rechts der Straße und nahe dem Sendemasten, etwa 30 km südlich von Bawiti, schimmern rot-gelbe Streifen im hier hellen Fels. Eine Ambulanzstation markiert den Eingang zu den Oasen von el-Haiz, der südlichen Hasengruppe der Bahariya-Senke.

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