Prespa-Region

Die Prespa-Region liegt im Dreiländereck Griechenland, Mazedonien und Albanien. Das Herzstück der Gegend sind die Prespa-Seen und deren Nationalpark. Neben den landschaftlichen Besonderheiten findet man dort auch kulturelle Sehenswürdigkeiten.

Der benachbarte Ohridsee gehört zu den ältesten Seen der Erde. Rund um den Seen findet man ein kulturelles Angebot vor, das vom UNESCO geschützt worden ist.


Inhaltsverzeichnis:

  1. Die Prespa-Region
  2. Prespa-Seen 
    1. Inseln der Seen
    2. Kleiner Prespa (Mikri Préspa)
    3. Große Prespa (Megali Préspa)
  3. Prespa-Nationalpark 
  4. Klima
    1. Lufttemperatur der Prespa-Seen
    2. Niederschlag
    3. Klimastationen in der Umgebung
      1. Florina
      2. Korça
      3. Ohrid
  5. Wassertemperatur
    1. Großer Prespasee
    2. Kleiner Prespasee
  6. Wichtige Orte in der Umgebung der Seen
    1. Agios Germanos
    2. Florina
    3. Korça
  7. Natur
    1. Fauna
    2. Flora
    3. Schutz des Ökosystem
  8. Naturlandschaften und -monumente in der Umgebung 
    1. Umland von Korça

Die Prespa-Region:

Das Gebiet um den Großen (Megali) und Kleinen (Mikri) Préspa-See wurde 1977 zum Nationalpark erklärt. Früher (seit 1937) war die ganze Region militärisches Sperrgebiet, heute jedoch ist es für alle interessierten zugänglich. Im griechischen Staatsgebiet ist die Anreise kein Problem, allerdings kann es in Albanien oder in Mazedonien zu Komplikationen kommen. Zehn Organisationen, darunter der World Wide Fund for Nature (WWF) und das Dänische Ornithologische Institut, treten für die Schutz und die Erhaltung des größten griechischen Nationalparks ein.

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Prespa-Seen:

Durch die Lage inmitten der Abgeschiedenheit im “Dreiländereck” sind die Prespa-Seen besonders für die wenigen Besucher geeignet, die absolute Einsamkeit suchen. Von Hochsitzen kann man ganze Kolonien von Pelikanen beobachten, von denen hier noch an die 250 Paare beheimatet sind. Aber auch weit unbeliebtere Blutegel, Skorpione, diverse Schlangenarten und auch Bären. In die abgelegenen Region rund um den Prespa-Seen kann es eventuell gefährlich werden, da einige Schlangenarten giftig sind und die Natur sehr urtümlich ist.

Inseln der Seen:

Auf der größeren Insel im Kleinen Prespa befinden sich mehrere Kirchen und die Ruine der Basilika Agios Achilleios aus dem 10. Jahrhundert. Ein moderner Steg führt hinüber und von Psarádes aus starten Boote zu seltenen Felsmalereien und einsamen Eremitagen. Die Inseln der Prespa-Seen:

  • Golem Grad
  • Mali Grad
  • Agios Achitios

Kleiner Prespa (Mikri Préspa):

Der Kleine Prespasee befindet sich auf einer Höhe von 853 m über dem Meeresspiegel. Der nördlich angrenzende Große Prespasee liegt 4 m niedriger (849 m). Der Kleine Prespasee hat eine Fläche von 45,39 km². Er ist bis zu 10,6 km lang und 6,6 km breit. Die mittlere Tiefe wurde mit 6,7 m, die maximale Tiefe mit 7,7 m bestimmt. Somit ist der Kleine Prespasee wie die meisten anderen griechischen Seen verhältnismäßig flach. Im Gegensatz dazu ist der Große Prespasee mit einer maximalen Tiefe von 53 m deutlich tiefer. Das Wasservolumen des Kleinen Prespasees beträgt 320 x 10 Kubikmeter. Das Wassereinzugsgebiet (catchment area) beläuft sich auf 260 km². Die Wassertemperaturen betragen gemittelt 21 °C und maximal 28 °C. Hohe Berge umgeben den See, in dem zwei kleine Inseln liegen.

Große Prespa (Megali Préspa):

Der Große Prespasee dehnt sich über eine Fläche von 273 Quadratkilometern aus. Die größte Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 34 km, die von Ost nach West bis zu 10 km. Der Wasserspiegel liegt auf 849 Meter über dem Meeresspiegel. Er ist bis zu 54 Meter tief und zählt somit bezogen auf Griechenland zu den lediglich drei Seen, welche eine Wassertiefe von mehr als 50 m aufweisen. Die durchschnittlichen Wassertemperaturen betragen 16 °C, die maximalen 22 °C.


Prespa-Natiornalpark:

Der See ist sehr fischreich und Lebensraum für viele seltene Tier- und Pflanzenarten. Besonders bedeutsam ist er als Brut- und Überwinterungsplatz für viele seltene Vogelarten, zum Beispiel den Rosapelikan (Pelecanus onocrotalus) und den Krauskopfpelikan (P. crispus). Die Prespaseen sind besonders schützenswerte Feuchtgebiete im Sinne der Ramsar-Konvention. Der Große Prespasee bildet das Zentrum des Prespa-Nationalparks, der von den drei Anrainerstaaten gemeinsam gegründet wurde und zu den größtenNaturschutzgebieten Europas gehört. Durch geringe Niederschläge und die verstärkte Entnahme von Wasser für die Landwirtschaft und den Haushaltsverbrauch ist der Wasserspiegel des Sees in den letzten Jahren deutlich gesunken.


Klima:

An den Prespa-Seen ist das Klima kontinental geprägt. Die Winter sind kalt und meist schneereich, während die Sommer sehr heiß werden können. Wetterumschwünge können jederzeit vorkommen und Gewitter treten in den Sommermonaten sporadisch auf.

Lufttemperatur der Prespa-Seen:

Die Wintertemperaturen liegen im kalten Bereich und sind vergleichbar mit den Wintern in Deutschland. Bereits im März steigen die Temperaturen über 10°C. Im März beginnt der Frühling. Die Blüte steht im Monat Mai in voller Pracht und die Temperaturen steigen über 20°C. Ab Juni beginnt der Sommer an den Seen. Die höchsten Temperaturen werden in den Monaten Juli und August erreicht, wobei die Tagestemperaturen im angenehmen Bereich liegen. Sporadisch kann das Thermometer über 32°C steigen. Die Nächte sind kühl. Bereits im September sinken die Temperaturen etwas. Der Oktober ist mild mit vielen klaren Tagen. Im Oktober kann der erste Frost auftreten. Der November ist kalt und sehr regnerisch. Der Dezember ist nach den Januar der kälteste Monat im Jahr. Die Winter sind sehr schneereich. Die Temperaturen werden durch die Höhenlage beeinflusst.

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Niederschlag (mm):

Die Niederschlagsverteilung über das Jahr ist gleichmäßig. Die trockenste Zeit ist vom Juni bis Ende September. Der nasseste Monat ist der November (93 mm), Oktober (81 mm), gefolgt vom Dezember mit 77 mm. Der trockenste Monat ist der August mit 38 mm. Die Zeit zwischen Januar und Mai weist eine konstante Niederschlagsrate zwischen 59 mm und 72 mm auf. Der Niederschlag kommt von Ende November bis Mitte Februar als Schnee herab. Gewitter können im Spätfrühling, Sommer und Frühherbst sporadisch auftreten.

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Klimastationen in der Umgebung:

Florina (50 km östlich von den Seen):

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Korça (30 km südwestlich von den Seen):

Albanien

Ohrid:

Jan.
Feb.
Mär.
Apr.
Mai
Jun.
Jul.
Aug.
Sep.
Okt.
Nov.
Dez.
5°C7°C11°C15°C21°C25°C28°C28°C23°C17°C12°C7°C
-2°C-1°C2°C5°C8°C11°C13°C13°C10°C7°C3°C0°C

Wassertemperaturen:

Großer Prespasee:

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Kleiner Prespasee:

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Wichtige Orte in der Umgebung der Seen:

Agios Germanos (Griechenland):

Der gemütliche Ort am nordöstlichen Ende des breiten Prespa-Talbeckens ist vor allem durch seine auffälligen anatolischen Herrenhäuser geprägt. Er ist zugleich der Hauptort der Region und ein geeigneter Ausgangspunkt für Wanderungen und Besichtigungen.

Florina (Griechenland):

Florina liegt am Ende eines lang gestreckten Tals, rund 50 km östlich von den Prespa-Seen und zieht sich die Hänge eines dicht mit Kastanien bewachsenen Hügels hinauf. Das Stadtbild ist vor allem durch alte türkische Häuser geprägt. Man merkt Florina aber an, dass es sich in einer wirtschaftlichen Blüte befindet.

Korça (Albanien):

Die Stadt ist Zentrum kulturelles Leben in Albanien. Die rund 100.000 Einwohner sind nicht umsonst stolz auf ihr historisches und kulturelle Erbe sowie auf die Tapferkeit und den Mut der Bevölkerung, d9e einen großen Teil dazu beitrug, dass das Land schließlich die Unabhängigkeit erreichte. Trotz vieler Kreise und Eroberungen durch ausländische Mächte zeichnet sich die Bevölkerung heute durch religiöse Toleranz und Gastfreundschaft Fremden gegenüber aus.

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Natur:

Die Natur rund um den Prespaseen ist eine (noch) unberührte Wildnis. Neben den üblichen Tier- und Pflanzenarten der Balkanhalbinsel findet man hier auch endemische Arten, die nur hier vorzufinden sind. Der See ist sehr fischreich und Lebensraum für viele seltene Tier- und Pflanzenarten.

Fauna:

Besonders bedeutsam ist er als Brut- und Überwinterungsplatz für viele seltene Vogelarten, zum Beispiel den Rosapelikan (Pelecanus onocrotalus) und den Krauskopfpelikan (Pelecanus crispus). Auch Zugvögel lassen sich, auf der Reise in den Süden, an den Seen nieder. In den Seen leben endemische Fischarten. In der umliegenden Landschaft streifen Wölfe und Bären durch den Wald.

Flora:

Die umliegenden Wälder bestehen aus Buchen, Eschen, Eichen, Kastanienbäumen, Kiefern und weitere Koniferen. Die Ufer sind oft mit Schilfgürteln überzogen. In den umliegenden Ebenen findet man Kulturland vor, dort wird Getreide angebaut. Besonders erwähnenswert ist die Blütenvielfalt der Wildblumen, von denen viele Arten endemisch in diesem Gebiet sind.

Schutz des Ökosystems:

Die Prespaseen sind besonders schützenswerte Feuchtgebiete im Sinne der Ramsar-Konvention.

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Naturlandschaften und -monumente in der Umgebung:

Umland von Korça:

Auf einer Höhe von 896 m, am Fuße der Morava-Berge gegen, befindet sich der Bezirk Korçë (Korça). Er ist nach Shkodër der zweitgrößte Bezirk Albaniens und bedeckt eine Fläche von etwa einem Achtel des Landes. Die Hochebene von Korça ist von Gebirgen umgeben, die im Südosten, in der Ostrovicë, fast 2000 m Höhe erreichen. Da die Gebirge hier nicht so schroff sind wie in den Albanischen Alpen, ist dies ein beliebtes Skigebiet, zumal es im Winter reicht kalt werden kann und reichlich Schnee fällt. Die Sommertemperaturen sind aufgrund der Höhenlage recht angenehm. Im fruchtbaren Umland von Korça werden Gemüse, Wein und Getreide angebaut.


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