Venezuela

Venezuela ist ein südamerikanischer Staat an der Karibikküste. Er grenzt im Süden an Brasilien, im Westen an Kolumbien und im Osten an Guyana.


Fläche: 912.050 km²

Einwohner: 30.930.000

Hauptstadt: Caracas (2,1 Mio. Einwohner)

Bundesstaaten:

  1. Zulia
  2. Táchira
  3. Apure
  4. Barinas
  5. Mérida
  6. Trujillo
  7. Lara
  8. Falcón
  9. Portuguesa
  10. Cojedes
  11. Yaracuy
  12. Carabobo
  13. Aragua
  14. Guárico
  15. Vargas
  16. Miranda
  17. Anzoátegui
  18. Sucre
  19. Monagas
  20. Delta Amacuro
  21. Dependencias Federales
  22. Nueve Esparta
  23. Bolivar
  24. Amazonas
  25. Distrito Capital
  26. (Guayana Esequiba)

Wichtigsten Städte:

  • Caracas
  • Maracaibo
  • Valencia
  • Barquisimeto
  • Ciudad Guayana
  • Barcelona
  • Mérida
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Puerto La Cruz


Geographie:

Venezuela hat eine etwa 2800 km lange Küste. Von der Gesamtfläche sind etwa 39 % bewaldet, 20 % bestehen aus Wiesen- und Weideland, 4 % machen Felder und Ackerland aus.

Grenzen:

Es grenzt an drei Staaten: im Osten an Guyana mit 743 km Grenze, im Süden liegt Brasilien mit 1819 km Grenze und im Westen Kolumbien mit 2050 km Grenze. Die gesamte Länge der Landesgrenzen Venezuelas beträgt 4612 Kilometer.

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Landschaften:

Venezuela lässt sich in vier Regionen einteilen: die Anden, die sich in einem breiten Ost-West-Bogen von der kolumbianischen Grenze entlang des Karibischen Meeres nach Osten erstrecken; die Orinoco-Ebenen (Llanos) im Zentrum; die Maracaibo-Tiefländer im Nordwesten sowie das Hochland von Guayana im Südosten. Venezuela ist das sechstgrößte Land Südamerikas. Es ist landschaftlich so vielfältig wie kein anderer südamerikanischer Staat. Den stärksten Kontrast bilden die Wüstenlandschaften am Isthmus von Coro und die Sümpfe des Delta Amacuro, beziehungsweise die schneebedeckten Berge der Cordillera de Mérida und die weiten Ebenen im Herzen des Landes. Das Land kann auch in sechs geographische Großräume untergliedert werden: die venezolanischen Anden, die Llanos del Orinoco, der Maracaibo-See, das Bergland entlang der karibischen Küste, die venezolanischen Karibikinseln sowie das Hochland von Guayana.

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Isla Margarita

Flüsse:

Der Orinoco ist mit einer Länge von 2.574 km der größte und wichtigste der über tausend Flüsse des Landes. Er entspringt im Grenzgebiet zwischen Venezuela und Brasilien an einer der größten Wasserscheiden Lateinamerikas. Der Wasserstand des Orinoco schwankt je nach Jahreszeit beträchtlich. Die höchsten Stände werden im August gemessen und übersteigen die Tiefststände von März und April um durchschnittlich 13 Meter. Der Großteil des Flussbettes weist nur ein geringfügiges Gefälle auf. Unterhalb der Oberläufe findet sich ein weltweit seltenes geographisches Phänomen: der Fluss spaltet sich in zwei Arme auf, eine sogenannte Bifurkation. Der Brazo Casiquiare (wörtlich: Casiquiare-Arm), ein natürlicher Kanal, verbindet die beiden unabhängigen Flusssysteme des Orinoco und des Amazonas miteinander. Dabei fließt ein Drittel des Wassers über den Rio Negro (Amazonien) in den Amazonas, der Rest fließt weiter in den Hauptkanal des Orinoco. Diese Passage erlaubt es Schiffen mit niedrigem Tiefgang, vom Orinoco in das Flusssystem des Amazonas zu wechseln. Dadurch bilden die riesigen Gebiete zwischen Orinoco, Amazonas und Atlantik eine Insel. Die meisten Flüsse, die in den nördlichen Gebirgen entspringen, fließen in südöstlicher Richtung zum Río Apure, einem Nebenfluss des Orinoco. Der Apure durchfließt die Llanos in östlicher Richtung. Im niederschlagsarmen Gebiet südlich des Apure gibt es keine nennenswerten Quellgebiete. Ein anderer wichtiger Fluss ist der Río Caroní, der sich vor allem durch seine hohe Fließgeschwindigkeit auszeichnet. Er entspringt im Hochland von Guyana und mündet auf der Höhe von Ciudad Guayana in den Orinoco. Der Caroní eignet sich besonders gut für den Bau von Wasserkraftwerken und trägt so erheblich zum Energiehaushalt Venezuelas bei.

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Großlandschaften:

Anden:

Die Gipfel der venezolanischen Anden reichen bis in etwa 5000 m Höhe. In den fruchtbaren Tälern zwischen den Bergen lebt ein großer Teil der Bevölkerung Venezuelas und auch Industrie und Landwirtschaft sind hier konzentriert. Die zerklüfteten Gebirgszüge an der kolumbianischen Grenze sind der am dünnsten besiedelte Teil dieser Region. Südlich des Maracaibo-Sees erhebt sich der höchste Berg Venezuelas, der Pico Bolívar mit 4981 m. Einige Gipfel in dieser Region sind das ganze Jahr über schneebedeckt. Ein breites Tal trennt diesen Gebirgszug von einem weiteren, der der Küste folgt. In diesem Tal liegt auch die Hauptstadt Caracas. Dieser verhältnismäßig kleine Bereich ist die am dichtesten besiedelte Region des Landes. Hier wird die intensivste Landwirtschaft betrieben und das Verkehrsnetz ist am besten ausgebaut.

Orinoco-Ebene:

Südlich der Berge erstrecken sich die großen Ebenen der Llanos. Sie dehnen sich von der karibischen Küste im Osten bis an die kolumbianische Grenze aus. Der Orinoco bildet die südliche Grenze. Dem Festland vorgelagert ist die Insel Margarita. Neben den Grasländern umfasst diese Region auch Sumpfgebiete im Orinoco-Delta und an der kolumbianischen Grenze. Die Erhebungen in den Llanos übersteigen die 200-Meter-Marke nicht.

Maracaibo-Tiefebene:

Das Maracaibo-Tiefland ist umgeben von Gebirgsketten, ausgenommen ist nur der Norden. Hier grenzt es an das Karibische Meer. Diese Region ist sehr flach und steigt nur leicht in Richtung der umliegenden Berge an. Der 13.000 km² große und bis zu 50 m tiefe Maracaibo-See nimmt einen Großteil der niedriger liegenden Bereiche ein. Er ist durch die ungefähr 75 km lange Meerenge Canal de San Carlos mit dem Golf von Venezuela verbunden. Unter dem Ostufer des Sees lagern die reichsten Erdölvorräte Venezuelas. Die größte Stadt der Region ist die Hafenstadt Maracaibo am gleichnamigen See.

Hochland von Guayana:

Das Hochland von Guayana erhebt sich südöstlich des Orinoco und ist eine der ältesten Landschaften Südamerikas. Dieses Hochland, das von Plateaus und Nebenflüssen des Orinoco geprägt ist, nimmt mehr als die Hälfte der Landesfläche Venezuelas ein. Die auffälligste Formation dieser Region ist die Gran Sabana, eine große, stark erodierte Hochebene. Im Laufe von Jahrmillionen wurden die Sandsteinmassen abgetragen und übrig blieben zerklüftete Täler und gewaltige massive Tafelberge (Tepuis). Ihr Alter wird auf 70 Millionen Jahre geschätzt. Die 115 verschiedenen Tepuis in diesem Gebiet zeichnen sich durch eine einzigartige und eigentümliche Flora und Fauna auf ihren Hochplateaus aus, denn aufgrund der Isolation haben sich viele endemische Arten entwickelt. Diese Tafelberge waren die Vorlage für die Landschaften, die von den Künstlern in dem Computeranimationsfilm Oben der Pixar Animation Studios aus dem Jahr 2009 sehr detailliert nachgebildet wurden. Im Film selbst ist jedoch lediglich von Südamerika die Rede. Von den Tafelbergen herab stürzen die höchsten Wasserfälle der Welt, wie zum Beispiel der Salto Kukenan und der höchste Wasserfall der Welt, der Salto Ángel mit einer Fallhöhe von 978 Metern. (→Wasserfälle von Venezuela) Er ist zugleich eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Nationalparks Canaima, der von der UNESCO zum Weltnaturerbe ausgerufen wurde.

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Klima:

Obwohl Venezuela mitten in der tropischen Klimazone liegt, findet man, abhängig von der Höhenlage, der Topographie und der Richtung und Intensität der vorherrschenden Winde, alle Klimatypen vom tropisch feuchten bis zum alpinen Klima. Jahreszeitliche Schwankungen unterscheiden sich weniger durch die Temperatur als durch die unterschiedlichen Niederschlagsmengen. Im Großteil des Landes herrscht von Mai bis Oktober Regenzeit.

Klimazonen:

Das Land teilt sich in vier Temperaturzonen, die sich größtenteils auf die jeweilige Höhenlage zurückführen lassen: In der tropischen Zone (unterhalb von 800 m) herrschen im Jahresdurchschnitt Temperaturen zwischen 26 °C und 28 °C. Die gemäßigte Zone mit Durchschnittstemperaturen von 12 °C bis 25 °C erstreckt sich zwischen 800 und 2000 m Seehöhe. Hier liegen die meisten Städte Venezuelas, einschließlich der Hauptstadt Caracas. Kältere Bedingungen mit Temperaturen von 9 °C bis 11 °C findet man in der kühlen Zone zwischen 2000 und 3000 m. Weideland und dauerhafte Schneefelder prägen die Landschaft im Hochgebirge (ab 3.000 m Seehöhe). Hier liegen die Temperaturen im Jahresdurchschnitt unter 8 °C.

Niederschläge:

Die jährlichen Niederschläge reichen von 430 mm in den halb-ariden Tiefländern und Ebenen im westlichen Teil der Karibikküste bis zu etwa 1000 mm im Orinoco-Dreieck. In den Gebirgsregionen schwanken die Niederschlagsmengen beträchtlich, denn in den Senken fällt weniger Regen als an den Steilwänden, die den Nordostwinden ausgesetzt sind. In Caracas fällt von Juni bis August mit 750 mm die Hälfte des dortigen jährlichen Niederschlags.

Temperaturen:

Die mittlere Höchsttemperatur des Landes liegt zwischen 30 °C und 31 °C. Allerdings kann die Temperatur an einzelnen Orten von diesem Durchschnittswert abweichen, so kommt es nicht selten zu Höchsttemperaturen um die 40 °C. Die mittlere Minimaltemperatur bewegt sich je nach Monat zwischen 7 °C und 12 °C, wobei sie von April bis November kaum unter 10 °C fällt. Von Juli bis Januar regnet es mitunter fast einen halben Monat lang, in den anderen Monaten gibt es nur einen bis sieben Regentage pro Monat.

Klimatabellen:

Venezuela


Natur:

Venezuela weist eine hohe Dichte von Tieren und Pflanzen auf.

Fauna:

Der Artenreichtum der venezolanischen Tierwelt ist durch die industrielle Entwicklung stark reduziert worden. Eine große Vielfalt zeichnet nach wie vor die Vogelwelt aus, zu der Kolibris und Papageien gehören. In den Savannen leben Gürteltiere, im Guayana-Hochland urzeitliche Echsen.

  • 280 Säugetierarten (Jaguar, Puma, Wasserschwein, Manati, Brüllaffe, Flussdelfine, Faultiere, Totenkopf- und Kaupuzineraffen, Vampirfledermaus)
  • über 1000 Vogelarten (Kondor, Hoatzin, Pelikan, Flamingo, viele Papageienarten, Tukan, Fettschwalm, Kolibris, Falken- und Adlerarten)

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Flora:

Venezuela liegt in den wechselfeuchten Tropen, wobei in Richtung Norden die Trockenzeit immer länger wird. Tropische Regenwälder sind daher nur im äußersten Süden zu finden, sie gehen nach Norden in grüne Trockenwälder und Savannen über. Wegen der großen Höhenunterschiede in den Anden hat Venezuela Anteil an allen Vegetationsstufen der Tropen, wobei sich in der Tierra heiada oberhalb von 3500 m ein echter Paramo mit Wollschopfgewächsen (Espeletien) entwickelt hat. In den inneren Llanos des Orinoco-Tieflandes finden sich ausgedehnte Grasfluren, die von Galeriewäldern unterbrochen werden.


Städte:

Caracas:

Caracas  (offiziell: Santiago de León de Caracas) ist die Hauptstadt und größte Stadt Venezuelas. Es gilt als Kultur- und Wirtschaftszentrum des Landes. Mit seinen 2,1 Millionen Einwohnern im eigentlichen Stadtgebiet und 3,3 Millionen in der Agglomeration (Volkszählung 2011) ist Caracas der größte städtische Ballungsraum Venezuelas. Caracas war im Jahr 2015 die gefährlichste Stadt der Welt.

  • Im Gebirge, direkt an die Hauptstadt grenzend, befindet sich der Nationalpark El Ávila.

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Maracaibo:

Maracaibo ist eine Hafenstadt am Lago de Maracaibo im Nordwesten des südamerikanischen Landes Venezuela. Sie ist die Hauptstadt des Bundesstaats Zulia, bildet mit über zwei Millionen Einwohnern nach Caracas das zweitgrößte Ballungsgebiet des Landes und gehört zu den größten Städten der Karibik.

Die Kirche „La Chinita“ ist ein berühmter Wallfahrtsort, dort soll einer Frau am Platze auf ihrem Waschbrett die heilige Jungfrau Maria erschienen sein. Das Brett dekoriert heute noch den Altar und wird täglich von hunderten Gläubigen besucht.

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Naturlandschaften und -monumente:

Roraima:

Der Roraima-Tepui, auch Mount Roraima oder Cerro Roraima, ist ein 2.810 m hoher Tepui im Dreiländereck zwischen Venezuela, Brasilien und Guyana. Er ist Namensgeber des brasilianischen Bundesstaates Roraima. Bis 1962 hieß die Region Território do Rio Branco, doch immer wieder kam es zu Fehlleitungen von Briefsendungen und Einwanderern, die in diese Region wollten, jedoch schließlich in der damaligen Hauptstadt Rio Branco des Acre-Territoriums ankamen.

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Gran Sabana:

Die Gran Sabana ist eine 10.820 km² umfassende Hochfläche im Südosten von Venezuela. Sie ist von bis zu 1000 Meter hohen Gebirgsketten umschlossen. Das Gebiet ist durch weite und flache Täler charakterisiert und weist eine sehr alte geologische Formation auf. Die Gesteine der Erdkruste stammen aus der Erdurzeit und formten früher den westlichen Teil des Urkontinentes Gondwana.

Salto Ángel:

Der Salto Ángel (nach dem Wiederentdecker Jimmie Angel) ist ein Wasserfall im Südosten Venezuelas. Er ist mit 979 m Fallhöhe der höchste freifallende Wasserfall der Erde. In der Sprache der indigenen Pemón heißt er Kerepakupai merú, was etwa Ort des tiefsten Sprunges bedeutet. Bisweilen wird er mit dem nahe gelegenen Wasserfall Churún-Merú verwechselt.

Nationalpark Canaima:

Der Nationalpark Canaima (span. Parque Nacional Canaima) befindet sich in der Gran Sabana, im Bundesstaat Bolívar im Südosten von Venezuela.

Das Gebiet derGran Sabana, im Bergland von Guayana, ist ein von Tälern zerklüftetes Hochland. Charakteristisch für den Nationalpark sind mächtige Tafelberge aus Sandstein, die Tepuis genannt werden. Auf ihren Hochplateaus hat sich eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt entwickelt. Auf Grund der klimatischen Isolation der Hochplateaus vom tropischen Regenwald hat die Evolution in der Isolation über Jahrmillionen einen großen Teil von endemischen Arten hervorgebracht. Einige der höchsten Wasserfälle der Welt wie der Salto Ángel oder der Salto Kukenam stürzen von den Tafelbergen in die Tiefe. Sie sind eine besondere Attraktion für den Tourismus.

Isla Margarita:

Die Isla de Margarita ist eine karibische Insel, die zum Staatsgebiet Venezuelas gehört. Sie ist Teil der Kleinen Antillen. Sie bildet den Hauptteil des Bundesstaates Nueva Esparta. Auf ihr liegt auch die Hauptstadt des Bundesstaates, La Asunción mit seiner Kolonialkirche und dem Fort Santa Rosa. Größte Stadt ist Porlamar. Die Fläche der Insel beträgt 956,8 km².

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Parque Nacional Guaraira Repano/El Avila:

Der Park umfasst Teile des Ávila-Massives zwischen der Karibik und dem Caracas-Tal und bildet einen ca 80 km langen, etwa 10-15 km breiten Streifen. Begrenzt wird er durch das Caracastal im Süden, die Stadte Catia la Mar im Nordwesten, Caracas im Südwesten, im Norden durch die Karibik, im Nordosten durch Chuspa.

Die Berge erreichen Höhen von über 2000 Metern, wobei der höchste Punkt der Pico Naiguatámit 2765 Metern ist. Die Berge bestehen aus Sedimenten der Kreidezeit, sowie Granit. Der niedrigste Punkt liegt auf 120 Metern an der Karibikküste. Neben dem Pico Naiguata sind wichtige Erhebungen:

  • Pico Oriental 2640m
  • Pico Occidental 2480m
  • Pico El Avila 2250m

Der Nationalpark erstreckt sich über mehrere Zonen:

  • Relativ trockene karibische Küste (bis etwa 500m), dort erstrecken sich Trockenwälder.
  • Tropische Feuchtwälder der Karibikseite (500m – 1000m), mit saisonaler Trockenheit.
  • Bergsavanne (ab 1000m), die durch menschliche Eingriffe entstanden ist
  • Immerfeuchte Bergregen- und Nebelwälder (ab 1000m bis 2200m), jeweils zu beiden Seiten.
  • Subparamo, rund um die höchsten Gipfel, (ab 2200m)

Médanos-Nationalpark:

Der Médanos-Nationalpark oder Médanos-de-Coro-Nationalpark (spanisch Parque Nacional Los Médanos de Coro) ist ein Nationalpark in Venezuela. Er liegt im Bundesstaat Falcón an der Landenge von Médanos, die zur Halbinsel Paraguaná führt. Der Park wurde 1974 gegründet.

Der Nationalpark umfasst 91.280 Hektar Wüste, Küste und Salzwiese. Die großen Dünen(„Médanos“) erstrecken sich über eine Länge von 5 bis 30 Kilometer und können bis zu 40 Meter hoch werden. Durch starke Winde ändern sie ständig ihre Form. Wegen der sehr seltenen Niederschläge besteht die Flora aus stacheligen Sträuchern. Die Fauna ist ebenso spärlich und besteht hauptsächlich aus Echsen, Hasen, Ameisenbären, Füchsen, Tauben und Falken. Der Nationalpark ist per Bus oder Taxi von der nahegelegenden Stadt Coro aus zu erreichen.

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Lagune bei La Restinga auf der Halbinsel Macanao

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